Wie sind die Ansätze des Regionalmanagements und des Citymanagements zu beurteilen?
Die Ansätze des Regional- und Citymanagement folgen dem Trend der Ökonomisierung des Staates und sind somit zeitgemäß. Außerdem ist die Wahl dieser Mittel nicht nur finanzstarken Städten und Regionen vorbehalten, da sie auch günstige, kleinere Projekte einleiten können, die mehr Identität und Attraktivität schaffen.
Das flächendeckende Vorkommen im gesamten Bundesgebiet solcher Strukturen belegt den Erfolg von Regional- und Citymanagementarbeiten. So verfügt mittlerweile fast jede (selbstständige) Gemeinde über ein eigenes Citymanagement oder ist einem Regionalmanagement angeschlossen.
Die bis dato Schwammigkeit der Begriffe führt oft zu Missverständnissen. Diese Arbeit leistet einen Beitrag dies dieses Wirrwar zu enrätseln. Es ist gerade der offene Akteurskatalog und die Schwemme von Teilnehmern die alle mit unterschiedlichen Worten dasselbe beschreiben. In welchem Umfang dann noch eine zügige Umsetzung möglich bleibt, ist fraglich. Frei nach dem Motto: Zu viele Köche verderben den Brei.
Trotzdem ist sind die Prinzipien des Regional- und Citymanagements für dem Moment wohl die am besten geeigneten, um eine Entwicklung trotz leerer Kassen auf der öffentlichen Seite zu ermöglichen. Auch wenn sich viele Private so ein Mitspracherecht erkaufen können. Eine Hinwendung zu betriebswirtschaftlicheren Strukturen im deutschen Staatswesen ist aber wünschenswert und kann so unterstützt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. ZIEL DER ARBEIT
3. REGIONALMANAGEMENT
3.1 ENTWICKLUNGSPHASEN IN DER PLANUNG
3.2 WARUM MANAGEMENT?
3.3 WAS IST REGIONALMANAGEMENT?
3.4 WIE ÄUßERT SICH REGIONALMANAGEMENT?
3.4.1 DIMENSIONEN
3.4.2 WO LIEGEN DIE KOMPETENZEN BZW. WIRKUNGSBEREICHE?
3.4.3 WIE TRITT EIN REGIONALMANAGEMENT AUF?
4. CITYMANAGEMENT
4.1 ENTWICKLUNG
4.1.1 NOTWENDIGKEIT VON CITYMANAGEMENT
4.2 DER BEGRIFF
4.3 WIE ÄUßERT SICH CITYMANAGEMENT?
4.3.1 DIMENSION
4.3.2 AUFGABE DES CITYMANAGEMENTS
4.3.3 WELCHE ZIELE WERDEN VERFOLGT?
4.3.4 WIE ERFOLGT DIE UMSETZUNG?
4.3.4.1 Wer sind die Akteure?
4.3.4.2 In welchen Strukturen äußert sich ein Citymanagement?
4.3.4.3 Wie finanzieren sich Projekte aus dem Citymanagement?
5. REGIONALMANAGEMENT VS. CITYMANAGEMENT
6. FAZIT
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die konzeptionelle Gegenüberstellung von Regionalmanagement und Citymanagement, um deren theoretische Grundlagen, Arbeitsweisen und Definitionsmöglichkeiten zu analysieren und voneinander abzugrenzen.
- Historische Entwicklung von Regional- und Citymanagement-Ansätzen
- Vergleichende Analyse der Management-Begriffe und ihrer Anwendung
- Untersuchung von Organisationsformen und Finanzierungsstrukturen
- Evaluierung der Akteurskonstellationen und Zielsetzungen
- Herausarbeitung der Unterschiede und Gemeinsamkeiten im praktischen Einsatz
Auszug aus dem Buch
3.1 Entwicklungsphasen in der Planung
Innerhalb dieser Betrachtung ist es ausreichend die Entwicklungsbetrachtung der Planung in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts beginnen zu lassen. Ausprägungen vor und während der Weltkriege liegen in zu weiter inhaltlicher Ferne zum aktuellen Thema.
Für die genannte Zeit der 50er und bis Mitte der 60er Jahre ist markant, dass es die Regionalplanung wie wir sie heute kennen nicht gibt, zumindest war der Begriff „Regionalplanung nicht belegt“. Es fand im wesentlichen nach dem Zufallsprinzip lediglich eine Analyse regionaler Probleme und Handlungsbedarfe statt. So kann diese erste hier betrachtete Phase als Phase des Inkrementalismus in der Planung gekennzeichnet werden.
Grundlegend für die anschleißende Phase der Verrechtlichung der Regional-Planung ist die Verabschiedung des rahmengebenden Bundesraumordnungsgesetzes von 1965. Auf dessen Grundlage die Landesplanungsgesetze erlassen werden konnten deren materieller Inhalt schwerpunktmäßig in der Erarbeitung konzeptioneller Grundlagen lag. Es ist anzumerken, dass es sich hier um „allgemeine, wenig konkrete“ Aussagen handelte. Damit geht eine relativ große Distanz zur jeweiligen Problemlage einher.
Mit der dritten Phase fand eine Verfestigung, stärkere Gewichtung und vor allem zunehmende Detailschärfe der regionalen Betrachtungsweisen statt. Der allgemein in den 80er Jahren einsetzende Trend der Ökologisierung fand auch in der Regionalplanung Beachtung. In diesem Zusammenhang darf auch eine verstärkt feinkörnige Betrachtung der örtlichen und regionalen (ökologischen) Problemlagen gesehen werden. Über die Ausweisung von Vorrang- und Vorbehaltsgebieten, die eher nach fachrechtlichen und weniger nach regionalplanerisch-querschnittsorientierten Kriterien festgelegt wurden, kann aber festgehalten werden, dass die Betrachtung von Teilräumen in den Fordergrund rückte. Ökologisierung und Einführung von Teilraumgutachten ist also für diese Phase charakterisierendes Merkmal.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Arbeit erläutert den aktuellen Paradigmenwechsel in der Raumplanung hin zum kooperativen Interaktionsstaat und die damit verbundene Relevanz von Management-Ansätzen.
2. ZIEL DER ARBEIT: Der Fokus liegt auf der theoretischen und konzeptionellen Gegenüberstellung von Regional- und Citymanagement sowie deren Einordnung in das System der Regionalplanung.
3. REGIONALMANAGEMENT: Dieses Kapitel behandelt die historischen Entwicklungsphasen, definiert den Managementbegriff im regionalen Kontext und analysiert dessen Dimensionen sowie Organisationsformen.
4. CITYMANAGEMENT: Hier wird die Notwendigkeit und Entwicklung des Citymanagements aufgezeigt, die Aufgabenbereiche definiert und die praktische Umsetzung sowie Finanzierung erläutert.
5. REGIONALMANAGEMENT VS. CITYMANAGEMENT: Die Gegenüberstellung verdeutlicht die Unterschiede im Bezugsraum und in der Aufgabenwahrnehmung bei gleichzeitigen Parallelen in der Akteursstruktur.
6. FAZIT: Das Kapitel bewertet die Ansätze kritisch hinsichtlich ihrer Effizienz und Umsetzbarkeit in Zeiten knapper öffentlicher Kassen.
Schlüsselwörter
Regionalmanagement, Citymanagement, Regionalplanung, Stadtmarketing, Public-Private-Partnership, Kooperationsstaat, Stadtentwicklung, Managementbegriff, Interaktionsstaat, Standortmarketing, Projektmanagement, Querschnittsorientierung, Akteursnetzwerke, Raumentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die konzeptionellen Grundlagen des Regional- und des Citymanagements und vergleicht diese miteinander, um deren Rollen in der modernen Raumordnung zu bestimmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Definition und Abgrenzung beider Managementformen, ihre organisatorische Verankerung sowie die Einbindung privater Akteure in öffentliche Planungsprozesse.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Arbeitsweise dieser Management-Instrumente zu schaffen und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in ihrem praktischen Wirkungskreis herauszuarbeiten.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer deskriptiven Darstellung der Entwicklung von Planungskonzepten und Managementansätzen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil beleuchtet detailliert die Entwicklungsstufen der Regionalplanung, definiert die Managementbegriffe und analysiert Struktur, Kompetenzen, Ziele und Finanzierungsmodelle für beide Disziplinen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind vor allem Regionalmanagement, Citymanagement, Stadtmarketing, Public-Private-Partnership und die zunehmende Ökonomisierung staatlicher Planungsprozesse.
Worin unterscheiden sich Regionalmanagement und Citymanagement laut der Arbeit?
Während das Regionalmanagement primär konzeptionell und auf regionalen Teilräumen ausgerichtet ist, fungiert das Citymanagement als operativer Arm des Stadtmarketings mit Fokus auf der praktischen Umsetzung konkreter Maßnahmen in Innenstädten.
Warum ist die Begriffsdefinition laut Autor problematisch?
Die Begriffe sind schwammig und werden in der Praxis nicht einheitlich verwendet, was zu häufigen Missverständnissen führt, da jede Region oder Stadt eigene Definitionen für diese Managementformen festlegt.
- Quote paper
- Kay Raddatz (Author), 2005, Konzeptionelle Ansätze des Citymanagements und Vegleich zum Regionalmanagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/35125