Die vorliegende Prüfungsvorbereitung beinhaltet Examenswissen für das Fach Marketing. Im speziellen wird hier auf das Handelsmarketing eingegangen.
aus dem Inhalt:
- Handelsinstitutionen, Handelsfunktionen, Absatzkanalgestaltung,
- Absatzmethode im Handel, Betriebsformen des Einzelhandels, Betriebsformen des Großhandels
- Dynamik der Handelsbetriebsformen, Vertikale Kooperation im Absatzkanal
- Aktionsparameter des Handels, Warenwirtschaftssystem, e-Trade
Es sind zahlreiche Abbildungen und Beispiele enthalten.
Inhaltsverzeichnis
1. Handelsinstitutionen
2. Handelsfunktionen
3. Absatzkanalgestaltung
4. Absatzmethode im Handel
5. Betriebsformen des Einzelhandels
6. Betriebsformen des Großhandels
7. Dynamik der Handelsbetriebsformen
8. Vertikale Kooperation im Absatzkanal
9. Aktionsparameter des Handels
9.1 Sortiment und Artikel
9.2 Preis und Konditionen
9.3 Werbung und Aktionen
9.4 Standort
9.5 Service
10. Warenwirtschaftssystem
11. e-Trade
Zielsetzung und Themen der Publikation
Das Werk vermittelt fundiertes Fachwissen über die Strukturen, Funktionen und strategischen Instrumente des modernen Handelsmarketings, um ein tiefgreifendes Verständnis für die ökonomischen Prozesse in diesem Sektor zu ermöglichen. Es untersucht die Interaktionen im Absatzkanal sowie die Bedeutung von digitalen Handelsformen.
- Grundlegende Handelsinstitutionen und -funktionen
- Strukturen und Dynamiken von Handelsbetriebsformen
- Strategische Gestaltung von Absatzkanälen und Kooperationen
- Aktionsparameter wie Sortiment, Preis, Werbung und Standort
- Digitale Transformation durch Warenwirtschaftssysteme und e-Trade
Auszug aus dem Buch
2. Handelsfunktionen
Lange galt der Handel als nicht produktiv (Physiokraten), weil Dienstleistungen generisch intangibel sind. Und nur produktive Betriebe standen im Blickfeld der Wirtschaft. Im Zuge der Gründung von Handelshochschulen bestand ein verständliches Interesse der Forscher dort darin, nachzuweisen, dass ihre Domäne sehr wohl produktiv und damit Gegenstand lohnender Untersuchung war. Dies führte zur Bildung von Handelsfunktionskatalogen, die beinahe unzählig viele Positionen aufführten. Verdichtet man diese, so können im Wesentlichen vier Funktionen unterschieden werden (siehe Abb. 2: Handelsfunktionen):
• Die Raumüberbrückung des Handels betrifft den Ausgleich zwischen dem Ort der Herstellung einer Leistung und dem Ort deren Ge- bzw. Verbrauchs. Ohne Handel kann die Diskrepanz zwischen beiden nicht geschlossen werden. Die Hersteller müssten ihre Waren an den Ort des Ge-/Verbrauchs verbringen (Direktvertrieb), was in vielen Fällen nicht möglich bzw. nicht rentabel ist, oder die Nachfrager müssten sich die Waren am Ort der Herstellung beschaffen, was häufig ebenso unrealistisch ist.
• Die Zeitüberbrückung des Handels betrifft den Ausgleich zwischen dem Zeitpunkt der Herstellung einer Leistung und dem Zeitpunkt deren Ge- bzw. Verbrauchs. Ohne Handel kann die Diskrepanz zwischen beiden nicht geschlossen werden. Die Hersteller müssten ihre Produktion am jederzeitigen Ge-/Verbrauch ausrichten, was wegen der Bereitschaftskosten keine rentable Produktion zulassen. Und die Nachfrager müssten den günstigen Zeitpunkt erwischen, zu dem Ware verfügbar ist, was ebenso nicht sinnvoll wäre.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Handelsinstitutionen: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Entwicklung und die institutionelle sowie funktionale Betrachtungsweise des Handels als Teil des tertiären Sektors.
2. Handelsfunktionen: Hier werden die zentralen produktiven Leistungen des Handels, wie Raum- und Zeitüberbrückung sowie Akquisition und Sortimentsausgleich, detailliert dargelegt.
3. Absatzkanalgestaltung: Der Fokus liegt auf der Gestaltung der Waren-, Geld- und Informationsströme sowie den verschiedenen Stufen und Alternativen der Absatzkanalstruktur.
4. Absatzmethode im Handel: Dieses Kapitel thematisiert die Organisation der Transaktion durch unterschiedliche Vertriebssysteme, Absatzformen und Absatzwege.
5. Betriebsformen des Einzelhandels: Es erfolgt eine detaillierte Morphologie der Einzelhandelsbetriebsformen nach verschiedenen Kriterien wie Standort, Sortiment und Integrationsform.
6. Betriebsformen des Großhandels: Das Kapitel rubriziert den Großhandel nach funktionalen Kriterien wie Warenübergang, Serviceumfang und Marktausrichtung.
7. Dynamik der Handelsbetriebsformen: Hier wird der lebenszyklusorientierte Entwicklungsprozess sowie die Betriebsformenpolarisierung zwischen Leistungs- und Preisführerschaft analysiert.
8. Vertikale Kooperation im Absatzkanal: Es werden Konfliktpotentiale und Kooperationsformen wie Supply Chain Management und Kontraktmarketing zwischen Hersteller und Handel beleuchtet.
9. Aktionsparameter des Handels: Die zentralen Marketinginstrumente des Handels – Sortiment, Preis, Werbung, Standort und Service – werden in ihren Ausgestaltungen umfassend diskutiert.
10. Warenwirtschaftssystem: Das Kapitel erklärt den Aufbau und die Module computergestützter Warenwirtschaftssysteme sowie deren Steuerung durch Kennzahlen wie DPP und DPR.
11. e-Trade: Abschließend werden die Strukturen, Geschäftsmodelle und die zunehmende Integration von virtuellen Marktplätzen in den traditionellen Handel behandelt.
Schlüsselwörter
Handelsmarketing, Absatzkanal, Handelsfunktionen, Einzelhandel, Großhandel, Betriebsformen, Sortimentsgestaltung, Preispolitik, Warenwirtschaftssystem, E-Trade, Handelsmarken, Kontraktmarketing, Kundenakquisition, Supply Chain Management, Dienstleistung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema dieses Buches?
Das Buch bietet einen strukturierten Überblick über die Grundlagen des Handelsmarketings, unterteilt in betriebswirtschaftliche Funktionen, Betriebsformen, Kooperationsstrategien und moderne Steuerungsinstrumente.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die zentralen Felder umfassen die Systematik der Handelsbetriebsformen, die Gestaltung von Absatzwegen, die operative Marketing-Steuerung (Aktionsparameter) sowie digitale Transformationsprozesse im Handel.
Was ist das primäre Ziel des Werkes?
Das primäre Ziel ist es, Examenswissen zum Handelsmarketing präzise und anschaulich zu vermitteln, um ein fundiertes Verständnis der ökonomischen Zusammenhänge im Handel zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer strukturierten betriebswirtschaftlichen Analyse und Systematisierung der Handelslandschaft, ergänzt durch Modelle zur Erklärung der Handelsdynamik und der Leistungssteuerung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die Handelsfunktionen, die verschiedenen Betriebsformen des Einzel- und Großhandels, die vertikale Kooperation zwischen Industrie und Handel sowie die detaillierten Aktionsparameter des Handelsmarketing ausgeführt.
Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Handelsfunktionen, Absatzkanal, Betriebsformenpolarisierung, Warenwirtschaftssystem und Kontraktmarketing charakterisiert.
Wie unterscheidet der Autor zwischen Trading up und Trading down?
Trading up zielt auf die Steigerung der Leistungsstandards durch Sortimentstiefe und Qualität ab, während Trading down eine Preisbetonung durch Kostensenkung und Effizienzorientierung verfolgt.
Welche Rolle spielen Warenwirtschaftssysteme für den Erfolg im Handel?
Warenwirtschaftssysteme sind essenziell für die artikelgenaue Steuerung von Warenströmen und die Ermittlung von Erfolgsgrößen wie der Direkten Produkt-Profitabilität (DPP), die wiederum die Sortimentspräsenz steuern.
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- Karsten M. Schneider (Author), 2017, Grundzüge des Handelsmarketings. Examenswissen leicht gemacht, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/351635