Die Grundlage der Theorien und Argumente beziehen sich auf David Humes Werk "2. Enquiry Concerning the Principles of Morals". Die Frage danach, ob unser moralisches Handeln aus dem Gefühl oder der Vernunft herzuleiten ist, stellt einen interessanten Untersuchungsgegenstand dar, weil unsere Gesellschaft auf der Moral basiert und die Beweggründe unserer täglichen moralischen Entscheidungen Einfluss auf all unsere Handlungen nehmen.
Zunächst werde ich auf die grundlegenden Unterscheidungen zwischen Gefühl und Vernunft eingehen, die ich anschließend erläutere und einige Beispiele anführen werde. Die Fragestellung bezüglich des Gefühls und der Vernunft in der Moral werde ich argumentativ im Wechsel diskutieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hauptteil
3. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Vernunft und Gefühl im moralischen Handeln auf Basis von David Humes Werk „An Enquiry Concerning the Principles of Morals“. Ziel ist es, die spezifische Rolle und das Zusammenspiel dieser beiden Komponenten bei der Entscheidungsfindung zu klären.
- Gegenüberstellung von Vernunft und Gefühl in moralischen Urteilen
- Rolle der Vernunft bei rationalen, argumentativen Prozessen
- Einfluss von Gefühlen und Affekten auf das moralische Empfinden
- Die Bedeutung von Urteilsvermögen und Geschmack in der Ethik
- Diskussion der moralischen Vollständigkeit des Menschen
Auszug aus dem Buch
Hauptteil
Zu Beginn betrachte ich, was Hume im Allgemeinen unter dem Gefühl und der Vernunft in der Moral versteht: Das Gefühl ist etwas, das uns eine direkte Intuition für unser Handeln gibt; unser Handeln basiert folglich darauf, dass wir unkontrolliert und nur wenig darüber nachdenken. Wohingegen Handlungen, die der Vernunft entspringen, aus einer Anreihung von Argumenten entstehen. Vor und Nachteile einer Handlung werden in einem komplexen Gedankengang analysiert, somit kann diese rational begründet werden.
Hume unterscheidet zwischen „Wahrheit und Falschheit“ (Hume 1751/2003: 4) in der Vernunft. Bei dieser Vorgehensweise, wäre es „für jedes rationale und intelligente Wesen“ (Ebd.) möglich, diese Unterscheidung gleichermaßen wahrzunehmen, da der Mensch durch seine Fähigkeit zur Vernunft in der Lage ist, Argumentationen und Entschlüsse nachzuvollziehen. Dass die Winkelsumme eines Dreiecks 180 Grad ergibt, fällt unter die Kategorie der Wahrheit. Diese ist für jedermann zugänglich und kann begründet werden. Falsch ist die Annahme, man könne durch Null teilen. Diese These kann somit widerlegt werden: Fünf Äpfel können nicht an null Kinder verteilt werden. Durch diese Begründung kann die Falschheit mithilfe der Vernunft erkannt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Hier wird die Forschungsfrage eingeführt, ob moralisches Handeln primär auf Vernunft oder Gefühl basiert, und der Aufbau der Untersuchung skizziert.
2. Hauptteil: Dieses Kapitel analysiert die philosophische Differenzierung Humes zwischen rational begründbaren Handlungen und affektbasierten Intuitionen sowie die Rolle des Geschmacks.
3. Schluss: Der abschließende Teil fasst zusammen, dass sowohl Vernunft als auch Gefühl unverzichtbare und komplementäre Bestandteile moralischen Handelns sind.
Schlüsselwörter
David Hume, Moralphilosophie, Vernunft, Gefühl, Ethik, Moral, rationale Entscheidung, Intuition, Urteilsvermögen, Tugend, Laster, Empfindung, Prinzipien der Moral.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die moraltheoretischen Grundlagen bei David Hume, insbesondere das Zusammenspiel von kognitiven und emotionalen Aspekten bei menschlichen Handlungsentscheidungen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Vernunft und Gefühl, die Natur moralischer Urteile sowie die Frage, wie rationale Argumente und subjektive Empfindungen moralisches Handeln beeinflussen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie Hume die jeweilige Rolle von Vernunft und Gefühl definiert und ob der Mensch ohne einen dieser beiden Faktoren überhaupt moralisch handeln könnte.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Autorin nutzt eine argumentative Textanalyse von Humes Werk „Enquiry Concerning the Principles of Morals“, indem sie zentrale Begriffe gegenüberstellt und anhand von Beispielen diskutiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Vernunft als Maßstab für Wahrheit und der Rolle des Gefühls bei ästhetischen und moralischen Urteilen, illustriert durch Beispiele aus der Rechts- und Kunstpraxis.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Vernunft, Gefühl, Moral, Tugend, Laster, rationale Begründung und moralisches Urteil.
Wie unterscheidet Hume laut der Autorin zwischen Wahrheit und moralischem Urteil?
Hume ordnet die Vernunft dem Bereich der „Wahrheit und Falschheit“ zu, während moralische Urteile, die auf Gefühlen beruhen, eher mit „Schönheit und Hässlichkeit“ korrespondieren.
Welche Rolle spielt die „natürliche Schönheit“ in der Argumentation?
Die natürliche Schönheit dient als Beispiel für eine rein gefühlsbasierte Wahrnehmung, bei der eine rationale Argumentation oder Veränderung des Geschmacks durch das Denken unmöglich ist.
Welches Fazit zieht die Arbeit zur moralischen Vollständigkeit?
Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass der Mensch ohne die Kombination von Vernunft und Gefühl moralisch unvollständig wäre, da beide Fähigkeiten essenzielle Bestandteile der Moral sind.
- Arbeit zitieren
- Laura Hertz (Autor:in), 2015, Wie bestimmt Hume die Rolle der Vernunft und des Gefühls in der Moral?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/340789