Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage: „In welcher Form könnte eine Finanzierung mit Venture Capital für ein Unternehmen Sinn ergeben?“
Wer möchte nicht gerne sein eigener Chef sein? In einem Unternehmen arbeiten, in dem man selbst ganz oben steht. Aufgaben an seine Angestellten delegieren und überdurchschnittlich viel verdienen. Alle Freiheiten zu haben und dabei zu wissen, dass all die erbrachte Arbeit einem selbst zugutekommt. Vielleicht hatte man auch selbst schon „die Idee“, mit der man sich diesen Traum erfüllen könnte, oder man ist noch auf der Suche nach dieser. Aber auch wenn man selbst noch keine Idee hat, gibt es immer wieder andere Menschen, die diesen Weg einschlagen.
Selbst wenn die Idee bahnbrechend sein sollte, stellt sich die Frage, ob sie finanziell überhaupt realisierbar ist. Finanzielle Mittel sind stets ein knappes Gut und leider sind die Gehälter als Angestellte meist nicht hoch genug, um schnell ausreichend liquide Mittel anzuhäufen. Vor diesem Problem stehen einige Gründer, jedoch gibt es andersherum auch Menschen oder Institutionen, denen es an der Idee fehlt, die liquiden Mittel jedoch vorhanden sind. Hier spricht man auch von sog. Investoren, die bereit sind, sich an Unternehmen zu beteiligen, um später von den erhofften Profiten dieser Unternehmen noch mehr Vermögen anzuhäufen. Hierbei gilt nach einem kaufmännischem Grundsatz, dass die Höhe des erzielbaren Gewinns durch den erzielten Einkaufspreis bestimmt wird.
Dementsprechend ist das Gewinnpotential am höchsten, wenn ein Unternehmen noch sehr jung ist. Jedoch ist hierbei auch das Risiko am höchsten, sodass man hier von sog. Wagniskapital spricht oder im Englischen vom sog. Venture Capital. Um aber an dieses Wagniskapital heranzukommen, lassen sich die Investoren weitgehende Rechte in dem Unternehmen einräumen. Immerhin möchte sich jeder so sicher wie möglich aufstellen, was zu Interessenkonflikten führen kann.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen der Finanzierung mit Venture Capital
2.1 Finanzierung
2.2) Venture Capital
2.3) Junge Unternehmen
3.Finanzierungsstruktur
3.1 Kapitalherkunft
3.1.1 Innenfinanzierung
3.1.2 Außenfinanzierung
3.2 Haftungsqualitäten
3.2.1 Eigenkapital
3.2.2 Fremdkapital
4. Finanzierungsphasen
5. Kapitalgeber und Finanzierungsmöglichkeiten
5.1 Venture Capital-Gesellschaften
5.1.1 Prüfung der Beteiligungswürdigkeit
5.1.2 Beteiligungsvertrag
5.1.2.1 Tranchenbildung und Bewertung
5.1.2.2 Weitere Kapitalmaßnahmen
5.1.2.3 Garantieerklärungen
5.1.2.4 Governance-Regeln
5.1.2.5 Veräußerungsregeln
5.1.3 Managementunterstützung für Portfoliounternehmen (PU)
5.1.4 Venture Capital-Gesellschaften in Deutschland
5.2 Öffentliche Fördermittel
5.2.1 Zuschüsse
5.2.2 Darlehen
5.2.3 Bürgschaften
5.2.4 Beteiligungen
5.3 Crowdfunding / Crowdinvesting /Crowdlending
5.3.1 Grundlagen
5.3.2 Rechtslage in Deutschland
5.3.3) Wichtige Faktoren für den Erfolg
6.) Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Relevanz und Ausgestaltung von Venture-Capital-Finanzierungen für junge Unternehmen in Deutschland, um aufzuzeigen, unter welchen Voraussetzungen diese Finanzierungsform sinnvoll eingesetzt werden kann. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die verschiedenen Finanzierungsoptionen, deren Bedingungen sowie die strategischen Vorteile, die Investoren über das Kapital hinaus bieten.
- Grundlagen und Definitionen von Finanzierung und Venture Capital
- Strukturierung der Finanzierungsphasen bei jungen Unternehmen
- Analyse der verschiedenen Kapitalgeber (VC-Gesellschaften, Fördermittel, Crowdfunding)
- Bedeutung von Beteiligungsverträgen und Governance-Regeln
- Erfolgsfaktoren und Managementunterstützung bei der Finanzierung
Auszug aus dem Buch
1.) Einleitung
Wer möchte nicht gerne sein eigener Chef sein? In einem Unternehmen arbeiten, in dem man selbst ganz oben steht. Aufgaben an seine Angestellten delegieren und überdurchschnittlich viel verdienen. Alle Freiheiten zu haben und dabei zu wissen, dass all die erbrachte Arbeit einem selbst zugutekommt. Vielleicht hatte man auch selbst schon „die Idee“, mit der man sich diesen Traum erfüllen könnte, oder man ist noch auf der Suche nach dieser. Aber auch wenn man selbst noch keine Idee hat, gibt es immer wieder andere Menschen, die diesen Weg einschlagen. Ständig hört man von neuen Unternehmen die rasant wachsen und schnell zur Weltspitze gehören. Junge Unternehmen, die mit ihren Visionen ganze Generationen prägen können. Ob Sony mit seinem Walkman, Apple mit dem IPhone oder Microsoft mit dem Heimcomputer für jedermann. Was man hier schnell vergisst ist aber, dass auch diese heutigen Megakonzerne mal klein angefangen haben.
Denn selbst die Gründer dieser Konzerne mussten sich einst die Frage stellen, ob sie diesen bedeutsamen Schritt wagen sollen. Immerhin steht man genau zu diesem Zeitpunkt vor der Entscheidung, seinen meist relativ sicheren Job mit einem festen Gehalt gegen eine teure Chance einzutauschen. Zusätzlich besteht weiterhin das Risiko, dass selbst wenn die Idee bahnbrechend seien sollte, sie finanziell überhaupt nicht realisierbar ist. Finanzielle Mittel sind stets ein knappes Gut und leider sind die Gehälter als Angestellte meist nicht hoch genug, um schnell ausreichend liquide Mittel anzuhäufen. Vor diesem Problem stehen einige Gründer, jedoch gibt es andersherum auch Menschen oder Institutionen, denen es an der Idee fehlt, die liquiden Mittel jedoch vorhanden sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Motivation der Unternehmensgründung ein und beleuchtet die Herausforderungen bei der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten für junge Unternehmen.
2. Grundlagen der Finanzierung mit Venture Capital: In diesem Kapitel werden grundlegende Begrifflichkeiten wie Finanzierung, Venture Capital und die Definition von jungen Unternehmen festgelegt.
3. Finanzierungsstruktur: Dieses Kapitel behandelt die Kapitalherkunft sowie die verschiedenen Haftungsqualitäten von Eigen- und Fremdkapital.
4. Finanzierungsphasen: Es wird die zeitliche Einteilung der Finanzierung vom Gründungsvorhaben bis zum Exit detailliert dargestellt.
5. Kapitalgeber und Finanzierungsmöglichkeiten: Dieses umfangreiche Kapitel analysiert die verschiedenen Akteure wie VC-Gesellschaften, öffentliche Fördermittel und Crowdfunding-Modelle sowie deren spezifische Rahmenbedingungen.
6.) Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer individuellen Finanzierungsstrategie für jedes junge Unternehmen.
Schlüsselwörter
Venture Capital, Junge Unternehmen, Finanzierungsstruktur, Beteiligungsvertrag, Eigenkapital, Fremdkapital, Businessplan, Seed-Phase, Startup, Öffentliche Fördermittel, Crowdinvesting, Exit, Kapitalgeber, Risikokapital, Unternehmensgründung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Abschlussarbeit beschäftigt sich mit der Finanzierung von jungen Unternehmen in Deutschland und bewertet, in welcher Form Venture Capital und andere Finanzierungsmethoden sinnvoll eingesetzt werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den zentralen Themen gehören die Grundlagen der Kapitalbeschaffung, die Analyse von Beteiligungsverträgen, die Rolle von Venture-Capital-Gesellschaften, öffentliche Förderprogramme sowie alternative Ansätze wie Crowdinvesting.
Welches Ziel verfolgt die Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, Gründern einen umfassenden Überblick über Finanzierungsquellen zu geben und aufzuzeigen, wie sie ihr Unternehmen unter Berücksichtigung von Risiko und Renditeerwartungen der Investoren finanzieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Auswertung relevanter Fachliteratur sowie offizieller Statistiken, um die Finanzierungslandschaft für Startups in Deutschland abzubilden.
Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Finanzierungsstruktur, die Phasen der Unternehmensentwicklung, die Prüfungskriterien von Investoren sowie eine detaillierte Gegenüberstellung von VC-Gesellschaften, Fördermitteln und Crowdfinanzierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Venture Capital, Startup-Finanzierung, Beteiligungsvertrag, Förderbanken und Crowdinvesting charakterisieren.
Welche Rolle spielt der Businessplan in der Seed-Phase?
Der Businessplan ist essenziell als Planungsgrundlage und dient als zentrales Dokument, um potenzielle Investoren von der Tragfähigkeit und dem Alleinstellungsmerkmal des Geschäftskonzepts zu überzeugen.
Warum ist das "Warum" laut Simon Sinek für die Unternehmenspräsentation entscheidend?
Laut dem Modell des "Golden Circle" ist das "Warum" der Kern der Kommunikation, der das limbische System anspricht, Vertrauen schafft und Investoren emotional überzeugt, während das "Was" allein oft nicht ausreicht, um zum Handeln zu bewegen.
Was unterscheidet den ERP-Gründerkredit vom ERP-Startfonds?
Während der ERP-Gründerkredit ein Darlehen für Existenzgründungen darstellt, ist der ERP-Startfonds ein Beteiligungsprogramm für technologieorientierte Unternehmen, bei dem die KfW als Co-Investor agiert.
- Quote paper
- Betriebswirt (VWA) Erdem Sengezer (Author), 2015, Finanzierung mit Venture-Capital bei jungen Unternehmen in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/346450