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Ideologische Grundlagen der zapatistischen Bewegung in Mexiko. Wie libertär sind die Zapatisten?

Titel: Ideologische Grundlagen der zapatistischen Bewegung in Mexiko. Wie libertär sind die Zapatisten?

Seminararbeit , 2016 , 13 Seiten , Note: 1

Autor:in: Eric Hugo Weinhandl (Autor:in)

Politik - Region: Mittel- und Südamerika

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Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit dem Bestehen der zapatistischen Bewegung in Mexiko gibt es Versuche, insbesondere aus dem wissenschaftlichen Bereich, diese theoretisch und auch ideologisch einzuordnen. Während die theoretische Einordnung relativ deutlich entwicklungs- und dekolonialistische Aspekte aufweist, ist eine politisch-ideologische Zuordnung bis heute umstritten. Da die seit 1994 offen agierende Guerilla Anleihen bei verschiedensten ideologischen Strömungen nahm, um ihre gesellschaftlichen und politischen Strukturen zu formen und zu organisieren, ist eine einzelne zentrale Politikform hinter der Bewegung nicht auszumachen. Es finden sich neben den revolutionären Elementen der Guerilla-Bewegung sowohl anarchistische, kollektivistische und marxistische wie auch libertäre und konservativ-kleinbürgerliche Einflüsse in den Paradigmen, Normen und Handlungsanweisungen. Dies liegt auch in der Einzigartigkeit dieser sozialen Bewegung begründet, die sich in vielerlei Hinsicht verdeutlicht. Während bei anderen Guerillas in Lateinamerika oftmals ein Programm vor der Bewegung steht, als Beispiel wäre hier etwa die stark kommunistische Ausrichtung der National Liberation Army (ELN) in Kolumbien in ihren Anfangsjahren zu nennen, gab es jenes bei den Zapatistas erst nachträglich. Die Bewegung entstand nämlich Anfang des 20. Jahrhunderts aus konkreten sozialen, politischen und ökonomischen Konflikten und adaptierte erst im Nachhinein ein politisch-ideologisches Programm, welches bis heute weiterentwickelt wird.

Während sich bereits diverse akademische Abhandlungen mit den anarchistischen, marxistischen, sozialistischen und revolutionären Elementen der politischen Ausrichtung der Bewegung beschäftigten, soll in folgender der Einfluss libertärer Ideen auf Praktiken und Denkmuster näher betrachtet werden. Durch die Spannungsverhältnisse der Zapatistas im Kampf gegen die mexikanische Regierung, das Parteiensystem und generell den massiven Einfluss des Staates, sowie die autarke und selbstbestimmte Ausrichtung gesellschaftlichen Zusammenlebens, lassen sich, zumindest oberflächlich, viele Aspekte des Libertarismus in der Bewegung wiederfinden. Die Zapatistas selbst bekräftigten immer wieder keine Anhänger von Personen, sondern von Grundsätzen zu sein.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zum Libertarismus

3. Libertäre Strömungen in Denken und Handeln der Zapatistas

4. Conclusio

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ideologische Einordnung der zapatistischen Bewegung in Mexiko mit einem spezifischen Fokus auf libertäre Einflüsse in deren Denken und Handeln. Dabei soll geklärt werden, inwieweit libertäre und anarchistische Elemente in der Struktur, den Kommuniqués und der Praxis der Zapatistas zu finden sind, ohne dabei eine unzulässige Vereinfachung der komplexen Bewegung vorzunehmen.

  • Theoretische Grundlagen und Abgrenzungen des Libertarismus
  • Historischer Kontext und Entstehung der Zapatistas
  • Analyse von Herrschaftsverhältnissen und Naturrecht bei den Zapatistas
  • Autonomiebestrebungen und basisdemokratische Selbstverwaltung
  • Verhältnis von Theorie und Praxis in der Bewegung

Auszug aus dem Buch

3. Libertäre Strömungen in Denken und Handeln der Zapatistas

Die soziale Bewegung der Zapatistas existiert nicht erst seit dem Aufstand ihres bewaffneten Armes, der EZLN (Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung), im Jahre 1994 im mexikanischen Bundesstaat Chiapas, der sich gegen die Einführung des nordamerikanischen Freihandelsabkommen NAFTA richtete. Sie reicht bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts, der Zeit des mexikanischen Bürgerkrieges, zurück, als oppositionelle Gruppierungen verschiedenster Ideologien rund um den Revolutionär Francisco Madero damit begannen, den Sturz des diktatorisch regierenden mexikanischen Langzeitpräsidenten Porfirio Díaz herbeizuführen. Der sozialrevolutionäre Teil des Aufstandes wurde dabei primär von Gruppierungen rund um Emiliano Zapata getragen, der bereits damals eine durchaus libertäre Forderung als Parole für seinen Kampf gegen das herrschende System wählte: Tierra y Libertad/Land und Freiheit.

Diese „bäuerliche Revolution der Zapatistas“, gespeist aus traditionellen Werten einer agrarischen Gesellschaft, zielte auf weitgehende Autonomie- und Landrechte für die indigene Bevölkerung in Mexiko ab, die durch den Staat und dessen Regierung seit jeher marginalisiert und unterdrückt wurde. Dabei flossen auch historisch bedingte, antikoloniale Kämpfe und Forderungen in die Bewegung mit ein. Die Ideen des indigenen Kollektivismus und der Selbstverwaltung, kombiniert mit Umverteilung von Boden und Armutsbekämpfung, deuteten bereits damals Grundzüge eines sozialistischen Libertarismus an, wobei die ursprüngliche Bewegung selbst nie als sozialistisch galt: „Eine spezifische Form der Agrargesellschaft war das Ideal der Zapatistas, Sozialismus wurde an keiner Stelle propagiert […]“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der ideologischen Einordnung der zapatistischen Bewegung ein und legt das Ziel der Untersuchung dar, libertäre Einflüsse in den zapatistischen Praktiken zu beleuchten.

2. Zum Libertarismus: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen und die komplexe Struktur des Libertarismus, wobei verschiedene Ausprägungen wie der anarchistische, kapitalistische und sozialistische Libertarismus voneinander abgegrenzt werden.

3. Libertäre Strömungen in Denken und Handeln der Zapatistas: Hier wird der historische und ideologische Kontext der Zapatistas analysiert, wobei besonders die Autonomiebestrebungen, die basisdemokratische Selbstverwaltung und der Wandel der Herrschaftsverhältnisse im Mittelpunkt stehen.

4. Conclusio: Die Conclusio fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Bewegung trotz der Schwierigkeit einer eindeutigen ideologischen Zuordnung klare libertäre Züge aufweist, die eng mit ihrer praktischen Lebensweise und ihren Reflexionsprozessen verknüpft sind.

Schlüsselwörter

Zapatismus, EZLN, Libertarismus, Anarchismus, Autonomie, Selbstverwaltung, Mexiko, Chiapas, Herrschaftskritik, Kollektivismus, Basisdemokratie, soziale Bewegung, Landrechte, Tierra y Libertad, politische Philosophie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die ideologischen Grundlagen der zapatistischen Bewegung in Mexiko und untersucht, inwieweit diese libertäre Charakteristika aufweisen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit behandelt den Libertarismus als politische Theorie, die Geschichte des Zapatismus, sowie konkrete Aspekte wie Selbstverwaltung, Autonomie und Herrschaftskritik innerhalb der zapatistischen Gemeinden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, herauszufinden, ob und wie libertäre Denkmuster und Prinzipien in der Praxis und den Grundsätzen der EZLN eine Rolle spielen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die wissenschaftliche Literatur, Grundsatzmanifeste der Bewegung, historische Berichte sowie Reden von Zapatisten auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in den Libertarismus und die anschließende Übertragung dieser Konzepte auf die konkrete Situation und Handlungsweise der Zapatisten im mexikanischen Chiapas.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Zapatismus, Libertarismus, Autonomie, Basisdemokratie, Selbstverwaltung und der spezifische Kontext der EZLN.

Wie stehen die Zapatisten zur staatlichen Macht?

Die Zapatisten lehnen die Übernahme staatlicher Macht ab und streben stattdessen eine weitgehende Autonomie und regionale Selbstverwaltung an, wobei sie den mexikanischen Staat zwar anerkennen, sich aber seiner Kontrolle entziehen.

Warum ist eine eindeutige ideologische Einordnung laut dem Autor problematisch?

Da die Bewegung keine homogene, fest definierte Theorie besitzt und durch stetige interne Reflexionsprozesse sowie eine hohe Flexibilität in der Praxis geprägt ist, entzieht sie sich einer simplen ideologischen Kategorisierung.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ideologische Grundlagen der zapatistischen Bewegung in Mexiko. Wie libertär sind die Zapatisten?
Hochschule
Universität Wien  (Internationale Entwicklung)
Veranstaltung
Alles für alle! Zapatismus als Paradigma
Note
1
Autor
Eric Hugo Weinhandl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
13
Katalognummer
V342139
ISBN (eBook)
9783668319547
ISBN (Buch)
9783668319554
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zapatismus Zapatistas Libertarismus Anarchismus Mexiko Chiapas soziale Bewegung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Eric Hugo Weinhandl (Autor:in), 2016, Ideologische Grundlagen der zapatistischen Bewegung in Mexiko. Wie libertär sind die Zapatisten?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/342139
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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