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Latente Steuern auf Verlustvorträge. Vergleich der Rechnungslegung nach IFRS und HGB

Title: Latente Steuern auf Verlustvorträge. Vergleich der Rechnungslegung nach IFRS und HGB

Term Paper , 2015 , 26 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christoph Müller (Author)

Business economics - Accounting and Taxes

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Summary Excerpt Details

Besonders in mittelständischen Unternehmen, die ihre Rechnungslegung auf IFRS umstellen, liegen die erforderlichen Fachkenntnisse nur bei wenigen Mitarbeitern vor. Erschwerend kommt hinzu, dass die DPR den Ansatz und die Bewertung von latenten Steueransprüchen (IAS 12) als einen Prüfungsschwerpunkt für das Jahr 2015 festgelegt hat.

Die DPR-Experten raten zu einer aussagefähigen Darstellung. „Dies gilt insbesondere für die Dokumentation der Werthaltigkeit der aktivierten Steuerlatenzen auf Verlustvorträge und der Dokumentation der überzeugenden Hinweise bei Vorliegen einer Verlusthistorie.“ Wird im Rahmen der Prüfung ein Fehler festgestellt und ein möglicher Verdacht einer Straftat bestätigt sich, so kann gemäß § 331 HGB eine unrichtige Darstellung der Verhältnisse mit Freiheits- oder Geldstrafe geahndet werden. Kenntnisse der Rechnungslegungsvorschriften sind jedoch nicht nur für die Erstellung, sondern auch für die Analyse des Abschlusses von Bedeutung. So sind beispielsweise Verlustvorträge, auf die keine latenten Ansprüche gebildet wurden ein Indiz dafür, dass das bilanzierende Unternehmen selbst nicht damit rechnet, dass in Zukunft ausreichend Gewinne erwirtschaftet werden.

Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel der vorliegenden Arbeit zunächst die Bilanzierungsvorschriften für latente Steuern auf Verlustvorträge gemäß HGB und IFRS darzustellen. Im zweiten Schritt sollen die Unterschiede konkret benannt werden

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Problemstellung

1.2 Methodisches Vorgehen

2 Einführende Informationen zu latenten Steuern und Verlustvorträgen

2.1 Latente Steuern

2.2 Verlustvortrag

3 Ansatz und Ausweis von latenten Steuern auf Verlustvorträge

3.1 Regelungen nach IFRS

3.2 Regelungen nach HGB

3.3 Unterschiede zwischen den Regelungswerken

4 Bewertung von latenten Steuern auf Verlustvorträge

4.1 Regelungen nach IFRS

4.2 Regelungen nach HGB

4.3 Unterschiede zwischen den Regelungswerken

5 Anhangsangaben latenter Steuern auf Verlustvorträge

5.1 Regelungen nach IFRS

5.2 Regelungen nach HGB

5.3 Unterschiede zwischen den Regelungswerken

6 Thesenförmige Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit hat das Ziel, die komplexen Bilanzierungsvorschriften für latente Steuern auf Verlustvorträge gemäß HGB und IFRS einander gegenüberzustellen und die spezifischen Unterschiede in Ansatz, Bewertung und Anhangsangaben herauszuarbeiten.

  • Grundlagen zu latenten Steuern und Verlustvorträgen
  • Ansatz und Ausweis von latenten Steuern
  • Methoden der Bewertung latenter Steuern
  • Anforderungen an Anhangsangaben
  • Abschlusspolitische Gestaltungspotenziale

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemstellung

„Die Bilanzierung latenter Steueransprüche auf Verlustvorträge ist sehr komplex und kann einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Darstellung der Ertrags- und Vermögenslage eines Unternehmens haben.“ Besonders in mittelständischen Unternehmen die ihre Rechnungslegung auf IFRS umstellen, liegen die erforderlichen Fachkenntnisse über IFRS jedoch nur bei wenigen Mitarbeitern vor. Erschwerend kommt hinzu, dass die DPR den Ansatz und die Bewertung von latenten Steueransprüchen (IAS 12) als einen Prüfungsschwerpunkt für das Jahr 2015 festgelegt hat. Die DPR-Experten raten zu einer aussagefähigen Darstellung. „Dies gilt insbesondere für die Dokumentation der Werthaltigkeit der aktivierten Steuerlatenzen auf Verlustvorträge und der Dokumentation der überzeugenden Hinweise bei Vorliegen einer Verlusthistorie.“ Wird im Rahmen der Prüfung ein Fehler festgestellt und ein möglicher Verdacht einer Straftat bestätigt sich, so kann gemäß § 331 HGB eine unrichtige Darstellung der Verhältnisse mit Freiheits- oder Geldstrafe geahndet werden.

Kenntnisse der Rechnungslegungsvorschriften sind jedoch nicht nur für die Erstellung, sondern auch für die Analyse des Abschlusses von Bedeutung. So sind beispielsweise Verlustvorträge, auf die keine latenten Ansprüche gebildet wurden ein Indiz dafür, dass das bilanzierende Unternehmen selbst nicht damit rechnet, dass in Zukunft ausreichend Gewinne erwirtschaftet werden. Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel der vorliegenden Arbeit zunächst die Bilanzierungsvorschriften für latente Steuern auf Verlustvorträge gemäß HGB und IFRS darzustellen. Im zweiten Schritt sollen die Unterschiede konkret benannt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Arbeit beleuchtet die Komplexität und Bedeutung der Bilanzierung latenter Steuern auf Verlustvorträge sowie das methodische Vorgehen bei deren Vergleich nach HGB und IFRS.

2 Einführende Informationen zu latenten Steuern und Verlustvorträgen: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen zu den Konzepten latenter Steuern sowie die steuerrechtlichen Rahmenbedingungen für Verlustvorträge und deren Nutzung erläutert.

3 Ansatz und Ausweis von latenten Steuern auf Verlustvorträge: Hier werden die spezifischen Bilanzierungsregeln und Kriterien für den Ansatz latenter Steuern in den IFRS und im HGB untersucht und gegenübergestellt.

4 Bewertung von latenten Steuern auf Verlustvorträge: Das Kapitel behandelt die Grundsätze der Bewertung latenter Steuern sowie die Anforderungen an die Prüfung der Werthaltigkeit nach beiden Rechnungslegungswerken.

5 Anhangsangaben latenter Steuern auf Verlustvorträge: Dieses Kapitel vergleicht die unterschiedlichen Pflichten und Wahlrechte hinsichtlich der Anhangsangaben und der Überleitungsrechnung unter IFRS und HGB.

6 Thesenförmige Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer knappen Zusammenführung der wesentlichen Unterschiede sowie einer kritischen Reflexion über abschlusspolitische Gestaltungsmöglichkeiten.

Schlüsselwörter

Latente Steuern, Verlustvorträge, IFRS, HGB, Bilanzierung, Steueransprüche, Steuergestaltung, Werthaltigkeit, Ansatzwahlrecht, Anhangsangaben, Bilanzpolitik, Ertragslage, Vermögenslage, IAS 12, BilMoG.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Unterschiede in der Behandlung und Bilanzierung latenter Steuern auf Verlustvorträge zwischen dem internationalen Standard IFRS und dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen den Ansatz, die Bewertung und die Anhangsangaben zu latenten Steuern sowie die Einflüsse von Verlustvorträgen auf die Unternehmensbilanz.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die bestehenden Bilanzierungsvorschriften darzustellen und die konkreten Unterschiede bei der Behandlung dieser Steuervorteile unter IFRS und HGB aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Verfasser nutzt eine vergleichende Analyse der einschlägigen Gesetze, Standards (IAS 12, DRS 18) und Fachliteratur, um Gemeinsamkeiten und Abweichungen systematisch darzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Ansatz/Ausweis, Bewertung und Anhangsangaben, wobei jeweils die spezifischen Regelungen nach IFRS und HGB sowie deren Unterschiede detailliert untersucht werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie latente Steuern, IFRS, HGB, Verlustvortrag, Bilanzierung und abschlusspolitische Gestaltungspotenziale charakterisieren.

Warum ist die Bilanzierung von Verlustvorträgen laut Verfasser so riskant?

Der Verfasser betont, dass die Bilanzierung sehr komplex ist und bei einer fehlerhaften Darstellung der Werthaltigkeit schwerwiegende rechtliche Konsequenzen gemäß § 331 HGB drohen können.

Welche Rolle spielt das "Vorsichtsprinzip" im HGB-Kontext?

Im HGB dient das Vorsichtsprinzip als Begründung für die strengere zeitliche Begrenzung bei der Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge auf fünf Jahre, da das Realisationsprinzip durchbrochen wird.

Inwiefern beeinflussen Verlustvorträge die Bilanzpolitik?

Durch das Aktivieren latenter Steueransprüche können Unternehmen ihr Eigenkapital erhöhen und den Verschuldungsgrad optisch verbessern, was dem Bilanzersteller erhebliche Gestaltungsspielräume bietet.

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Details

Title
Latente Steuern auf Verlustvorträge. Vergleich der Rechnungslegung nach IFRS und HGB
College
University of Applied Sciences Ludwigshafen
Grade
1,3
Author
Christoph Müller (Author)
Publication Year
2015
Pages
26
Catalog Number
V341410
ISBN (eBook)
9783668310254
ISBN (Book)
9783668310261
Language
German
Tags
Latente Steuern Verlustvortrag IFRS HGB Rechnungslegung Unterschiede IAS
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Müller (Author), 2015, Latente Steuern auf Verlustvorträge. Vergleich der Rechnungslegung nach IFRS und HGB, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/341410
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