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Der Schild des Hannibal im 2. Buch der Punica. Eine aitiologische Darstellung der Kriegsgründe im römisch-karthagischen Konflikt?

Title: Der Schild des Hannibal im 2. Buch der Punica. Eine aitiologische Darstellung der Kriegsgründe im römisch-karthagischen Konflikt?

Term Paper (Advanced seminar) , 2013 , 10 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: André Markmann (Author)

Latin philology - Medivial and Modern Latin

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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Textstelle ist ein zentraler Bestandteil der Schildekphrasis im 2. Buch der Punica von Silius Italicus. Der karthagische Anführer Hannibal erhält jenen Schild zusammen mit anderen Waffengeschenken von einer verbündeten spanischen Völkerschaft und begutachtet die Abbildungen mit Wohlwollen. Dadurch euphorisiert, schöpft er entschlossen weiteren Mut. Diese Illustrationen werden mittels der Darstellung der Gründung Karthagos durch Dido eingeleitet und gehen nach wenigen Versen in eine äußerst komprimierte Aufarbeitung der bekannten Episode der phönizischen Königin und Aeneas über. Des Weiteren werden auch noch Hannibal selbst, Regulus, das belagerte Sagunt und andere Begebenheiten, auf die im Rahmen dieser Arbeit ebenso nicht weiter einzugehen ist, verbildlicht.

In der unten folgenden Interpretation soll daher analysiert und erarbeitet werden, inwieweit Silius Italicus sich im vorliegenden Passus an den Vorlagen aus Vergils Aeneis (und dabei besonders der Bücher 1-5) orientiert haben könnte, bzw. ob der flavische Dichter gar eine aemulatio mit dem großen Epiker anstrebt und auch, wie sehr diese und andere in der Ekphrasis beschriebenen Begebenheiten als Ursache oder Auslöser der in den Punica vorherrschenden Situation des 2. punischen Krieges fungiert haben könnten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Übersetzung Sil. 2, 414b–415; 2, 420–425

III. Interpretation - Sprachliche, stilistische und metrische Analyse

IV. Schlussteil

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit analysiert die Schildekphrasis im 2. Buch der Punica von Silius Italicus. Ziel ist es, die narrative Funktion der Illustrationen – insbesondere der Darstellung von Dido und Aeneas – als aitiologische Begründung für den römisch-karthagischen Konflikt zu untersuchen und die literarische Auseinandersetzung des Autors mit Vergils Aeneis zu beleuchten.

  • Die Schildekphrasis als zentrales Element der Punica
  • Die literarische Adaption und Transformation vergilischer Motive
  • Proleptische Strukturen und ihre narrative Wirkung
  • Die Konstruktion karthagischen Hasses gegenüber Rom
  • Stilistische und sprachliche Analyse der untersuchten Textpassagen

Auszug aus dem Buch

III. Interpretation – Sprachliche, stilistische und metrische Analyse

Der im Folgenden zu interpretierende Abschnitt der Verse 414b–415, bzw. 420–425 des 2. Buches der Punica ist ein zentraler Teil der Schildekphrasis. Jene Passage wird in den ersten beiden Versen durch eine paradox wirkende Anhäufung kontrastierend wertender Adjektive, deren Bezugswörter allesamt direkt oder als pars pro toto auf Dido eingehen, eröffnet.

Die Charakterisierung, bzw. Vorstellung der regina Dido, die in Vers 406 als zentrales Motiv der Ekphrasis eingeführt wird, geschieht auf äußerst raffinierte und vielschichtige Weise. Nach der Ankunft des Aeneas erblickt sie ihn mit heiterem Gemüt (fronte … serena, gesperrt durch ein Hyperbaton) und freundlicher Miene (vultu … amico). Das einleitende fronte ist jedoch in sensu latiore, d.h. etwa als sedes animi, bzw. cor aufzufassen. Dadurch wird deutlich, dass der Moment, in dem sie den trojanischen Helden erblickt, tiefe Spuren in ihr hinterlässt und sie komplett durcheinander bringt. Diese Aufregung und Spannung wird zudem durch die Hyperbata und die zahlreichen Adjektive der seelischen Empfindsamkeit illustriert. Auch das Adverb avide unterstützt diese markant wahrnehmbare Emotionalität und verleiht der Begierde Didos auch eine sexuell motivierte Komponente. Sie scheint auf den ersten Blick in Liebe entbrannt zu sein und kann erstmal nicht die Augen von ihm ablassen, was die durative Aktionsart des Imperfekts spectabat nachdrücklich betont. Auch das durch die Metrik betonte iam verweist auf eine allzu rasche Hingezogenheit zum Sohn der Venus. Hieraus resultieren schlussendlich das heitere Gemüt (s.o.) und der freundliche Gesichtsausdruck, sowie ihr körperliches Verlangen (avide).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Einführung in die Thematik der Schildekphrasis bei Silius Italicus und Definition der zentralen Fragestellung bezüglich der Aitiologie des römisch-karthagischen Konflikts.

II. Übersetzung Sil. 2, 414b–415; 2, 420–425: Bereitstellung der deutschen Übersetzung der für die Analyse relevanten Textstellen.

III. Interpretation - Sprachliche, stilistische und metrische Analyse: Detaillierte Untersuchung des Textes hinsichtlich der Charakterisierung Didos, der proleptischen Motive und des Bezugs zur Aeneis.

IV. Schlussteil: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Einordnung der Ekphrasis in das Gesamtgefüge des Epos.

Schlüsselwörter

Silius Italicus, Punica, Schildekphrasis, Dido, Aeneas, Aeneis, Aitiologie, Römisch-karthagischer Konflikt, Prolepse, Epik, Intertextualität, Hannibal, Mythologie, Flavierzeit, Literaturwissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Schildekphrasis im 2. Buch des Epos Punica von Silius Italicus und untersucht, wie der Autor durch die bildliche Darstellung verschiedener Ereignisse die Ursachen des Krieges zwischen Rom und Karthago literarisch konstruiert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Transformation epischer Vorbilder, insbesondere Vergils Aeneis, der Einsatz proleptischer Erzähltechniken und die psychologische Charakterisierung von Figuren wie Dido in einem historischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob Silius Italicus die dargestellten Episoden auf dem Schild Hannibals als bewusste aitiologische Herleitung der historischen Feindschaft zwischen den Mächten nutzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine philologische Interpretation angewandt, die sprachliche, stilistische und metrische Analysen umfasst und dabei den Vergleich mit antiken intertextuellen Vorlagen (insb. Vergil) in den Mittelpunkt stellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Übersetzung der ausgewählten Verse und eine tiefgehende Analyse der rhetorischen und motivischen Gestaltung, wobei auch die Perspektivwechsel zwischen Dido und Aeneas untersucht werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Silius Italicus, Punica, Ekphrasis, Prolepse, Aitiologie und der Vergleich zwischen der Darstellung bei Silius und seinem Vorbild Vergil.

Warum wird Dido im Text als "infelix" bezeichnet?

Die Bezeichnung "infelix" dient als proleptisches Element, das auf das zukünftige Verderben der Königin verweist und das Vorwissen des Lesers über den Verlauf der Geschichte im Epos einbezieht.

Welche Rolle spielt der Vergleich mit Vergils Aeneis?

Der Vergleich zeigt, dass Silius Italicus die Ereignisse stark komprimiert, um sie in den Dienst seiner aitiologischen Argumentation zu stellen, anstatt lediglich eine literarische Aemulatio (Wettstreit) anzustreben.

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Details

Title
Der Schild des Hannibal im 2. Buch der Punica. Eine aitiologische Darstellung der Kriegsgründe im römisch-karthagischen Konflikt?
College
University of Münster  (Klassische Philologie)
Grade
1,7
Author
André Markmann (Author)
Publication Year
2013
Pages
10
Catalog Number
V345497
ISBN (eBook)
9783668355071
ISBN (Book)
9783668355088
Language
German
Tags
Silius Italicus Punica Schild des Hannibal Ekphrasis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
André Markmann (Author), 2013, Der Schild des Hannibal im 2. Buch der Punica. Eine aitiologische Darstellung der Kriegsgründe im römisch-karthagischen Konflikt?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/345497
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