Der Begriff Enterprise 2.0 tauchte zum ersten Mal 2006 in einer Veröffentlichung von Andrew P. McAfee auf und seine Definition wurde noch im gleichen Jahr auf Grund des großen öffentlichen Interesses von ihm geschärft. Seitdem haben viele Unternehmen ein so genanntes Social Intranet eingeführt. In der Schweiz behaupten 2014 33% der befragten Unternehmen, ein Social Intranet bereits im Einsatz zu haben. Der Hype um dieses interne Marketinginstrument hat jedoch nicht nachgelassen und wird auch 2016 weiter diskutiert. So berichten bspw. die „CIO“ und das „manager magazin“ aktuell von Chancen Risiken und Beispielen eines Social Intranets.
Ein Social Intranet kombiniert die Teilgebiete Internet- und Mitarbeiter-Marketing. Ziel dieser Seminararbeit ist es, die Einführung eines Social Intranets in einem Unternehmen kritisch zu betrachten. Es sollen sorgfältig Chancen und Risiken erarbeitet werden, um anschließend eine wissenschaftlich begründete Umsetzungsempfehlung für das Unternehmen zu erstellen.
Die Seminararbeit besteht neben der Einleitung aus 4 Hauptkapiteln. Diese spiegeln das methodische Vorgehen des Autors wieder. Zuerst werden, um der Argumentation der Arbeit besser folgen zu können, grundlegende Begrifflichkeiten sowie die Struktur des Unternehmens in Kapitel 2 und 3 erläutert. Anschließend wird, auf Basis der vorherigen Grundlagen, eine Einführung eines Social Intranets kritisch betrachtet. In Kapitel 4 werden hierbei sorgfältig die Chancen und Risiken erörtert und evaluiert. Abschließend wird in Kapitel 5 ein Fazit gezogen, sowie ein kurzer Blick auf eine mögliche Zukunft des Themas geworfen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Aktualität des Themas
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Methodisches Vorgehen
2 Social Intranet
2.1 Internes Marketing
2.2 Web 2.0
2.3 Begriffsdefinition
2.4 Entwicklung
3 DKV MOBILITY SERVICES Group
3.1 Geschäftsmodell
3.2 Struktur
4 Einführung eines Social Intranets in der DKV Group
4.1 Chancen
4.2 Risiken
4.3 Zusammenfassung
5 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Seminararbeit untersucht kritisch die Potenziale und Herausforderungen bei der Implementierung eines Social Intranets innerhalb der DKV MOBILITY SERVICES Group, um eine fundierte Handlungsempfehlung für das Unternehmen abzuleiten.
- Grundlagen des Internen Marketings und Web 2.0
- Unternehmensstruktur und Geschäftsmodell der DKV Group
- Analyse der Chancen durch verbesserte Vernetzung und Informationsbeschaffung
- Bewertung der Risiken hinsichtlich Zeitaufwand und Datenschutz
- Ableitung einer wissenschaftlich begründeten Einführungsempfehlung
Auszug aus dem Buch
2.3 Begriffsdefinition
Ein Social Intranet, auch Intranet 2.0 genannt, ist ein soziales Netzwerk wie bspw. Facebook innerhalb eines Unternehmens. Es vereint den Gedanken des Intranets, als internes Computernetz eines Unternehmens und den Gedanken des Web 2.0, die Erstellung des Inhalts dieses Netzes in die Hände der breiten Masse zu legen. Im Gegensatz zum klassischen Intranet, in dem die Inhalte meist nur von wenigen Personen erstellt werden und die meisten Mitarbeiter nicht aktiv an der Gestaltung eben dieses Mitwirken, ist der Kerngedanke hinter einem Social Intranet, den Inhalt des Intranets den entsprechenden Personen(gruppen) zu überlassen. Hierfür hat jeder Teilnehmer des Social Intranets einen eigenen Account mit dem er proaktiv Beiträge leisten kann oder auf freigegebene Beiträge von Kollegen reagieren kann. Ein Mitarbeiter kann einstellen, von wem er Beiträge angezeigt bekommen möchte und über welche Neuigkeiten, von welchen Kollegen oder Abteilungen er regelmäßig informiert werden möchte.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Aktualität des Themas Social Intranet, definiert das Ziel der Arbeit und skizziert das methodische Vorgehen.
2 Social Intranet: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Internen Marketings und des Web 2.0 behandelt sowie der Begriff des Social Intranets definiert und dessen historische Entwicklung beschrieben.
3 DKV MOBILITY SERVICES Group: Dieses Kapitel stellt das Geschäftsmodell und die Konzernstruktur der DKV MOBILITY SERVICES Group vor, um ein Verständnis für die Ausgangslage im Unternehmen zu schaffen.
4 Einführung eines Social Intranets in der DKV Group: Dieser Hauptteil analysiert spezifisch die Chancen und Risiken einer Social-Intranet-Einführung bei der DKV Group und fasst die kritischen Aspekte zusammen.
5 Fazit und Ausblick: Hier werden die Ergebnisse reflektiert und zukünftige Schritte, wie die Durchführung einer Mitarbeiterbefragung, zur Entscheidungsfindung vorgeschlagen.
Schlüsselwörter
Social Intranet, DKV MOBILITY SERVICES Group, Internes Marketing, Web 2.0, Unternehmenskultur, Wissensmanagement, Kommunikation, Kooperation, Mitarbeiterorientierung, Digitalisierung, Datenschutz, Unternehmensführung, Change Management, Produktivität, Corporate Identity.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Untersuchung der Einführung eines Social Intranets als Instrument des internen Marketings innerhalb eines spezifischen Unternehmenskontexts.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit verknüpft Konzepte des Web 2.0 und des internen Marketings mit einer praxisnahen Analyse der DKV MOBILITY SERVICES Group.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Chancen und Risiken bei der Einführung eines Social Intranets abzuwägen, um eine wissenschaftlich begründete Handlungsempfehlung für die DKV Group auszusprechen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse sowie eine zielorientierte Anwendung dieser Grundlagen auf die spezifische Konzernstruktur des DKV.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil evaluiert die Auswirkungen einer solchen Einführung auf die abteilungsübergreifende Kommunikation, Wissensnutzung sowie potenzielle Barrieren wie Datenschutz und mangelnde Akzeptanz.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Social Intranet, Internes Marketing, Wissensmanagement, Unternehmenskultur und die DKV Group.
Warum ist die DKV-Konzernstruktur für das Thema Social Intranet relevant?
Die geografische Verteilung der Gesellschaften zwischen Ratingen und Utrecht sowie internationalen Standorten macht ein zentrales Kommunikationswerkzeug wie ein Social Intranet besonders relevant für die Zusammenarbeit.
Warum wird von der Einführung eines einfachen Prototyps abgeraten?
Der Autor argumentiert, dass bei einer zu geringen Nutzerbasis oder unvollständigen Informationen der Mehrwert des Netzwerks ausbleibt und die Mitarbeiter weiterhin auf direkte, informelle Kommunikationswege zurückgreifen würden.
- Arbeit zitieren
- Felix Mausberg (Autor:in), 2016, Einführung eines Social Intranets. Kritische Betrachtung am Beispiel eines Unternehmens, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/351287