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Die LTCM-Krise und deren Auswirkungen auf die Finanzindustrie

Titel: Die LTCM-Krise und deren Auswirkungen auf die Finanzindustrie

Seminararbeit , 2015 , 28 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Robert Brüch (Autor:in)

VWL - Finanzwissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Modell des effizienten Marktes ist das am weitesten verbreitete und klassischste aller ökonomischen Annahmen. Die Effizienz, Rationalität und Informationsgleichheit aller Marktteilnehmer werden dort nicht nur als selbstverständlich angesehen, sondern gehen darüber hinaus auch direkt in die Kursbildung des Börsengeschehens mit ein. Für Fundamentaldatenanalysten ist diese Hypothese allerdings fragwürdig, da in der Realität Informationen auf verschiedenste Art und Weise verteilt sind und somit die Zukunft durchaus ungewiss erscheinen lassen.

Das weltweite Finanzsystem mit seinen auf unterschiedlichsten Gründen basierenden Krisen stellt daher ein Musterbeispiel für die Fehlerhaftigkeit der Effizienzmarkttheorie dar. Diese Krisen sind der Ausdruck zahlloser Unzulänglichkeiten, seien sie nun grundlegender, mittelfristiger oder langfristiger Natur. Für eine beachtliche Anzahl der Krisen werden Hedgefonds in die Verantwortung gezogen, da sie aufgrund ihres schlechten Rufs als Begriff der rücksichtslosen Spekulation und Leichtsinnigkeit gelten. Darüber hinaus kann man sie als Katalysator der Finanzkrisen bezeichnen, da durch sie der Ausstrahlungseffekt auf Geschäftsbanken, Investmentbanken und Versicherungen sowohl im Umfang als auch in der Dauer immens verstärkt wird. Einer dieser Hedgefonds war Long-Term Capital Management, der auf eine beispielhafte Weise das gesamte Weltfinanzsystem zum Schwanken brachte. An Brillanz, Glamourösität, Ansehen und Risikobereitschaft war er weder von einem Vorgänger, noch von der damaligen Konkurrenz zu übertreffen. Doch wie konnte dieser Hedgefonds der Superlative, bestückt mit zwei Nobelpreisträgern, einem ehemaligen Vizepräsidenten der amerikanischen Notenbank und den brillantesten Köpfen der besten Universitäten des Landes, eine derartige Schockwelle über der Finanzwelt auslösen?

Die vorliegende Arbeit mit dem Thema „Die LTCM-Krise und deren Auswirkungen auf die Finanzindustrie“ soll diese und weitere Fragen klären.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Gründung und Aufstieg von LTCM

2.1 Die Gründung

2.2 Exkurs: Hedgefonds

2.3 Strategien

2.3.1 Relative Value Strategie

2.3.2 Equity Volatility und Equity Pair Strategie

2.3.3 Merger Arbitrage Strategie

3 Krise und Fall von LTCM

3.1 Die Krise

3.2 Die Ursachen der Krise

3.2.1 Die aufkommende Konkurrenz

3.2.2 Das Risikoprognosemodell

3.2.3 Das Kreditrisiko

3.3 Das Rettungspaket

4 Auswirkungen der Krise

4.1 Der Contagion-Effekt

4.2 Das Moral-Hazard Problem

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert den Aufstieg und den Beinahe-Zusammenbruch des Hedgefonds Long-Term Capital Management (LTCM) im Jahr 1998, untersucht die zugrundeliegenden Ursachen und bewertet die Auswirkungen auf das globale Finanzsystem sowie die damit verbundenen regulatorischen Herausforderungen.

  • Gründung und Investmentstrategien von LTCM
  • Ursachen der Krise (Modellfehler, Konkurrenz, Kreditrisiko)
  • Das durch die Federal Reserve initiierte Rettungspaket
  • Contagion-Effekte innerhalb der Finanzindustrie
  • Moral-Hazard-Problematik bei staatlichen Rettungsmaßnahmen

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Relative Value Strategie

LTCM verfolgte speziell zu Beginn des Aufstiegs Relative Value Strategien, um – wie der Name bereits ausdrückt – relative Preis- bzw. Kursunterschiede (sog. Spreads) zwischen Wertpapieren auszunutzen. Die Kunst des Hedgefonds-Managers bei dieser Strategie ist es, mit den selbstentwickelten Prognosemodellen Fehlbewertungen an den Finanzmärkten aufzuspüren und diese umgehend durch Gegeninvestitionen auszunutzen (Lowenstein, 2000). Im Regelfall wird eine Short-Position in einem Wertpapier und eine Long-Position in einem weiteren Wertpapier erworben, wodurch das Marktrisiko eliminiert werden soll. Denn durch einen Trade dieser Art ist der absolute Wert der einzelnen Positionen nicht mehr von Bedeutung, sondern lediglich das Verhältnis der Wertpapiere zueinander. In diesem Zusammenhang waren die Manager von LTCM davon überzeugt, dass es sich um irrationale Verschiebungen handle, die sich auf langfristige Sichtweise wieder ausgleichen und die Preisdifferenz eliminieren (Kolman, 1999).

Als Beispiel für die Relative Value Strategie, präziser gesagt für die Fixed Income Arbitrage Strategie, die eine sich auf nicht korrelierende Wertpapiere bezogene Spezialform darstellt, kann ein Trade aus dem Jahr 1994 angeführt werden. Laut Rating Agenturen war in diesem Jahr ein Staatsbankrott Italiens wahrscheinlicher, als der Bankrott eines Unternehmens mit einem sehr guten Credit-Rating (Prabhu, 2001). LTCM bezeichnete dies als Übertreibung und entwickelte basierend auf den eigenen Prognosemodellen eine Strategie, um Gewinne aus dieser Marktlage abzuschöpfen. Sie entschieden sich dafür, italienische Staatsanleihen in der Long-Position zu halten, während sie sich für deutsche Bundesanleihen (Euro Bund Futures, FGBL) in der Short-Position entschieden. Dies stellte sich als überaus gute Investitionsstrategie heraus und brachte LTCM daher einen der ersten bedeutenden Erfolge ein.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des Effizienzmarkttheorie-Modells ein und erläutert die Rolle von Hedgefonds als Katalysatoren für Krisen anhand des Beispiels LTCM.

2 Gründung und Aufstieg von LTCM: Dieses Kapitel behandelt die Entstehung von LTCM, die Zusammensetzung des Experten-Teams sowie die angewandten Investmentstrategien, die den anfänglichen Erfolg des Fonds begründeten.

3 Krise und Fall von LTCM: Hier wird der krisenhafte Verlauf des Jahres 1998 detailliert dargestellt, einschließlich der internen Ursachen wie Modellversagen und der schließlichen Rettung durch ein Bankenkonsortium unter der Führung der FED.

4 Auswirkungen der Krise: Dieses Kapitel analysiert die globalen Contagion-Effekte, die durch den Beinahe-Zusammenbruch von LTCM auf verschiedene Banken und Institutionen ausgingen, sowie das damit verbundene Moral-Hazard-Problem.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Lehren aus der Krise zusammen und betont die Unvorhersehbarkeit irrationaler Marktbewegungen trotz hochkomplexer mathematischer Prognosemodelle.

Schlüsselwörter

LTCM, Hedgefonds, Finanzkrise, Relative Value Strategie, Leverage-Effekt, Value-at-Risk, Modellrisiko, Contagion-Effekt, Moral Hazard, Federal Reserve, Finanzmärkte, Risikomanagement, Arbitrage, Staatsanleihen, Marktineffizienz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Aufstieg, der Krise und dem Beinahe-Zusammenbruch des Hedgefonds Long-Term Capital Management (LTCM) im Jahr 1998.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Investmentstrategien von Hedgefonds, die Rolle von Risikomodellen bei Finanzkrisen, die regulatorische Bedeutung von Rettungsmaßnahmen und die Ansteckungseffekte innerhalb des globalen Finanzsystems.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Gründe für das Scheitern von LTCM zu identifizieren und die Konsequenzen für die Finanzindustrie sowie die Auswirkungen der FED-Rettungsaktion zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung der Literatur und analysiert bestehende empirische Studien (wie z.B. von Kabir & Hassan) zur Messung von Contagion-Effekten während der Krise.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Erfolgsstrategien, die detaillierte Analyse der Krisenursachen (einschließlich Modellfehlern und Kreditrisiken) sowie die Untersuchung der Ausstrahlungseffekte auf andere Finanzinstitute.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind LTCM, Leverage, Relative Value Strategie, Risikoprognosemodell, Contagion-Effekt und Moral Hazard.

Warum war das Risikoprognosemodell von LTCM fehlerhaft?

Das Modell basierte auf der Annahme einer Normalverteilung der Marktrenditen und unterschätzte dabei das Auftreten von extremen Ereignissen („Fat Tails“) sowie menschliches, irrationales Verhalten.

Warum wurde LTCM durch die FED gerettet, obwohl der Fonds keine Bank war?

Aufgrund der massiven Vernetzung mit globalen Finanzinstituten wurde befürchtet, dass ein Zusammenbruch von LTCM eine systemische Kettenreaktion auslösen würde, was zur Rettung im Sinne von „too interconnected to fail“ führte.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die LTCM-Krise und deren Auswirkungen auf die Finanzindustrie
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Note
1,3
Autor
Robert Brüch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
28
Katalognummer
V340320
ISBN (eBook)
9783668299825
ISBN (Buch)
9783668299832
Sprache
Deutsch
Schlagworte
LTCM Long Term Capital Management Krise Fonds Strategie Equity Contagion Moral Hazard Risikoprognose Gründung Aufstieg Hedgefond Relative Value Equity Volatility Equity Pair Merger Arbitrage Kreditrisiko
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Robert Brüch (Autor:in), 2015, Die LTCM-Krise und deren Auswirkungen auf die Finanzindustrie, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/340320
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Leseprobe aus  28  Seiten
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