Die Alpen sind geologisch gesehen ein sehr komplexes Gebirge. Viele verschiedene Gesteinsschichten wurden aus ursprünglich weit voneinander entfernt liegenden kontinentalen und ozeanischen Platten durch mehrere Phasen der Gebirgsbildung auf engstem Raum zusammen geschoben und in Decken übereinander gestapelt.
Seit der Erdentstehung gab es mehrere Gebirgsbildungsphasen, welche in dieser Arbeit einfach und verständlich beschrieben sind. Im Speziellen behandeln die Autoren die Westalpen, dort vornehmlich das Mont-Blanc Massiv und die Seealpen sowie die Ligurischen Alpen. Ein einfacher Überblick über eine komplexe Entstehungsgeschichte.
Inhaltsverzeichnis
1 Alpen allgemein
2 Westalpen
2.1 Entstehung
2.2 Geologie
2.3 Das Mont Blanc-Massiv
2.3.1 Entstehung der Kristallinmassive
2.3.2 Geologie des Mont Blanc-Massivs
3 Seealpen Ligurische Alpen: Geologie/ Geomorphologie
3.1 Geomorphologie der Ligurischen Alpen
3.2 Geologie der Ligurischen Alpen
3.3 Geomorphologie der Seealpen
3.4 Geologie der Seealpen
4 Vorausschau
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen geologischen und geomorphologischen Überblick über die Westalpen, wobei der Schwerpunkt auf der Entstehung und Struktur des Mont Blanc-Massivs sowie den Seealpen und Ligurischen Alpen liegt.
- Geologische Entstehungsgeschichte der Alpen
- Struktureller Aufbau und Tektonik der Westalpen
- Geologische Besonderheiten des Mont Blanc-Massivs
- Geomorphologische Charakteristika der Seealpen und Ligurischen Alpen
Auszug aus dem Buch
2.1 Entstehung
Die Entstehung der Westalpen (im weiteren Sinne auch des Alpenbogens und der gesamten Alpiden) begann im Jura (206 bis 142 Mio. Jahre BP) mit dem Auseinanderbrechen des Großkontinents Pangäa. Dieser Kontinent vereinte nach der variscischen Gebirgsbildung im Jungpaläozoikum (417 bis 248 Mio. J. BP) alle rezenten Kontinente in einem Superkontinent. Im E daran anschließend erstreckte sich ein einziger indopazifischer Ozean, die Tethys. Variscische Grundgebirge, welche durch die Bildung von Pangäa entstanden waren, wurden bei der alpidischen Orogenese morphogenetisch überprägt und zum Teil in den Aufbau der Alpen eingebunden. Die Kristallinmassive (Aar- und Gotthard-Massiv, Tavetschner-Zwischenmassiv, Mont Blanc- und Aiguilles Rouges-Massiv, das Belledonne-, das Pelvoux- und zuletzt das südlichst gelegene Mercantourmassiv) bestehen heute aus diesen Gesteinen, da sie durch teils zweifache Metamorphose sehr hart und damit widerstandsfähig wurden. Die Entstehung und die Geologie der Externmassive wird in Punkt 2.3 gesondert, in Bezug auf das Mont Blanc-Massiv betrachtet.
Die großen tektonischen Einheiten welche bei der alpinen Orogenese vor allem eine Rolle spielen, werden wie oben erwähnt, von N nach S als Helvetikum (bzw. Dauphiné in Frankreich), Penninikum, Ost- und Südalpin bezeichnet (Frisch 1982). Gegen Ende des Paläozoikums wirkten im Erdmantel extreme Konvektionsströme auf den Bereich zwischen den zukünftigen Kontinenten Laurasia (in Abb.2 rot dargestellt) und Gondwana (in Abb. 2 orange dargestellt). Enorme Spannungen in der Erdkruste dünnten diese aus und brachen sie schließlich zum Auseinanderbrechen (Rifting). Warmes Klima zu dieser Zeit begünstigte die Ausfällung von Salzen im Meerwasser, was zur Ausbildung großer Mengen von Gips und Salz führte. In der Umgebung des Wallis sowie in den südlich gelegenen Seealpen findet man heute Brekzien (Kalkstein, Dolomite, Granite), welche durch Steilküsten-Abbrüche in das Meer, als Folge der Lithosphären-Ausdehnung entstanden. Nach späterem Einschluss von Kalkslamm wurden diese verfestigt (Marthaler 2013, Richter 1974).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Alpen allgemein: Gibt einen Überblick über die geologische Entstehung der Alpen und die Einteilung in tektonische Zonen.
2 Westalpen: Erläutert die geologischen Hebungs- und Erosionsprozesse sowie die vertikale Gliederung der Westalpen.
2.1 Entstehung: Beschreibt die tektonische Entwicklung der Westalpen vom Jura bis zur alpidischen Orogenese.
2.2 Geologie: Bietet eine detaillierte Gliederung der vier geologischen Zonen von Nordost nach Südwest.
2.3 Das Mont Blanc-Massiv: Fokussiert auf die geografische Lage und die geologische Geschichte des Massivs.
2.3.1 Entstehung der Kristallinmassive: Behandelt die prä-mesozoische Grundgebirgsentwicklung und die Auswirkungen der variscischen Orogenese.
2.3.2 Geologie des Mont Blanc-Massivs: Analysiert die Gesteinszusammensetzung und die alpinen Überprägungen innerhalb des Massivs.
3 Seealpen Ligurische Alpen: Geologie/ Geomorphologie: Beleuchtet die Abgrenzung und geologische Einordnung dieser südlichen Regionen.
3.1 Geomorphologie der Ligurischen Alpen: Beschreibt die formbildenden Prozesse und die heutigen Oberflächenstrukturen.
3.2 Geologie der Ligurischen Alpen: Erläutert die Schichtenabfolge und die metamorph überformten Gesteine der Region.
3.3 Geomorphologie der Seealpen: Analysiert die durch glaziale Prozesse geprägte Landschaft und Oberflächenformen.
3.4 Geologie der Seealpen: Gibt einen Überblick über die Gesteinsformationen und die tektonische Einordnung des Gebiets.
4 Vorausschau: Blickt auf die zukünftige geologische Entwicklung und die fortwährende Aktivität des Gebirgsraums.
Schlüsselwörter
Westalpen, Mont Blanc-Massiv, Seealpen, Ligurische Alpen, Geologie, Geomorphologie, Orogenese, Tektonik, Helvetikum, Penninikum, Ostalpin, Sedimentation, Kristallinmassive, Metamorphose, Gebirgsbildung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der geologischen Entstehung und dem Aufbau der Westalpen, mit einem besonderen Fokus auf das Mont Blanc-Massiv sowie die geologischen und geomorphologischen Gegebenheiten der Seealpen und Ligurischen Alpen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die tektonische Entwicklung vom Jura bis zum Känozoikum, die Gliederung in verschiedene Deckenkomplexe wie Helvetikum und Penninikum sowie die rezente geomorphologische Gestaltung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, einen fundierten Überblick über die geologische Geschichte und die heutige Struktur dieser spezifischen alpinen Teilbereiche zu vermitteln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine geowissenschaftliche Literaturarbeit, die auf einer fundierten Auswertung geologischer Grundlagenwerke und aktueller Forschungsergebnisse basiert.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die allgemeine Entstehung der Westalpen, die spezifische Genese der Kristallinmassive und eine detaillierte geologische sowie geomorphologische Analyse der See- und Ligurischen Alpen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Orogenese, Tektonik, Kristallinmassive, Alpen-Entstehung und regionale Geologie definiert.
Warum spielt das Mont Blanc-Massiv eine gesonderte Rolle in der Arbeit?
Das Massiv wird aufgrund seiner komplexen prä-mesozoischen Geschichte und seiner Bedeutung als Teil der alpinen Externmassive detailliert betrachtet, da es als Paradebeispiel für die Überprägung variscischer Grundgebirge dient.
Welche Rolle spielen Gletscher bei der geomorphologischen Prägung der Region?
Die Arbeit verdeutlicht, dass besonders in den Seealpen und den Ligurischen Alpen glaziale Erosions- und Akkumulationsformen (wie Kare und Moränen) maßgeblich das heutige Landschaftsbild mitgestaltet haben.
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- Daniela Kagerbauer (Author), Naemi Sailer (Author), 2014, Entstehung und Geologie der Westalpen unter besonderer Berücksichtigung des Mont Blanc-Massivs. Geologie und Geomorphologie der Seealpen und Ligurischen Alpen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/342978