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Lese- und Schreiblernprozesse in inklusiven Lernsettings. Qualitative Analyse der Lernangebote und -materialien

Titel: Lese- und Schreiblernprozesse in inklusiven Lernsettings. Qualitative Analyse der Lernangebote und -materialien

Examensarbeit , 2015 , 170 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Tanja Mai (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Fokus der Arbeit liegt auf den Lernangeboten und -materialien, die für den Schriftspracherwerb in inklusiven Lernsettings entwickelt worden sind. Diese speziell für einen inklusiven Unterricht konzipierten Materialien sollen im Rahmen der Ausarbeitung einer qualitativen Analyse unterzogen werden, um eine anschließende Bewertung über die Lernangebote abgeben sowie über deren Einsatz im Lese- und Schreiblernunterricht in Inklusionsklassen urteilen zu können.
Dafür müssen am Anfang dieser Ausarbeitung allerdings einige wesentliche theoretische Grundlagen geklärt werden, zu denen unter anderem der Inklusionsbegriff sowie grundlegende Aspekte, die die Lese- und Schreiblernprozesse in der Grundschule betreffen, gehören. Mithilfe dieses Hintergrundwissens kann die abschließende Interpretation der Analyseergebnisse einfacher nachvollzogen und einzelnen Teilschritten der Untersuchung leichter gefolgt werden. Nach der Grundlagenklärung im zweiten Kapitel ist es des Weiteren notwendig, den aktuellen Forschungsstand zum Thema Inklusion darzulegen, um die Zielsetzung der vorliegenden Arbeit begründen zu können. Darauf aufbauend werden im vierten Kapitel die einzelnen Forschungsfragen konkretisiert und im fünften Kapitel das methodische Vorgehen sowie die konkrete Durchführung der Analyse vorgestellt. Auf dieser Grundlage können abschließend die Untersuchungsergebnisse zusammenfassend dargestellt, interpretiert und ein Fazit gezogen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN

2.1. Der Inklusionsbegriff

2.1.1. Begriffsbestimmung nach Sander

2.1.2. Annäherung an ein internationales Inklusionsverständnis: Charakteristika und grundlegende Elemente nach Hinz

2.1.3. Vergleichende Betrachtung der Begriffsbestimmungen und Konkretisierung des für diese Arbeit zugrunde liegenden Inklusionsverständnisses

2.2. Grundsätzliche Überlegungen zum Schriftspracherwerb

2.2.1. Schriftspracherwerb aus entwicklungspsychologischer Perspektive

2.2.2. Die phonologische Bewusstheit als wichtige Vorläuferfähigkeit für den Schriftspracherwerb

2.2.3. Schwierigkeiten beim Schriftspracherwerb für Kinder mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf

2.2.4. Besonderheiten des Schriftspracherwerbs in inklusiven Klassen

3. RELEVANTE ERGEBNISSE AUS DER INKLUSIONSFORSCHUNG

3.1. Effekte inklusiver Beschulung auf die Leistungsentwicklung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf

3.2. Forschungsstand zum Schriftspracherwerb in inklusiven Settings

3.3. Relevante Ergebnisse aus der Lehrmittelforschung

4. ZIELSETZUNG DER UNTERSUCHUNG UND FORSCHUNGSFRAGEN

5. METHODISCHES VORGEHEN

5.1. Erhebung des Datenmaterials

5.1.1. Bestimmung des Ausgangsmaterials

5.1.2. Dokumentenanalyse als Erhebungsverfahren

5.2. Auswertung des Datenmaterials

5.2.1. Bestimmung und Legitimation der qualitativen Inhaltsanalyse als Auswertungstechnik

5.2.1.1. Globalauswertung nach Legewie

5.2.1.2. Grounded-Theory nach Glaser und Strauss

5.2.1.3. Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring

5.2.2. Festlegung der Analysegrundlagen

5.2.2.1. Deduktiv-induktive Kategorienbildung

5.2.2.2. Definition der Analyseeinheiten

5.2.2.3. Ablaufmodell der Analyse

5.2.3. Das entstandene Kategoriensystem

5.2.4. Konkrete inhaltsanalytische Umsetzung

5.2.4.1. Konkrete Kategorienbildung

5.2.4.2. Durchführung der Analyse am Material

6. DARSTELLUNG UND INTERPRETATION DER UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE

7. GESAMTINTERPRETATION UND FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Qualität von Lernangeboten und -materialien für den Schriftspracherwerb in inklusiven Settings zu analysieren, um bestehende Forschungslücken zu schließen und Empfehlungen für den Unterrichtseinsatz abzuleiten.

  • Theoretische Grundlagen zur Inklusion und zum Schriftspracherwerb
  • Analyse des aktuellen Forschungsstandes zur Inklusions- und Lehrmittelforschung
  • Einsatz der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring zur Bewertung von Lehrmaterialien
  • Entwicklung und Anwendung eines deduktiv-induktiven Kategoriensystems
  • Interpretation der Untersuchungsergebnisse hinsichtlich Förderprinzipien und Zielsetzungen

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Begriffsbestimmung nach Sander

Alfred Sander, der – wie bereits erwähnt – das Stufenmodell von Bürli systematisch aufgenommen hat, unterscheidet hinsichtlich der Eingliederung von Kindern mit und ohne Behinderung in die Schule fünf Entwicklungsstufen: Exklusion, Separation, Kooperation, Integration, Inklusion (vgl. Sander 2008a, 28 ff.)

Diese Entwicklungsstufen beschreiben „die Entwicklung des Bildungswesens für behinderte junge Menschen“ (Sander 2008b, 349), welche sich als ein langer historischer Prozess vollzogen hat und immer noch vollzieht (vgl. Sander 2008a, 27). Bezüglich dieser Entwicklungsstufen muss allerdings auch betont werden, dass eine Phase nicht immer vollständig abgeschlossen sein muss, damit die darauffolgende beginnen kann (vgl. ebd., 37). Dies zeigt sich auch im momentanen Bildungssystem, in dem mehr als zwei Phasen dieses Modells nebeneinander existieren (vgl. ebd., 38).

In der Phase der Exklusion haben Kinder mit Behinderung kein Recht auf Bildung und werden demzufolge aus dem gesamten Bildungs- und Erziehungssystem ausgeschlossen (vgl. Wocken 2010b, 1).

Die zweite Entwicklungsstufe stellt die Phase der Separation dar, in der Kindern mit Behinderung der Zugang zu schulischer Bildung gewährt wird, sie allerdings in separierten Sonderschulen unterrichtet werden (vgl. Sander 2008b, 349). Dadurch existiert ein Sonderschulwesen für Kinder, die einen speziellen Förderbedarf aufweisen, und ein Regelschulwesen, in dem die „normalen“ Kinder unterrichtet werden (vgl. Wocken 2010b, 1).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Diese Einleitung thematisiert den Paradigmenwechsel durch die UN-Behindertenrechtskonvention und begründet die Notwendigkeit, Unterrichtsmaterialien auf ihre Eignung für inklusive Lernsettings zu untersuchen.

2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel klärt zentrale Begriffe wie Inklusion und Integration sowie entwicklungspsychologische Stufenmodelle und Schwierigkeiten des Schriftspracherwerbs.

3. RELEVANTE ERGEBNISSE AUS DER INKLUSIONSFORSCHUNG: Hier werden Studien zur inklusiven Beschulung sowie Lehrmittelforschung kritisch reflektiert, um den Forschungsbedarf für die vorliegende Arbeit zu identifizieren.

4. ZIELSETZUNG DER UNTERSUCHUNG UND FORSCHUNGSFRAGEN: Dieser Abschnitt leitet aus den theoretischen Erkenntnissen konkrete Fragestellungen für die qualitative Analyse der Lernangebote ab.

5. METHODISCHES VORGEHEN: Hier wird die Wahl der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring begründet sowie das Kategoriensystem und das konkrete Vorgehen der Datenauswertung erläutert.

6. DARSTELLUNG UND INTERPRETATION DER UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Inhaltsanalyse, ergänzt durch quantitative Häufigkeitsanalysen der Kategorien.

7. GESAMTINTERPRETATION UND FAZIT: Hier werden die Ergebnisse zusammenfassend bewertet und Empfehlungen für den Einsatz der Materialien in der inklusiven Grundschule ausgesprochen.

Schlüsselwörter

Inklusion, Schriftspracherwerb, Grundschule, qualitative Inhaltsanalyse, Lernmaterialien, Förderprinzipien, sonderpädagogischer Förderbedarf, Heterogenität, Schriftsprachliche Fähigkeiten, Lese- und Schreiblernprozesse, Lehrmittelforschung, Diagnostik, Inklusiver Unterricht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie gut aktuelle Lernangebote und -materialien für den Schriftspracherwerb gestaltet sind, um den Anforderungen in inklusiven Grundschulklassen gerecht zu werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören Inklusion, Schriftspracherwerb, Didaktik und die Analyse von Lehrmaterialien auf ihre Eignung für heterogene Lerngruppen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die Qualität bestehender Lernmaterialien durch eine qualitative Inhaltsanalyse zu bewerten und Lücken in der aktuellen didaktischen Forschung zu diesem Themenbereich aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring angewendet, welche durch ein deduktiv-induktiv entwickeltes Kategoriensystem ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen, den aktuellen Forschungsstand, die methodische Vorgehensweise bei der Materialanalyse sowie eine detaillierte Darstellung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Inklusion, Schriftspracherwerb, Grundschule, qualitative Inhaltsanalyse und heterogene Lernsettings sind die prägendsten Begriffe dieser Arbeit.

Wie gehen die untersuchten Materialien mit der Heterogenität in inklusiven Klassen um?

Die Analyse zeigt, dass die Materialien sehr unterschiedlich konzipiert sind; einige bieten ein breites Spektrum an Förderprinzipien, während andere sich stark auf einzelne Teilbereiche spezialisieren.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin zu Zusatzmaterialien für Lehrkräfte?

Die Autorin stellt fest, dass nur wenige der untersuchten Angebote Diagnosehilfen für Lehrkräfte enthalten, was im Hinblick auf die Erfassung individueller Lernstände in heterogenen Gruppen als Manko angesehen wird.

Ende der Leseprobe aus 170 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Lese- und Schreiblernprozesse in inklusiven Lernsettings. Qualitative Analyse der Lernangebote und -materialien
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg  (Lehrstuhl für Grundschulpädagogik)
Veranstaltung
Zulassungsarbeit für das 1.Staatsexamen
Note
2,0
Autor
Tanja Mai (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
170
Katalognummer
V352651
ISBN (eBook)
9783668393189
ISBN (Buch)
9783668393196
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Inklusion Schriftspracherwerb Lesen und Schreiben lernen Kinder mit Behinderung Inklusionsmaterialien Qualitative Analyse sonderpädagogischer Förderbedarf Dokumentenanalyse Inklusionsforschung Lehrmittelforschung Grundschule Deutsch in 1./2.
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tanja Mai (Autor:in), 2015, Lese- und Schreiblernprozesse in inklusiven Lernsettings. Qualitative Analyse der Lernangebote und -materialien, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/352651
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