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Das Zukunftsmodell „Aktivierender Wohlfahrtsstaat“ in Deutschland und Dänemark. Zwei Wohlfahrtsstaaten mit großen Unterschieden?

Titel: Das Zukunftsmodell  „Aktivierender Wohlfahrtsstaat“ in Deutschland und Dänemark. Zwei Wohlfahrtsstaaten mit großen Unterschieden?

Hausarbeit , 2013 , 35 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Peter Krey (Autor:in)

Politik - Region: Westeuropa

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die westlichen Wohlfahrtsstaaten befinden sich im Wandel. In den letzten Jahren wurde häufig, wenn es um arbeitsmarktpolitische Reformen und um Sozialausgaben in diesem Sektor ging, das Beispiel Skandinavien als das „Nordische Modell“ herangezogen. Hierbei galt Schweden viele Jahre als Prototyp des sozialdemokratischen Wohlfahrtsstaates. Entsprechend gibt es hier eine Vielzahl von abgeschlossenen Forschungsvorhaben und Veröffentlichungen.

Der Blick in unser Nachbarland Dänemark, das ebenfalls als sozialdemokratischer Wohlfahrtsstaat bezeichnet wird, zeigt einige spezifische Besonderheiten zum Beispiel im Kündigungsschutzrecht auf, die für eine wissenschaftliche Betrachtung interessant erscheinen.

Ein Augenmerk dieser Arbeit soll daher nicht auf Schweden sondern auf die „kleine Schwester“ Dänemark gelenkt werden.
Auch Deutschland hat in den letzten Jahren – und da insbesondere im Zuge der Umsetzung der sogenannten „Hartz-Gesetze“ – die Arbeitsförderungspolitik im Sinne einer aktivierenden Arbeitsmarktpolitik umgebaut.

Die Betrachtung aller skandinavischer Wohlfahrtsstaaten und ihrer Besonderheiten und der Vergleich mit Deutschland bzw. auch anderen Staaten der Europäischen Union sowie alle Felder der Sozialpolitik wäre sicherlich sinnvoll und könnte interessante Ergebnisse bringen. Allerdings wäre dieses zu umfangreich für diese Hausarbeit. Daher wird der Blick nur auf Dänemark und Deutschland und hier auf das Feld der Arbeitsmarktpolitik gelenkt.

Die vorliegende Arbeit will beantworten, ob Dänemark und Deutschland trotz des Wandels der arbeitsmarktpolitischen Instrumente noch die Wohlfahrtsstaaten sind, die sie mal waren.

Von dieser Leitfrage werden folgende „Unterfragen“ abgeleitet:
– Ist Deutschland auch nach den Hartz Reformen noch ein konservativer korporatistischer Wohlfahrtsstaat?
– Ist Dänemark nach den Arbeitsmarktreformen der 1990er und 2000er Jahre noch ein sozialdemokratischer Wohlfahrtsstaat?
– Ist der dänische Reformweg im Sektor Arbeitsmarkt auch eine Option für Deutschland ?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Begriffserklärung Wohlfahrtsstaat

2.1.1 Liberaler Wohlfahrtsstaat

2.1.2. Sozialdemokratischer Wohlfahrtsstaat

2.1.3. Konservativ-korporatistischer Wohlfahrtsstaat

2.3. Die Machtressourcen Theorie

3. Methode und Vorgehensweise

4. Deutschland vor und nach den Hartz Reformen

4.1 Historischer Rückblick

4.2. „Hartz“ und seine Auswirkungen

4.2.1 Der Wandel der aktiven arbeitsmarktpolitischen Instrumente

4.2.2. Der Wandel der passiven arbeitsmarktpolitischen Instrumente

4.2.3.Untersuchung und Theorieabgleich

5. Dänemark sozial und liberal

5.1. Historischer Rückblick

5.2. Die Entwicklung der Arbeitsmarktpolitik

5.2.1. Der Wandel der aktiven arbeitsmarktpolitischen Instrumente

5.2.2. Der Wandel der passiven arbeitsmarktpolitischen Instrumente

5.2.3.Untersuchung und Theorieabgleich

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, ob Deutschland und Dänemark trotz tiefgreifender Arbeitsmarktreformen ihre ursprüngliche Identität als Wohlfahrtsstaaten bewahrt haben oder ob eine Konvergenz hin zu einem liberaleren Modell zu verzeichnen ist.

  • Analyse des Wohlfahrtsstaatsbegriffs und der Machtressourcentheorie
  • Vergleichende Untersuchung der Arbeitsmarktreformen in Deutschland (Hartz-Gesetze) und Dänemark (Flexicurity)
  • Bewertung der Leistungsfähigkeit aktiver versus passiver arbeitsmarktpolitischer Instrumente
  • Reflektion über die Anwendbarkeit der Esping-Andersen-Typologie auf moderne Wohlfahrtsstaaten

Auszug aus dem Buch

4.2.1.1. Flexibel durch Deregulierung der Arbeitnehmerüberlassung

Die „Hartz-Kommission“ bezeichnete in ihrem Abschlussbericht den Einsatz der Arbeitnehmerüberlassung in Gestalt von Personal Service Agenturen als „Herzstück des Abbaus der Arbeitslosigkeit“ (vgl. Hartz et al 2002: 148). Die PSA sollten in jedem Arbeitsamt etabliert werden und staatlich geförderte und vermittlungsorientierte Arbeitnehmerüberlassung betreiben (vgl. ebd.: 153). Die Hauptaufgabe ist es, Arbeitslose durch Arbeitnehmerüberlassung zu vermitteln. Dabei werden die Arbeitslosen in der PSA eingestellt und an Unternehmen zeitlich befristet verliehen. Ziel der Verleihung ist die dauerhafte Übernahme durch das entleihende Unternehmen. Die Entleihbetriebe sollen in die Lage versetzt werden, Arbeitskräfte kurzfristig, günstig und ohne Kündigungsschutz einzustellen und quasi ohne Risiko zu „testen“.

Der Leiharbeitnehmer soll in seinem Betrieb zunächst für maximal 6 Monate zu einem Nettolohn in Höhe des zuletzt gewährten Arbeitslosengeldes beschäftigt werden (vgl. ebd.: 152). Zur Umsetzung des „PSA-Modells“ mussten die Beschränkungen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes aufgehoben werden. Dieses waren z.B. Verbot der Zeitarbeit im Bauhauptgewerbe, Beschränkung der Überlassungsdauer und das Wiedereinstellungsverbot (vgl. ebd.: 157). Es erfolgte eine Deregulierung und Flexibilisierung von Arbeitsverhältnissen im Rahmen des Arbeitsnehmerüberlassungsgesetzes (vgl. Dingeldey 2011: 286). Zu Gunsten der Leiharbeitnehmer wurde der so genannte Gleichstellungsgrundsatz im Gesetz verankert. Dieser besagt, dass Leiharbeitnehmer zu denselben Bedingungen beschäftigt werden müssen wie die Stammarbeitnehmer des entleihenden Unternehmens. Die Gesetzesänderung erfolgte am 23.12.2002, sie trat am 01.01.2003 in Kraft (vgl. Deutscher Bundestag 2002: 693, Arbeitnehmerüberlassungsgesetz 2011: 1). Dass der Gleichstellungsgrundsatz nicht immer vollends berücksichtigt wird, zeigen die jüngsten Berichte über Amazon und die Leiharbeitsfirma Trenkwalder (vgl. u.a. Haas 2013; Schumacher 2013).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Wandels westlicher Wohlfahrtsstaaten ein und definiert das Ziel, die Entwicklung Deutschlands und Dänemarks im Bereich der Arbeitsmarktpolitik zu vergleichen.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Regimetypen nach Esping-Andersen und die Machtressourcentheorie als theoretisches Analyseinstrument für die Arbeit.

3. Methode und Vorgehensweise: Hier wird der methodische Ansatz der Literaturauswertung und der Anwendung der Machtressourcentheorie auf die Reformbeispiele der beiden Länder beschrieben.

4. Deutschland vor und nach den Hartz Reformen: Das Kapitel analysiert den historischen Kontext, die Einführung der Hartz-Reformen sowie die Deregulierung der Arbeitnehmerüberlassung und das veränderte Sicherungssystem.

5. Dänemark sozial und liberal: Hier steht die Untersuchung des dänischen Flexicurity-Modells sowie der Wandel der dänischen Arbeitsmarktpolitik in drei Phasen im Fokus.

6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass beide Staaten eine Tendenz zur Liberalisierung aufweisen, die klassische Typisierung jedoch an Grenzen stößt.

Schlüsselwörter

Wohlfahrtsstaat, Arbeitsmarktpolitik, Hartz-Reformen, Flexicurity, Machtressourcentheorie, Esping-Andersen, Aktivierung, Arbeitnehmerüberlassung, Sozialversicherung, Dänemark, Deutschland, Liberalisierung, Arbeitslosigkeit, Arbeitsförderung, Reformpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Wandel der Wohlfahrtsstaaten in Deutschland und Dänemark unter dem Aspekt aktueller Arbeitsmarktreformen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind der Vergleich der deutschen "Hartz-Gesetze" und des dänischen "Flexicurity-Modells" im Kontext der Wohlfahrtsstaatstypologien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu beantworten, ob die beiden Staaten trotz des Wandels der arbeitsmarktpolitischen Instrumente ihre ursprüngliche Klassifizierung beibehalten haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die methodische Basis bildet eine systematische Auswertung einschlägiger Fachliteratur unter Anwendung der Machtressourcentheorie und des 3-Welten-Ansatzes.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den historischen Hintergründen, den Reformphasen in Dänemark und den Auswirkungen der Hartz-Reformen in Deutschland auf die Arbeitnehmerrechte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Wohlfahrtsstaat, Flexicurity, Hartz-Reformen, Machtressourcentheorie und Arbeitsmarktpolitik.

Warum wird die Machtressourcentheorie zur Analyse herangezogen?

Sie dient dazu, die politische Durchsetzungskraft von Interessen (Kapital versus Arbeit) bei der Gestaltung von Reformen zu erklären.

Was bedeutet der Begriff "Flexicurity" im dänischen Kontext?

Er beschreibt die Kombination aus einem flexiblen Arbeitsmarkt ("Flexibility") und einem starken sozialen Sicherheitsnetz für Erwerbslose ("Security").

Inwiefern hat sich das deutsche Sicherungssystem verändert?

Es fand eine Umstellung von einem dreistufigen Modell auf ein zweistufiges System sowie ein Paradigmenwechsel hin zur aktivierenden Arbeitsmarktpolitik statt.

Lässt sich der dänische Reformweg eins zu eins auf Deutschland übertragen?

Nein, aufgrund der unterschiedlichen historischen, institutionellen und strukturellen Rahmenbedingungen hält die Arbeit eine direkte Übertragung für nicht möglich.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Zukunftsmodell „Aktivierender Wohlfahrtsstaat“ in Deutschland und Dänemark. Zwei Wohlfahrtsstaaten mit großen Unterschieden?
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Politikwissenschaft)
Note
2,3
Autor
Peter Krey (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
35
Katalognummer
V351016
ISBN (eBook)
9783668374485
ISBN (Buch)
9783668374492
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sozialstaat Wohlfahrt Wohlfahrtsstaat Esping Esping-Andersen Hartz Kapitalismus Dänemark Deutschland Welfare Machtressourcen Arbeitsmarkt Arbeitnehmerüberlassung Jobcenter Dingeldey Hilfe Armut Aktivierender
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Peter Krey (Autor:in), 2013, Das Zukunftsmodell „Aktivierender Wohlfahrtsstaat“ in Deutschland und Dänemark. Zwei Wohlfahrtsstaaten mit großen Unterschieden?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/351016
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Leseprobe aus  35  Seiten
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