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Literarisches Lernen als Aufgabe des Literaturunterrichts. Die didaktische Aufbereitung von Medienverbünden

Eine Untersuchung mit "Rico, Oskar und die Tieferschatten" von Andreas Steinhöfel

Titel: Literarisches Lernen als Aufgabe des Literaturunterrichts. Die didaktische Aufbereitung von Medienverbünden

Seminararbeit , 2016 , 20 Seiten

Autor:in: Dorle Schröder (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Kinder- und Jugendliteratur findet sich heutzutage beherrscht in einer großen Medienlandschaft wieder. Die Literatur ist aufgrund der Digitalisierung nicht mehr nur an das Buch gebunden, sondern wird zunehmend durch andere Medien konsumiert. Deutlich wird dies an der Tatsache, dass viele Titel literarischer Texte den jungen Rezipienten bereits vor Schulbeginn, wo nur die wenigsten Kinder lesen können, aus einer Vielzahl von anderen Medien bekannt sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich hier um Bilderbücher, Filme, Hörbücher oder Theaterstücke handelt.

Astrid Lindgren bemerkte in einem Interview zur Verfilmung ihres literarischen Klassikers "Ronja Räubertochter": "Ich habe das Gefühl, dass Kinder ein Recht auf künstlerische Erlebnisse haben" (zitiert in Kruse 2010, Seite 184). Indem sie von einem "Recht" spricht, macht sie äußerst passend deutlich, welches Potential Medienverbünde entfalten können. Sie konstatiert damit, dass eine künstlerische Ausweitung von Literatur durchaus einen nicht unerheblichen Wert für die literarische Bildung und Enkulturation von Kindern hat. Der Begriff "Erlebnis" zeigt ebenso, dass Schüler und Schülerinnen eine Lektüre mit allen möglichen sinnlichen Wahrnehmungsformen vermittelt werden sollte. So kann die Lesefreude geweckt und gefördert werden, was die Aufgabe des Literaturunterrichts darstellen muss.

In immer mehr Lehrplänen wird die Integration anderer "[...] Medien im Sinne eines medienintegrativen Deutschunterrichts [...]" (Börder 2007, S.11) mit eingebunden. Dadurch könnte man meinen, Medienverbünde würden bereits die Anerkennung erhalten, die ihnen zusteht. Jedoch ist die didaktische Aufbereitung von Medienverbünden im Unterricht immer noch unbefriedigend, da ihr literarisches Potenzial häufig verkannt bzw. unterschätzt wird. Die Frage nach der Ursache dieser Befangenheit möchte ich im Folgenden nur partiell behandeln. Das Hauptaugenmerk dieser Arbeit soll auf die didaktischen Möglichkeiten von Medienverbünden für das literarische Lernen gelegt werden. Dabei werde ich auf verschiedene Medien eingehen und diese beleuchten. Hierfür habe ich den Kinder- und Jugendroman "Rico, Oskar und die Tieferschatten" von Andreas Steinhöfel zur Analyse herangezogen. Warum sich gerade dieses aktuelle Werk für eine genauerer Beleuchtung des Sachverhalts eignet, werde ich im Verlauf dieser Seminararbeit verdeutlichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Literarisches Lernen als Aufgabe des Literaturunterrichts

3. „Rico, Oskar und die Tieferschatten" -Eine inhaltliche Vorstellung des modernen Kinder und Jugendromans

4. Darstellung eines Medienverbundes am Beispiel von „Rico, Oskar und die Tieferschatten"

4.1 Begriffsklärung und historischer Hintergrund zum Medienverbund

4.2 Befangenheit des Literaturunterrichts gegenüber Medienverbünden

4.3 Didaktisches und literarisches Potenzial des Buches

4.4 Didaktisches Potenzial des Hörmediums

4.5 Didaktisches Potenzial des Films

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das didaktische Potenzial von Medienverbünden für das literarische Lernen von Kindern und Jugendlichen. Am Beispiel des Romans "Rico, Oskar und die Tieferschatten" von Andreas Steinhöfel wird analysiert, wie die mediale Aufbereitung in verschiedenen Formaten – Buch, Hörbuch und Film – zur Förderung literarischer Kompetenzen beitragen kann und welche Chancen sich daraus für einen modernen, medienintegrativen Deutschunterricht ergeben.

  • Grundlagen des literarischen Lernens im Deutschunterricht
  • Strukturen und Formen moderner Medienverbünde
  • Didaktische Chancen der Intermedialität
  • Analyse der verschiedenen Rezeptionsmodi
  • Förderung der Lesemotivation durch mediale Vielfalt

Auszug aus dem Buch

4.3 Didaktisches und literarisches Potenzial des Buches

Wie in der im dritten Kapitel angeführten Inhaltsvorstellung von "Rico, Oskar und die Tieferschatten" schon zu merken ist, handelt es sich bei dem Kinder- und Jugendroman um eine humorvolle, spannende und vor allem auch lebensnahe Geschichte, was die Lektüre sehr beliebt macht. Neben diesen Aspekten regt die Detektivgeschichte auch dazu an, über das Thema der Integration und den Umgang mit dieser nachzudenken. Hier treffen zwei Kinder aufeinander, die durch ihre Beschreibungen eher wie Außenseiter ihrer Peer-Group wirken. Probleme mit ihrer Umwelt macht sie jedoch in gewisser Weise zu Verbündeten. Der "tiefbegabte" Rico wird in der Geschichte nicht, wie etwa das Wort vermuten lässt, als dumm dargestellt, sondern als Junge, dessen Denkmuster sich von gängigen anderen unterscheidet. STEINHÖFEL`s Roman schildert ebenso eine Kinderfreundschaft, die sich durch eine vorbildliche Toleranz und gegenseitiges Helfen auszeichnet (Vgl. Schubert/ Schubert- Felmy 2014, S.79-89).

Da die Lektüre "Rico, Oskar und die Tieferschatten" durch seine Fiktionalität und Poesie zu den literarischen Texten zählt, lassen sich anhand dessen für den Literaturunterricht bedeutende Lernprozesse anregen. Weshalb der Roman ein hohes didaktisches und literarisches Potenzial bietet, kann gut an den Aspekten des literarischen Lernens verdeutlicht werden.

Durch die zu Beginn des Romans beschriebene und graphische Darstellung des Miethauses, die Nennung von konkreten Straßennamen in Berlin, wie beispielsweise die "Dieffe" (S.9), und zudem das Nachahmen von Geräuschen, wie etwa "Schlurf, schlurf, schlurf [...]" (S.9) helfen dem Leser genaue Vorstellungen zum Text zu entwickeln. Auch die Angabe des Datums und die Illustrationen vor einem Kapitel, wie auf Seite 55 der Geschichte, können dabei helfen. Ebenso lässt sich der zweite Aspekt von SPINNERS literarischen Lernzielen mit Hilfe der Lektüre fördern. Beschreibungen, wie "[i]n meinem Kopf geht es manchmal so durcheinander wie in einer Bingotrommel" (S.11), und Rico`s innere Monologe fördern das Nachvollziehen der Handlungsentscheidungen und eine Betroffenheit beim Leser.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die veränderte Medienlandschaft und begründet die Notwendigkeit, Medienverbünde stärker in den literaturdidaktischen Fokus zu rücken.

2. Literarisches Lernen als Aufgabe des Literaturunterrichts: Das Kapitel definiert den Begriff des literarischen Lernens und stellt diesen in den Kontext der bildungspolitischen Anforderungen und fachdidaktischen Ziele.

3. „Rico, Oskar und die Tieferschatten" -Eine inhaltliche Vorstellung des modernen Kinder und Jugendromans: Hier wird der gewählte Roman kurz inhaltlich vorgestellt und als Gegenstand für die Analyse eingeführt.

4. Darstellung eines Medienverbundes am Beispiel von „Rico, Oskar und die Tieferschatten": Dieses Kapitel bildet das Kernstück der Arbeit, in dem der Medienverbund theoretisch hergeleitet und anhand der unterschiedlichen Medien (Buch, Hörmedium, Film) analysiert wird.

4.1 Begriffsklärung und historischer Hintergrund zum Medienverbund: Dieser Abschnitt erläutert die Entstehung und Bedeutung von Medienverbundsystemen im Kontext der Kommerzialisierung und Digitalisierung.

4.2 Befangenheit des Literaturunterrichts gegenüber Medienverbünden: Hier werden die Bedenken der Fachdidaktik gegenüber modernen Medienangeboten sowie die traditionelle Buchorientierung des Unterrichts kritisch hinterfragt.

4.3 Didaktisches und literarisches Potenzial des Buches: Es wird analysiert, wie die Lektüre des Romans konkrete literarische Lernprozesse bei Schülern anstoßen kann.

4.4 Didaktisches Potenzial des Hörmediums: Dieser Teil beleuchtet die Rolle von Hörbüchern und Hörspielen als Zugangsmöglichkeit zur Literatur und deren spezifische Wirkungsweise.

4.5 Didaktisches Potenzial des Films: Hier werden die Chancen und Herausforderungen der filmischen Adaption für die Entwicklung medienbezogener Kompetenzen thematisiert.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht das Potenzial von Medienverbünden als Chance für einen zeitgemäßen, intermedialen Literaturunterricht.

Schlüsselwörter

Literaturunterricht, literarisches Lernen, Medienverbund, Kinder- und Jugendliteratur, Rico Oskar und die Tieferschatten, Leseförderung, Intermedialität, Medienrezeption, didaktisches Potenzial, Romananalyse, Hörmedien, Kinderfilm, Deutschunterricht, Medienpädagogik, Lesekompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Medienverbünden im Literaturunterricht und deren Beitrag zum literarischen Lernen von Kindern.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themenfelder umfassen die Definition von Medienverbünden, das literarische Lernen nach Kaspar Spinner, die Analyse von Buch, Hörspiel und Film sowie die didaktische Einbindung dieser Medien in den Deutschunterricht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie unterschiedliche mediale Umsetzungen einer Geschichte – hier am Beispiel von Rico und Oskar – zur Entwicklung literarischer Kompetenz beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse, bei der didaktische Konzepte auf das ausgewählte Werk angewendet und im Kontext der aktuellen Medienlandschaft reflektiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Hintergründe zum Medienverbund als auch die spezifischen didaktischen Potenziale von Buch, Hörbuch und Film anhand des konkreten Fallbeispiels analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind literarisches Lernen, Medienverbund, Intermedialität, didaktisches Potenzial, Leseförderung und Rezeptionskompetenz.

Warum wird gerade das Buch "Rico, Oskar und die Tieferschatten" analysiert?

Das Buch eignet sich besonders gut, da es nicht nur ein preisgekrönter, moderner Kinderroman ist, sondern als umfassender Medienverbund vorliegt, der eine detaillierte Analyse der Intermedialität ermöglicht.

Welchen Stellenwert räumt die Autorin den Hör- und Filmmedien ein?

Die Autorin betrachtet diese nicht als Konkurrenz zum Buch, sondern als wertvolle Ergänzungen, die insbesondere leseschwachen Schülern einen motivierenden Zugang zur Literatur ermöglichen können.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Literarisches Lernen als Aufgabe des Literaturunterrichts. Die didaktische Aufbereitung von Medienverbünden
Untertitel
Eine Untersuchung mit "Rico, Oskar und die Tieferschatten" von Andreas Steinhöfel
Hochschule
Universität Leipzig
Autor
Dorle Schröder (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
20
Katalognummer
V351369
ISBN (eBook)
9783668377066
ISBN (Buch)
9783668377073
Sprache
Deutsch
Schlagworte
literarisches lernen aufgabe literaturunterrichts aufbereitung medienverbünden eine untersuchung rico oskar tieferschatten andreas steinhöfel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dorle Schröder (Autor:in), 2016, Literarisches Lernen als Aufgabe des Literaturunterrichts. Die didaktische Aufbereitung von Medienverbünden, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/351369
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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