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Kultur und Pfeffersäcke. Zum Verhältnis von Diplomatie und Kunst in Hamburg am Beispiel der Oper "Boris Goudenow" von 1710

Titel: Kultur und Pfeffersäcke. Zum Verhältnis von Diplomatie und Kunst in Hamburg am Beispiel der Oper "Boris Goudenow" von 1710

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2015 , 18 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Marta Denker (Autor:in)

Musik - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Inwiefern kann sich eine Stadt wie Hamburg auf die Entstehung von Kunst und im Speziellen auf die Entstehung von Theater - und Opernproduktionen auswirken? Nicht bloß in unserer heutigen Zeit stehen die Kultur- und Opernlandschaft in Hamburg unter großem Einfluss der Politik und deren rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen, ihren öffentlichen Institutionen und privaten Kulturschaffenden. Auch schon zu Barockzeiten wurden das Hamburger Kulturwesen und für die Oper bestimmend, die Gänsemarktoper, in großen Teilen durch Politik, Diplomatie und weitere Faktoren der Stadt Hamburg beeinflusst.

Inwiefern die Bereiche Kunst, Politik und Diplomatie zusammenhingen und welche weiteren Faktoren im Stadtbild und deren Kulturlandschaft zur Entstehung, Konzeption und Aufführung einer Produktion beigetragen haben, soll folgende Arbeit untersuchen. Zur Verdeutlichung wird hierbei das Beispiel der Oper „Boris Goudenow“ von Johann Mattheson dienen, einem Komponisten, der sich sehr mit Hamburg verbunden fühlte und bei dessen Kompositionen ebenfalls der Einfluss der Stadt, in der er lebte und arbeitete, abzulesen ist.

1710 entstanden, wurde die Oper „Boris Goudenow“ aus politischen Gründen von der Aufführung zurückgenommen und erst im Jahre 2005 im Bucerius Kunstforum in Hamburg konzertant welturaufgeführt, 2007 dann im St. Pauli Theater auch szenisch. Es sind zu dem Werk zwei unterschiedliche Titel vermerkt: „Der durch Verschlagenheit erlangte Thron“ in der Partitur und „Die durch Neigung glücklich Verknüpfte Ehre“ im Libretto. Sowohl Musik und Text der Oper sind von Mattheson selbst verfasst und John Wich, dem damaligen englischen Gesandten der Britischen Krone, gewidmet.

Die Handlung der Oper spielt zum Ende des 16. Jahrhunderts, zur Zeit des Zaren und Großfürsten Boris Goudenow, der von 1598 – 1605 Russland regierte, Komposition und Textschreibung erfolgten also erst 100 Jahre später. Zur Erarbeitung soll zunächst ein kurzer Überblick über den historischen Kontext der Hansestadt, die Problematik zwischen den Fronten im Nordischen Krieg, das aufkommende Gesandtenwesen und den besonderen Status von Mattheson als Gesandtschaftssekretär im Englischen Dienst gegeben werden. Diese Punkte sollen darauf hinarbeiten, dass Kunst in Hamburg keinesfalls nur um ihrer selbst existierte, sondern in großem Maße der Förderung persönlicher Zwecke, Interessen und Verbindungen diente.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Kontext Hamburgs

3. Politik und Diplomatie

a) Zum Gesandtenwesen Hamburgs

b) Diplomatische Verbindungen Matthesons

c) Zurücknahme der Aufführung 1710

4. Gänsemarktoper und Hamburger Stilelemente

a) Über die Institution als Politikum

b) Festoperntradition und kulturelle Infrastruktur Hamburgs

c) Weitere Elemente eines Hamburger Stils

i. Historische Sujets und historische Personen

ii. Volksfiguren

iii. Zum deutschen Libretto/ zur deutschen Sprache

5. Zum Nachlass

6. Zusammenfassung/ Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Politik und Diplomatie auf das Hamburger Kulturleben der Barockzeit am Beispiel der Oper Boris Goudenow von Johann Mattheson, um aufzuzeigen, wie Kunst als diplomatisches Instrument diente und die städtische Identität prägte.

  • Historischer Kontext Hamburgs in der Barockzeit
  • Verflechtung von Diplomatie und Opernschaffen
  • Analyse der Rücknahme der Uraufführung von 1710
  • Charakteristika des „Hamburger Stils“ in der Oper
  • Bedeutung von Institutionen wie der Gänsemarktoper

Auszug aus dem Buch

3. Politik und Diplomatie

Die eigentliche Funktion des „Botschafters“ oder „Gesandten“ oder „Diplomaten“ war das Überbringen politischer Nachrichten an fremde Höfe und Herrscher. Besonders das Gesandtschaftswesen des antiken Griechenlands, Rom und Byzanz hatte einen prägenden Einfluss auf nachmittelalterliche, europäische Staaten. Um eine möglichst zuverlässige Nachrichtenübergabe zu sichern, wurden ab dem 15. Jahrhundert stehende - also fest im Lande installierte - Gesandtschaften eingerichtet. Somit steigerte sich auch das Ansehen der Gesandten im 17. Jahrhundert.

Das kulturell aufblühende, gesellschaftliche Leben in der Stadt und seine wirtschaftlich perfekte Lage ließen Hamburg zu einem zentralen Knotenpunkt des Diplomatenwesens anwachsen. Hamburg wird sogar in einem diplomatischen Lehrbuch als, „le lieu le plus commode“ aufgeführt. So richteten im Verlauf des 17. Jahrhunderts auch Dänemark, Frankreich, die Niederlande, Holstein, Polen, Portugal, Preußen, Sachsen und Spanien Gesandtschaften in der Stadt ein.

Eine der Hauptaufgaben eines Diplomaten in Hamburg war neben Verhandlungsführungen, das Repräsentieren seines Landes. So hielten diese zu Geburtstagen ihres Herrschers, Krönungen oder anderen Feierlichkeiten große Feste ab, die von großen Festessen und Feuerwerken begleitet wurden.

Umgekehrt war aber natürlich auch die Aufgabe des Diplomaten als „Zeuge“ des Residenzortes, die dargebotene Aufmerksamkeit an den Herrscher nach Hause weiterzuleiten. So war bei in Hamburg dargebotenen politischen Opernaufführungen auch immer der Diplomat der wichtigste Zuschauer und Sprachrohr in die jeweilige Heimat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, inwiefern politische und diplomatische Rahmenbedingungen die Entstehung von Kunst und Opernproduktionen im barocken Hamburg beeinflussten.

2. Historischer Kontext Hamburgs: Dieses Kapitel skizziert die politische Gemengelage Hamburgs zwischen den Fronten des Nordischen Krieges und seine Rolle als wichtiger Handelsstandort.

3. Politik und Diplomatie: Es wird das ausgeprägte Gesandtenwesen Hamburgs beleuchtet sowie die diplomatische Tätigkeit Matthesons und die Gründe für die Rücknahme der Aufführung von 1710 analysiert.

4. Gänsemarktoper und Hamburger Stilelemente: Das Kapitel befasst sich mit der Gänsemarktoper als Institution sowie spezifischen Merkmalen des Hamburger Stils wie historischen Sujets, der komischen Figur und der Verwendung deutscher Sprache.

5. Zum Nachlass: Hier wird die Bedeutung von Matthesons Nachlass für die moderne Rekonstruktion und späte Uraufführung seiner Werke in Hamburg hervorgehoben.

6. Zusammenfassung/ Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Kunst und Diplomatie in Hamburg eng miteinander verwoben waren und Opern oft politische Botschaften transportierten.

Schlüsselwörter

Johann Mattheson, Boris Goudenow, Gänsemarktoper, Hamburg, Barockoper, Diplomatie, Politik, Festoper, Gesandtenwesen, Musikgeschichte, Kulturpolitik, Libretto, Historische Sujets, Opernaufführung, Nordischer Krieg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Wechselspiel zwischen dem Hamburger Kulturwesen, insbesondere der Oper, und den politisch-diplomatischen Bedingungen der Barockzeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Hamburger Gesandtenwesen, die Entwicklung der Gänsemarktoper, der diplomatische Dienst von Johann Mattheson und die politische Funktionalität barocker Kunst.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, inwiefern sich die Bereiche Politik und Diplomatie auf die Konzeption und Aufführungspraxis von Opern, konkret am Beispiel von Matthesons Boris Goudenow, ausgewirkt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine musikwissenschaftliche Analyse, die historische Quellen, politische Kontexte und opernästhetische Merkmale des Barock miteinander verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der historischen Rahmenbedingungen, die Rolle der Diplomatie bei der Opernproduktion und eine detaillierte Analyse Hamburger Stilelemente in Boris Goudenow.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Johann Mattheson, Barockoper, Gänsemarktoper, Diplomatie, politische Botschaften und Historische Sujets.

Warum wurde die Aufführung von Boris Goudenow im Jahr 1710 zurückgezogen?

Die Rücknahme erfolgte vermutlich aus politischen Gründen, da die Oper Bezüge zum Nordischen Krieg enthielt und der russische Zar Darstellungen von Zaren auf der Bühne untersagt hatte.

Welche Rolle spielt die komische Figur in der Hamburger Oper?

Die komische Figur, wie der Diener Bogda in Boris Goudenow, dient als individualisiertes, deutsches Ausdruckselement zur Gesellschaftskritik gegen Adel und Kirche.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kultur und Pfeffersäcke. Zum Verhältnis von Diplomatie und Kunst in Hamburg am Beispiel der Oper "Boris Goudenow" von 1710
Hochschule
Universität Hamburg  (Institut für Musikwissenschaft)
Veranstaltung
Hauptseminar: Johann Mattheson
Note
2,3
Autor
Marta Denker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
18
Katalognummer
V344695
ISBN (eBook)
9783668346208
ISBN (Buch)
9783668346215
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kunst Politik Oper Hamburg Diplomatie Boris Gudenow Johann Mattheson
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marta Denker (Autor:in), 2015, Kultur und Pfeffersäcke. Zum Verhältnis von Diplomatie und Kunst in Hamburg am Beispiel der Oper "Boris Goudenow" von 1710, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/344695
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Leseprobe aus  18  Seiten
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