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Gibt es eine sprachliche Verwandtschaft zwischen den Gewässernamen Weißeritz, Iser, Isar und Osero?

Zur europäischen Verbreitung von Hydronymen mit keltischer Wurzel

Titel: Gibt es eine sprachliche Verwandtschaft zwischen den Gewässernamen Weißeritz, Iser, Isar und Osero?

Wissenschaftlicher Aufsatz , 2016 , 13 Seiten

Autor:in: Bernd Hofmann (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Herkunft und Semantik (Wortbedeutung) einiger europäischer Hydronyme (Gewässernamen). Gewässernamen mit der Konsonantenfolge „s-r“ im Wortstamm wie Isar, Iser und Weißeritz für Flüsse sowie esera bzw. osero für Seen finden sich in vielen Teilen Europas. Sie lassen sich mit einiger Wahrscheinlichkeit auf die adjektivische keltische Wurzel isirás in der Bedeutung von wild, schnell, frisch, stark oder reißend zurückführen.

Flüsse mit dieser Namenswurzel zeichnen sich dadurch aus, dass sie in höheren Lagen von Mittel- oder Hochgebirgen entspringen, im Vergleich zu benachbarten Flüssen große bis sehr große Lauflängen und Gefälle sowie besonders große und niederschlagsreiche Einzugsgebiete besitzen. Wie vergleichende Untersuchungen des Autors über die hydrogeographischen Eigenschaften des Osterzgebirgsflusses Weißeritz sowie des Alpenflusses Isar und ihrer Umgebungen zeigten, trifft dies auf beide Flüsse gleichermaßen zu. Auch sind deren Quellgebiete und Oberläufe oft bis in den Nachwinter hinein besonders stark vereist oder mit großen Schneemengen bedeckt. Dies könnte bei Tauwetter häufiger als bei benachbarten Flüssen zu Eisstau und plötzlichem verheerenden Hochwässern geführt haben.

Natürlich sind die slawischen Seen (osero, esera) keine Flüsse. Gleichwohl könnte auch hier das Auftreten unerwarteter wilder und starker Überschwemmungen, wohl meist bei einer Eisschmelze infolge von plötzlichen Temperaturanstiegen, der ursprüngliche Grund für die gleiche sprachliche Wurzel sein.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Das Flusssystem der Wilden, Roten und vereinigten Weißeritz

2. Der Flussname Weißeritz und seine Verwandten in Europa

3. Zur Herkunft und Bedeutung von Gewässernamen mit der Konsonantenfolge „s-r“ im Wortstamm

4. Beziehungen zwischen Flüssen mit der Konsonantenfolge „s-r“ im Wortstamm und ihren hydrogeographischen Eigenschaften

5. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die etymologische Herkunft und semantische Bedeutung europäischer Gewässernamen, die die Konsonantenfolge „s-r“ im Wortstamm aufweisen. Ziel ist es, eine sprachwissenschaftliche Verwandtschaft zwischen verschiedenen Hydronymen wie Weißeritz, Iser und Isar aufzuzeigen und diese mit hydrogeographischen Eigenschaften der jeweiligen Flüsse in Verbindung zu setzen.

  • Etymologische Analyse von Hydronymen mit „s-r“-Stamm
  • Keltische Wurzeln als Ursprung von Gewässernamen
  • Einfluss der Sprachgeschichte auf die Namensentwicklung
  • Vergleich von hydrogeographischen Flussmerkmalen
  • Zusammenhang zwischen Namensgebung und Hochwassergefahr

Auszug aus dem Buch

3. Zur Herkunft und Bedeutung von Gewässernamen mit der Konsonantenfolge „s-r“ im Wortstamm

Die Herkunft und Semantik (Wortbedeutung) der Hydronyme (Gewässernamen) Iser, Isar und ihrer Variationen bis hin zur Weißeritz ist umstritten. Häufig wird eine Ableitung von kelt. ys oder isirás (wild, schnell, frisch, stark, reißend) vermutet /8/. Neuere Forschungen, die eine ältere, allgemeinere indogermanische (indoeuropäische) Herkunft dieser Gewässernamen von idg. "es" oder "is" in der Bedeutung „fließendes Wasser“ annehmen, dürften dem nicht entgegenstehen. In heutigen Sprachen hat sich diese ältere Wurzel möglicherweise in den Worten Eis und engl. ice für den festen Aggregatzustand des Wassers erhalten /8/. Trotzdem erscheint es gewagt, von einer nur aus einem Vokal und einem Konsonanten bestehenden Wortwurzel regelmäßig auf eine konkrete Wortbedeutung zu schließen, weil sich vor allem Vokale sowohl ethnisch als auch geographisch über die Jahrtausende meist sehr stark verändert haben.

Dagegen haben sich Folgen von zwei und mehr Konsonanten in Wortstämmen oft über große Zeiträume, Ethnien und Gebiete erstaunlich lange erhalten /14/.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das Flusssystem der Wilden, Roten und vereinigten Weißeritz: Einführung in die geografischen Gegebenheiten des Osterzgebirges und die hydrologische Bedeutung des Weißeritz-Flusssystems für die Region Dresden.

2. Der Flussname Weißeritz und seine Verwandten in Europa: Analyse der etymologischen Entwicklung des Namens Weißeritz und dessen sprachliche Verbindung zu slawischen und anderen europäischen Wortstämmen.

3. Zur Herkunft und Bedeutung von Gewässernamen mit der Konsonantenfolge „s-r“ im Wortstamm: Untersuchung der Hypothese einer keltischen oder indogermanischen Wurzel für Flussnamen mit der spezifischen Konsonantenfolge „s-r“.

4. Beziehungen zwischen Flüssen mit der Konsonantenfolge „s-r“ im Wortstamm und ihren hydrogeographischen Eigenschaften: Vergleichende Betrachtung, ob bestimmte hydrogeographische Merkmale wie Hochwassergefährdung die Namensgebung maßgeblich beeinflusst haben könnten.

5. Resümee: Zusammenfassende Einschätzung der Ergebnisse, die eine wahrscheinliche etymologische Verbindung durch keltische Wurzeln bei gleichzeitigem Einfluss hydrogeographischer Charakteristika bestätigt.

Schlüsselwörter

Hydronymie, Etymologie, Weißeritz, Isar, Iser, keltische Wurzel, indogermanisch, Gewässernamen, Konsonantenfolge, Flussgeschichte, Hydrogeographie, Sprachwissenschaft, Namensforschung, Siedlungsgeschichte, Hochwassergefahr.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die etymologische Verwandtschaft von europäischen Gewässernamen, die eine identische Konsonantenfolge im Wortstamm aufweisen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Forschung verbindet die Bereiche Linguistik, Etymologie, Geografie und historische Hydrologie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll geklärt werden, ob Namensgleichheiten oder Ähnlichkeiten in den Gewässernamen durch gemeinsame sprachliche Wurzeln oder ähnliche landschaftliche Eigenschaften der Flüsse begründet sind.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Der Autor führt eine sprachhistorische Analyse durch und vergleicht diese mit hydrogeographischen Daten (Einzugsgebiet, Gefälle, Fließverhalten) der untersuchten Gewässer.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil analysiert die Wortstämme von Flüssen wie der Weißeritz, Isar und Iser und stellt diese in den Kontext ihrer geographischen und klimatischen Charakteristika.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Kernbegriffe sind Hydronymie, Etymologie, keltische Sprachwurzeln und hydrogeographische Flussmerkmale.

Wie lässt sich die Namensähnlichkeit zwischen der Weißeritz und alpinen Flüssen erklären?

Die Ähnlichkeit wird auf eine mögliche keltische Wurzel zurückgeführt, die Gewässer mit bestimmten, oft wilden oder reißenden Eigenschaften bezeichnete.

Welchen Einfluss hatte das Hochwasser von 2002 auf die Betrachtung der Weißeritz?

Das Hochwasser dient als modernes Beispiel für die Unberechenbarkeit des Flusses, was die historische Wahrnehmung solcher Gewässer als „gefährlich“ oder „wild“ unterstreicht.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gibt es eine sprachliche Verwandtschaft zwischen den Gewässernamen Weißeritz, Iser, Isar und Osero?
Untertitel
Zur europäischen Verbreitung von Hydronymen mit keltischer Wurzel
Autor
Bernd Hofmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
13
Katalognummer
V342890
ISBN (eBook)
9783668331068
ISBN (Buch)
9783668331075
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hydrogeographie Historische Sprachforschung Alpen Donau Isar Osterzgebirge Weißeritz Kelten Slawen Indogermanen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bernd Hofmann (Autor:in), 2016, Gibt es eine sprachliche Verwandtschaft zwischen den Gewässernamen Weißeritz, Iser, Isar und Osero?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/342890
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Leseprobe aus  13  Seiten
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