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Die femme fragile in Heinrich Manns Novellen "Ist sie's?" und "Contessina"

Titel: Die femme fragile in Heinrich Manns Novellen "Ist sie's?" und "Contessina"

Hausarbeit , 2013 , 14 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Larissa Pöltl (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Heinrich Mann verwendet in seinen beiden Novellen "Ist sie’s?" und "Contessina" das Motiv der „femme fragile“. Dieser Frauencharakter, der zumeist auf eine blasse, magere und kranke Frau hinweist, ist typisch für die Jahrhundertwende.

In der Novelle "Ist sie’s?" geht es vermehrt um das Thema der Wiedergeburt; der Ich-Erzähler lernt eine verheiratete Frau kennen, zu der er sich stark hingezogen fühlt, verliert sie jedoch aus den Augen. Jahre später glaubt er, sie wiederzusehen, es ist aber ihre Tochter, in der er die Seele der Mutter zu erkennen scheint. Letztere ist bei der Geburt gestorben. Sowohl Mutter als auch Tochter verkörpern die „femme fragile“.

In der Novelle "Contessina" lernt ein junges Mädchen die Sonnenseiten des Lebens kennen, als ein Bildhauer sie in ihrem zuvor einsamen Zuhause besucht. Er zeigt ihr, dass es auch ein Leben außerhalb Contessinas Umfeld gibt. Das junge Mädchen wird so stark von Sehnsucht geplagt, dass es sich am Ende das Leben nimmt. Auch hier verkörpert die Protagonistin die „femme fragile“.

In der folgenden Arbeit wird bearbeitet, inwiefern sich die Charaktere der beiden Novellen in Bezug auf den Typus „femme fragile“ ähneln und unterscheiden. Es soll außerdem herausgearbeitet werden, welche Rolle der Mann in den Erzählungen spielt. Beide Protagonistinnen sind von Männern abhängig. Die These hierzu lautet, dass beide von einem Mann zum Leben erweckt werden, dieses Erwecken aber gleichzeitig auch zu ihrem Tode führt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die „femme fragile“

2.1 Die „femme fragile“ in Ist sie’s?

2.2 Die „femme fragile“ in Contessina

3. Ein Vergleich

3.1 Der männliche Beschützer

3.2 Das Erwecken

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung und Funktion des literarischen Motivs der „femme fragile“ in den Novellen „Ist sie’s?“ und „Contessina“ von Heinrich Mann. Dabei wird analysiert, inwiefern die Protagonistinnen in ihrem Schicksal und ihrer Fremdbestimmung durch männliche Akteure korrespondieren und welche zentrale Bedeutung das Motiv der „Erweckung“ für den tragischen Ausgang beider Erzählungen hat.

  • Charakterisierung des Typus der „femme fragile“ um die Jahrhundertwende
  • Analyse der Protagonistinnen Jeanne und Contessina
  • Die Rolle des Mannes als Beschützer und „Erwecker“
  • Die Themenkomplexe Krankheit, Tod und Abhängigkeit
  • Biografische Bezüge des Autors Heinrich Mann

Auszug aus dem Buch

2. Die „femme fragile“

Die „femme fragile“ ist ein typischer Charakter, der in den Novellen um die Jahrhundertwende des 19. Jahrhunderts vorkommt. Folgende Adjektive sind charakteristisch: „blaß, […], kindlich, […], kränklich, […], mädchenhaft, […], müde, rätselhaft, […], schlank, [...], still, teilnahmslos, […], weiß, […], zerbrechlich, […]“. Man kann erkennen, dass die Farbe Weiß ein Hauptbestandteil dieser Merkmale ausmacht. Außerdem kommt es vor allem in Heinrich Manns Erzählungen vor, dass die „femme fragile“ eine „aufgeworfene Nase“ besitzt. Sie wird sehr oft auf ihr Äußeres reduziert, was die Stellung der Frau zu dieser Zeit besonders bezeichnet. Die „femme fragile“ steht als Symbol für die Unterdrückung der Frau in der Gesellschaft und auch für den Objektcharakter, den alle Frauen hatten. Sie ist vom Mann abhängig, der sie versorgen und pflegen muss, auch gerade deswegen, weil sie immer kränklich, blass und mager ist, was meistens auf eine Erkrankung hinweist. Dies wiederum macht sie sexuell ungefährlich für den Mann, im Gegensatz zur „femme fatale“, die den Mann verführt. Die „femme fragile“ hat jedoch meistens keine tatsächliche Beziehung zu dem Mann, sie ist eher unnahbar und distanziert. Ihre Krankheit macht ihren Körper für den Mann zudem zu einem Tabu. Hier tritt die Symbolik der Heiligen in Erscheinung, sie steht im Gegensatz zur Hure, die durch die „femme fatale“ dargestellt wird. Auch wird ihr ein märchenhafter und rätselhafter Charakter nachgesagt, vielleicht auch deswegen, weil sie nicht viel spricht und man ihre Mimik nicht deuten kann. Die Krankheit der „femme fragile“ steht darüber hinaus auch in einer engen Beziehung mit dem Tod.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Motiv der „femme fragile“ bei Heinrich Mann und Darlegung der zentralen These, dass das „Erwecken“ durch Männer für die Protagonistinnen in den Tod führt.

2. Die „femme fragile“: Definition des Literaturtypus als kränkliche, blasse und abhängige Figur, ergänzt durch spezifische Analysen der Novellen „Ist sie’s?“ und „Contessina“.

3. Ein Vergleich: Gegenüberstellung der beiden Protagonistinnen hinsichtlich ihrer Gemeinsamkeiten, der Rolle des männlichen Gegenparts und der tödlichen Auswirkungen ihrer Fremdbestimmung.

4. Schluss: Resümee über die Bewahrung traditioneller Geschlechterordnungen und die Einbettung des Motivs in die Biografie Heinrich Manns.

Schlüsselwörter

Heinrich Mann, femme fragile, Jahrhundertwende, Ist sie’s?, Contessina, Novelle, Geschlechterordnung, Abhängigkeit, Krankheit, Tod, Erwecken, Literaturanalyse, Wiedergeburt, Fremdbestimmung, Identität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Frauenbild der „femme fragile“ in zwei Novellen von Heinrich Mann und analysiert die Machtdynamik zwischen männlichen und weiblichen Charakteren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Themen Weiblichkeit, Krankheit, Abhängigkeit von Männern sowie die literarische Verknüpfung von Schönheit und Tod.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die Protagonistinnen durch männliche Einflussnahme zum Leben erweckt werden, was in beiden Fällen jedoch unausweichlich zu ihrem Tod führt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die Textstellen aus den Novellen mit theoretischer Sekundärliteratur vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Der Hauptteil gliedert sich in eine allgemeine Definition des Motivs, Einzelanalysen der Figuren Jeanne und Contessina sowie einen strukturierten Vergleich der männlichen Beschützerrollen.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Heinrich Mann, femme fragile, Jahrhundertwende, Abhängigkeit, Krankheit und das Motiv der Erweckung.

Welche Rolle spielt die Farbe Weiß in den untersuchten Texten?

Die Autorin stellt heraus, dass die Farbe Weiß als ein wesentliches Merkmal der „femme fragile“ eng mit deren Krankheit und einer „ästhetisierenden Verklärung“ des Todes verknüpft ist.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Mannes in beiden Werken?

Während der „Erwecker“ in „Contessina“ eine eher distanzierte Rolle spielt, ist die Beziehung in „Ist sie’s?“ stärker durch Gefühle und das Motiv der Wiedergeburt geprägt, wobei der Mann in beiden Fällen als handelndes Subjekt dominiert.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die femme fragile in Heinrich Manns Novellen "Ist sie's?" und "Contessina"
Hochschule
Universität Mannheim  (Neue Germanistik)
Veranstaltung
Fin de Siecle Literatur
Note
2,7
Autor
Larissa Pöltl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
14
Katalognummer
V339557
ISBN (eBook)
9783668290792
ISBN (Buch)
9783668290808
Sprache
Deutsch
Schlagworte
heinrich manns novellen contessina
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Larissa Pöltl (Autor:in), 2013, Die femme fragile in Heinrich Manns Novellen "Ist sie's?" und "Contessina", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/339557
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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