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Chinas Position im System der internationalen Beziehungen - Auf dem Weg zur Weltmacht?

Titel: Chinas Position im System der internationalen Beziehungen - Auf dem Weg zur Weltmacht?

Hausarbeit , 2002 , 28 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: MA Internationale Beziehungen Jan Fichtner (Autor:in)

Politik - Region: Ferner Osten

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die seit dem Ende des Zweiten Weltkrieg herrschende Bipolarität des Systems der internationalen Beziehungen, zwischen dem Ostblock unter Führung der Sowjetunion und dem Westen unter Führung der USA, war so allumfassend, dass sie viele weltweit latent vorhandene Konflikte überdeckte. Anfang der 1990er Jahre fand mit dem Zerfall der Sowjetunion diese Bipolarität ein jähes Ende, und somit gab es nur noch eine einzig verbliebene Supermacht, „(...) the United States became the first and the only truly gobal power.” Unter anderem aufgrund ihrer einzigartigen militärischen und ökonomischen Macht sind sie der heutige Hegemon der internationalen Beziehungen. Es existieren jedoch eine Reihe von Akteuren, die sich auf verschiedenste Art und Weise dafür einsetzen, dass sich diese aktuelle Unipolarität zu einer Multipolarität wandeln könnte. Dies sind z.B. nicht-staatliche Akteure wie islamistische Terroristen, ein supranationaler Akteur wie die EU oder auch Staaten wie Russland und die Volksrepublik China.
In der folgenden Arbeit wird nun diese Volksrepublik China näher untersucht und der Versuch unternommen, die Frage zu klären, ob sie sich – getragen von einer äußerst rasanten Entwicklung der letzten zwanzig Jahre – auf dem Weg befindet, eine Weltmacht der Zukunft zu werden. Die Frage ist von großer Bedeutung, da ein Aufstieg einer neuen Großmacht stets destabilisierend für das internationale System war und für große Konflikte gesorgt hat.
Die aktuelle Diskussion über die Zukunft Chinas ist außerordentlich vielfältig und kontrovers: Gerald Segal vertritt in seinem Aufsatz „Does China matter?“ den Standpunkt, dass China für die westlichen Staaten kaum eine Rolle spiele und nur eine Mittelmacht unter vielen sei. Laurence J. Brahm hingegen zeichnet in seinem Buch „China as No. 1“ das Bild einer kommenden Supermacht China, die in wenigen Jahrzehnten den Globus bestimmen werde.
Chinas geographische Größe und seine Bevölkerung von knapp 1,3 Milliarden Menschen sind sehr beeindruckend, doch müssen sicherlich noch andere Kriterien angelegt werden, um die gewählte Fragestellung beantworten zu können. Im Hauptteil der Arbeit werden zentrale Kriterien, wie z.B. wirtschaftliche Stärke und kulturelle Attraktivität in die Untersuchung einbezogen und auch Faktoren wie innere Stabilität und auswärtige Beziehungen Chinas analysiert. Vorangestellt ist ein ausführlicher geschichtlicher Teil, der erst ein Verständnis des Denkens und Handelns der chinesischen Führung ermöglicht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil

1. Historischer Hintergrund

2. Kriterien einer zukünftigen Weltmacht

2.1. Wirtschaft

2.2. Militär

2.3. Innere Stabilität

2.4. Auswärtige Beziehungen

2.4.1. Vereinigte Staaten von Amerika

2.4.2. Japan

2.4.3. Russland

2.4.4. Indien

2.4.5. Andere Staaten im asiatischen Umfeld

2.4.6. Europäische Union

2.5. Internationale Popularität

2.6. Kulturelle Attraktivität

III. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht, ob die Volksrepublik China basierend auf ihrer dynamischen wirtschaftlichen Entwicklung der letzten zwei Jahrzehnte auf dem Weg ist, eine Weltmacht der Zukunft zu werden. Dabei wird analysiert, inwieweit China die Kriterien erfüllt, die für eine Weltmacht im internationalen System konstitutiv sind.

  • Historische Prägung des chinesischen Selbstbildes
  • Analyse zentraler Machtkriterien: Wirtschaft und Militär
  • Bedeutung innerer Stabilität für den Aufstieg
  • Analyse der bilateralen auswärtigen Beziehungen (USA, Japan, Russland, Indien, EU)
  • Untersuchung von internationaler Popularität und kultureller Attraktivität

Auszug aus dem Buch

II.2.1. Wirtschaft:

Chinas Volkswirtschaft ist über einen weiten Zeitraum der letzten 2000 Jahre die größte der Welt gewesen und hat mit ihrer Innovationskraft schon früh eine Reihe von wichtigen Erfindungen, wie z.B. Buchdruck oder die Benutzung von Papiergeld hervorgebracht. Auch die Landwirtschaft war u.a. durch die frühzeitige Benutzung des Pfluges und von Sähmaschinen sehr produktiv. Als jedoch England im 18. Jahrhundert das Zeitalter der Industriellen Revolution einläutete, fällt China weit hinter Europa und später die USA in der wirtschaftlichen Leistungskraft zurück. In China war eine derartig revolutionäre industrielle Entwicklung wohl nicht möglich, weil eine Markt- und Industriegesellschaft nicht mit damaligen konfuzianischen Vorstellungen von Moral und Herrschaft vereinbar war. Kaufleute wurden als „Parasiten“ angesehen, mit denen die Regierungseliten die Macht nicht teilen wollten.

Mit der Machtübernahme der Kommunisten im Jahr 1949 entsteht in China eine Planwirtschaft nach sowjetischem Vorbild. Durch die Verstaatlichung der privaten Betriebe und der Kollektivierung der Landwirtschaft sinkt die Produktivität stark. Dieses Modell einer zentralistischen Planwirtschaft wurde von den Reformern um Deng Xiaoping Ende der 1970er Jahre modernisiert. Durch schrittweise Einführung von Märkten mit freier Preisbildung und beginnender Entkollektivierung konnte die Produktivität in der Landwirtschaft innerhalb von wenigen Jahren verdoppelt werden. Anfang der 1980er Jahre erreichen die Reformen die Städte mit der Einrichtung von sogenannten Sonderwirtschaftszonen in den südchinesischen Provinzen nahe Hong Kong und Taiwan. Sie dienen als Labor für das Ausprobieren von marktwirtschaftlichen Reformen, bevor diese, wenn sie sich als positiv herausstellen, auf andere Regionen übertragen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung skizziert den Übergang vom bipolaren zum unipolaren System nach dem Zerfall der Sowjetunion und führt die Forschungsfrage ein, ob China eine aufstrebende Weltmacht darstellt.

II. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert fundiert die historische Entwicklung Chinas sowie die für eine Weltmacht notwendigen Kriterien wie Wirtschaft, Militär, innere Stabilität und die komplexen internationalen Beziehungen.

III. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung bilanziert, dass China aufgrund fehlender globaler Machtansprüche und interner Herausforderungen vorerst keine Weltmacht werden wird, sich jedoch vermutlich zu einer einflussreichen Regionalmacht entwickelt.

Schlüsselwörter

Volksrepublik China, Weltmacht, Wirtschaftswachstum, Internationale Beziehungen, Militär, Reformpolitik, Sonderwirtschaftszonen, Taiwan, Geopolitik, Modernisierung, Außenpolitik, Konfuzianismus, Regionale Vormacht, Souveränität, Handelsbeziehungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Position Chinas im System der Internationalen Beziehungen und untersucht, ob das Land das Potenzial hat, sich zu einer künftigen Weltmacht zu entwickeln.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen die wirtschaftliche Stärke, militärische Kapazitäten, die innere politische Stabilität Chinas sowie die Analyse der bilateralen Beziehungen zu anderen globalen und regionalen Akteuren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob China unter Berücksichtigung seiner jüngsten Entwicklungen den Status einer Weltmacht anstrebt und erreicht.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine politikwissenschaftliche Analyse auf Basis der Weltmachtkriterien von Zbigniew Brzezinski, interpretiert durch Xuewu Gu, angewandt, ergänzt durch eine historische Einordnung.

Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte des Hauptteils?

Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung, die ökonomischen Reformen, die Modernisierung der Volksbefreiungsarmee, die Herausforderungen der inneren Stabilität sowie die auswärtigen Beziehungen zu den USA, Japan, Russland, Indien und der EU.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Volksrepublik China, Weltmacht, Modernisierung, Geopolitik, wirtschaftliche Transformation und regionale Vormachtstellung charakterisiert.

Welchen Stellenwert nimmt die "Wirtschaft" für den Aufstieg Chinas ein?

Wirtschaftliche Stärke wird als Basis für nahezu alle weiteren Reformen und für den Einfluss Chinas weltweit angesehen, wobei insbesondere die Reformen seit den 1980er Jahren als Motor dienen.

Warum ist die "innere Stabilität" für die Volksrepublik so kritisch?

Innere Stabilität gilt als wesentliche Voraussetzung für den Erfolg der Modernisierung; Krisen wie Arbeitslosigkeit oder Korruption könnten die gesamte Entwicklung gefährden.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Chinas Position im System der internationalen Beziehungen - Auf dem Weg zur Weltmacht?
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen
Note
1,7
Autor
MA Internationale Beziehungen Jan Fichtner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
28
Katalognummer
V33966
ISBN (eBook)
9783638343060
ISBN (Buch)
9783638652483
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Chinas Position System Beziehungen Weltmacht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
MA Internationale Beziehungen Jan Fichtner (Autor:in), 2002, Chinas Position im System der internationalen Beziehungen - Auf dem Weg zur Weltmacht?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/33966
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Leseprobe aus  28  Seiten
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