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Die frühjüdische Apokalyptik und die Zehn-Wochen-Apokalypse des äthiopischen Henochbuches

Titel: Die frühjüdische Apokalyptik und die Zehn-Wochen-Apokalypse des äthiopischen Henochbuches

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2015 , 23 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Rahel Fuchs (Autor:in)

Theologie - Biblische Theologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die letzten Jahrhunderte vor der Zeitenwende waren in Israel geprägt von politischen Kämpfen um Macht und solchen um die herrschende Kultur. Nachdem viele Jahre die Ptolemäer in Palästina geherrscht hatten, wurden sie um 200 v.Chr. von den Seleukiden abgelöst. Bald nach dem Herrschaftswechsel sah sich Israel äußeren wie inneren Konflikten gegenüber, musste zwischen eigener Tradition und Hellenisierung balancieren und sah sich unter Antiochus IV Epiphanes und den Makkabäern Unterdrückung und bisweilen heftigen Auseinandersetzungen ausgesetzt.

Diese turbulente Zeit prägte Weltbild und Literatur und ließ somit die geistige Strömung und das Genre der Apokalyptik entstehen. Mit einer bisweilen besonderen literarischen Form und auffälligen Leitmotiven heben sich die daraus entstandenen Schriften von anderen Texten (z.B. prophetischen oder weisheitlichen) deutlich ab.

In der Arbeit soll diese frühjüdische Apokalyptik und besonders eine Perikope aus dem äthiopischen Henochbuch im Fokus stehen. Nach einer Einführung in das Themengebiet folgt eine Beschreibung der verschiedenen Formen von Apokalyptik. Im zweiten Teil wird das erste Henochbuch und die darin enthaltene Zehn-Wochen-Apokalypse als Beispiel für Genre und Weltbild vorgestellt und analysiert. Im dritten Komplex der Arbeit werden die beiden vorangegangenen miteinander in Beziehung gesetzt und die Perikope auf Einflüsse der Apokalyptik hin untersucht werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Apokalyptik als literarische Form und geistige Strömung vor der Zeitenwende

2.1 Apokalyptik des frühen Judentums

2.2 Apokalyptik als literarische Form bestimmter Schriften

2.3 Apokalyptik als geistige Strömung

3 Die Zehn-Wochen-Apokalypse des äthiopischen Henochbuches

3.1 Das äthiopische Henochbuch

3.2 Die Zehn-Wochen-Apokalypse

3.2.1 Quellenlage und Datierung

3.2.2 Die Zehn-Wochen-Apokalypse als Pseudepigraphie

3.2.3 Abgrenzung der Perikope

3.2.4 Themen und Struktur der Zehn-Wochen-Apokalypse

4 Charakteristika apokalyptischer Literatur in der Zehn-Wochen-Apokalypse

4.1 Literarische Form der Zehn-Wochen-Apokalypse

4.2 Apokalyptische Motive und Leitgedanken der Perikope

4.2.1 Geschichtsbild und Periodisierung

4.2.2 Gegenwart als letzte Zeit

4.2.3 Gericht und Endzeit

4.2.4 Neues Äon

4.3 Zusammenfassende Betrachtungen zum apokalyptischen Charakter des Textes

5 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die frühjüdische Apokalyptik im Allgemeinen sowie die Zehn-Wochen-Apokalypse aus dem äthiopischen Henochbuch im Speziellen zu untersuchen, um deren literarische Form und geistesgeschichtliche Bedeutung für das 2. Jahrhundert v. Chr. einzuordnen.

  • Grundlagen der Apokalyptik als literarische Form und geistige Strömung
  • Analyse des äthiopischen Henochbuches und seiner Zehn-Wochen-Apokalypse
  • Untersuchung der Pseudepigraphie und Entstehungsgeschichte des Textes
  • Erörterung apokalyptischer Motive wie Periodisierung, Weltgericht und neues Äon

Auszug aus dem Buch

3.2.4 Themen und Struktur der Zehn-Wochen-Apokalypse

In der Zehn-Wochen-Apokalypse berichtet Henoch seinen Kindern von Geschehnissen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft, wobei er die Geschichte in zehn Wochen einteilt.

Der Text lässt sich in zwei Teile gliedern: Den ersten bildet die Einleitung (93,1-2), in der wichtige Rahmeninformationen für den Text gegeben werden. Der Leser oder die Leserin erfährt wer die Offenbarung empfangen hat (Henoch), wie dieses Wissen vermittelt wurde („in einer Vision des Himmels“, „durch die Rede der heiligen Engel“, „durch die Tafeln des Himmels“) und an wen das Folgende gerichtet wird (Kinder Henochs). Im zweiten Teil (93,3-10; 91,11-17) berichtet Henoch von Geschehnissen der Vergangenheit (93,3-8), der Gegenwart (93,9-10; 91,11) und der Zukunft (91,12-17). Dieser zweite Abschnitt lässt sich inhaltlich wie sprachlich in zehn Komplexe gliedern – die zehn Wochen.

Den eröffnenden Versen 93,1-2 zufolge erkannte er dieses Wissen in einer „Vision des Himmels“, durch „die Rede der heiligen Engel“ und von den „Tafeln des Himmels“. Nach dieser kurzen Einleitung (93,1-2) beginnt Henoch seine Rede mit der Schilderung der ersten Woche – die Woche, in der er „als der Siebente“ geboren wurde, die Woche, in der „Recht und Gerechtigkeit noch andauerten“ (93,3). Dexinger zufolge, spricht Henoch hier von der Zeit vor Sintflut und Engelfall. Der Hinweis „als der Siebente“ korrespondiert mit Gen 5,1-18.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die politische und kulturelle Situation Israels vor der Zeitenwende ein und stellt das Ziel vor, die frühjüdische Apokalyptik anhand der Zehn-Wochen-Apokalypse zu analysieren.

2 Apokalyptik als literarische Form und geistige Strömung vor der Zeitenwende: Das Kapitel definiert Apokalyptik sowohl als literarische Gattung mit spezifischen Offenbarungsformen als auch als eine bestimmte, durch Naherwartung geprägte Weltsicht.

3 Die Zehn-Wochen-Apokalypse des äthiopischen Henochbuches: Hier werden das äthiopische Henochbuch vorgestellt sowie Quellenlage, Datierung, pseudepigraphische Charakteristika und der Aufbau der Zehn-Wochen-Apokalypse kritisch beleuchtet.

4 Charakteristika apokalyptischer Literatur in der Zehn-Wochen-Apokalypse: Dieser Hauptteil analysiert die literarischen Merkmale und zentralen Motive wie Geschichtspessimismus, Periodisierung, das universale Gericht und die Erwartung eines neuen Äons innerhalb des untersuchten Textes.

5 Ausblick: Der abschließende Teil fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Bedeutung der Zehn-Wochen-Apokalypse als Zeugnis für die Geisteswelt des frühen Judentums.

Schlüsselwörter

Frühjüdische Apokalyptik, äthiopisches Henochbuch, Zehn-Wochen-Apokalypse, Pseudepigraphie, Periodisierung, Weltgericht, Endzeit, Naherwartung, Vision, Offenbarung, neues Äon, Israel, Makkabäerzeit, Geschichtsbild, Religionsgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Genre der frühjüdischen Apokalyptik und analysiert detailliert die sogenannte Zehn-Wochen-Apokalypse innerhalb des äthiopischen Henochbuches.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die literarische Form der Apokalyptik, das Geschichtsbild, die Naherwartung und die eschatologischen Vorstellungen von Gericht und Welterneuerung im frühen Judentum.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Zehn-Wochen-Apokalypse als eines der ältesten Beispiele für apokalyptisches Denken zu identifizieren und aufzuzeigen, wie sie die Weltsicht und die Krisenwahrnehmung ihrer Zeit widerspiegelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt einen exegetischen und historisch-kritischen Ansatz, wobei sie sich auf Fachliteratur zur Apokalyptikforschung (insbesondere von Koch und Collins) stützt und den biblischen sowie außerbiblischen Kontext einbezieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des äthiopischen Henochbuches und die systematische Untersuchung der zehn Wochen, inklusive ihrer theologischen Deutung und der Verknüpfung mit historischen Ereignissen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Apokalyptik, Henochbuch, Periodisierung, Endzeit und Weltgericht geprägt.

Warum wird die Zehn-Wochen-Apokalypse als pseudepigraphisch bezeichnet?

Die Schrift wird Henoch, einer biblischen Figur der Vorzeit, zugeschrieben, um der Offenbarung eine höhere Autorität und göttliche Legitimation zu verleihen, was ein typisches Merkmal dieses Literaturgenres ist.

Welche Rolle spielt die "siebte Woche" für die Interpretation?

In der Forschung wird die siebte Woche häufig als die Zeit des Autors bzw. der Autorengruppe selbst interpretiert, in der die gegenwärtige Ungerechtigkeit und der Aufruhr gegen das göttliche Gesetz reflektiert werden.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die frühjüdische Apokalyptik und die Zehn-Wochen-Apokalypse des äthiopischen Henochbuches
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Note
1,7
Autor
Rahel Fuchs (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
23
Katalognummer
V342707
ISBN (eBook)
9783668328471
ISBN (Buch)
9783668328488
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frühjüdisch Apokalyptik Henochbuch Zehn-Wochen-Apokalypse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Rahel Fuchs (Autor:in), 2015, Die frühjüdische Apokalyptik und die Zehn-Wochen-Apokalypse des äthiopischen Henochbuches, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/342707
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Leseprobe aus  23  Seiten
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