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De-Identifikation zwischen gleichgeschlechtlichen Geschwistern

Titel: De-Identifikation zwischen gleichgeschlechtlichen Geschwistern

Studienarbeit , 2011 , 27 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Sandy Thiel (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Es gibt eine Vielzahl von Einflussfaktoren, welche das äußere Erscheinungsbild und den inneren Zusammenhalt einer Familie mit mehreren Kindern prägen können. Diese ergeben sich besonders aus Faktoren wie Sozialisationsunterschieden, Altersabstand, Geburtsrangplatz, Geschlecht, Interessen oder Persönlichkeit des jeweiligen Kindes. Geschwister sind dabei die ersten Identifikationsfiguren, die zeigen, wovon man sich abgrenzt. Doch wie beeinflussen sich gerade gleichgeschlechtliche Geschwister gegenseitig? Wieso muss eine De-Identifikation zwischen ihnen stattfinden? Und welche Bedeutung kann man dieser Abgrenzung beimessen? Diese und weitere Fragen, die innerhalb der Studienarbeit aufgeworfen werden, sollen im Folgenden beantwortet werden.

Die vorliegende Studienarbeit mit dem Thema „De-Identifikation zwischen gleichgeschlechtlichen Geschwistern“ setzt sich schwerpunktmäßig mit der Bedeutung und Notwendigkeit geschwisterlicher Abgrenzung auseinander. Im Vorfeld werden im ersten, mit vier Seiten recht kurz gehaltenen Kapitel zunächst allgemein einige Denkanstöße gegeben, weshalb Schwestern und Brüder von Anfang an ein unterschiedliches Identitätsgefühl haben. Nicht zuletzt hängt dies mit der Geschlechtsrollenerziehung zusammen, die in einer Familie mit mehreren Kindern stattfindet.

Dieses als Hinführung dienende Kapitel ist Grundlage für den Schwerpunkt dieser Studienarbeit. Das Hauptaugenmerk wird nun auf die De-Identifikation gelegt. Es werden sowohl die Notwendigkeit von Abgrenzung zwischen den gleichgeschlechtlichen Geschwistern thematisiert als auch die damit einhergehenden Risikofaktoren. In diesem Zusammenhang steht die Frage im Mittelpunkt, in wie weit sich die De-Identifikation zwischen dem gleichgeschlechtlichen Geschwisterpaar auf die Geschwisterbeziehung und die jeweilige Persönlichkeitsentwicklung auswirkt. Welche positiven und welche negativen Aspekte sind zu verzeichnen?

Um das Thema dieser Arbeit tiefgehend und signifikant bearbeiten zu können, soll sich das Hauptaugenmerk auf gleichgeschlechtliche Geschwisterpaare – also auf Brüder oder Schwestern – beschränken.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Über Geschwister des gleichen Geschlechts

2.1 Das geschlechtsspezifische Identitätsgefühl

2.1.1 Schwestern – Abgrenzung und Nähe

2.1.2 Brüder – Rivalität und heimliche Sehnsucht

2.2 Die Bedeutung der primären Sozialisation

3. De-Identifikation zwischen gleichgeschlechtlichen Geschwistern

3.1 Exkurs: Identifikation und Identifikationsmuster

3.2 Über den Ursprung destruktiver Gefühle

3.3 Abgrenzungsprozesse

3.4 Kritische Betrachtung von Rollenzuschreibungen

3.5 Auswirkung der Abgrenzung auf die Geschwister

3.5.1 Bedeutung der De-Identifikation zwischen Schwestern

3.5.2 Bedeutung der De-Identifikation zwischen Brüdern

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Studienarbeit untersucht die Bedeutung und Notwendigkeit der De-Identifikation zwischen gleichgeschlechtlichen Geschwistern. Das primäre Ziel ist es, den Einfluss von Rivalität, elterlicher Sozialisation und Rollenzuschreibungen auf die Entwicklung einer eigenständigen Identität zu analysieren und aufzuzeigen, wie Abgrenzungsprozesse dazu beitragen können, die individuelle Persönlichkeitsentwicklung positiv zu unterstützen.

  • Identitätsentwicklung im Kontext von Geschwisterbeziehungen
  • Die Rolle der primären Sozialisation und elterlicher Erziehung
  • Auswirkungen von Rivalität und Konkurrenzkampf zwischen Geschwistern
  • Prozesse der De-Identifikation bei Schwestern und Brüdern
  • Einfluss von Rollenzuschreibungen und Familiendynamiken

Auszug aus dem Buch

3.3 Abgrenzungsprozesse

Nach Petri erfolgt ein ausgereifter Schritt zur Identität „mit dem Gegenstück zur Identifikation, mit der Separation oder Abgrenzung“ (Petri 1994, S. 46). Dieser Prozess wird als De-Identifikation bezeichnet. Laut Kasten wurde das Konzept der De-Identifikation erstmals von Schachter beschrieben (vgl. Kasten 1993, S. 69). Folgt man deren Überlegungen, nehmen die Identifikationsprozesse für die kindliche Persönlichkeitsentwicklung einen zentralen Stellenwert ein. Infolgedessen leisten diese Abgrenzungsprozesse einen Beitrag dazu, dass sich vor allem gleichgeschlechtliche Geschwister untereinander als unterschiedliche Persönlichkeiten mit individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten wahrnehmen und sie sich infolgedessen als verschieden vom jeweils anderen Geschwisterteil erleben können (vgl. ebd., S. 71).

Jedoch trägt auch die Auswahl des jeweils andersgeschlechtlichen Elternteils als verkörperte Identifikationsfigur bzw. Vorbild zu einem gelingenden De-Identifikationsprozess bei. So orientiert sich laut Werneck ein weibliches Geschwisterpaar eher am Vater, ein männliches an der Mutter. Diese sogenannte aufgespaltene Elternidentifikation kann die Abgrenzung zwischen den Geschwistern weiterhin unterstützen (vgl. Werneck 2000, S. 100).

Demgegenüber nimmt die sogenannte Identifikationstheorie an, dass sich Mädchen genauso gut auch mit der Mutter identifizieren können, die Jungen tendenziell sogar mehr mit dem Vater. Dieses Gefühl von Gleichsein ermöglicht dabei die Übernahme äußerer Verhaltensmuster sowie innerer Einstellungen und Werthaltungen, welche jeweils der Geschlechtsidentität entsprechen (vgl. Kasten 1996, S. 33). Geschlechtstypische Eigenschaften werden demnach, wie schon auf der 4. Seite dieser Arbeit angerissen wurde, von klein auf übernommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet anhand des Roosevelt-Beispiels die Andersartigkeit trotz gemeinsamer Anlagen und führt in die Fragestellung nach der Notwendigkeit von De-Identifikation zwischen Geschwistern ein.

2. Über Geschwister des gleichen Geschlechts: Dieses Kapitel erläutert das Identitätsgefühl und die elterliche Sozialisation bei Geschwistern, unterteilt in die geschlechtsspezifischen Dynamiken von Schwestern und Brüdern.

3. De-Identifikation zwischen gleichgeschlechtlichen Geschwistern: Das Hauptkapitel untersucht Identifikationsmuster, den Ursprung destruktiver Gefühle, Abgrenzungsprozesse sowie die Auswirkungen von Rollenzuschreibungen auf die Entwicklung von Schwestern und Brüdern.

4. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die Bedeutung der Abgrenzung für die Identitätsfindung und betont, dass neben dem Geschlecht auch Sozialisation und Persönlichkeitsfaktoren die Geschwisterbeziehung maßgeblich prägen.

Schlüsselwörter

De-Identifikation, Geschwisterbeziehung, Identitätsentwicklung, Sozialisation, Rivalität, Rollenzuschreibung, Geschlechtsrollenerziehung, Familiendynamik, Geschwisterrivalität, Persönlichkeitsentwicklung, Individuation, Geschwister, psychische Entwicklung, Abgrenzungsprozesse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Dynamik zwischen gleichgeschlechtlichen Geschwistern und untersucht, warum und wie sich diese Kinder voneinander abgrenzen, um eine eigenständige Identität zu entwickeln.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die De-Identifikation, die Rolle der primären Sozialisation im Elternhaus, der Umgang mit Geschwisterrivalität sowie die Auswirkungen von geschlechtsspezifischen Rollenzuschreibungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch Abgrenzungsprozesse eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung gefördert wird und welche Rolle die elterliche Erziehung dabei spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene psychologische Konzepte und Studien zur Geschwisterforschung sowie zur Identitätsentwicklung zusammenführt und interpretiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert Identifikationsmuster, den Ursprung destruktiver Gefühle, Abgrenzungsprozesse bei Geschwistern sowie kritische Aspekte der Rollenzuweisung im familiären Kontext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind De-Identifikation, Geschwisterrivalität, Identitätsentwicklung, Sozialisation, Rollenzuschreibung und geschlechtsspezifische Identität.

Wie unterscheidet sich die De-Identifikation bei Schwestern von der bei Brüdern?

Während Schwestern Konflikte meist verbal austragen und eher zur schnellen Versöhnung tendieren, neigen Brüder häufiger zu körperlicher Aggression und rivalisieren stärker um Machtpositionen.

Warum spielt die elterliche Erziehung eine zentrale Rolle?

Eltern können durch eine gerechte, aber individuelle Behandlung der Kinder Rivalität abfedern und so fördern, dass jedes Kind seine eigene, unabhängige Persönlichkeit entwickelt.

Was passiert, wenn keine De-Identifikation stattfindet?

Ohne Abgrenzung riskieren Geschwister eine ungesunde, symbiotische Abhängigkeit, die die Entwicklung einer eigenständigen Identität hemmt und bis ins Erwachsenenalter zu Unselbstständigkeit führen kann.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
De-Identifikation zwischen gleichgeschlechtlichen Geschwistern
Hochschule
Duale Hochschule Gera-Eisenach (ehem. Berufsakademie Thürigen in Gera)
Note
1,5
Autor
Sandy Thiel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
27
Katalognummer
V340581
ISBN (eBook)
9783668301115
ISBN (Buch)
9783668301122
Sprache
Deutsch
Schlagworte
de-identifikation geschwistern
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sandy Thiel (Autor:in), 2011, De-Identifikation zwischen gleichgeschlechtlichen Geschwistern, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/340581
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  27  Seiten
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