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Zur Shop-Startseite › Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient

Der politische Islam

'Das politische System der Islamischen Republik Iran als Anwendungsbeispiel' und 'Totalitarismus – der Zwiespalt zwischen Religion und Ideologie'

Titel: Der politische Islam

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2004 , 59 Seiten , Note: 2

Autor:in: Bastian Wienrich (Autor:in)

Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Ausgangsfrage dieses Buches ist folgende: Ist das politische System des Iran, weiterführend als politischer Islam benannt, als ein totalitäres System zu bezeichnen, oder nicht? Bisweilen herrscht in Wissenschaft und Forschung über diese Frage wenig Einigkeit. Die Antwort dieser Ausführung ist: Nein. Mit den in der Totalitarismusforschung aufgestellten Kategorieschematas ist der politische Islam nicht als totalitär zu klassifizieren!

Grundsätzlich muss dabei scharf unterschieden werden zwischen dem politischen Islam als ideales politisches System und der Analyse des politischen Systems des Iran als Anwendungsbeispiel. Auch wenn der Iran das erste und bisher einzige Land mit diesem politischen System ist, ist diese Unterscheidung basal für jedwede analytische Betrachtung. Einige Autoren übergehen diesen Schritt und müssen zwangsläufig zu gegenteiliger Aussage der eingangs gestellten Frage gelangen.

Hier wird zunächst der Idealtypus des politischen Islam nachgezeichnet. Dabei werden, neben Struktur und Funktionsweise, leitende Prinzipien sowie Grenzen und mögliche Entwicklungslinien explizit herausgearbeitet. Diese Erkenntnisse werden dann am Beispiel des Iran ausgewertet, Abweichungen und deren Gründe ausführlich dargestellt.

Der zweite Teil beschäftigt sich mit dem Begriff Totalitarismus und weiterführend mit der Verortung des politischen Islam als totalitäres System. Hierfür werden zunächst die weithin bekannten Modelle der Totalitarismusforschung benannt. Daraufhin werden die drei wesentlichsten Kritikpunkte herausgearbeit um schliesslich die Eingangsfrage zu beantworten.

Diese Arbeit setzt sich bewußt überaus kritisch mit den ‚Leitlinien’ in der Totalitarismusforschung auseinander. Der Grund dafür ist die Einforderung eines gewissen Verständnisses. Verständnis zum einen in Bezug auf Begrifflichkeiten und deren Er- bzw. Verklärungskräfte (gemeint ist hier v.a. Religion und Ideologie) und zum anderen in Bezug auf die ‚islamische Kultur’ und ihrer adäquaten Einbindung in die politikwissenschaftliche Analyse.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DER IRAN – IM SPANNUNGSFELD ZWISCHEN POLITIK UND RELIGION

2.1 DIE IDEE DES GOTTESSTAATES – DAS VERHÄLTNIS VON POLITIK UND RELIGION IM ISLAM

2.2 DER ‚IDEALE POLITISCHE ISLAM’ – EIN POLITISCHES SYSTEM

2.2.1 Der religiöse Aspekt – Das „Leistungsprinzip“

2.2.2 Der politische Aspekt – Die „politische Wirklichkeit“

2.2.3 Die Funktionsweise des politischen Islam

2.3 DER ‚REALE POLITISCHE ISLAM’ – DER VERGLEICH MIT DEM IDEALTYPUS

2.4 ZÄSUR

3. THEORETISCHE MODELLE – DER BEGRIFF ‚TOTALITARISMUS’…

3.1 ... NACH LINZ

3.2 ... NACH MERKEL

3.3 ... NACH FRIEDRICH / BRZEZINSKI – WAHDAT HAGH

3.4 ... NACH LOEWENSTEIN

3.5 ... IN BEZUG AUF DEN POLITISCHEN ISLAM

3.5.1 Religion und Ideologie im politischen System

3.5.2 Monismus-Pluralismus / Die islamische Kultur

3.6 ... UND DER IRAN

3.7 ... EIN ANDERES MODELL (NACH HOFFMANN-NOWOTNY)

4. ZUSAMMENFÜHRUNG

5. ANHANG

5.1 GLOSSAR – ISLAMISCHE BEGRIFFE

5.4 BIBLIOGRAPHIE

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das politische System der Islamischen Republik Iran vor dem Hintergrund des Begriffs „Totalitarismus“. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage gestellt, ob westliche Totalitarismus-Modelle zur Analyse des iranischen Systems geeignet sind oder ob sie aufgrund inadäquater Kategorien und der spezifischen religiösen Grundlagen des politischen Islam scheitern.

  • Verhältnis von Politik und Religion im Islam
  • Konzept des „idealen“ versus „realen“ politischen Islam
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Totalitarismus-Begriff
  • Soziologische und kulturwissenschaftliche Perspektiven auf den politischen Islam
  • Analyse des iranischen Machtgefüges und der Rolle der schiitischen Geistlichkeit

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Der religiöse Aspekt – Das „Leistungsprinzip“

Grundsätzlich gibt es im Islam weder eine Bezeichnung für Kirche im Sinne geistlicher Ordnung noch eine Institution, die einen kirchenähnlichen Charakter und eine personale Hierarchie aufweist. Die religiöse Vermittlung richtet sich hier nach folgenden strukturellen Prinzipien. Jeder Muslim kann die religiösen Quellen (in arabisch verfasst) auslegen, insofern er die dafür notwendigen theologischen und sprachlichen Fähigkeiten (arabisch) erworben hat. Jener Fakt unterteilt die umma in Modjtaheds (islamische Rechtsgelehrte) und Moqaleds (normale Gläubige, die Nachahmer). Jeder Nachahmer kann sich den Gelehrten wählen, dessen Interpretation der heiligen Quellen er für sich bevorzugt. Strukturiert durch dieses Anhängerverhalten gibt es verschiedene Stufen, die ein Geistlicher erreichen kann und welche folgend kurz benannt werden:

Wer sich dafür entscheidet, die heiligen Quellen interpretieren zu wollen, ist zunächst für ein bis zwei Jahrzehnte Student der Theologie.

Wenn man sich das grundlegende Wissen angeeignet hat, wird man von seinen Lehrern zum Modschtahed („Interpreten“) erklärt. In diesem Stadium betreibt man vorrangig weitere Studien aber man beginnt auch schon zu lehren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung stellt die kritische These auf, dass der Totalitarismus-Begriff zur Analyse des politischen Systems im Iran ungeeignet ist, und skizziert das methodische Vorgehen.

2. DER IRAN – IM SPANNUNGSFELD ZWISCHEN POLITIK UND RELIGION: Dieses Kapitel erläutert die Grundzüge des politischen Islam und arbeitet anhand des Beispiels Iran die Abweichungen zwischen Idealtypus und politischer Wirklichkeit heraus.

3. THEORETISCHE MODELLE – DER BEGRIFF ‚TOTALITARISMUS’…: Verschiedene politikwissenschaftliche Totalitarismus-Modelle werden vorgestellt und kritisch auf ihre Anwendbarkeit auf ein religiös fundiertes politisches System hinterfragt.

4. ZUSAMMENFÜHRUNG: Die Zusammenfassung führt die Ergebnisse der Analyse zusammen und bekräftigt die Argumentation gegen die pauschale Einordnung des Iran als totalitäres System.

Schlüsselwörter

Politischer Islam, Islamische Republik Iran, Totalitarismus, Scharia, Gottesstaat, Religion, Ideologie, Welayat-e Faqih, Machtzentren, schiitische Geistlichkeit, Reformprozess, Demokratisierung, politischer Wandel, Moderne.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das politische System der Islamischen Republik Iran und hinterfragt die gängige Einordnung als totalitäres System.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen das Verhältnis von Religion und Politik im schiitischen Islam, die Struktur des iranischen Herrschaftssystems sowie die Debatte um die Anwendung westlicher Totalitarismus-Definitionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob die zur Beschreibung des Iran verwendeten Totalitarismus-Kategorien adäquat sind oder ob sie aufgrund der spezifischen religiösen Basis des politischen Islam die Realität falsch erfassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine vergleichende Analyse vorgenommen, die theoretische Totalitarismus-Modelle (u.a. nach Linz, Merkel, Friedrich/Brzezinski) dem idealtypischen Konzept des politischen Islam gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des „idealen“ gegenüber dem „realen“ politischen Islam sowie in eine detaillierte Diskussion verschiedener theoretischer Modelle in Bezug auf die iranische Realität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Politischer Islam, Iran, Totalitarismus, Scharia, Religion, Ideologie, Welayat-e Faqih und politischer Wandel.

Wie begründet der Autor die Abweichung vom Totalitarismus-Modell?

Der Autor argumentiert, dass das iranische System auf einer religiösen Legitimation statt auf einer säkularen Ideologie basiert, was die westlichen Kriterien für Totalitarismus (wie monistische Parteistrukturen oder rein weltliche Ziele) inadäquat macht.

Welche Rolle spielen die schiitischen Gelehrten im iranischen System?

Die Gelehrten nehmen eine zentrale Rolle ein, wobei der Autor zwischen dem theoretischen „Leistungsprinzip“ der Gelehrsamkeit und der realen politischen Instrumentalisierung des Klerus im iranischen Machtgefüge unterscheidet.

Ende der Leseprobe aus 59 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der politische Islam
Untertitel
'Das politische System der Islamischen Republik Iran als Anwendungsbeispiel' und 'Totalitarismus – der Zwiespalt zwischen Religion und Ideologie'
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Politikwissenschaft / Hannah-Arendt-Institut)
Veranstaltung
„Nicht-demokratische politische Systeme“
Note
2
Autor
Bastian Wienrich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
59
Katalognummer
V34681
ISBN (eBook)
9783638348348
ISBN (Buch)
9783638809931
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Islam Systeme“ Thema Islam
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bastian Wienrich (Autor:in), 2004, Der politische Islam, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/34681
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  59  Seiten
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