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Wie können trotz der Interdependenz von Individuum und Gesellschaft auf beiden Ebenen divergierende Wünsche und Bedürfnisse entstehen?

Überlegungen anhand der Gesellschaftstheorie von Norbert Elias

Titel: Wie können trotz der Interdependenz von Individuum und Gesellschaft auf beiden Ebenen divergierende Wünsche und Bedürfnisse entstehen?

Seminararbeit , 2013 , 21 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Frank Temme (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die hier vorliegende Seminararbeit beschäftigt sich mit der von Elias in seinem Buch "Die Gesellschaft der Individuen" erarbeiteten Gesellschaftstheorie. Anhand dieser Theorie beschäftigt sie sich anschließend mit der Frage, wie es möglich ist, dass trotz der Interdependenz von Individuum und Gesellschaft auf den beiden Ebenen divergierende Wünsche und Bedürfnisse entstehen können.

Hierzu werden anfangs die Bedeutungen der für Elias grundlegenden Begriffe Individuum und Gesellschaft geklärt. Im Anschluss wird die strukturelle Interdependenz von Individuum und Gesellschaft, sowie deren Verflechtungen aufgezeigt. Daraufhin wird die Bedeutung der Globalisierung für Individuum und Gesellschaft skizziert.

Anschließend wird sich anhand der oben genannten Punkte kritisch mit dem Phänomen der divergierenden Wünsche und Bedürfnisse beschäftigt und wie diese entstehen können, wo sich die individuelle und gesellschaftliche Entwicklung doch nach Elias' Auffassung in gegenseitiger Abhängigkeit vollziehen. Besondere Aufmerksamkeit in dieser Entwicklung wird den Fragen Was bleibt erhalten?, Was verändert sich? und Welchen Einfluss hat diese Veränderung auf die Entwicklung einer individuellen Identität? geschenkt. Zuletzt wird die Beantwortung dieser Fragen anhand der Argumentation des deutschen Soziologen resümiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Individuum

3 Gesellschaft

4 Die Verflechtung von Individuum und Gesellschaft

4.1 Sozialisation des Individuums

4.2 Spannungen zwischen Individuum und Gesellschaft

4.3 Gesellschaftlicher Wandel und Wandel der Individualität

4.4 Der Grund für die Spannungen zwischen Individuum und Gesellschaft

4.5 Lösungsansatz zur Behebung der Spannungen zwischen Individuum und Gesellschaft

4.6 Ich-Ideal und Ich-Identität

5 Die Bedeutung der Globalisierung fürGesellschaft und Individuum

6 Analyse

7 Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht auf Basis der Gesellschaftstheorie von Norbert Elias, wie trotz der grundlegenden Interdependenz zwischen Individuum und Gesellschaft Spannungen durch divergierende Wünsche und Bedürfnisse entstehen können. Ziel ist es, die Entstehung dieser Diskrepanzen zu beleuchten und zu klären, welche Rolle soziale Transformationen wie die Globalisierung bei der Auflösung dieser Antithese spielen können.

  • Die strukturelle Interdependenz von Individuum und Gesellschaft bei Norbert Elias.
  • Sozialisation als Prozess der gesellschaftlichen Modellierung der individuellen Psyche.
  • Die Entstehung von Spannungen durch den Triebverzicht und gesellschaftliche Funktionsteilung.
  • Der Einfluss der Globalisierung auf das Verhältnis von Individuum und Wir-Einheiten.
  • Die Rolle der Ich-Identität und des Ich-Ideals in differenzierten Gesellschaften.

Auszug aus dem Buch

4.2 Spannungen zwischen Individuum und Gesellschaft

Trotz der Interdependenz können laut Elias Spannungen zwischen Gesellschaft und Individuum entstehen, da durch die zunehmende Funktionsteilung der Gesellschaft den individuellen Kompetenzen und Interessen in der Berufsarbeit nur ein eingegrenzter Spielraum zum Ausleben geboten wird. Diese Kompetenzen und Interessen entwickeln häufig in der Jugend und finden in der Erwachsenenwelt keine Verwendung (vgl. Elias 1987, 50f., 171). Dies wiederum habe die bereits oben angesprochene Folge, dass sich im Individuum „das Empfinden [einstelle], er müsse, um sich in seinem Menschengeflecht erhalten zu können, das, was er eigentlich sei, verkümmern lassen“ (ebd. 51) und sich so als etwas von der Gesellschaft isoliertes empfindet (vgl. ebd. 52).

Gleichzeitig sind die Menschen mit zunehmender Funktionsteilung zunehmend abhängiger voneinander, obwohl sie sich als immer verschiedener empfinden (vgl. ebd. 69f., 185). Aus den hieraus resultierenden Spannungen zwischen Individuum und Gesellschaft können „bei einer bestimmten Stärke und Struktur [der Spannungen] […] Strukturwandlungen der Gesellschaft“ (ebd. 70) herbeigeführt werden. Ein „Gleichgewicht zwischen Konflikt und Zusammenarbeit“ (ebd. 237) der Individuen, also Spannungen und deren Lösung, sei sogar notwendig für die Existenz der Gesellschaft.

Die Spannungen würden allerdings nicht von einzelnen Menschen geplant, sie seien Resultat der Struktur des Zusammenlebens. Durch diese Spannungen werde die psychische Selbststeuerung der Individuen zivilisiert (vgl. ebd. 71). Für Elias ist dieser Prozess der „Automatismus des geschichtlichen Wandels der Gesellschaft“ (ebd. 73). Er vollziehe sich durch Zwänge, die die Mitglieder einer Gesellschaft aufeinander ausüben (vgl. ebd. 74f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die zentrale Problemstellung ein, wie trotz wechselseitiger Abhängigkeit zwischen Individuum und Gesellschaft Spannungen und divergierende Wünsche entstehen können.

2 Individuum: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Individuums als Produkt gesellschaftlicher Verflechtungen und als eine durch historische Prozesse geformte psychische Einheit.

3 Gesellschaft: Hier wird die Gesellschaft als ein unplanbares Geflecht von Funktionen und Beziehungen beschrieben, das dem Individuum als Zwangsstruktur gegenübersteht.

4 Die Verflechtung von Individuum und Gesellschaft: Das Hauptkapitel analysiert die wechselseitige Abhängigkeit, die Sozialisation sowie die Entstehung von Identität und gesellschaftlichen Spannungen.

4.1 Sozialisation des Individuums: Es wird erläutert, wie durch Erziehung und gesellschaftliche Modellierung die individuelle Selbststeuerung geprägt wird.

4.2 Spannungen zwischen Individuum und Gesellschaft: Das Kapitel behandelt die Konflikte, die durch die Diskrepanz zwischen individuellen Möglichkeiten und gesellschaftlichen Anforderungen entstehen.

4.3 Gesellschaftlicher Wandel und Wandel der Individualität: Hier wird aufgezeigt, wie sich mit der Gesellschaft auch das Wesen der menschlichen Identität in historischen Prozessen verändert.

4.4 Der Grund für die Spannungen zwischen Individuum und Gesellschaft: Es wird argumentiert, dass die heutige Gewissensbildung und die moderne Lebensweise die Kluft zwischen dem Einzelnen und der Gemeinschaft verstärken.

4.5 Lösungsansatz zur Behebung der Spannungen zwischen Individuum und Gesellschaft: Das Kapitel skizziert die Überwindung von kollektiven Phantasien als ersten Schritt zu einem spannungsfreieren Miteinander.

4.6 Ich-Ideal und Ich-Identität: Hier steht die Differenzierung zwischen Ich-Identität und Wir-Identität sowie deren Bedeutung für das Individuum in einer arbeitsteiligen Gesellschaft im Fokus.

5 Die Bedeutung der Globalisierung fürGesellschaft und Individuum: Dieses Kapitel betrachtet die Globalisierung als Integrationsprozess, der neue Identitätskonflikte schafft und traditionelle staatliche Sicherungsstrukturen ablöst.

6 Analyse: Das Kapitel fasst die theoretischen Überlegungen zusammen und prüft sie kritisch hinsichtlich der Frage nach der Entstehung divergierender Wünsche.

7 Fazit: Das Fazit resümiert die theoretischen Erkenntnisse und ordnet die Globalisierung als Chance zur Milderung innergesellschaftlicher Spannungen ein.

Schlüsselwörter

Norbert Elias, Die Gesellschaft der Individuen, Interdependenz, Individualisierung, Sozialisation, Triebverzicht, Wir-Identität, Ich-Ideal, Funktionsteilung, Globalisierung, Identität, Gesellschaftsstruktur, Selbststeuerung, Spannungsverhältnis, soziale Transformation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Theorie von Norbert Elias und der zentralen Frage, warum trotz der untrennbaren Verbindung von Individuum und Gesellschaft häufig Konflikte und divergierende Bedürfnisse zwischen beiden Ebenen auftreten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Kernpunkten gehören die Konzepte der Sozialisation, der historischen Wandlung von Identität, die Rolle der Funktionsteilung in der Gesellschaft sowie die Auswirkungen der Globalisierung auf das menschliche Selbstverständnis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu erklären, wie die Kluft zwischen den Wünschen des Einzelnen und den gesellschaftlichen Anforderungen entsteht und ob ein neues Verständnis des "Wir" eine Auflösung dieser Antithese ermöglichen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf den gesellschaftstheoretischen Schriften von Norbert Elias, insbesondere seinem Werk "Die Gesellschaft der Individuen", basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe Individuum und Gesellschaft, die Analyse von Sozialisationsprozessen sowie die Untersuchung von Spannungen, die durch moderne Lebensformen und globale Integrationsprozesse induziert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Interdependenz, Triebverzicht, Wir-Identität, Individualisierung und den gesellschaftlichen Wandel definiert.

Wie unterscheidet Norbert Elias das Ich-Ideal von der Ich-Identität?

Elias beschreibt das Ich-Ideal als Ausdruck des gesellschaftlichen Verlangens nach Verschiedenheit, während die Ich-Identität die Kontinuität der eigenen Person im Kontext wechselnder Wir-Beziehungen repräsentiert.

Warum spielt der „Nachhinkeffekt“ bei der Globalisierung eine so große Rolle?

Der Nachhinkeffekt beschreibt, dass sich soziale Strukturen oft schneller wandeln als die Persönlichkeitsstruktur der Menschen, was zu Loyalitätskonflikten und Fehlsteuerungen führt, da die Menschen emotional noch an früheren Integrationsstufen (z.B. Nationalstaat) festhalten.

Können die Spannungen zwischen Individuum und Gesellschaft laut der Arbeit jemals ganz aufgelöst werden?

Die Arbeit deutet an, dass durch eine neue Stellung des Individuums in globaleren Zusammenhängen eine Reduktion der Spannungen möglich ist, warnt aber gleichzeitig davor, dass die tiefsitzende Sozialisation eine vollständige Harmonisierung in der Realität erschwert.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wie können trotz der Interdependenz von Individuum und Gesellschaft auf beiden Ebenen divergierende Wünsche und Bedürfnisse entstehen?
Untertitel
Überlegungen anhand der Gesellschaftstheorie von Norbert Elias
Hochschule
Universität Koblenz-Landau  (Institut für Kulturwissenschaft)
Note
1,3
Autor
Frank Temme (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
21
Katalognummer
V341221
ISBN (eBook)
9783668307254
ISBN (Buch)
9783668307261
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Norbert Elias Elias Interdependenz Gesellschaft Individuum Kulturphilosophie Philosophie Sozialisiation Konflikt Lösung Ich-Ideal Ich-Identität Globalisierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Frank Temme (Autor:in), 2013, Wie können trotz der Interdependenz von Individuum und Gesellschaft auf beiden Ebenen divergierende Wünsche und Bedürfnisse entstehen?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/341221
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Leseprobe aus  21  Seiten
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