Den interessierten Leser dieser Arbeit erwartet ein spannender Einblick in die Aufbauorganisation einer Psychiatrie. Beispielhaft dargestellt werden Allgemein- und Gerontopsychiatrie als stationäre Abteilungen des Isar-Amper-Klinikums München Ost.
Es werden darüber hinaus die Zielgruppe sowie mögliche Arbeitsansätze mit Klienten beleuchtet. Des Weiteren werden ausgewählte Theorien dargestellt, die in der Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen, in Abhängigkeit der individuell vorliegenden Diagnose, von Bedeutung sein können.
Inhaltsverzeichnis
1.0. Einleitung
2.0 Klienten, Stationen und Diagnosegruppen oder die sachliche Zuständigkeit
2.1. Organisationsaufbau und örtliche Zuständigkeit
3.0. Arbeitsweisen und Aufgaben
4.0. Bezüge zur Theorie
5.0 Abschließende Bemerkungen
6.0 Quellen:
6.1 Anlagen I –III:
6.2.Bücher:
6.3.Sonstige Internetquellen:
6.4. Abbildungsverzeichnis
Anlage I: Die psychiatrische (Sub-)Sektoren in München
Anlage II: Auf dem Weg zur geschlossenen Unterbringung in einem beschützenden Bereich des Pflegeheims/ Krankenhauses
Anlage III: Arbeitsanweisung ,,Entlassungsmails"
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen detaillierten Einblick in die praktischen Tätigkeitsfelder und organisatorischen Abläufe des Sozialdienstes in der psychiatrischen und gerontopsychiatrischen Versorgung am Isar-Amper-Klinikum München-Ost. Dabei wird untersucht, wie eine bedürfnisorientierte Patientenbetreuung unter Berücksichtigung rechtlicher und struktureller Rahmenbedingungen sichergestellt werden kann.
- Strukturen und Zuständigkeiten in der psychiatrischen Versorgung
- Aufgaben des Sozialdienstes bei der Entlassungsplanung und Nachsorge
- Rechtliche Anforderungen bei geschlossenen Unterbringungen
- Integration therapeutischer Modelle in die praktische Arbeit (z. B. Psychoedukation)
- Netzwerkarbeit und Kooperation mit externen sozialen Einrichtungen
Auszug aus dem Buch
3.0. Arbeitsweisen und Aufgaben
Die Zusammenarbeit erfolgt in einem interdisziplinären Team und daher ist der grundlegende Arbeitsansatz immer auf Multiprofessionalität hin ausgerichtet. Dies betrifft sowohl die Stationen des Fachbereichs der Gerontopsychiatrie II als auch die der Allgemeinpsychiatrie Fachbereich III West. Jede Station, ob nun Haus 61 AE oder BE oder Haus 12 Station 3a hat intern, den an Abbildung 3 orientierten, hierarchialen Aufbau:
Es muss fachbereichsübergreifend festgehalten werden, dass es dem Sozialdienst primär um Existenzsicherung, Beantragung finanzieller Hilfen, Obdachlosigkeitsvermeidung und darum geht geeignete Rehabilitationsmaßnahmen und Anschlussbehandlungen für die psychisch Erkrankten zu finden, welche sich an ihren individuellen Bedürfnissen, sowie darüber hinaus an den Behandlungserfordernissen mit Blick auf die vorhandene Erkrankung richten müssen. Es geht darum Betroffenen ein tragfähiges Netzwerk aufzubauen, vorhandene Kontakte zu nutzen um einen langfristigen und andauernden Behandlungserfolg sicherzustellen und Klienten weitestgehend normales Leben zu ermöglichen. Deshalb kann auch die Netzwerkarbeit und Kooperation mit externen Einrichtungen als Methode oder Arbeitsweise angesehen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1.0. Einleitung: Erläuterung der Motivation für den Bericht, der verwendeten geschlechtsneutralen Schreibweise sowie der subjektiven Perspektive des Praktikumsberichts.
2.0 Klienten, Stationen und Diagnosegruppen oder die sachliche Zuständigkeit: Vorstellung der verschiedenen Stationen, Altersgruppen und Krankheitsbilder sowie der Zuweisungskriterien im Klinikum.
2.1. Organisationsaufbau und örtliche Zuständigkeit: Analyse der sektoralen Gliederung und Versorgungsregionen zur Sicherstellung der Behandlungskontinuität.
3.0. Arbeitsweisen und Aufgaben: Beschreibung der interdisziplinären Zusammenarbeit, der Rolle des Sozialdienstes und der Bedeutung von Netzwerkarbeit.
4.0. Bezüge zur Theorie: Einordnung der praktischen Erfahrungen in theoretische Modelle, wie das Vulnerabilitäts-Stressmodell und die Sucht-Trinkformen nach Jellinek.
5.0 Abschließende Bemerkungen: Reflektion des Praktikums und Ausblick auf die eigene berufliche Zukunft als sozialpädagogische Fachkraft.
6.0 Quellen: Auflistung der verwendeten Literatur, Internetquellen und der für den Bericht erstellten Abbildungen.
Schlüsselwörter
Sozialdienst, Psychiatrie, Gerontopsychiatrie, Isar-Amper-Klinikum, Patientenbetreuung, Entlassungsmanagement, Sozialanamnese, Suchterkrankung, Demenz, Vulnerabilitäts-Stressmodell, Unterbringungsbeschluss, Netzwerkarbeit, Klinische Sozialarbeit, Pflegeüberleitung, Behandlungskontinuität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Praktikumsbericht grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert die vielfältigen Aufgaben und Arbeitsabläufe des Sozialdienstes in verschiedenen psychiatrischen Fachbereichen des Isar-Amper-Klinikums.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind die Patientenversorgung, die Entlassungsplanung, die Koordination mit Angehörigen und Betreuern sowie die Bewältigung bürokratischer Anforderungen wie Kostenübernahmeanträge.
Was ist das primäre Ziel der beschriebenen Arbeit?
Das Ziel ist es, Einblicke in die sozialpädagogische Arbeit in einer psychiatrischen Klinik zu geben und aufzuzeigen, wie eine patientenzentrierte Nachsorge gelingen kann.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden erwähnt?
Neben der qualitativen Reflexion der eigenen Praxis werden theoretische Ansätze wie das Vulnerabilitäts-Stressmodell und Jellineks Modell der Suchtentwicklung als theoretischer Bezugsrahmen herangezogen.
Was umfasst der Hauptteil inhaltlich?
Der Hauptteil behandelt die stationären Strukturen, die interdisziplinäre Zusammenarbeit, spezifische Aufgaben der Netzwerkarbeit und die Bedeutung einer defizitorientierten Dokumentation für Kostenträger.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernelemente sind Sozialdienst, psychiatrische Versorgung, Entlassungsmanagement, Patientenrechte und interdisziplinäres Fallmanagement.
Wie unterscheidet sich die Betreuung auf der Demenzstation von der Akutpsychiatrie?
Während in der Akutpsychiatrie eher Krisenintervention und Entlassungsvorbereitung im Vordergrund stehen, erfordert die Demenzstation auf Haus 61 BE eine intensivere Arbeit mit Angehörigen und häufig die Begleitung juristischer Schritte für Unterbringungsbeschlüsse.
Welche Herausforderungen bestehen bei der Dokumentation im Sozialdienst?
Die Dokumentation muss einerseits "wertfrei" sein, andererseits aber "defizitorientiert" gegenüber den Krankenkassen, um eine Weiterfinanzierung der Behandlung bei noch bestehendem Behandlungsbedarf zu rechtfertigen.
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- Stephan Walk (Author), 2014, Allgemein- und Gerontopsychiatrie im Focus, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/344830