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Die Argumentation gegen die Vita Romana in Tertullians Polemik "De spectaculis"

Titel: Die Argumentation gegen die Vita Romana in Tertullians Polemik "De spectaculis"

Essay , 2013 , 9 Seiten , Note: 1, 3

Autor:in: Markus Hofbauer (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Einen „Ketzer“ nannte ihn Augustinus und auch in der weiteren Geschichte des Christentums dürfte Tertullian als eigensinniger und rigoroser Zeitgenosse im Hinblick auf die Auslegung der biblischen Schriften erscheinen. Als vir ardens – so Hieronymus später – ließ er sich als Sohn eines römischen Hauptmannes um 90 nach Christus zum Christen taufen und verteidigte in mehreren Apologien mit kämpferischer Manier nicht nur seinen Glauben als die wahre Religion, sondern setzt sich gegen die anlautenden Vorwürfe der Heiden zur Wehr. Die formulierte Kritik bezog sich vor allem auf die vita Romana , die seiner Meinung nach unvereinbar mit den christlichen Geboten sowie Glaubensvorschriften sei.

Das dies nicht evident ist, könnte der Anlass und der Grund für die Abhandlung „De spectaculis“ sein: In dieser Polemik, die die Schauspiele in Rom aufs schärfste verurteilte, versucht er insbesondere Christen von demselben abzubringen, wobei er sich gegenüber heidnischen und christlichen Argumentationen zu beweisen versucht. Auf welche Weise Tertullian seine Haltung begründet und welchem Faden er in seinem Werk folgt, wird im Mittelpunkt dieser Arbeit stehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundzüge der tertullianischen Argumentation gegen die römischen Spiele

2.1 Ausgangspunkte und Beweggründe Tertullians

2.2 Die ludi als Bestandteil des Heidentums

2.3 Die ludi im Hinblick auf die christliche Moral

2.4 Appell an die wahre voluptas

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die rhetorische und theologische Argumentationsstruktur von Tertullians Werk „De spectaculis“. Ziel ist es, nachzuvollziehen, wie Tertullian die römischen Spiele in den Arenen, Theatern und Zirkussen als unvereinbar mit der christlichen Lehre darstellt und seine Glaubensbrüder zur Abkehr von diesen Veranstaltungen bewegt.

  • Analyse der tertullianischen Kritik an der „vita Romana“
  • Untersuchung des Vorwurfs der „idololatria“ in Bezug auf die Spiele
  • Verknüpfung von heidnischen Kultursymbolen mit den Örtlichkeiten der Spiele
  • Gegenüberstellung von christlicher „disciplina“ und heidnischer „voluptas“
  • Rhetorische Strategien zur moralischen Überzeugung der Christenheit

Auszug aus dem Buch

2.1 Ausgangspunkt und Beweggründe Tertullians

Das eben erwähnte Motiv Tertullians und zugleich die Zielgruppe seiner Schrift spiegeln sich schon im ersten Satz wieder und bilden den Ausgangspunkt seiner Argumentation: „ad deum acceditis […] vos testificati et confessi“. Angesichts der anscheinend doch zahlreichen Anhänger der spectaculi auf christlicher Seite versucht Tertullian den Besuch solcher Veranstaltungen als Sünde darzulegen und angehende sowie getaufte Christen vor diesen zu schützen. Auch die möglichen Einwände der heidnischen Besucher gegen Sündhaftigkeit der Spiele versucht der Autor in Kapitel 1 - 5 zu entkräften und in ihrem Handeln die Grenze zum Leben im Sinne Gottes zu ziehen („quemadmodum ista non competant verae religioni et vero obsequio“). Darüber hinaus spricht er sich gegen die „menschliche Ignoranz“ aus, mit der selbst christliche Anhänger beispielsweise das Kolosseum befürworten wollen. So heißt es hier, dass letztlich alles von Gott geschaffen wurde und somit auch die Schauspiele zu befürworten seien. Weiter könnten die Bilder, die bei Theateraufführungen usw. auftreten, den Glauben eines gefestigten Christen nicht erschüttern. Mit der Widerlegung solcher „Ausflüchte[...]“ legt Tertullian auch das Fundament für seine spätere Argumentation gegen die Spiele und stellt seine Weltanschauung vor: Die Schöpfung Gottes ist im Sinne seiner Gebote entstanden („tot ratio damnationis perversa administratio conditionis a conditis“) und, dass auch alle, irdischen Dinge nicht im Sinne des „Rivalen“ missbraucht werden dürfen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung von Tertullian als rigorosem Kirchenschriftsteller und Einleitung in die Fragestellung seiner Polemik gegen die römischen Spiele.

2. Grundzüge der tertullianischen Argumentation gegen die römischen Spiele: Systematische Untersuchung der verschiedenen Argumentationsebenen, von der moralischen Verwerflichkeit bis hin zur religiösen Unvereinbarkeit.

2.1 Ausgangspunkte und Beweggründe Tertullians: Darlegung der Zielsetzung, Christen vom Besuch der Spiele abzubringen, und Widerlegung von Ausflüchten der Gläubigen durch Verweis auf Gottes Gebote.

2.2 Die ludi als Bestandteil des Heidentums: Analyse der Ursprünge der Spiele im heidnischen Kult und Nachweis des Götzendienstes in den Örtlichkeiten und Kunstformen.

2.3 Die ludi im Hinblick auf die christliche Moral: Betrachtung der Spiele aus ethischer Sicht und Verdeutlichung des Widerspruchs zwischen christlicher disciplina und heidnischen Leidenschaften.

2.4 Appell an die wahre voluptas: Aufruf an die Christen, sich von der falschen heidnischen Welt abzuwenden und die wahren Vergnügungen Gottes zu wählen.

3. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Schrift als radikale, aber in ihrem theologischen Kontext konsequente Mahnschrift gegen die Teilnahme an den öffentlichen Spielen.

Schlüsselwörter

Tertullian, De spectaculis, römische Spiele, Christentum, Götzendienst, Idololatria, christliche Moral, Disziplin, Arena, Circus, Theater, heidnische Kultur, Theologie, Antike, Apologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Auseinandersetzung Tertullians mit den römischen Unterhaltungsveranstaltungen in seinem Werk „De spectaculis“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Götzendienst, die christliche Ethik, die Abgrenzung zur heidnischen Kultur und die rhetorische Beweisführung gegen das Vergnügen in der Arena.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die logischen und theologischen Argumente Tertullians darzustellen, mit denen er versuchte, Christen vom Besuch öffentlicher Schauspiele abzubringen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine textanalytische Untersuchung des Werkes „De spectaculis“ unter Berücksichtigung des historischen und theologischen Kontexts.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Herkunft der Spiele, ihrer moralischen Auswirkungen auf die christliche Lebensführung und dem finalen Appell zur Umkehr.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Tertullian, Idololatria, christliche Moral, Arena, Antike und theologische Argumentation beschreiben.

Warum sieht Tertullian die Spiele als „Tempel aller Dämonen“?

Weil die Gladiatorenkämpfe ihren Ursprung in Totenopfern haben und die Spiele untrennbar mit dem heidnischen Kult und Götterverehrungen verknüpft sind.

Wie argumentiert Tertullian gegen das „Argument der Ignoranz“?

Er entgegnet, dass auch wenn Gott alles geschaffen habe, die irdischen Dinge nicht im Sinne des „Rivalen“ (Satan) missbraucht werden dürfen und Christen ein Taufversprechen gegenüber Gott eingegangen sind.

Inwiefern zieht der Autor Vergleiche zum heutigen Publikum?

Im Fazit wird die Mahnung Tertullians als überraschend gegenwärtig bezeichnet, wenn man die Begeisterung der Zuschauer bei den antiken Spielen mit heutigen Sportevents vergleicht.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Argumentation gegen die Vita Romana in Tertullians Polemik "De spectaculis"
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Lehrstuhl für Alte Geschichte)
Veranstaltung
Tertulian - De spectaculis
Note
1, 3
Autor
Markus Hofbauer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
9
Katalognummer
V340108
ISBN (eBook)
9783668297982
ISBN (Buch)
9783668297999
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tertullian De Spectaculis Polemik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Markus Hofbauer (Autor:in), 2013, Die Argumentation gegen die Vita Romana in Tertullians Polemik "De spectaculis", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/340108
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  9  Seiten
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