Cannabis und die damit verbundenen Straftaten sind immer wieder Thema in der Politik und den Medien in Deutschland und Europa. Ein Artikel von ,,Die Welt" mit dem Titel ,,Wissenschaftler beweisen, dass Cannabis töten kann" , zeigt wie gefährlich diese Droge sein kann. Zudem zeigt das Bundeslagebild Rauschgiftkriminalität 2014, dass die Anzahl der Cannabisdelikte mit 161.040 polizeilich registrierten Straftaten den höchsten Stand seit knapp zehn Jahren erreichte.
Aufgrund dieser Zahlen und Tatsachen, scheint es notwendig zu sein, sich mit dem Thema Cannabis näher zu beschäftigen. Es ist vor allem interessant, welche Entwicklung die Cannabisdelikte in Deutschland und Europa genommen haben. Deshalb wird sich diese Arbeit mit der Frage beschäftigen, wie sich die Cannabisdelikte in Europa und Deutschland entwickelt haben. Um diese Forschungsfrage zu beantworten, wird eine Literatur-analyse und eine Analyse von Statistiken vorgenommen.
Zunächst wird der Begriff Cannabis erläutert und auf die verschiedenen Erscheinungsformen eingegangen. Daraufhin beschäftigt sich die Arbeit mit den einzelnen Konsumformen und deren Wirkung auf den menschlichen Körper. Im Anschluss wird die rechtliche Situation in Deutschland betrachtet. Mithilfe der erlangten Kenntnisse wird dann auf die Entwicklung der Cannabisdelikte in Deutschland und Europa eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 BEGRIFFSBESTIMMUNG UND HERKUNFT
3 ERSCHEINUNGSFORMEN
4 KONSUMFORMEN
5 WIRKUNGSWEISE
5.1 Wirkungsspektrum
5.2 Langfristige Folgen
6 RECHTLICHE EINORDNUNG
6.1 Rechtsgrundlage im Straßenverkehr
7 ENTWICKLUNG VON CANNABISDELIKTEN IN DEUTSCHLAND
7.1 Untersuchung des Rauschgiftbundeslagebildes 2014
7.2 Nutzbarkeit der PKS-Statistiken
8 ENTWICKLUNG VON CANNABISDELIKTEN IN EUROPA
9 FAZIT
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Situation und die statistische Entwicklung von Cannabisdelikten in Deutschland und Europa. Dabei wird analysiert, wie sich die Fallzahlen im Zeitverlauf verändert haben, welche rechtlichen Rahmenbedingungen existieren und welche sozioökonomischen oder politischen Indikatoren möglicherweise zu den beobachteten Trends beitragen.
- Grundlagen zur Biologie, Herkunft und Wirkung von Cannabis
- Darstellung gängiger Konsumformen und deren Gefahren
- Analyse der rechtlichen Einordnung in Deutschland inkl. Straßenverkehr
- Auswertung polizeilicher Statistiken (PKS) und Rauschgiftlagebilder
- Vergleich der Konsummuster junger Erwachsener im europäischen Kontext
Auszug aus dem Buch
5.2 Langfristige Folgen
Der langfristige Cannabiskonsum ist mit sozialen, psychischen und körperlichen Risiken verbunden. Die Forschung ist sich bei den Folgen jedoch nicht immer einig. Die unten aufgeführten Folgen sind aber bereits in der Forschung anerkannt.
Bei den körperlichen Folgen kann der dauerhafte Konsum zu einer Beeinträchtigung der kognitiven Leistungsfähigkeit führen. Des Weiteren steigert starker Cannabiskonsum die Gefahr auf Lungenkrebs. Das liegt an dem Tabak, der für gewöhnlich in den Cannabiszigaretten enthalten ist.
Bei den psychischen und sozialen Folgen kann der dauerhafte Konsum zu einer psychischen und körperlichen Abhängigkeit führen. Studien haben herausgefunden, dass erhöhter Cannabiskonsum im Alter von 14 bis 21 Jahren zu einer geringen Ausbildungsabschlussquote, geringem Einkommen, höherer Arbeitslosigkeit und geringerer partnerschaftlicher Zufriedenheit im Alter von 25 einhergeht. Die Ursachen dafür sind bis heute nicht genau geklärt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Cannabisdelikte und Definition der Forschungsfrage unter Einbeziehung aktueller Medienberichte und Lagebilder.
2 BEGRIFFSBESTIMMUNG UND HERKUNFT: Erläuterung der biologischen Grundlagen der Cannabispflanze sowie ihrer historischen Nutzung als Nutz- und Heilpflanze.
3 ERSCHEINUNGSFORMEN: Beschreibung der in Europa verbreiteten Cannabisprodukte wie Haschisch, Marihuana und Haschischöl sowie deren unterschiedliche Beschaffenheit.
4 KONSUMFORMEN: Vorstellung der gängigen Methoden des Cannabiskonsums vom Rauchen in Joints oder Bongs bis hin zur oralen Einnahme über Speisen.
5 WIRKUNGSWEISE: Analyse der psychoaktiven Effekte von THC sowie der kurz- und langfristigen gesundheitlichen Folgen des Konsums.
6 RECHTLICHE EINORDNUNG: Überblick über die strafrechtliche Behandlung von Cannabis in Deutschland sowie spezifische Regelungen im Straßenverkehr.
7 ENTWICKLUNG VON CANNABISDELIKTEN IN DEUTSCHLAND: Statistische Analyse des Rauschgiftbundeslagebildes und kritische Betrachtung der Aussagekraft der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS).
8 ENTWICKLUNG VON CANNABISDELIKTEN IN EUROPA: Untersuchung europäischer Trends basierend auf Daten der EMCDDA sowie Vergleich der Konsumraten junger Erwachsener.
9 FAZIT: Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse und Bewertung der aktuellen Lage hinsichtlich der steigenden Cannabisdelikte in Deutschland.
Schlüsselwörter
Cannabis, Cannabisdelikte, THC, Rauschgiftkriminalität, Betäubungsmittelgesetz, BtMG, PKS, Konsumformen, Suchtprävention, Drogenpolitik, Europäischer Drogenbericht, Kriminalistik, Wirkungsweise, Statistik, Dunkelziffer
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und dem aktuellen Stand von Cannabisdelikten im Kontext der Kriminalistik, sowohl innerhalb Deutschlands als auch im europäischen Vergleich.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder umfassen die biologischen und pharmakologischen Grundlagen von Cannabis, die rechtliche Situation, die statistische Erfassung von Straftaten sowie die gesundheitlichen Langzeitfolgen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Entwicklung der polizeilich registrierten Cannabisdelikte zu analysieren und mögliche Indikatoren für die beobachteten Anstiege der Fallzahlen zu identifizieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung statistischer Daten aus offiziellen Quellen wie dem Rauschgiftbundeslagebild und dem Europäischen Drogenbericht.
Was wird im Hauptteil der Arbeit inhaltlich behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung der stofflichen Eigenschaften, Konsumformen und Wirkungsweisen sowie in eine detaillierte Analyse der Kriminalitätsstatistik von 2005 bis 2014.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Publikation am besten?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Cannabisdelikte, Rauschgiftkriminalität, BtMG, PKS, Wirkungsweise und Drogenpolitik geprägt.
Warum ist die Unterscheidung zwischen konsumnahen Delikten und Handelsdelikten wichtig?
Diese Differenzierung ist entscheidend, um zu verstehen, ob ein Anstieg der Fallzahlen eher auf den Gelegenheitskonsum oder auf die organisierte Kriminalität im Bereich Schmuggel und Handel zurückzuführen ist.
Welche Rolle spielt die Europäische Union bei der Entwicklung der Delikte?
Die Arbeit diskutiert die EU-Erweiterungen als möglichen Indikator, da durch den Wegfall von Grenzkontrollen die Ein- und Ausfuhr illegaler Substanzen theoretisch erleichtert wurde.
Wie beeinflusst die Tschechische Republik das Bild des Cannabiskonsums in Europa?
Aufgrund einer sehr liberalen Drogenpolitik weist die Tschechische Republik im europäischen Vergleich überdurchschnittlich hohe Konsumraten auf, was sie zu einem Sonderfall in der europäischen Betrachtung macht.
- Quote paper
- Philipp Pelka (Author), 2016, Entwicklung von Cannabisdelikten in Deutschland und Europa, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/339418