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Der Einfluss von Prosper Mérimées Spanienbild und dem Zigeunerbild Frankreichs auf die Darstellung von "Carmen"

Title: Der Einfluss von Prosper Mérimées Spanienbild und dem Zigeunerbild Frankreichs auf die Darstellung von "Carmen"

Term Paper , 2015 , 12 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sabina Basic (Author)

French Studies - Literature

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Summary Excerpt Details

In der französischen Literatur des 19. Jahrhunderts beschäftigten sich viele berühmte Autoren mit der Figur der Bohémienne. Spanien war ebenfalls ein beliebter Schauplatz in den damaligen Werken. Diese beiden Aspekte kommen auch in Prosper Mérimées Novelle "Carmen" vor. Mérimée reiste, wie auch viele seiner Kollegen, nach Spanien und lies sich dort für seine Werke inspirieren. Diese Inspiration ist in vielen seiner Werke deutlich zu erkennen.

In dieser Arbeit gilt es herauszufinden, warum dieses Land und diese Völker so spannend für die Autoren dieser Zeit waren. Im folgenden wird die Herkunft der „Zigeuner“ geklärt und welches Bild Europa, bis zum 19. Jahrhundert, von ihnen hatte. Dies ist wichtig, um Mérimées persönliches Bild mit dem europäischen vergleichen zu können. Vor allem sein Spanienbild wird im Laufe dieser Arbeit deutlich. Um herausfinden zu können welchen Einfluss die oben genannten Aspekte auf die Figur Carmen haben, wird außerdem die Art und Weise ihrer Darstellung untersucht. Zum Schluss werden Mérimées Absicht durch die Verkörperung Carmens und die Bedeutung der geschichtlichen Hintergründe Frankreichs zu dieser Zeit deutlich.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Herkunft der „Zigeuner“ und ihr Bild in Europa bis zum 19. Jahrhundert

3. Mérimées Spanienbild

3.1. Das französische Spanienbild bis zum 19. Jahrhundert

3.2. Prosper Mérimées Spanienreise von 1830 und seine Inspiration für Carmen

4. Die Darstellung von Carmen

5. Der Zusammenhang zwischen der Darstellung Carmens, Merimées Spanienbild und dem Zigeunerbild Frankreichs

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Prosper Mérimées persönlichem Spanienbild sowie den in Frankreich verbreiteten stereotypen Vorstellungen über „Zigeuner“ auf die literarische Gestaltung der Titelfigur in der Novelle Carmen. Ziel ist es, herauszufinden, inwieweit die Figur Carmen eine authentische Abbildung der Kultur darstellt oder ob sie primär als Konstrukt zur Befriedigung der damaligen französischen Sehnsucht nach dem Exotischen und Unbekannten dient.

  • Historische Herkunft und gesellschaftliche Wahrnehmung der „Zigeuner“ in Europa bis zum 19. Jahrhundert.
  • Entwicklung des französischen Spanienbildes vom negativen Gegenstand der Verachtung hin zum romantischen Ideal.
  • Analyse von Prosper Mérimées Spanienreisen und seiner Inspiration durch reale Begegnungen.
  • Die literarische Konstruktion Carmens als Femme Fatale und Verkörperung von Exotik und Freiheit.
  • Das Spannungsfeld zwischen individueller Recherche des Autors und der Verwendung kultureller Klischees.

Auszug aus dem Buch

Die Herkunft der „Zigeuner“ und ihr Bild in Europa bis zum 19. Jahrhundert

Bis zum 16. Jahrhundert, gab es drei Haupttheorien über die Herkunft der „Zigeuner“. Die erste besagt, dass sie aus Ägypten stammen. Dies sollen sie selbst bei ihrer Ankunft in Europa, im 15. Jahrhundert, geäußert haben. Viele Menschen glaubten an diese Theorie, da Ägypten im Mittelalter als Land der Magier galt und die „Zigeuner“ von den Europäern als Wahrsager und Magier angesehen wurden. Die zweite Theorie besagt, die „Zigeuner“ seien ein „Gemisch“ ( Gronemeyer, Rakelmann 1988:13) aus vielen Völkern, das aus der „seßhaften Gesellschaft in die Wildnis geflohen“ (Ebd.) ist. Die dritte Theorie besagt, dass im 15. Jahrhundert Pilger aus Ägypten kamen, die sich auf einer Bußreise befanden. Diese kehrten zurück und ein „diebisches Gesindel“(Ebd.) nahm ihren Platz ein.

Am Ende des 18. Jahrhunderts fanden allerdings Wissenschaftler heraus, dass die Sprache der „Zigeuner“ einen indischen Kern besitzt. Seitdem heißt es, dass dieses Volk aus Indien stammt. Da diese Theorie auf sprachliche Argumente beruht, ist sie die glaubwürdigste. Es gibt außerdem überlieferte Texte über die Ankunft der „Zigeuner“ in Bologna und Paris aus dem 15. Jahrhundert. In diesen Texten ist ihr Erscheinungsbild, sowie ihr Auftreten beschrieben. Es wird beschrieben, dass die Frauen aus der Hand lesen und die Zukunft voraussagen können. Die „Zigeunerfrauen“ sollen geklaut haben. Sie hatten also eine „aktive Rolle bei der Beschaffung des Lebensunterhalts“ (Gronemeyer, Rakelmann 1988: 37 f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Relevanz der Figur der Bohémienne und des Schauplatzes Spanien in der französischen Literatur des 19. Jahrhunderts und stellt die Forschungsfrage nach den Einflüssen auf Mérimées Novelle.

2. Die Herkunft der „Zigeuner“ und ihr Bild in Europa bis zum 19. Jahrhundert: Dieses Kapitel behandelt die historischen Theorien zur Herkunft der Zigeuner und beschreibt die damit einhergehenden negativen Stereotype und die soziale Ausgrenzung in Europa.

3. Mérimées Spanienbild: Es wird analysiert, wie sich das französische Spanienbild von der Ablehnung hin zu einer romantischen Begeisterung wandelte und welche spezifischen Erlebnisse Mérimée bei seinen Spanienreisen prägten.

4. Die Darstellung von Carmen: Dieses Kapitel untersucht die literarische Ausgestaltung Carmens, wobei insbesondere ihr Aussehen, ihr Verhalten und ihre Symbolik als exotische und freiheitsliebende Figur beleuchtet werden.

5. Der Zusammenhang zwischen der Darstellung Carmens, Merimées Spanienbild und dem Zigeunerbild Frankreichs: Das Kapitel verknüpft die zuvor erarbeiteten Erkenntnisse und hinterfragt, inwieweit Mérimée eigene Rechercheergebnisse gegen allgemein verbreitete Stereotype und Klischees abwägt.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Mérimée in seiner Novelle vor allem mit Stereotypen arbeitete, um eine Scheinwelt zu erzeugen, die das Bedürfnis des französischen Publikums nach Exotik befriedigte.

Schlüsselwörter

Prosper Mérimée, Carmen, Spanienbild, Zigeuner, Bohémienne, Französische Literatur, 19. Jahrhundert, Exotik, Stereotype, Romantik, Femme Fatale, Kulturgeschichte, Identitätskonstruktion, Literarische Analyse, Fremdwahrnehmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Entstehungsgeschichte und die kulturellen Einflüsse auf Prosper Mérimées Novelle Carmen, insbesondere den Bezug zum damaligen französischen Spanienbild und den Stereotypen über das Volk der „Zigeuner“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Wahrnehmung der „Zigeuner“, der Entwicklung des Spanienbildes in Frankreich und der spezifischen literarischen Darstellung der Figur Carmen als Verkörperung des Exotischen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es zu klären, ob Mérimée die Figur Carmen durch eigene fundierte Forschung prägte oder ob sie primär als Konstrukt dient, das bestehende soziale Klischees der damaligen Zeit bedient.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, bei der Mérimées Novelle mit zeitgenössischen Quellen und historischen Forschungsergebnissen zur Wahrnehmung von Zigeunern und Spanien kontrastiert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung der Zigeuner-Theorien, die Analyse von Mérimées persönlicher Spanienreise und seiner Inspiration, sowie eine detaillierte Textanalyse der Figur Carmen in Bezug auf ihr Auftreten und Handeln.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe umfassen Mérimée, Carmen, Exotik, Stereotype, Spanienbild, Romantik und die literarische Konstruktion von Identität.

Wie bewertet die Autorin die Verwendung von Ironie bei Mérimée?

Die Autorin stellt fest, dass Mérimée zwar Ironie in seinen Texten nutzte, diese jedoch vom zeitgenössischen Publikum kaum wahrgenommen wurde, wodurch die verbreiteten Stereotype trotz seiner bewussten Distanzierung weiter fortbestanden.

Welche Bedeutung hat das Rauchen von Carmen im Kontext der Zeit?

Das Rauchen wird in der Arbeit als Zeichen der Emanzipation gedeutet, da dies für Frauen im 19. Jahrhundert als unüblich galt und somit Carmens unkonventionellen Charakter unterstreicht.

Welches Fazit zieht die Arbeit über die Qualität der Recherche Mérimées?

Das Fazit lautet, dass Mérimées eigene Forschungsergebnisse nur einen minimalen Einfluss hatten und der Autor sich fast ausschließlich auf bestehende gesellschaftliche Stereotype stützte, um eine für das Publikum attraktive „Scheinwelt“ zu erschaffen.

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Details

Title
Der Einfluss von Prosper Mérimées Spanienbild und dem Zigeunerbild Frankreichs auf die Darstellung von "Carmen"
College
University of Cologne  (Romanisches Seminar)
Course
GLS B - Literaturwissenschaften: "Die Figur der Bohemienne in der Literatur des 19. Jahrhunderts"
Grade
1,3
Author
Sabina Basic (Author)
Publication Year
2015
Pages
12
Catalog Number
V346300
ISBN (eBook)
9783668357198
ISBN (Book)
9783668357204
Language
German
Tags
einfluss prosper mérimées spanienbild zigeunerbild frankreichs darstellung carmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabina Basic (Author), 2015, Der Einfluss von Prosper Mérimées Spanienbild und dem Zigeunerbild Frankreichs auf die Darstellung von "Carmen", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/346300
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