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Weibliche Genitalverstümmelung als Menschenrechtsverletzung

Das Beispiel Afrika

Titel: Weibliche Genitalverstümmelung als Menschenrechtsverletzung

Projektarbeit , 2013 , 46 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Stefanie Spies (Autor:in)

Soziologie - Kultur, Technik, Völker

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen dieser Projektarbeit wird betrachtet, inwiefern die Praktik der weiblichen Genitalverstümmlung eine Menschenrechtsverletzung darstellt und welche Ansatzmöglichkeiten es gibt, um diese zu beenden.
Zudem werden verschiedene Ansätze der Begründung (kulturelle und soziale Aspekte) dieser Praktik behandelt.

Nach Schätzungen der World Health Organization sind weltweit circa 130 – 140 Millionen Mädchen und Frauen von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen.

Zunächst werden die Begrifflichkeiten in Kapitel 2.1 vorgestellt und eine Definition weiblicher Genitalverstümmelung vorgenommen. In Kapitel 2.2 erfolgt weiterhin die Darstellung der Formen weiblicher Genitalverstümmelung. Im Anschluss werden in Kapitel 2.3 die Verbreitungsgebiete der weiblichen Genitalverstümmelung auf dem afrikanischen Kontinent behandelt sowie in Kapitel 2.4 die wesentlichen soziodemografischen Merkmale der Betroffenen heraus gearbeitet.

Diese Projektarbeit bezieht sich auf den afrikanischen Kontinent, da dies das derzeitige Hauptverbreitungsgebiet der weiblichen Genitalverstümmelung darstellt. Um die Reichweite und Fatalität dieser Praktik nachzuvollziehen werden in Kapitel 2.5 die Folgen weiblicher Genitalverstümmelung in verschiedenen Aspekten wie körperliche, psychische, psychosexuelle Konsequenzen sowie Risiken für Schwangerschaft und Geburt behandelt. Die intensivere Auseinandersetzung mit den Folgen, dient dem besseren Verständnis des nächsten Kapitels 3. FGM als Menschenrechtsverletzung. In Kapitel 3.1 erfolgt ein Diskurs zu den Frauenrechten als Menschenrechte. Da diese die Grundlage der Durchsetzung von Gegenmaßnahmen auf nationaler und internationaler Ebene darstellen. Nachfolgend wird in Kapitel 3.2 eine Einordnung der weiblichen Genitalverstümmelung als Menschenrechtsverletzung anhand rechtlicher Regelungen, auf internationaler und nationaler Ebene vorgenommen. Anhand von ausgewählten Beispielen wird Kapitel 3.2.3 ein Ländervergleich durchgeführt, um die tatsächliche Durchsetzung rechtlicher Regelungen in Bezug auf FGM zu betrachten. Außer den gesetzlichen Regelungen werden in Kapitel 4 weitere Lösungsansätze gegen die Weiterführung der weiblichen Genitalverstümmelung ausgeführt. Hierbei wird insbesondere auf das Beispiel Kenia eingegangen, um die Maßnahmen an einem länderspezifischen Beispiel zu beleuchten. In einem Fazit werden schließlich die zentralen Ergebnisse zusammengefasst und eventuelle Schlussfolgerungen für das Thema FGM gefasst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Praktik weiblicher Genitalverstümmelung

2.1 Definition und Begrifflichkeiten

2.2 Formen von FGM

2.3 Verbreitung von FGM in Afrika

2.4 Soziodemografische Merkmale Betroffener

2.5 Folgen und Komplikationen der FGM

2.5.1 Körperliche Folgen

2.5.2 Psychische Folgen

2.5.3 Psychosexuelle Folgen

2.5.4 Risiken für Schwangerschaft und Geburt

3. FGM als Menschenrechtsverletzung

3.1 Die Frauenrechte als Menschenrechte

3.2 Rechtliche Regelungen

3.2.1 Internationale Ebene

3.2.2 Nationale Ebene – Afrika

3.2.3 Ländervergleich anhand 8 ausgewählter Länder

4. Ansätze gegen FGM

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Projektarbeit untersucht, inwiefern die Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung als Menschenrechtsverletzung zu klassifizieren ist und welche Lösungsansätze existieren, um diese schädliche Tradition unter Berücksichtigung kultureller Kontexte zu beenden.

  • Definition und Formen der weiblichen Genitalverstümmelung
  • Analyse der Verbreitung und soziodemografischer Faktoren
  • Untersuchung der physischen und psychischen Gesundheitsfolgen
  • Rechtliche Einordnung auf internationaler und nationaler Ebene
  • Evaluierung von Lösungsansätzen am Beispiel Kenia

Auszug aus dem Buch

2.5.1 Körperliche Folgen

Aufgrund der Vielzahl an Komplikationen, ist zu beachten, dass die Folgen einer FGM individuell variieren können. Die körperlichen Beeinträchtigungen einer FGM betreffen direkte- bis hin zu Spätfolgen und chronische Komplikationen. Da insbesondere die äußeren weiblichen Geschlechtsorgane ein dichtes Netz an Nervenbahnen und Arterien aufweisen, führt die FGM zu sehr großen Schmerzen, schon während des Eingriffs. Zudem kann es zu einem enormen Blutverlust (Hämorrhagie), Schockzuständen oder Blutarmut (Anämie) mit tödlichem Ausgang kommen. Durch gewaltsame Fixierung, bei der Durchführung ohne Anästhesie ist es möglich, dass zusätzlich Quetschungen, Knochenbrüche oder Zungenbisse hinzu kommen. Aus häufig nur unzureichenden, medizinischen Kenntnissen der Ausführenden können außerdem unbeabsichtigte Verletzungen benachbarter Organe erfolgen. Spätfolgen dieser Verletzungen sind z.B. der Verlust von Urin oder Stuhl (Inkontinenz). Durch FGM unter unhygienischen Bedingungen werden Infektionen wie Blutvergiftung (Sepsis, Septikämie), Wundbrand (Gangrän), Wundstarrkrampf (Tetanus), Kinderlähmung (Polio), Hepatitis oder HIV, begünstigt. Akute Infektionen können ohne Behandlung chronisch werden. Besonders häufige Spätfolgen sind, Harnwegs,- oder Beckeninfektionen, welche auf Harnblase, Harnleiter und die Nieren übergreifen können. Hinzu kommen wiederkehrende Schmerzen während der Menstruation und Störungen bei der Blasenentleerung. Dies betrifft insbesondere infibulierte Frauen, da der Blutabfluss durch die enge Vaginalöffnung gestört ist. Die äußerst schmerzhaften Stauungen können bis in die Gebärmutter und die Eileiter reichen und zur Unfruchtbarkeit (Infertilität) führen (vgl. Wolf, Eljelede 2013: 373ff.) und (vgl.WHO 2008:33ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der weltweiten Verbreitung weiblicher Genitalverstümmelung ein und umreißt die Zielsetzung der Arbeit, die Praxis als Menschenrechtsverletzung zu analysieren.

2. Die Praktik weiblicher Genitalverstümmelung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der weiblichen Genitalverstümmelung, klassifiziert die verschiedenen Formen und untersucht deren Verbreitung sowie die schwerwiegenden körperlichen und psychischen Folgen.

3. FGM als Menschenrechtsverletzung: Hier erfolgt eine rechtliche Einordnung der Praxis als Menschenrechtsverletzung, basierend auf internationalen Konventionen und nationalen Regelungen in afrikanischen Staaten.

4. Ansätze gegen FGM: Dieses Kapitel präsentiert Strategien zur Überwindung der Praxis und beleuchtet beispielhaft die Maßnahmen in Kenia, um einen kulturell sensiblen Bewusstseinswandel zu fördern.

5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit ganzheitlicher, lokal adaptierter Ansätze unter Einbeziehung der Bevölkerung zur nachhaltigen Beseitigung der Praxis.

Schlüsselwörter

Weibliche Genitalverstümmelung, FGM, Menschenrechte, Frauenrechte, Afrika, Kenia, CEDAW, Kindeswohl, Tradition, Infibulation, Gesundheit, Sozialer Wandel, Aufklärung, Soziologie, Menschenrechtsverletzung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) als Menschenrechtsverletzung auf dem afrikanischen Kontinent.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Definition und medizinischen Folgen der Praxis, die rechtliche Situation auf internationaler und nationaler Ebene sowie Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Transformation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie FGM als Verletzung universeller Menschenrechte eingeordnet werden kann und welche effektiven Strategien zu ihrer Beendigung beitragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und stützt sich auf soziologische Theorien zur Weltgesellschaft und globale Institutionalisierungsprozesse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Praktik, eine Analyse der gesundheitlichen Folgen, die rechtliche Einordnung durch Konventionen und den Ländervergleich ausgewählter Staaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie FGM, Menschenrechte, Frauenrechte, Tradition, Kenia und sozialen Wandel charakterisiert.

Warum ist die Unterscheidung zwischen medizinischen und kulturellen Argumenten wichtig?

Die Unterscheidung ist zentral, um zu verstehen, warum rechtliche Verbote allein oft nicht ausreichen, da die Praxis tief in sozialen Normen und kulturellen Identitätsstiftungsprozessen verwurzelt ist.

Welche Rolle spielt das Beispiel Kenia?

Kenia dient als Fallbeispiel, um zu verdeutlichen, wie durch ganzheitliche Programme, die Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen und die Förderung von Generationendialogen ein nachhaltiger Wandel eingeleitet werden kann.

Ende der Leseprobe aus 46 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Weibliche Genitalverstümmelung als Menschenrechtsverletzung
Untertitel
Das Beispiel Afrika
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Soziologie)
Veranstaltung
Menschenrechte aus der Perspektive soziologischer Theorie der Weltgesellschaft und Globalisierung
Note
1,3
Autor
Stefanie Spies (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
46
Katalognummer
V346299
ISBN (eBook)
9783668356795
ISBN (Buch)
9783668356801
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziologie Makrosoziologie Menschenrechte FGM Genitalverstümmelung WHO
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefanie Spies (Autor:in), 2013, Weibliche Genitalverstümmelung als Menschenrechtsverletzung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/346299
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Leseprobe aus  46  Seiten
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