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Bildungsbegriffe in Aufklärung und Neuhumanismus. Was heißt Bildung bei Kant, Basedow und Humboldt?

Title: Bildungsbegriffe in Aufklärung und Neuhumanismus. Was heißt Bildung bei Kant, Basedow und Humboldt?

Term Paper , 2015 , 14 Pages

Autor:in: Theresa Hoch (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)

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Summary Excerpt Details

Die Arbeit setzt sich mit den Bildungsbegriffen in der Zeit von Aufklärung und Neuhumanisms auseinander. Dazu werden besonders die Positionen von Immanuel Kant, von Johann Bernhard Basedow und der Philanthropie sowie von Wilhelm von Humboldt berücksichtigt. Die erarbeiteten Bidungsbegriffe werden anschließend miteinander verglichen. Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede lassen sich erkennen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bildung und Erziehung zur Zeit der Aufklärung

2.1 Über Kants Bildungsbegriff

2.2 J.B. Basedow

2.2.1 Basedows Elementarbuch

2.2.2 Dessauer Philanthropin

3. Bildung und Erziehung im Neuhumanismus

3.1. Wilhelm von Humboldt und die Bildung des Menschen

4. Abschließender Vergleich des Bildungsbegriffs in Aufklärung und Neuhumanismus

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Entwicklungslinien und konzeptionellen Unterschiede der Bildungsbegriffe während der Aufklärung und des Neuhumanismus. Dabei wird analysiert, wie bedeutende Denker wie Immanuel Kant, J.B. Basedow und Wilhelm von Humboldt Bildung jeweils definierten und in welchem gesellschaftlichen Kontext diese Konzepte standen, um abschließend die Differenzen zwischen Disziplinierung und freier Selbstbildung gegenüberzustellen.

  • Der Bildungsbegriff der Aufklärung am Beispiel von Kant
  • Das philanthropische Erziehungskonzept nach J.B. Basedow
  • Wilhelm von Humboldts neuhumanistisches Bildungsverständnis
  • Die Transformation vom "brauchbaren Bürger" zum "selbstbewussten Menschen"
  • Vergleichende Analyse von Erziehung, Disziplin und Selbstbildung

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Basedows Elementarbuch

Basedow gründete einen Plan für eine nach seinem Anspruch wirklich gute Schulbibliothek, welche nachfolgend zitierte Kriterien beinhalten sollte:

„eine ordentliche Folge von nützlichen Schulbüchern, welche einförmig zu dem wichtigsten Zwecke fortschritte; welche von dem Alphabete des menschlichen Verstandes anfinge; welche die zu allen Ständen nötigen Erkenntnisse zuerst festsetzte, alsdann zur Unterweisung der mittlern Bürger Gelegenheit gäbe und sich mit den Gründen der Wissenschaft eines Studierenden endigte.“11

Der erste wichtige Bestandteil dieser Bibliothek war das sog. „Elementarbuch“, welches für „die Jugend und ihre Freunde in gesitteten Ständen“ galt und im Jahr 1774 den Titel „Elementarwerk“ erhielt.

Es besteht aus vier Textbänden und einem Bildband mit Kupferstichen Chodowieckis. Basedow selbst beschreibt den Grundgedanken dieses Werkes folgendermaßen: anfangen soll es schon mit den ersten Erkenntnissen, die ein Kind hat. Es soll jeglicher Gegenstand für die Bildung von sowohl Herz als auch Verstand des Kindes darin behandelt werden und alles davon zum richtigen Zeitpunkt. Basedow erhebt für sein Werk den Anspruch auf Vollständigkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Untersuchung ab, indem sie die Bildungsbegriffe der Aufklärung und des Neuhumanismus thematisiert und das methodische Vorgehen anhand von Quellentexten erläutert.

2. Bildung und Erziehung zur Zeit der Aufklärung: Dieses Kapitel expliziert Kants Verständnis von Bildung als Ausgang aus der Unmündigkeit sowie Basedows pädagogische Reformansätze im philanthropischen Kontext.

2.1 Über Kants Bildungsbegriff: Hier wird Kants Fokus auf Autonomie, Mündigkeit und die Erziehung durch Disziplin und Unterweisung als notwendige Bedingung für die Entwicklung des Menschen zum Zwecke an sich selbst dargestellt.

2.2 J.B. Basedow: Der Abschnitt würdigt Basedow als Initiator der philanthropischen Erziehungsbewegung und Kritiker des klassischen Schulwesens.

2.2.1 Basedows Elementarbuch: Es wird die Struktur und der pädagogische Anspruch von Basedows Elementarwerk analysiert, welches Bildung subjektiv und lebensnah vom Kind aus denkt.

2.2.2 Dessauer Philanthropin: Das Kapitel beschreibt das Dessauer Philanthropin als Zentrum der Reformpädagogik, das menschenfreundliche Gesinnung und moderne Lehrmethoden in den Schulalltag integrierte.

3. Bildung und Erziehung im Neuhumanismus: Der Fokus liegt hier auf dem neuhumanistischen Ideal, das Bildung als fortwährende Selbsttätigkeit und Bestimmung des Menschen zur freien Entfaltung seiner Kräfte begreift.

3.1. Wilhelm von Humboldt und die Bildung des Menschen: Eine detaillierte Betrachtung von Humboldts Ansatz, der die zirkuläre Wechselwirkung zwischen dem Individuum und der Welt als zentralen Bildungsprozess hervorhebt.

4. Abschließender Vergleich des Bildungsbegriffs in Aufklärung und Neuhumanismus: Das abschließende Kapitel synthetisiert die Ergebnisse und stellt die Disziplin-orientierte Erziehung der Aufklärung der freiheitsorientierten Selbstbildung des Neuhumanismus gegenüber.

Schlüsselwörter

Bildung, Erziehung, Aufklärung, Neuhumanismus, Immanuel Kant, J.B. Basedow, Wilhelm von Humboldt, Selbstbildung, Philanthropismus, Mündigkeit, Anthropologie, Individualität, Elementarbuch, Pädagogik, Disziplin

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der vergleichenden Analyse von Bildungsbegriffen zweier zentraler Epochen, der Aufklärung und dem Neuhumanismus, und hinterfragt die pädagogischen Konzepte der jeweiligen Vertreter.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Themenfelder umfassen die Bildungsphilosophie Kants, das pädagogische Reformkonzept des Philanthropismus nach Basedow sowie das humanistische Bildungsideal Wilhelm von Humboldts.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und signifikante Unterschiede zwischen der Erziehung im Sinne der Disziplinierung und Mündigkeit der Aufklärung und dem Streben nach freier Selbstentfaltung im Neuhumanismus herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse von Primär- und Sekundärliteratur, um die bildungstheoretischen Begriffsbestimmungen der genannten Pädagogen zu erschließen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden nacheinander die Positionen von Kant und Basedow sowie die Konzepte von Humboldt beleuchtet, wobei jeweils die anthropologischen Voraussetzungen und praktischen Erziehungsziele im Fokus stehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind neben den Namen der Philosophen vor allem Begriffe wie Selbstbildung, Autonomie, Mündigkeit, philanthropische Erziehung und die anthropologische Begründung von Bildung.

Inwiefern unterscheidet sich Basedows Ansatz von der Tradition?

Basedow verfolgt einen subjektiven Ansatz, indem er vom Kind und dessen Lebenswelt ausgeht, anstatt bei einer objektiven, rein göttlichen oder rein rationalen Ordnung anzusetzen – eine Wende, die auch als "kopernikanische Wende" der Pädagogik bezeichnet wird.

Warum wird im Neuhumanismus die allgemeine Bildung bevorzugt?

Im Neuhumanismus gilt die allgemeine Bildung als Vorbedingung für vielfältige Bildungsprozesse, da sie sich explizit gegen eine reine Nützlichkeitserwägung oder einseitige berufliche Zweckgebundenheit stellt.

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Details

Title
Bildungsbegriffe in Aufklärung und Neuhumanismus. Was heißt Bildung bei Kant, Basedow und Humboldt?
Author
Theresa Hoch (Author)
Publication Year
2015
Pages
14
Catalog Number
V338802
ISBN (eBook)
9783668284029
ISBN (Book)
9783668284036
Language
German
Tags
Bildungsbegriff Aufklärung Neuhumanismus Kant Basedow Humboldt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Theresa Hoch (Author), 2015, Bildungsbegriffe in Aufklärung und Neuhumanismus. Was heißt Bildung bei Kant, Basedow und Humboldt?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/338802
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