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Der strukturelle Wandel der Unternehmen. Vor- und Nachteile der Entscheidungsdelegation

Title: Der strukturelle Wandel der Unternehmen. Vor- und Nachteile der Entscheidungsdelegation

Term Paper , 2016 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christine Seilberger (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance

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Die wirtschaftliche Entwicklung im 21. Jahrhundert ist geprägt von einem strukturellen Wandel der auf dem Markt agierenden Organisationen. Diese beobachtbare Reaktion der Unternehmen liegt begründet in der zunehmenden Globalisierung der Märkte.

Die mittlerweile marktnotwendigen Diversifikationen im Produktbereich und die Expansionsbemühungen der Organisationen, globale Absatzmärkte zu bestreiten, bringt die Notwendigkeit von Strukturveränderungen mit sich. Um den komplexeren Wettbewerbsbedingungen im internationalen Geschäft gerecht werden zu können, erhoffen sich die Unternehmen durch Dezentralisierungsbestrebungen in erster Linie die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt. Aus der damit einhergehenden Dezentralisierung der Organisationsstrukturen mit globaler Ausrichtung resultieren aus erster Konsequenz vielschichtige Hierarchiegefüge, deren Steuerung und Führung eine multikomplexe Aufgabe darstellt. Koordinations- und Informationsverteilung über die gesamte divisionierte Unternehmung hinweg werden durch zunehmende Dezentralisierung sukzessive komplexer. Infolgedessen ist eine Abnahme der Koordinationseffizienz bei Unternehmungen mit steigender Hierarchietiefe zu erkennen. Dieser Problematik steuern Unternehmen entgegen, indem einzelne Divisionen der Unternehmung weitestgehend autark organisiert werden: Statt die Kommunikationswege bis hin zur Geschäftszentrale beizubehalten, werden relevante Entscheidungskompetenzen an die Geschäftsbereiche abgegeben.

Die Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die stark gestreuten, dezentralen Strukturen nicht zum Auslöser eines ineffizienten Abstimmungsaufwands werden zu lassen. Infolge dessen werden Hierarchieebenen aufgebrochen und reduziert. Dadurch wird die Organisationsstruktur flacher, in der Breite jedoch ausgedehnter. Mittlere Managementebenen, beispielsweise ein Gruppenleiter als Bindeglied zwischen einem Abteilungsleiter und den Mitarbeitern der Abteilung, werden zunehmend rationalisiert. In der Literatur wird dieser Strukturwandel beispielsweise von Faust et al. als „durch Dezentralisierung induzierten Hierarchieabbau“ definiert. Die Konsequenz in der Realität ist, dass Entscheidungsträgern in Managementpositionen eine erhöhte Anzahl an Mitarbeitern direkt untersteht. Durch die Reduktion von Zwischengliedern in mittleren Managementebenen ergibt sich zwangsläufig die Notwendigkeit, anfallende Entscheidungen teilweise an Mitarbeiter auf unteren Hierarchieebenen zu delegieren.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

1.1. Problemstellung und Zielsetzung

1.2. Gang der Untersuchung

2. Struktureller Wandel der Unternehmen

2.1. Zentralität vs. Globalisierung

2.2. Auswirkungen des Organisationswandels auf die unternehmerische Entscheidungsdelegation

3. Vorteile der Delegation unternehmerischer Entscheidungen

3.1. Psychologische Effekte

3.2. Gewinnmaximierung auf Grundlage des Delegationswertes

3.3. Weitere Vorteile

4. Nachteile der Delegation unternehmerischer Entscheidungen

4.1. Problematiken aus der Principal-Agent-Beziehung

4.2. Kostengesichtspunkte der Delegation

4.3. Weitere Nachteile

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld der Entscheidungsdelegation in modernen Unternehmen. Das Ziel ist es, die strukturellen Notwendigkeiten für Delegation infolge globaler Marktveränderungen aufzuzeigen und dabei die Vor- und Nachteile sowie die damit verbundenen ökonomischen und psychologischen Effekte kritisch zu hinterfragen.

  • Struktureller Wandel und Globalisierung als Treiber der Dezentralisierung.
  • Psychologische Faktoren wie Motivation und Wertschätzung durch Delegation.
  • Anwendung des Delegationswertkonzepts zur Entscheidungsfindung.
  • Problematiken der Principal-Agent-Beziehung und entstehende Agency Costs.
  • Einfluss von Unternehmenskultur und Hierarchieabbau auf Entscheidungsprozesse.

Auszug aus dem Buch

3.1. Psychologische Effekte

Die zunehmende Delegation von Entscheidungsrechten ist jedoch nicht nur Resultat der strategischen Zielsetzung, durch starke Dezentralisierung im globalen Marktumfeld wettbewerbsfähiger auftreten zu können. Auch das Streben der Mitarbeiter, gleich welche Stellung sie in der Unternehmung innehalten, aktiv an der Zielerreichung des Geschäftsbetriebes mitzuwirken, begünstigt die zunehmende Delegation von Entscheidungen bis in die unteren Ebenen der Hierarchie. Grundlegend dafür ist der Wunsch nach Wertschätzung und Selbstverwirklichung des einzelnen Mitarbeiters.

Durch die Übertragung von Verantwortungskompetenz resultiert ein höheres Maß der Integration einzelner Mitarbeiter an der Erreichung der Unternehmensziele. Der einzelne Mitarbeiter wird nicht nur gefördert, sondern auch gefordert, seiner Verantwortung im Unternehmenskontext eine erhöhte Relevanz zuzuschreiben. Der ursprüngliche Gedanke der Mitarbeiterintegration in entscheidungsrelevante Prozesse geht bereits auf das Jahr 1969 zurück. Im sogenannten „Harzburger Modell“ beschreibt Höhn „Leitsätze, die [...] für die Führung im Mitarbeiterverhältnis aufgestellt werden“ und als „Gegenstück zum autoritären Führungsstil“ dienen, welcher zu diesem Zeitpunkt allgegenwärtig war. Stattdessen fokussiert er sich auf einen Führungsstil, der „die Initiative und das Mitdenken der Mitarbeiter im Unternehmen nutzbar machen“ und sich dadurch gleichzeitig positiv auf die Leistungsmotivation der Mitarbeiter auswirkt. Der Grad der Autonomie, welcher mit der Kompetenz Entscheidungen zu treffen einhergeht, wird auch im Job-Characteristics-Modell nach Hackman & Oldham behandelt. Die Autoren beschreiben hierin fünf Einflussfaktoren des Motivationspotenzials der Mitarbeiter, wobei die Autonomie eine stark gewichtete Rolle spielt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Problematik des strukturellen Wandels durch Globalisierung ein und erläutert die Zielsetzung sowie den Gang der Untersuchung.

2. Struktureller Wandel der Unternehmen: Dieses Kapitel thematisiert den Druck zur Dezentralisierung und die Notwendigkeit, Entscheidungskompetenzen aufgrund veränderter Organisationsstrukturen zu verlagern.

3. Vorteile der Delegation unternehmerischer Entscheidungen: Hier werden positive Aspekte wie Motivationssteigerung, psychologische Bindung und die ökonomische Logik hinter dem Delegationswertkonzept analysiert.

4. Nachteile der Delegation unternehmerischer Entscheidungen: Dieses Kapitel beleuchtet kritisch die Risiken durch Informationsasymmetrien, Principal-Agent-Konflikte und die damit verbundenen Kosten.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Betrachtung, dass es keine universelle Best-Practice-Lösung gibt, sondern Delegation stets an der jeweiligen Unternehmenssituation auszurichten ist.

Schlüsselwörter

Entscheidungsdelegation, Dezentralisierung, Organisationswandel, Globalisierung, Principal-Agent-Theorie, Motivationspotenzial, Autonomie, Delegationswert, Unternehmensführung, Hierarchieabbau, Informationsasymmetrie, Agency Costs, Mitarbeiterintegration, Management by Delegation, Unternehmenskultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Vor- und Nachteile der Übertragung von Entscheidungsbefugnissen von der Unternehmensspitze auf untergeordnete Hierarchieebenen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen den strukturellen Wandel von Unternehmen, psychologische Auswirkungen auf Mitarbeiter, ökonomische Kalküle (Delegationswert) und die Risiken durch asymmetrische Informationsverteilung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das primäre Ziel ist es, darzulegen, warum Unternehmen heute vermehrt zu Dezentralisierung neigen und welche Chancen sowie Konfliktpotenziale diese Entwicklung mit sich bringt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die Konzepte der Organisationslehre, wie das Principal-Agent-Modell und das Delegationswertkonzept, auf die Praxis der Unternehmensführung anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Treiber des Strukturwandels, die detaillierte Betrachtung der Vorteile (insb. Motivation und Effizienz) sowie eine kritische Prüfung der Nachteile (Agenturkosten und Informationsprobleme).

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Fachbegriffe wie Dezentralisierung, Entscheidungsdelegation, Agency Costs und Mitarbeiterintegration charakterisiert.

Was genau versteht die Autorin unter dem „Delegationswert“?

Der Delegationswert ist ein ökonomisches Kalkül, das den Erwartungswert einer Entscheidung unter Berücksichtigung verschiedener Informationsstände und möglicher Umweltzustände misst, um zu entscheiden, ob eine Delegation sinnvoll ist.

Wie beeinflusst die Unternehmenskultur die Delegation?

Die Autorin stellt fest, dass in Kulturen mit hoher Machtdistanz und Unsicherheitsvermeidung eine Delegation teilweise als Zeichen von Inkompetenz gewertet werden kann, während sie in anderen Kontexten die Autonomie und Leistungsmotivation fördert.

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Details

Title
Der strukturelle Wandel der Unternehmen. Vor- und Nachteile der Entscheidungsdelegation
College
University of Cooperative Education
Course
Unternehmensführung
Grade
1,7
Author
Christine Seilberger (Author)
Publication Year
2016
Pages
19
Catalog Number
V338717
ISBN (eBook)
9783668283169
ISBN (Book)
9783668283176
Language
German
Tags
Entscheidungsdelegation Delegation Entscheidung Kompetenzverschiebung Übertragung Unternehmensführung Delegationswert
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christine Seilberger (Author), 2016, Der strukturelle Wandel der Unternehmen. Vor- und Nachteile der Entscheidungsdelegation, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/338717
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