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Der Einfluss sozialer Ungleichheit auf das Gesundheitsverhalten von Kindern und Jugendlichen im Hinblick auf das Sport- und Bewegungsverhalten

Ein sozialisationstheoretischer Erklärungsversuch

Titel: Der Einfluss sozialer Ungleichheit auf das Gesundheitsverhalten von Kindern und Jugendlichen im Hinblick auf das Sport- und Bewegungsverhalten

Hausarbeit , 2016 , 33 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anna Donderer (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Soziologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ein gesundheitsbewusstes Verhalten gilt als eine fundamentale Determinante für die Gesundheit und das Wohlbefinden. Umgekehrt ist es unbestritten, dass ungesunde Verhaltensweisen wie Rauchen, einseitige Ernährung, zu viel Stress und unzureichende Bewegung und körperliche Aktivität das Auftreten zahlreicher Erkrankungen wie Adipositas, Diabetes oder auch Erkrankungen des Herzkreislaufsystems begünstigen können (vgl. Altenhöhner/Phillippi/Böcken 2014, S. 19). Wie wir uns verhalten und täglich handeln, hat großen Einfluss auf unsere Gesundheit. Doch nicht alles liegt nur in der eigenen Hand. Das soziale Umfeld, die Arbeitssituation und die Umwelt beeinflussen unser Wohlergehen ebenfalls.Dem sozioökonomischen Status kommt in dem Zusammenhang von Gesundheit eine besondere Bedeutung zu. Während im Zusammenhang von sozialer Ungleichheit als einem klassischen Gegenstand von Soziologie, Pädagogik und Gesundheitswissenschaft, lange Zeit von Klassen und Schichten gesprochen wurde und in diesem Kontext von eher vertikalen Differenzierungen die Rede war, entfernte man sich etwa seit den 80er Jahren zunehmend vom Schichtbegriff und tendiert zu dem allgemeineren Fachbegriff der „Sozialen Ungleichheit“ (vgl. Klein/Fröhlich/Emrich 2011, S. 54). Die meisten Forscher sind sich darüber einig, dass der sozioökonomische Status ein bedeutendes Ausmaß im Alltag der Menschen einnimmt (vgl. Woolfolk 2008, S. 2005). Besonders auffallend zeichnen sich die gesundheitlichen Folgen und Konsequenzen in Bevölkerungsgruppen ab, deren Lebensverhältnisse durch eine dauerhafte soziale Exklusion und daraus entstehenden Nachteilen und Belastungen charakterisiert sind. Hierzu zählen z.B. Personen mit niedrigem
Einkommen, Langzeitarbeitslose, Personen mit geringer schulischer Bildung, Migranten oder auch allein erziehende Mütter.
Es ist nun zu hinterfragen, welche die prägenden Bedingungen sind, die für einen gesundheitsrelevanten Lebensstil bzw. ein gesundheitsbewusstes Verhalten von Kindern und Jugendlichen eine Rolle spielen? Und welche diese möglicherweise negativ beeinflussen können? Anschließend ist zu fragen in wie weit der soziale Status der Eltern eine Rolle spielt und welchen Einfluss grundsätzliche die Sozialisation im Sinne gesundheitlicher Ungleichheit einnimmt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundbegriffe

2.1 Soziale Ungleichheit

2.2 Gesundheitliche Ungleichheit

2.3 Soziale Ungleichheit in der Sportbeteiligung

3. Forschungsergebnisse soziale Ungleichheit und Sportverhalten

3.1 Schichtspezifisches Sportverhalten

3.2 Geschlechtsspezifisches Sportverhalten

3.3 Kulturelle Unterschiede im Sportverhalten

4. Erklärungsansätze zum Sport- und Bewegungsverhalten und sozialer Ungleichheit

4.1. Sozialisation und Sport

4.2 Sportengagement und Lebensstilmerkmale der Eltern

4.3. Strukturmodell nach Nagel

5. Schlussüberlegungen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Einfluss der sozialen Herkunft und des sozioökonomischen Status auf das Sport- und Bewegungsverhalten von Kindern und Jugendlichen. Dabei wird analysiert, inwieweit familiäre Sozialisationsprozesse, elterliche Vorbildfunktionen und strukturelle Barrieren dazu führen, dass Heranwachsende aus unterschiedlichen sozialen Schichten ungleiche Zugänge zu körperlicher Aktivität und Sportvereinen erfahren.

  • Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und Gesundheitsverhalten
  • Schichtspezifische Unterschiede in der Sportbeteiligung von Kindern
  • Die Rolle der Familie als primäre Sozialisationsinstanz für Bewegung
  • Geschlechtsspezifische Differenzen im Sportengagement
  • Analytische Erfassung der Sportsozialisation durch das Strukturmodell nach Nagel

Auszug aus dem Buch

4.3. Strukturmodell nach Nagel

Die Frage nach den sozialen Determinanten des Sportengagements hat eine vergleichsweise lange Tradition in den Sportwissenschaften. Es existieren Untersuchungen, die sich mit dem Zusammenhang sozialer Schicht und Sportbeteiligung befassen, als auch Untersuchungen, in deren Rahmen einzelne horizontale und vertikale Ungleichheitsdimensionen berücksichtigt und deren Einfluss auf die Sportbeteiligung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen geprüft werden (vgl. Nagel 2003, S. 81). Es sei zu erwähnen, dass Nagel (2003) die These der Entstrukturierung des Sports als nicht nachvollziehbar halte, da zahlreiche Studien übereinstimmend belegen, dass Personen der Mittel- und Oberschicht häufiger sportlich aktiv sind als Personen der unteren Sozialschicht (vgl. Nagel 2003, S. 72-77). Dem ist in folgender Arbeit zuzustimmen, da angeführte aktuelle Studien die Aussage Nagels stützen und bekräftigen. Die Theorien von Beck (1986) und Schulze (1992) über die Pluralisierung von Lebenslagen und Lebensformen können somit nicht gelten, denn Dimensionen der sozialen Schicht haben für das sportliche Engagement weiterhin Bedeutung (vgl. Nagel 2003, S. 72).

Nagel fügt hinzu, dass die traditionellen Schichtdimensionen Bildung, Beruf und Einkommen als zentrale Lebenslagemerkmale im Hinblick auf Soziale Ungleichheit und Sport zu betrachten seien (Nagel 2003, S. 88). Auf der Grundlage dieser Überlegungen entwickelte Nagel (2003) ein Modell, bestehend aus mehreren Ebenen zur Erklärung sozialer Ungleichheit im Sport (vgl. Nagel 2003, S. 85ff.). Dieses Modell siedelte er zwischen den klassischen Klassen- und Schichttheorien und neueren Milieu- und Lebensstilanalysen an (ebd., S. 84). Das sogenannte „erweiterte Strukturmodell“ soll analysieren und veranschaulichen, wie Struktur- und Handlungsebenen miteinander in Verbindung stehen. Das Modell soll die Bausteine der Sportsozialisation erfassen und mögliche Einflussfaktoren bzw. Zusammenhänge analytisch strukturieren (ebd., S. 95).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zum Thema und Darlegung der gesundheitlichen Relevanz von Bewegung sowie der Zielsetzung der Untersuchung im Kontext sozialer Ungleichheit.

2. Grundbegriffe: Definition der zentralen Fachbegriffe wie Soziale Ungleichheit und Gesundheitliche Ungleichheit sowie Einordnung der Sportbeteiligung in dieses Theoriegefüge.

3. Forschungsergebnisse soziale Ungleichheit und Sportverhalten: Vorstellung empirischer Studien (wie KiGGS, HBSC) und Analyse von schicht- und geschlechtsspezifischen Unterschieden im Sportverhalten.

4. Erklärungsansätze zum Sport- und Bewegungsverhalten und sozialer Ungleichheit: Theoretische Herleitung durch Sozialisationskonzepte, Untersuchung der elterlichen Rolle und detaillierte Vorstellung des Strukturmodells nach Nagel.

5. Schlussüberlegungen: Synthese der Ergebnisse mit der Bestätigung, dass soziale Ungleichheit ein maßgeblicher Faktor für ungleiche Sportchancen bei Kindern und Jugendlichen ist.

Schlüsselwörter

Soziale Ungleichheit, Gesundheitliche Ungleichheit, Sportverhalten, Sozialisation, Sportbeteiligung, Kinder und Jugendliche, Sozioökonomischer Status, Strukturmodell, Schichtspezifisches Verhalten, Bewegungsdefizite, Sportverein, Lebensstil, Habitus, Gesundheitsförderung, Familiäre Sozialisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie soziale Ungleichheit und der sozioökonomische Status von Familien das Sport- und Bewegungsverhalten von Kindern und Jugendlichen beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Im Fokus stehen die Begriffe der sozialen und gesundheitlichen Ungleichheit, die Rolle der Familie bei der Sportsozialisation sowie die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der sportlichen Aktivität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die prägenden Bedingungen für einen gesundheitsrelevanten Lebensstil zu identifizieren und den Einfluss des sozialen Status der Eltern auf die sportliche Teilhabe der Kinder aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewendet?

Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse bestehender empirischer Studien (u.a. KiGGS, World Vision Kinderstudie) und wendet sozialisationstheoretische Erklärungsmodelle an.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsklärung, die Vorstellung empirischer Befunde zum Sportverhalten sowie die Diskussion verschiedener Erklärungsansätze zur Sportsozialisation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Soziale Ungleichheit, Sportbeteiligung, Kindheit/Jugend, Sozialisation, Sportverein, Gesundheitsverhalten und sozioökonomischer Status.

Welche Rolle spielen Eltern nach den Ergebnissen der Arbeit bei der Sportaktivität ihrer Kinder?

Eltern fungieren als entscheidende Verhaltensmodelle; ihre eigene Einstellung zum Sport und ihr Bildungsstatus korrelieren signifikant mit der Wahrscheinlichkeit, dass Kinder aktiv in Sportvereinen sind.

Was besagt das Strukturmodell von Nagel (2003) im Kontext der Arbeit?

Das Modell verknüpft Struktur- und Handlungsebenen und zeigt auf, wie durch den Habitus und den Interaktionsraum die soziale Herkunft die Sportpraxis der Kinder maßgeblich mitbestimmt.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Einfluss sozialer Ungleichheit auf das Gesundheitsverhalten von Kindern und Jugendlichen im Hinblick auf das Sport- und Bewegungsverhalten
Untertitel
Ein sozialisationstheoretischer Erklärungsversuch
Hochschule
Universität Augsburg
Veranstaltung
Gesundheitspädagogik
Note
1,7
Autor
Anna Donderer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
33
Katalognummer
V345061
ISBN (eBook)
9783668346604
ISBN (Buch)
9783668346611
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einfluss ungleichheit gesundheitsverhalten kindern jugendlichen hinblick sport- bewegungsverhalten erklärungsversuch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna Donderer (Autor:in), 2016, Der Einfluss sozialer Ungleichheit auf das Gesundheitsverhalten von Kindern und Jugendlichen im Hinblick auf das Sport- und Bewegungsverhalten, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/345061
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Leseprobe aus  33  Seiten
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