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Die genetische Politikdidaktik von Petrik

Titel: Die genetische Politikdidaktik von Petrik

Essay , 2016 , 8 Seiten , Note: 2

Autor:in: Sebastian Schäfer (Autor:in)

Didaktik - Politik, politische Bildung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Fachdidaktische Prinzipien können als Produkt der Geschichte nach dem 2. Weltkrieg angesehen werden. Die genetische Politikdidaktik von Petrik setzt insbesondere an den Erkenntnissen von Spranger und Wagenstein an. Spranger war der erste Pädagoge, der die von Wagenstein exemplarisch-genetisch-sokratische Methode auf das politische Lernen übertrug. „Seine politischen Elementarphänomene sind Vorbilder für die aktuelle Arbeit […], weil sie zwischen Alltagserfahrung, institutionellen Wissen und sozialwissenschaflicher Reflexion vermitteln“.

Eine konzeptionelle und empirische Ausgestaltung erfährt dieser Ansatz später in der genetischen Politikdidaktik von Petrik (2007/2013). In diesem Essay soll der Frage nachgegangen werden: Welche Inhalte können mit Hilfe des genetischen Ansatz vermittelt werden und wo liegen hierbei mögliche Grenzen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der genetische Ansatz

2.1 Inhalte und Ziele

2.2 Der politische Kompass

3. Unterrichtspraktische Umsetzung

3.1 Der Dorf-O-Mat als Entdeckungsinstrument für politische Grundorientierungen

3.1.1 Sachanalyse und methodisches Vorgehen

3.1.2 Auswertung

3.2 Inselgeschichten

3.2.1 Ausgangssituation

3.2.2 Begriffliche Ableitungen

4. Kritische Betrachtung

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht das fachdidaktische Prinzip des genetischen Ansatzes in der Politikdidaktik. Dabei liegt der Fokus auf der Frage, welche politischen Inhalte mit diesem Ansatz vermittelt werden können, wie die unterrichtspraktische Umsetzung durch Instrumente wie den „Dorf-O-Mat“ oder „Inselgeschichten“ gelingt und wo die fachdidaktischen Grenzen dieses Modells liegen.

  • Grundlagen und Ziele der genetischen Politikdidaktik
  • Funktionsweise und Anwendung des politischen Kompasses
  • Einsatz des Dorf-O-Maten zur politischen Positionsbestimmung
  • Förderung der Urteilskompetenz durch Inselgeschichten
  • Kritische Reflexion der methodischen Anforderungen im Unterricht

Auszug aus dem Buch

2. Der genetische Ansatz

Entgegen dem „darlegenden Lernen“ als vorschnelle Gegenüberstellung mit fertigen Strukturen, die für Schüler eine abgeschlossene Expedition darstellen, zielt das genetische Lernen auf die erfahrungsorientierte Entdeckung ab. Wobei der genetische Ansatz nicht auf fertige Produkte verzichtet, sondern diese vielmehr an das Ende eines induktiven Entdeckungs- und Entwicklungsprozesses setzt. In Anlehnung an Petrik begreift sich der genetische Ansatz als Synthese aus schüler-, handlungs- und kategorial orientierten Ansätzen. Ungelöste Ursprungs- und Umbruchsituationen dienen hierbei als Ausgangspunkte, die zur politischen Lösungssuche und Identitätsentwicklung auffordern.

Hierbei sind aufkommende Fragen und Konstruktionen für die jugendlichen Gründer oftmals selbst neu. Mögliche Gründungsituationen können Inselgeschichten oder Robinsonaden sein. Bei Leps (2004) wurde ein Herrscher überwältigt. Daraufhin muss ein Staat neu organisiert und strukturiert werden. Mannigfaltige Entscheidungsprozesse und Krisen während der Gründung provozieren Konzeptwechsel, sodass gesellschaftliche Entwicklungsaufgaben mit individuellen Wünschen abgeglichen werden müssen. Genetisch soll durch forschungsähnliche Expeditionen zu exemplarischen Ursprüngen das Wissen erfahrbar werden. Hierbei wird der Entdeckungsprozess durch Provokation und Loslassen (sokratische Lehrerbegleitung) gestützt.

Sozialwissenschaftliche Theorien und Theoretiker können den Lernenden als Anregungen für Auseinandersetzungen um ihre Gründung dienen. Bei einer Dorfgründung können sich die Schüler beispielsweise von Smith, Burke, Marx oder Proudhon inspirieren lassen, die alle eine andere Weltanschauung bzw. Ordnungsvorstellung vertreten. Mit Hilfe des politischen Kompasses lassen sich diese Ansichten politisch verorten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet das fachdidaktische Prinzip in der Tradition nach dem Zweiten Weltkrieg und benennt die Forschungsfrage nach den Inhalten und Grenzen des genetischen Ansatzes.

2. Der genetische Ansatz: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, die auf erfahrungsorientierter Entdeckung basieren, und führt den politischen Kompass als Instrument zur Positionsbestimmung ein.

3. Unterrichtspraktische Umsetzung: Hier wird anhand des Dorf-O-Maten und von Inselgeschichten konkret aufgezeigt, wie Schüler politische Orientierungen entdecken und komplexe staatliche Ordnungsmodelle entwickeln können.

4. Kritische Betrachtung: Der Abschnitt diskutiert die hohen methodischen Anforderungen des Modells und weist auf die notwendige Anpassung für die Sekundarstufe I hin.

5. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die zentralen Erkenntnisse über den genetischen Ansatz, die Rolle des politischen Kompasses und die Anwendbarkeit im Unterricht.

Schlüsselwörter

Genetische Politikdidaktik, Politischer Kompass, Unterrichtspraxis, Urteilskompetenz, Dorf-O-Mat, Inselgeschichten, Induktives Lernen, Politische Grundorientierung, Identitätsentwicklung, Sozialwissenschaftliche Theorien, Staatsorganisation, Demokratiebildung, Herrschaftsformen, Rechtsstaat, Politische Bildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das fachdidaktische Prinzip der genetischen Politikdidaktik, das darauf abzielt, politisches Wissen nicht passiv zu vermitteln, sondern durch forschungsähnliche Prozesse bei den Lernenden aktiv zu generieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die theoretische Herleitung des genetischen Lernens, die methodische Anwendung des politischen Kompasses sowie die unterrichtspraktische Gestaltung durch Simulationen wie Dorfgründungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Potenzial des genetischen Ansatzes für die politische Bildung aufzuzeigen und dabei insbesondere die Möglichkeiten und Grenzen bei der Vermittlung politischer Grundorientierungen zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender politikdidaktischer Konzepte (insb. Petrik, Spranger, Wagenstein) und verbindet diese mit einer didaktischen Reflexion konkreter Unterrichtsbeispiele.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des genetischen Lernens und des politischen Kompasses sowie in die praktische Umsetzung mittels des Dorf-O-Maten und des Modells der Inselgeschichten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Genetische Politikdidaktik, Politischer Kompass, Urteilskompetenz und erfahrungsorientierte Entdeckung geprägt.

Wie funktioniert die Auswertung beim „Dorf-O-Mat“?

Schüler beziehen zu zehn kontroversen politischen Situationen Stellung. Die daraus resultierende Punktzahl ordnet sie innerhalb des politischen Koordinatensystems einem der vier Hauptbereiche der Grundorientierung zu.

Welche Rolle spielen „Inselgeschichten“ im Unterricht?

Inselgeschichten dienen als „Naturzustand“-Szenario, in dem Schüler gezwungen sind, eigene Verfassungen und Herrschaftsformen zu entwerfen, was die Ableitung grundlegender politischer Begriffe ermöglicht.

Ist der genetische Ansatz für alle Schulstufen geeignet?

Der Autor merkt an, dass das hohe theoretische Anspruchsniveau das Prinzip primär für die Oberstufe qualifiziert, wobei didaktische Anpassungen auch einen Einsatz in der Sekundarstufe I erlauben.

Welche Gefahr besteht bei der Arbeit mit Inselgeschichten?

Es besteht die Gefahr, dass die Schüler bei der freien Gestaltung von Gesellschaftsmodellen unbeabsichtigt undemokratische oder extremistische Strukturen entwickeln, was eine begleitende Reflexion durch die Lehrkraft erforderlich macht.

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die genetische Politikdidaktik von Petrik
Hochschule
Universität Rostock
Note
2
Autor
Sebastian Schäfer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
8
Katalognummer
V342437
ISBN (eBook)
9783668324657
ISBN (Buch)
9783668324664
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Politikdidaktik didaktik Petrik Spranger Wagenstein
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Schäfer (Autor:in), 2016, Die genetische Politikdidaktik von Petrik, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/342437
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Leseprobe aus  8  Seiten
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