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Joseph Roths "Die Kapuzinergruft" (1938). Handout und Ausführungen zum Referat

Titel: Joseph Roths "Die Kapuzinergruft" (1938). Handout und Ausführungen zum Referat

Referat (Ausarbeitung) , 2011 , 7 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Verena Fendl (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Dieser Text stellt die Ausarbeitung eines Referats zu Joseph Roths Werk "Die Kapuzinergruft" von 1938 dar.

Aus dem Inhalt: Perspektive; Einordnung der Kapuzinergruft in das Gesamtwerk; Erzählverfahren; Funktionsweise des Romans; Rekonstruktion des Österreichbilds in der Kapuzinergruft; Zentrale Österreichaspekte, die ein Modell für menschliches Zusammenleben ermöglichen; Österreichaspekte, die sich durch ihre Reformbedürftigkeit kennzeichnen; Roths ethisch-religiös motivierter Legitimismus; Symbolische Grablegung der Idee Österreich

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Perspektive

2. Einordnung der Kapuzinergruft in das Gesamtwerk

3. Erzählverfahren

4. Funktionsweise des Romans

5. Rekonstruktion des Österreichbilds in der Kapuzinergruft

5.1 Österreichaspekte, die ein menschliches Zusammenleben ermöglichen

5.2 Österreichaspekte, die sich durch ihre Reformbedürftigkeit kennzeichnen

6. Roths ethisch-religiös motivierter Legitimismus

7. Symbolische Grablegung der Idee Österreich

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert Joseph Roths Roman „Die Kapuzinergruft“ im Kontext seiner späten Schaffensphase und untersucht, wie der Autor durch die Erzählung den Untergang der österreichisch-ungarischen Monarchie reflektiert. Das primäre Ziel ist die Rekonstruktion des Österreichbildes im Roman und die Darstellung von Roths ethisch-religiös motiviertem Legitimismus als Gegenentwurf zum aufkommenden Nationalsozialismus.

  • Strukturelle und zeitliche Erzählverfahren im Roman
  • Die Rekonstruktion des Österreichbildes und die Idee der Übernationalität
  • Kritik an gesellschaftlichen Reformbedürfnissen und dem Scheitern der Moderne
  • Roths ethisch-religiöse Begründung des habsburgischen Legitimismus
  • Die symbolische Bedeutung der Kapuzinergruft als Ende einer Epoche

Auszug aus dem Buch

4. Funktionsweise des Romans

das Historische wird im Roman beinahe ausgeblendet, obwohl es im Bericht des erzählten Privaten hintergründig doch stets gegenwärtig ist (Bsp. Hinweise auf Inflation, Währungsreform, österreichische Februar-Revolution 1934)

der verlorene Weltkrieg wirkt im Roman als große Zäsur und wird von den Figuren als Verlust der Lebensmitte erklärt. Somit wird das Österreich vor dem Zusammenbruch der Monarchie beständig mit dem Österreich nach dem Ersten Weltkrieg kontrastiert. Obwohl der Erzähler kritisch von seiner biographischen Vergangenheit abrückt, bewegt er sich zugleich verherrlichend auf die historische zu – er verstrickt sich also in zwei gegenläufigen Bewegungen. Heimat, Geborgenheit oder Zugehörigkeit wurden von Trotta nicht als junger Mann und werden auch nicht gegenwärtig von ihm erfahren, sondern erst retrospektiv auf vergangene Lebenssituationen und zurückgelassene Orte projiziert. Also erst der Sich-Erinnernde identifiziert sich mit der Monarchie, die dem Erlebenden fremd geblieben ist. Trottas Fremdheit in der Gegenwart – er bezeichnet sich selbst als „Exterritorialer unter den Lebenden“ – begründet sich also mit einer Verwurzelung in der Vergangenheit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Perspektive: Das Kapitel erläutert, wie der Roman ein differenzierteres Österreichbild entwirft als die Feuilletons und das wechselseitige Verständnis zwischen Idee und gebrochener Realität vertieft.

2. Einordnung der Kapuzinergruft in das Gesamtwerk: Dieser Abschnitt ordnet das Werk als eines der letzten von Joseph Roth ein und analysiert die symbolische Bedeutung des Titels im Kontext des Untergangs der Donaumonarchie.

3. Erzählverfahren: Es wird die Ich-Perspektive des Protagonisten Franz Ferdinand Trotta und die Zeitstruktur des Romans als Zeitroman, der die Geschichte bis zum „Anschluss“ 1938 führt, dargelegt.

4. Funktionsweise des Romans: Hier wird analysiert, wie historische Ereignisse im Privaten hintergründig präsent bleiben und der Protagonist in einer Bewegung zwischen Verklärung und kritischer Distanz zur Vergangenheit steht.

5. Rekonstruktion des Österreichbilds in der Kapuzinergruft: Das Kapitel behandelt die Rückbesinnung auf die alte Ordnung und die Funktion der Idee Österreich als legitimistisches Gegengewicht zum NS-Staat.

5.1 Österreichaspekte, die ein menschliches Zusammenleben ermöglichen: Der Fokus liegt auf der Übernationalität und dem slawisch-föderalistischen Dezentralismus als identitätsstiftende Kraft gegen den Nationalismus.

5.2 Österreichaspekte, die sich durch ihre Reformbedürftigkeit kennzeichnen: Die Kritik an der Gesellschaft und ihrem Versagen, das den Untergang des Reiches und das Scheitern der Ersten Republik mitverschuldete, wird hier thematisiert.

6. Roths ethisch-religiös motivierter Legitimismus: Das Kapitel untersucht Roths Absage an säkulare Erlösungskonzepte und die Rolle der Religion als einstiges, nun jedoch kraftloses Bindeglied der Monarchie.

7. Symbolische Grablegung der Idee Österreich: Diese Analyse beschreibt das Scheitern von Trottas Suche nach Trost in der Kapuzinergruft und die endgültige Zerstörung des Habsburger Reiches durch das NS-Regime.

Schlüsselwörter

Joseph Roth, Die Kapuzinergruft, Österreichbild, Habsburger Monarchie, Legitimismus, Nationalsozialismus, Donaumonarchie, Zeitroman, Übernationalität, Franz Ferdinand Trotta, Identitätsverlust, Exterritorialität, Reformbedürftigkeit, Religiöser Hintergrund, Ende einer Welt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Roman „Die Kapuzinergruft“ von Joseph Roth hinsichtlich seines politischen und religiösen Gehalts sowie seiner Funktion als Reflexion über den Untergang der österreichisch-ungarischen Monarchie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rekonstruktion des Österreichbildes, das Spannungsfeld zwischen Nationalismus und Übernationalität sowie die ethisch-religiöse Begründung des habsburgischen Legitimismus durch den Autor.

Was ist das primäre Ziel der Analyse?

Das Ziel besteht darin, aufzuzeigen, wie Roth im Roman ein „legitimes Österreich“ einem „nicht-legitimen NS-Staat“ entgegenstellt und die Ursachen für das Scheitern der alten Ordnung untersucht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer literaturwissenschaftlichen Analyse, die den Text im Kontext von Zeitgeschichte, Biografie des Autors und wissenschaftlicher Sekundärliteratur (etwa Claudio Magris) interpretiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Erzählverfahren, die Analyse des Österreichbildes mit seinen verschiedenen Aspekten sowie die ethisch-religiöse Dimension des Werkes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Habsburger Monarchie, Legitimismus, Übernationalität, Identitätsverlust, Exterritorialität und die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit.

Warum spielt die Kapuzinergruft eine zentrale symbolische Rolle?

Die Kapuzinergruft steht für die Ruhestätte der Habsburger und fungiert als Symbol für das Ende der Welt der Monarchie; der Zutritt, der Trotta am Ende verwehrt wird, symbolisiert das endgültige Erlöschen dieser Idee.

Welche Rolle spielt die „verlorene Generation“ im Roman?

Franz Ferdinand Trotta verkörpert die kriegsgeprägte Generation, deren dekadente Lebenseinstellung und mangelndes politisches Engagement als Vorzeichen und Mitursache für den Zerfall der Monarchie gedeutet werden.

Wie wird das Verhältnis von Religion und Politik dargestellt?

Roth zeigt eine Religion, die zwar als „Formerhalterin“ der monarchischen Einheit gedacht war, deren Inhalte aber im Roman an Kraft verloren haben, was den Weg für den Nationalismus als „neue Religion“ ebnete.

Ende der Leseprobe aus 7 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Joseph Roths "Die Kapuzinergruft" (1938). Handout und Ausführungen zum Referat
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Germanistik)
Veranstaltung
Hauptseminar
Note
1,0
Autor
Verena Fendl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
7
Katalognummer
V340618
ISBN (eBook)
9783668302129
ISBN (Buch)
9783668302136
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Joseph Roth Die Kapuzinergruft Österreichbild Gesellschaftsroman
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Verena Fendl (Autor:in), 2011, Joseph Roths "Die Kapuzinergruft" (1938). Handout und Ausführungen zum Referat, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/340618
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  7  Seiten
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