Diese Eingabearbeit gibt einen Überblick über die Themengebiete Motivation, Emotion und Arbeitsstrukturierungsmaßnahmen.
Im ersten Teil werden die Begriffe Motiv und Motivation definiert und voneinander abgegrenzt. Der Leser erfährt an Beispielen, welche grundlegenden Motive es gibt, wodurch sie gekennzeichnet sind und wie sie gemessen werden. Der nachfolgende Abschnitt beschäftigt mit den Konsequenzen dieser Messungen für die Personalauswahl.
Im zweiten Teil geht es um Emotionen, wobei auch hier zuerst der Begriff definiert und gegen andere Begriffe abgegrenzt wird, die im emotionalen Kontext häufig verwendet werden. Außerdem werden Bestandteile von Emotionen genannt und kurz erläutert. Aus der Vielzahl der Emotionstheorien hat die Autorin sich jeweils zwei Theorien aus zwei Theorieansätzen ausgewählt, stellt sie gegenüber und zeigt, in welchen Aspekten sie sich widersprechen oder aufeinander aufbauen. Im Sinne der Nützlichkeit für die Praxis erfährt man welche Theorien heute hauptsächlich Anwendung finden. Die Theorie nach Lazarus wird an einem Beispiel noch einmal vertiefend dargestellt.
Der dritte Teil behandelt drei Maßnahmen zur Arbeitsstrukturierung, Job Rotation, Job Enlargement und Job Enrichment. Die Begriffe werden zuerst erklärt, danach werden die Vorteile und Nachteile aufgezählt. Außerdem wird anhand von Beispielen deutlich gemacht, wann welche der Maßnahmen zum Einsatz kommt. Der Leser erfährt auch, wann keine der Maßnahmen Verwendung findet und warum. Zum Schluss wird die Habithierarchie in ihrer Entstehung skizziert, dann erläutert und kritisch hinterfragt.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
A1
A1.1 Motivation und Motiv
A1.2 Drei Beispiele für grundlegende Motive
A1.3 Messen von Motiven und Konsequenzen für die Personalauswahl
A2
A2.1 Bestandteile von Emotionen
A2.2 Emotionstheorien
A2.2.1 Zwei psychophysiologische Theorien
A2.2.2 Zwei kognitive Bewertungstheorien
A2.3 Anwendbarkeit und Nützlichkeit der Emotionstheorien
A2.4 Vertiefung der kognitiv-motivational-relationalen Theorie von Lazarus
A3
A3.1 Job Rotation, Job Enlargement und Job Enrichment
A3.1.1 Einsatz, Vor- und Nachteile der Maßnahmen
A3.2 Habithierarchie
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Überblick über die zentralen Konzepte der Motivation und Emotion sowie deren praktische Anwendung im Kontext von Arbeitsstrukturierungsmaßnahmen. Die Forschungsfragen untersuchen dabei die theoretischen Definitionen, die Messbarkeit von Motiven, die verschiedenen emotionstheoretischen Erklärungsansätze sowie die Auswirkungen von Arbeitsgestaltung auf das individuelle Erleben und die Motivation am Arbeitsplatz.
- Grundlagen von Motivation und Motiv sowie deren Messbarkeit
- Analyse und Vergleich verschiedener psychophysiologischer und kognitiver Emotionstheorien
- Praktische Anwendbarkeit und Nutzwert psychologischer Theorien in Anwendungsdisziplinen
- Arbeitsstrukturierungsmaßnahmen wie Job Rotation, Job Enlargement und Job Enrichment
- Kritische Betrachtung der Habithierarchie innerhalb behavioristischer Motivationstheorien
Auszug aus dem Buch
A2.4 Vertiefung der kognitiv-motivational-relationalen Theorie von Lazarus
Lazarus forschte in seinen Arbeiten hauptsächlich zu den Themen Stress und Emotion, wobei beide seiner Ansicht nach sehr eng miteinander verknüpft sind. Er geht davon aus, dass Situationen nicht per se gut oder schlecht sind, sondern erst durch die Bewertung des Individuums dieses „Etikett“ erhalten. Die Bewertung entsteht aus der Einschätzung des Ziels und der möglichen Bewältigung der realen Gegebenheiten. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen. Angenommen eine Person soll in ihrem beruflichen Umfeld eine Präsentation zu einem vorgegebenen Thema ausarbeiten und halten, so ist dies die Ausgangssituation. Nun besteht die Möglichkeit, die Situation positiv/neutral („Endlich kann ich mich beweisen“ oder „Ich fange mit der Ausarbeitung rechtzeitig an“) oder negativ („Ich hasse Präsentationen, ich kann einfach nicht überzeugen“) zu bewerten, was als Primärbewertung bezeichnet wird.
Sofort im Anschluss oder parallel dazu findet die Sekundärbewertung statt. Das eigene Bewältigungsvermögen wird dabei eingeschätzt. Auch hier kann es eine positive („Ich habe noch genügend Zeit, ich bin kompetent in diesem Fachgebiet“) oder negative („Das schaffe ich niemals, jeder wird mir meine Unsicherheit ansehen“) Einschätzung geben. Überwiegt eine positive Einschätzung, kann die Situation als Herausforderung gesehen werden. Wird sie eher negativ bewertet, wirkt sie bedrohlich und es werden Angst und Stress ausgelöst, was sich unter anderem in Schlaflosigkeit vor dem Präsentationstermin äußern kann. Es gibt noch eine dritte Möglichkeit der Bewertung, die Neubewertung. Sie findet statt, wenn das Individuum sich selbst als kompetenter empfindet als es ist und in der Situation nicht besteht. In diesem Beispiel könnte es das Fehlen eines roten Fadens im Vortrag sein.
Zusammenfassung der Kapitel
A1: Dieses Kapitel definiert Motivation und Motive, beleuchtet grundlegende menschliche Antriebe wie Leistung, Macht und Anschluss und erläutert deren diagnostische Erfassung.
A2: Hier werden Emotionen als psychophysische Zustände beschrieben, verschiedene Emotionstheorien gegenübergestellt sowie deren praktische Relevanz für Berufsfelder wie die klinische Psychologie und Arbeitspsychologie aufgezeigt.
A3: Der letzte Teil thematisiert Maßnahmen der Arbeitsstrukturierung zur Vermeidung von Monotonie sowie die behavioristische Habithierarchie zur Verhaltensvorhersage.
Schlüsselwörter
Motivation, Motiv, Emotion, Emotionstheorien, Lazarus, Leistungsmotiv, Machtmotiv, Anschlussmotiv, Arbeitsstrukturierung, Job Rotation, Job Enlargement, Job Enrichment, Habithierarchie, Arbeitszufriedenheit, Personalauswahl.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt grundlegende psychologische Themenfelder: die Motivationsforschung, die Emotionspsychologie sowie deren praktische Anwendung durch Maßnahmen zur Arbeitsstrukturierung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Definition von Motiven, der Gegenüberstellung von Emotionstheorien und der Analyse von arbeitspsychologischen Gestaltungsinstrumenten wie Job Enrichment.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, einen strukturierten Überblick über theoretische Grundlagen zu geben und deren Nützlichkeit in praktischen Anwendungsbereichen, insbesondere in der Arbeitswelt, darzulegen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle psychologische Fachstudien und Theorien zusammengeführt, verglichen und kritisch reflektiert werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Motivationsforschung, eine detaillierte Auseinandersetzung mit Emotionstheorien inklusive der Theorie nach Lazarus sowie eine Bewertung von Arbeitsstrukturierungsmethoden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Motivation, Emotion, Arbeitsstrukturierung, Leistungsmotiv, Job Enrichment und die Habithierarchie.
Wie unterscheidet sich die Cannon-Bard-Theorie von der James-Lange-Theorie?
Während die James-Lange-Theorie Emotionen als Folge körperlicher Reaktionen sieht, postuliert die Cannon-Bard-Theorie, dass körperliche Reaktion und subjektives Emotionserleben simultan und unabhängig voneinander durch einen Stimulus ausgelöst werden.
Was besagt die kognitiv-motivational-relationale Theorie von Lazarus?
Lazarus betont, dass Emotionen durch einen zweistufigen Bewertungsprozess (Primär- und Sekundärbewertung) entstehen, bei dem die Person die Relevanz der Situation für ihr Wohlbefinden und ihre eigenen Bewältigungsmöglichkeiten aktiv einschätzt.
Warum sind Projektive Verfahren für die Personalauswahl oft problematisch?
Da ihre Auswertung eine hohe psychologische Expertise erfordert und die Probanden durch die Interpretation mehrdeutiger Bilder unbewusste Neigungen offenbaren, sind sie weniger für direkte Eignungstests geeignet als klassische Persönlichkeitsverfahren.
Was ist der Kern des Job Enrichments?
Beim Job Enrichment wird eine Tätigkeit qualitativ aufgewertet, indem dem Arbeitnehmer mehr Verantwortung, Kompetenzen und Handlungsspielraum übertragen werden, um die Selbstverwirklichung und Motivation zu steigern.
- Arbeit zitieren
- Rubi Mauer (Autor:in), 2015, Allgemeine Psychologie. Überblick über die Themen Motivation, Emotionen und Arbeitsstrukturierung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/344969