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Wie wird Sympathie vermittelt? Eine Analyse der „Räuberszene“ in Hartmann von Aues „Erec“

Title: Wie wird Sympathie vermittelt? Eine Analyse der „Räuberszene“ in Hartmann von Aues „Erec“

Term Paper (Advanced seminar) , 2016 , 24 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Yasemin Sati (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies

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Summary Excerpt Details

Anhand des Erec Hartmann von Aues möchte ich die Sympathievermittlung eines mittelalterlichen Textes näher erläutern und die Fragen "Wie wird Sympathie vermittelt?", "Was genau ist unter Sympathie zu verstehen?" und "Gibt es so etwas wie eine Sympathielenkung?" beantworten.

Ich habe mich für die „Räuberszene“ entschieden, da sich meine These speziell auf diesen Auszug anwenden lässt. An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass auch, wenn ich mich hauptsächlich auf diese Szene fokussiert habe, es unabdingbar ist, weitere Stellen des Werkes „Erec“ kurz zu erwähnen und zu erläutern, welche wiederum mit der analysierten Szene im Zusammenhang stehen.

Da der Frau (Enite) in dieser Szene eine besondere Rolle zukommt, werde ich ebenfalls auf das Frauenbild eingehen und erläutern, inwieweit ihr Verhalten für diese Zeit charakteristisch ist.

Zu Beginn dieser Arbeit werde ich Kriterien der Rezipientensteuerung erläutern und vorstellen, sowie die Charakteristika der Geschlechter im Mittelalter und heutzutage aufzeigen. Darauf folgt in Kapitel 4 die Vorstellung der besagten „Räuberszene“. In diesem Teil bleibt eine Interpretation vorerst aus. Denn im Anschluss an dieses Kapitel werden Erec und Enite anhand der vorab genannten Kriterien erläutert und analysiert.

Darüber hinaus wird die Rolle der Frau in diesem Zusammenhang erläutert und vergleichend dazu auch die Rolle des Mannes. Im Kapitel 5 folgt der Bezug zum Deutschunterricht. Dort werde ich auf die Fragen eingehen, welches Vorwissen Schülerinnen und Schüler über den „Erec“ bereits erlangt haben müssen, um diese Szene angemessen zu analysieren – oder ist die Szene bereits selbsterklärend? Außerdem werde ich erneut die Rolle der Frau aufgreifen, um zu erläutern, ob dieses Verhalten etwa auch heutzutage möglich wäre.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kriterien der Rezipientensteuerung

2.1. Perspektive

2.2. Fokalisierung

2.3. Fokussierung

2.4. Sympathiesteuerung

3. Geschlechtsidentität

3.1. Geschlechteridentität im Mittelalter

3.2. Geschlechteridentität heutzutage

4. Vorstellung des Beispiels: Die Räuberszene

4.1. Beschreibung der Szene

4.2. Analyse der Enite

4.3. Analyse des Erecs

4.4. Zusammenfassung

5. Problematik der Räuberszene im Deutschunterricht

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Mechanismen der Sympathiesteuerung in Hartmann von Aues „Erec“ anhand der zentralen „Räuberszene“. Ziel ist es, durch eine narratologische Analyse aufzuzeigen, wie der Leser durch gezielte Lenkungstechniken dazu gebracht wird, trotz der ritterlichen Ideale eine distanzierte Haltung gegenüber Erec einzunehmen und gleichzeitig tiefes Mitgefühl mit Enite zu entwickeln, wobei auch die Bedeutung dieser Szene für den modernen Deutschunterricht erörtert wird.

  • Narratologische Kriterien der Rezipientensteuerung (Perspektive, Fokalisierung, Fokussierung).
  • Die Darstellung von Geschlechteridentitäten im mittelalterlichen Kontext vs. moderne Perspektiven.
  • Analyse des „Räuberszenen“-Auszugs zur Erläuterung der Sympathielenkung.
  • Herausforderungen und Chancen der Vermittlung mittelalterlicher Texte im Deutschunterricht.

Auszug aus dem Buch

4.2. Analyse der Enite

Was vor allem in dieser „Räuberszene“ auffällt, ist der innere Kampf Enites, ihr Ringen um das richtige Verhalten. Soll sie schweigen und damit ihrem Mann gehorchen, oder soll sie das Verbot brechen, um somit Erecs Leben zu retten aber in Gefahr laufen, ihr eigenes dabei zu opfern? Hartmanns Erzähler beleuchtet umfangreich Enites innere Bewegung, den Zwiespalt zwischen Gehorsamkeit und Sorge um ihren geliebten Mann und zeigt deutlich die bedingungslose Liebe Enites zu ihrem Erec über ihren eigenen Tod hinweg. Immer wieder wird Enites Zerrissenheit in Form von Monologen aufgezeigt. Zählt man die in direkter Rede gesprochenen Monologe, Gebete und Gedankenreden zusammen, so kommt man für Enite auf 372 Verse, für Erec hingegen nur auf 42 Verse. Erec spricht im Allgemeinen mehr zu anderen Menschen als zu sich selbst. Ein großer Unterschied zu seiner Gattin Enite. Oftmals wird von „ir triuwe“ (V.3142) und „ir mannes liebe“ (V.314) gesprochen, welches eindeutige Indizien für die tiefe Zuneigung zu Erec sind.

Da Erec selbst dem Leser keine Auskunft darüber erteilt, weshalb er seiner Frau solchen schweren Lasten aufträgt, lässt sich nur mutmaßen. Die Forschung sieht darin vor allem eine Erniedrigung Enites, da dies eine Arbeit ist, welche für ihren hochadligen Stand unangemessen ist. Es dient somit also gezielt als Strafe bzw. Prüfung, welche ihr auferlegt wird. Wichtig an dieser Stelle zu erwähnen ist, dass die Strafe, nämlich das Versorgen der Pferde, in diesem Zeitalter Männersache ist und Erec sie somit in eine Rolle drängt, welche gänzlich unpassend für eine Frau ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung motiviert die Analyse von Hartmann von Aues „Erec“ für den Deutschunterricht und stellt die Forschungsfrage nach der Sympathievermittlung in der „Räuberszene“.

2. Kriterien der Rezipientensteuerung: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen der narratologischen Steuerung, darunter Perspektive, Fokalisierung, Fokussierung und Sympathiesteuerung.

3. Geschlechtsidentität: Es werden die höfischen Verhaltensregeln und Geschlechterrollen im Mittelalter denen der heutigen Zeit gegenübergestellt, um das Handeln der Figuren besser einordnen zu können.

4. Vorstellung des Beispiels: Die Räuberszene: Dieser Hauptteil beschreibt die „Räuberszene“ im Detail und analysiert das Verhalten von Enite und Erec anhand der zuvor erarbeiteten narratologischen Kriterien.

5. Problematik der Räuberszene im Deutschunterricht: Das Kapitel diskutiert die Gefahr von Fehlurteilen bei der isolierten Betrachtung der „Räuberszene“ im Unterricht und plädiert für die Einbeziehung weiterer Textstellen.

6. Fazit: Das Fazit beantwortet die zentrale Frage der Sympathiesteuerung und unterstreicht die Bedeutung einer fundierten Kontextualisierung bei der Arbeit mit mittelalterlichen Texten.

Schlüsselwörter

Erec, Hartmann von Aue, Räuberszene, Sympathiesteuerung, Rezipientensteuerung, Enite, Narratologie, Geschlechterrollen, Mittelalter, Deutschunterricht, Fokalisierung, Fokussierung, Literaturdidaktik, Minne, Literaturanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie in Hartmann von Aues „Erec“ mittels narratologischer Techniken Sympathien für Figuren gelenkt werden, wobei der Fokus auf der sogenannten „Räuberszene“ liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der erzähltheoretischen Analyse von Rezeptionssteuerung sowie auf dem Vergleich mittelalterlicher und moderner Geschlechterrollen im literarischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzudecken, durch welche narrativen Marker der Autor den Leser dazu lenkt, sich mit Enite zu solidarisieren, während Erec als unnahbar oder unsympathisch wahrgenommen wird.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine narratologische Analyse durchgeführt, die Begriffe wie Perspektive, Fokalisierung, Fokussierung und Sympathiesteuerung anwendet, um die Textstruktur zu durchdringen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung der „Räuberszene“ (V. 3106-3474) sowie der Analyse des Geschlechterverhältnisses, um die Handlungsweisen von Erec und Enite zu erklären.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die wichtigsten Begriffe sind Sympathiesteuerung, Erzähltheorie, Mittelalter, Geschlechterrollen und Literaturdidaktik.

Warum wird Enite in der Analyse als „Schiltkneht“ bezeichnet?

Der Begriff verdeutlicht ihre untypische Rolle: Durch Erecs Befehl muss sie ritterliche Aufgaben wie die Pferdepflege übernehmen, was ihre Identität als höfische Dame herausfordert.

Warum warnt die Autorin vor der isolierten Behandlung der Räuberszene im Unterricht?

Ohne Kontextwissen über das gesamte Werk könnten Schüler ein einseitig negatives Bild von Erec entwickeln, da sein Verhalten als „Prüfung“ innerhalb einer Ehekrise und nicht als bloße Tyrannei verstanden werden muss.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Erzählstimme bezüglich Erec?

Der Autor verzichtet bewusst auf eine Offenlegung von Erecs Innenleben, wodurch der Leser gezwungen ist, über dessen Motive zu spekulieren, was die Distanz zwischen Leser und Figur vergrößert.

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Details

Title
Wie wird Sympathie vermittelt? Eine Analyse der „Räuberszene“ in Hartmann von Aues „Erec“
College
Ruhr-University of Bochum  (Philologisches)
Grade
2,7
Author
Yasemin Sati (Author)
Publication Year
2016
Pages
24
Catalog Number
V339672
ISBN (eBook)
9783668291911
ISBN (Book)
9783668291928
Language
German
Tags
sympathie eine analyse räuberszene hartmann aues erec
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Yasemin Sati (Author), 2016, Wie wird Sympathie vermittelt? Eine Analyse der „Räuberszene“ in Hartmann von Aues „Erec“, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/339672
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