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Zur Shop-Startseite › Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg

Vielfalt in der Einheit. Die Politische Religion des Nationalsozialismus

Titel: Vielfalt in der Einheit. Die Politische Religion des Nationalsozialismus

Hausarbeit , 2015 , 11 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Harald Hornmacher (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der gewählte Titel „Vielfalt in der Einheit“ schien für diese Arbeit geeignet, da Historiker wie Hans Mommsen ihre Kritik am Konzept der politischen Religion äußern beziehungsweise es für den Nationalsozialismus als nicht zutreffend empfinden. Dies wird auf die fehlende ideologische Einheit zurückgeführt, weil damit angeblich ein Widerspruch zu den Vorstellungen des Regimes, eine Volksgemeinschaft unter dem Banner der arischen Rasse zu formen, gegeben sei. Dieser Kritik widerspreche ich insofern, da sie für die Beurteilung des Nationalsozialismus im Konzept der politischen Religion nicht entscheidend ist.

Dazu soll das Konzept der Politischen Religionen kurz vorgestellt werden. Zudem werden einzelne Positionen von Theoretikern vorgestellt, die sich für das Konzept der politischen Religion entschieden haben und dort wird ersichtlich, dass der ideologische Aspekt gar nicht im Mittelpunkt steht. Weiterhin wird ein Vergleich zwischen den Vorstellungen Hitlers und Rosenbergs erfolgen.

Dieser Vergleich soll verdeutlichen, dass die ideologischen Vorstellen auf den ersten Blick wirklich zu variieren scheinen, andererseits zeigt sich, dass auch in beiden Positionen Gemeinsamkeiten stecken, die diese Vielfalt wiederum gar nicht so eindeutig erscheinen lässt. Dies ist insofern von Bedeutung, da Hitler sämtliche ideologische Vorstellungen tolerierte, solange sie nicht zu stark von seiner eigenen Weltanschauung abwichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Nationalsozialismus als politische/säkulare Religion

2.1. Was ist politische Religion?

2.2. Die politische Religion des Nationalsozialismus

3. Ideologische Aspekte Adolf Hitlers und Alfred Rosenbergs

3.1. Der Rassenbegriff aus biologischer Perspektive Adolf Hitlers

3.2. Der Rassenbegriff aus metaphysischer Perspektive Alfred Rosenbergs

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Publikation

Diese Arbeit untersucht den Nationalsozialismus unter dem theoretischen Konzept der politischen Religion. Dabei wird hinterfragt, inwiefern trotz fehlender einheitlicher ideologischer Basis eine politische Religion vorliegt, indem die unterschiedlichen Rassekonzepte von Adolf Hitler und Alfred Rosenberg verglichen werden.

  • Analyse des Konzepts der politischen Religion im Kontext totalitärer Systeme.
  • Untersuchung der ideologischen Fragmentierung innerhalb der NS-Führungsriege.
  • Vergleich der biologisch-rassistischen Perspektive Adolf Hitlers mit der metaphysischen Sichtweise Alfred Rosenbergs.
  • Hinterfragung der Rolle von Mythen und Rassenideologie als Ersatzreligion.
  • Diskussion über die Säkularisierung und den Anspruch des NS-Regimes auf eine totale weltanschauliche Deutungshoheit.

Auszug aus dem Buch

3.2. Der Rassenbegriff aus metaphysischer Perspektive Alfred Rosenbergs

Rosenbergs Hauptwerk erschien im Jahre 1930 und galt neben Hitlers „Mein Kampf“ als wichtigste Schrift des Nationalsozialismus. Jedoch erzielte Rosenbergs Schrift eine deutlich höhere Aufmerksamkeit, besonders bei Kirche und Vatikan, die diese als offene Provokation auffassten und kurzerhand auf den Index setzten. Rosenberg wird nachgesagt, dass er durchaus religiöse Züge vertrat, sah aber den Vatikan vom „jüdischen Geiste geknechtet“.

Hitlers Reaktion auf die Schriften Rosenbergs war gemischter Natur. Zum einen nahm er die christliche Symbolik und die Begriffe für seine eigenen Zwecke auf, distanzierte sich jedoch von der Kirchenfeindlichkeit Rosenbergs, wegen des hohen Anteils von Christen im Deutschen Reich, auf deren Loyalität man angewiesen war. Ein Beispiel hierfür wäre der Anschluss Österreichs im Jahr 1938. Dieser Vorgang wurde von Hitler, mit dem Bewusstsein, dass die Mehrheit der Österreicher dem Katholizismus angehörte, als „Gottesgericht“ bezeichnet und die folgende Volksabstimmung zur „heiligen Wahl“ erklärt. Die Wortwahl Hitlers ist damit eine regelrechte Verschleierung seiner kirchen- bzw. religionsfeindlichen Ansichten.

Rosenberg glaubte wie auch Hitler, den Wert der arischen Rasse aus der Geschichte heraus zu erkennen und bezeichnete diesen Wert als den nordischen Mittelpunkt der Schöpfung. Er bezeichnet ebenso die Perser und Inder als arische Völker, deren religiöse Praxis die nordische Entwicklung beeinflusst habe. Ebenfalls war das Römische Reich ein Ausdruck dieser Rassenseele. Der Untergang des Römischen Imperiums wurde, laut Rosenberg, nur durch die Vermischung der Rassen, allen voran durch das Aufkommen des Katholizismus, herbeigeführt. Der Katholizismus war seiner Auffassung nach vom jüdischen Geist beseelt und wurde von ihm strikt abgelehnt. Rosenberg ging sogar noch weiter und sah in Personen, die auf Konfrontationskurs mit Rom und der Kirche gingen, daher als Ketzer verurteilt werden, den Ausdruck der nordischen Rassenseele.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, ob der Nationalsozialismus als eine Form der politischen Religion zu verstehen ist, obwohl eine kohärente ideologische Basis fehlt.

2. Der Nationalsozialismus als politische/säkulare Religion: Dieses Kapitel definiert den Begriff der politischen Religion und erläutert dessen Anwendung auf den Nationalsozialismus sowie die damit verbundenen theoretischen Spannungsfelder.

3. Ideologische Aspekte Adolf Hitlers und Alfred Rosenbergs: Der Hauptteil vergleicht die unterschiedlichen Ansätze der NS-Ideologen bezüglich der Rasse als zentrales Element ihrer Weltanschauung.

3.1. Der Rassenbegriff aus biologischer Perspektive Adolf Hitlers: Fokus auf Hitlers Instrumentalisierung biologisch geprägter Rassenbegriffe zur Festigung der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft.

3.2. Der Rassenbegriff aus metaphysischer Perspektive Alfred Rosenbergs: Analyse von Rosenbergs metaphysisch-religiöser Konstruktion der Rassenseele und seiner kirchenfeindlichen Haltung.

4. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass trotz der ideologischen Widersprüche das Ziel einer totalen Ersetzung traditioneller Religionen durch eine politische Religion als verbindendes Element der Akteure identifiziert werden kann.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, politische Religion, Totalitarismus, Weltanschauung, Rassenideologie, Adolf Hitler, Alfred Rosenberg, Volksgemeinschaft, Säkularisierung, Ideologie, Mythos, Religionsersatz, Antisemitismus, Machtanspruch, Weltgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Publikation befasst sich mit der theoretischen Einordnung des Nationalsozialismus als „politische Religion“ und der Frage, wie dieses Konzept trotz der ideologischen Zersplitterung innerhalb des Regimes Bestand hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Konzept der politischen Religion, die Rolle des Totalitarismus, der Vergleich verschiedener NS-Ideologien sowie die Instrumentalisierung von Rassenbegriffen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob der Begriff der politischen Religion trotz fehlender Einheitlichkeit im NS-Regime wissenschaftlich tragfähig ist, um die ideologische Dynamik zwischen Akteuren wie Hitler und Rosenberg zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-theoretische Analyse, die auf der Auswertung relevanter Forschungsliteratur und zeitgenössischer ideologischer Schriften basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die theoretischen Grundlagen der politischen Religion sowie den spezifischen Vergleich des biologischen Rassebegriffs bei Hitler mit der metaphysischen Sichtweise Rosenbergs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Nationalsozialismus, politische Religion, Rassenideologie und Totalitarismus charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von Hitler von der von Rosenberg?

Während Hitler den Rassenbegriff primär biologisch und zweckorientiert als Instrument zur Stärkung der Volksgemeinschaft nutzte, konstruierte Rosenberg eine metaphysische „Rassenseele“, die stark mit kirchenfeindlichen und mystischen Elementen durchsetzt war.

Warum spielt die Haltung zur Kirche eine Rolle für das Verständnis dieser Ideologien?

Die Kirche stellte eine Konkurrenz zum totalitären Machtanspruch des NS-Staates dar; die Ideologen versuchten daher, entweder deren Symbolik zu usurpieren (Hitler) oder sie als Ausdruck eines „fremden Geistes“ aktiv zu bekämpfen (Rosenberg).

Gibt es einen Konsens in der Forschung zu diesem Thema?

In der modernen Forschung herrscht weitgehend Einigkeit darüber, den Nationalsozialismus als politische Religion zu bezeichnen, auch wenn kritische Stimmen auf die fehlende ideologische Einheitlichkeit verweisen.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Vielfalt in der Einheit. Die Politische Religion des Nationalsozialismus
Hochschule
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
Veranstaltung
Von der Donaumonarchie zur Ostmark. Arbeit, Religion und Faschismus im Österreich der Zwischenkriegszeit.
Note
1,3
Autor
Harald Hornmacher (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
11
Katalognummer
V350628
ISBN (eBook)
9783668371873
ISBN (Buch)
9783668371880
Sprache
Deutsch
Schlagworte
vielfalt einheit politische religion nationalsozialismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Harald Hornmacher (Autor:in), 2015, Vielfalt in der Einheit. Die Politische Religion des Nationalsozialismus, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/350628
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  11  Seiten
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