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Multiple Rationalitäten am Finanzmarkt. Außerökonomische versus konventionelle Kriterien

Titel: Multiple Rationalitäten am Finanzmarkt. Außerökonomische versus konventionelle Kriterien

Hausarbeit , 2015 , 21 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Hannes Kaupert (Autor:in)

Soziologie - Allgemeines und Grundlagen

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Bedeutung von Ethikfonds, Islamic Banking und anderen Finanzprodukten, die sich nicht mit den konventionellen Investmententscheidungen Rentabilität, Risiko und Rendite kategorisieren lassen, wird immer größer. In der vorliegenden Arbeit möchte ich auf die Fragestellung eingehen, ob der Finanzmarkt als ein Ort zu sehen ist, auf dem verschiedene Rationalitäten aufeinandertreffen. Bei der Analyse geht es mir vorrangig um die konventionellen Anleger, die nach oben aufgeführten Kriterien handeln, um ethische Investoren und Investoren, die nach dem islamischen Finanzkonzept handeln. Zunächst möchte ich auf einige Zahlen eingehen, die den Anteil und die Bedeutung der genannten Finanzierungskonzepte verdeutlichen. Im nächsten Schritt werde ich Ethikfonds und Islamic Banking genauer vorstellen und auf Besonderheiten hinweisen. Im letzten Teil der Arbeit werde ich mich mit der Beantwortung der Fragestellung beschäftigen.

Aufgrund der schwierigen Definition von Ethikfonds ist eine klare numerische Analyse nur sehr eingeschränkt möglich. Im Jahre 2006 gab es in Europa insgesamt 388 ethisch orientierte Fonds, mit einem Gesamtvolumen von ca. 34 Milliarden Euro. Vier Jahre später beträgt der Anteil an Ethikfonds in Europa 11% und besitzt ein Volumen von rund 5 Billionen Euro. In Deutschland waren im Jahr 2005 ca. 4,1 Milliarden Euro nach ökologischen und sozialen Kriterien angelegt, wobei das Volumen von 2003 bis 2005 jährlich um rund 28% gewachsen ist und die Anzahl auf ca. 100 Fonds geschätzt wird. Im Jahr 2010 ist das Marktvolumen für Ethikfonds in Deutschland schon auf 57 Milliarden Euro gestiegen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ethikfonds

2.1 Definition

2.2 Anlagestrategien / Screening

2.2.1 Vermeidungsstrategie / negative screening

2.2.2 Auswahlstrategie / positive screening

2.2.3 Aktivismusstrategie

3 Islamic Banking

3.1 Definition und Begriffsabgrenzung

3.2 Islamisches Recht

3.3 Gebote und Verbote des Finanzsystems

3.3.1 Riba – Zinsverbot

3.3.2 Halal und Haram – erlaubte und verbotene Geschäfte

3.3.3 Maysir – Glücksspielverbot

3.3.4 Gharar – Spekulationsverbot

3.3.5 Zakat – Gebot der Almosen

3.4 Finanzkonzepte

3.4.1 Eigenkapital-Finanzierungen

3.4.1.1 Mudaraba – stille Partnerschaft

3.4.1.2 Musharakah – Beteiligungskapital

3.4.2 Fremdkapital-Finanzierungen

3.4.2.1 Murabaha – Handelsfinanzierung

3.4.2.2 Ijarah – Leasing

3.4.2.3 Salam und Istina – Terminkontrakte

4 Multiple Rationalitäten auf dem Finanzmarkt

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit der Finanzmarkt als ein Ort betrachtet werden kann, an dem verschiedene Rationalitäten aufeinandertreffen, insbesondere im Hinblick auf konventionelle, ethisch orientierte und islamisch geprägte Finanzkonzepte.

  • Wesen und Entwicklung von Ethikfonds als Anlageinstrument
  • Einsatz von Screening-Verfahren zur ethischen Unternehmensbewertung
  • Grundlagen und zentrale Konzepte des Islamic Banking
  • Finanzierungsformen im islamischen Rechtsrahmen (Eigen- und Fremdkapital)
  • Gegenüberstellung von Renditemaximierung und außerökonomischen Werten

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Riba – Zinsverbot

In der wörtlichen Übersetzung bedeutet Riba „Wucher“, im weiteren Sinne wird es auch mit Zuwachs oder Wachstum, ohne dafür etwas zu investieren, übersetzt. Laut dem islamischen Verständnis darf ein Gewinn nur durch Anstrengungen oder eine entsprechende Risikobeteiligung erfolgen, da der reale Zuwachs gefördert werden soll. Es gibt zwei Arten von Riba:

Riba al-Fadl, welches sich auf den Überschuss bei Handelsgeschäften bezieht. Hierbei ist der versteckte Zins verboten. Das Verbot bezieht sich nur auf homogene Güter. Heterogene Güter können in differierenden Mengen getauscht werden. Die sechs Rohstoffe, die genannt werden sind Gold, Silber, Weizen, Gerste, Salz und Datteln. „Im Islam darf nur Gleiches mit Gleichem Gehandelt werden.“

Riba al-Nasee'ah ist der gewöhnliche Bankzins, welcher als Kompensation für die Hingabe von Geld vereinnahmt oder bei einer Einlage vergütet wird.

Islamische Rechtsgelehrte betrachten Geld lediglich als ein Tauschmittel. In seiner Eigenart kann sein Wert über die Zeit nicht ansteigen. Während in westlichen Bankensystemen der Zinsertrag der wichtigste Beweggrund ist, das Risiko einer Geldleihe einzugehen, herrschen im Islamic Banking drei andere Motive vor: Geld wird aus Sympathie, zur sicheren Verwahrung oder zur Gewinnpartizipation verliehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der verschiedenen Finanzkonzepte und Skizzierung des Wachstums von Ethikfonds in Europa.

2 Ethikfonds: Definition und Erläuterung der verschiedenen Anlagestrategien (Screening) sowie deren Auswirkungen auf Investitionsentscheidungen.

3 Islamic Banking: Darlegung der religiösen Grundlagen und des daraus resultierenden islamischen Wirtschaftssystems sowie konkreter Finanzinstrumente.

4 Multiple Rationalitäten auf dem Finanzmarkt: Synthese der Ergebnisse zur Koexistenz von konventionellen und wertbasierten, außerökonomischen Entscheidungslogiken.

Schlüsselwörter

Ethikfonds, Islamic Banking, Finanzmarkt, Rationalitäten, Scharia, Riba, Zinsverbot, Screening, Nachhaltigkeit, Mudaraba, Musharakah, Murabaha, Ijarah, Investitionsentscheidungen, soziale Verantwortung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die verschiedenen Rationalitäten, die auf Finanzmärkten aufeinandertreffen, insbesondere den Gegensatz zwischen rein renditeorientierten und ethisch bzw. religiös motivierten Anlageentscheidungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind Ethikfonds, ihre Definition und Anlagestrategien sowie die Prinzipien und Finanzkonzepte des Islamic Banking.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu erörtern, ob der Finanzmarkt als ein Ort verstanden werden kann, an dem unterschiedliche Wertesysteme – konventionelle, ethische und islamische – aufeinandertreffen und wie diese die Kapitalanlage prägen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf der Auswertung bestehender Literatur und Finanzkonzepte basiert, um eine vergleichende Einordnung der verschiedenen Rationalitäten vorzunehmen.

Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Ethikfonds inklusive Screening-Methoden und eine detaillierte Erläuterung des islamischen Bankwesens mit seinen spezifischen Geboten und Verboten.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Ethikfonds, Islamic Banking, Riba, soziale Verantwortung, Nachhaltigkeit und verschiedene islamische Finanzierungskonzepte wie Mudaraba oder Ijarah.

Was unterscheidet das Riba-Verbot im Islamic Banking von westlichen Zinsmodellen?

Im Gegensatz zum westlichen Modell, bei dem der Zins eine zentrale Rolle spielt, betrachtet das Islamic Banking Geld nur als Tauschmittel. Ein Gewinn darf nur durch reale unternehmerische Anstrengung oder Risikobeteiligung generiert werden.

Wie ist die Rolle des Scharia-Überwachungskomitees definiert?

Es ist ein Gremium aus Rechtsgelehrten und Finanzexperten, das sicherstellt, dass Finanzprodukte und Dienstleistungen den Vorgaben der Scharia entsprechen und somit „schariakonform“ sind.

Welche Herausforderungen nennt der Autor bei der Vermeidungsstrategie (Negative Screening)?

Der Autor merkt an, dass diese Strategie zwar verständlich, aber oft oberflächlich ist, da sie nur Ausschlusskriterien definiert, ohne zwingend positive ethische Kriterien einzufordern.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Multiple Rationalitäten am Finanzmarkt. Außerökonomische versus konventionelle Kriterien
Hochschule
Universität Hamburg  (Wirtschafts- und Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Geld und Gesellschaft
Note
2,3
Autor
Hannes Kaupert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
21
Katalognummer
V342402
ISBN (eBook)
9783668321496
ISBN (Buch)
9783668321502
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ethikfonds ethisches Investment konventionelles Investment Rentabilität Risiko Rendite Islamic Banking multiple Rationalitäten Soziologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Hannes Kaupert (Autor:in), 2015, Multiple Rationalitäten am Finanzmarkt. Außerökonomische versus konventionelle Kriterien, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/342402
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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