Aufgrund der Beobachtung, dass in den Medien vermehrt über eine steigende Zahl psychischer Erkrankungen wie beispielsweise Burnout oder Depression berichtet wird, beschäftigt sich diese Arbeit mit der Positiven Psychologie, da sich diese psychologische Richtung mit Konzepten wie Wohlbefinden und Achtsamkeit befasst. In der folgenden Arbeit soll zunächst ein allgemeiner Überblick über die Positive Psychologie, als eigenständige wissenschaftliche Disziplin innerhalb der Psychologie, gegeben werden.
Das Kapitel 2 dieser Arbeit beschäftigt sich somit mit dem Grundgedanken der Positiven Psychologie, der Erforschung und Kultivierung positiver Aspekte menschlichen Erlebens und Verhaltens. Im weiteren Verlauf dieses Kapitels werden die Grundsäulen der Positiven Psychologie dargestellt, sowie ein kurzer Überblick über mögliche Anwendungsbereiche gegeben. Da sich die Positive Psychologie mit verschiedenen Konzepten beschäftigt, die sich auf die positiven Aspekte der Menschen, beispielsweise positive Emotionen, Stärken und Talente konzentrieren, werden im weiteren Verlauf der Arbeit die Konzepte Wohlbefinden und Achtsamkeit näher betrachtet. In Kapitel 3 wird dementsprechend die Theorie des Wohlbefindens nach dem amerikanischen Psychologen und Pionier der Positiven Psychologie Martin Seligmann vorgestellt.
Diese Theorie gibt ein Beispiel dafür, wie sich das Wohlbefinden von Menschen messen und steigern lassen kann. Das letzte Kapitel beschäftigt sich gezielt mit dem Konzept der Achtsamkeit. Anhand des von Jon Kabat-Zinn entwickelten Mindfulness-based Stress Reduction Programms, wird erläutert, wie sich Achtsamkeit gezielt schulen und anwenden lässt. Alle Kapitel schließen mit einer kritischen Reflexion ab.
Zum Schluss wird anhand eines Praxisbeispiels der Sozialen Arbeit veranschaulicht, wie sich zum Einen Wohlbefinden und zum Anderen Achtsamkeit im Rahmen eines freizeitpädagogischen Angebots für Kinder gezielt fördern lassen könnten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Positive Psychologie
2.1 Allgemeine Grundlagen der Positiven Psychologie
2.2 Anwendungsbereiche und Praxis der Positiven Psychologie
2.3 Kritische Reflexion
3. Die Theorie des Wohlbefindens nach Martin Seligmann
3.1 Fünf Elemente des Wohlbefindens
3.2 Flourishing als Ziel der Positiven Psychologie
3.3 Kritische Reflexion
4. Achtsamkeit
4.1 Mindfulness-based Stress Reduction nach Jon Kabat-Zinn
4.2 Kritische Reflexion
4.3 Achtsamkeit im Kontext der Positiven Psychologie
4.4 Förderung von Achtsamkeit und Wohlbefinden im Rahmen eines Freizeitpädagogischen Angebots für Kinder
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Positive Psychologie als wissenschaftliche Disziplin mit dem Ziel aufzuzeigen, wie Wohlbefinden und Achtsamkeit menschliches Erleben und Verhalten positiv beeinflussen und durch gezielte Interventionen gefördert werden können.
- Grundlagen und zentrale Konzepte der Positiven Psychologie
- Die Theorie des Wohlbefindens nach Martin Seligman
- Das Mindfulness-based Stress Reduction (MBSR) Programm nach Jon Kabat-Zinn
- Möglichkeiten der Förderung von Achtsamkeit und Wohlbefinden in der Sozialen Arbeit
Auszug aus dem Buch
3.1 Fünf Elemente des Wohlbefindens
Wie bereits erwähnt, erschließt sich bei Seligmann der Begriff des Wohlbefindens dadurch, dass er aus fünf messbaren Elementen besteht. Diese Elemente müssen jeweils drei Eigenschaften besitzen. Zunächst muss ein Element zum Wohlbefinden eines Menschen beitragen. Zudem sollte es eine Sache sein, die Menschen um Ihrer selbst Willen tun und nicht nur deshalb, weil dadurch ein anderes Element erlangt werden kann. So verspricht man sich zum Beispiel von einem Besuch in der Sauna ein positives Gefühl, jedoch nicht unmittelbar auch Sinn oder positive Beziehungen. Die dritte Eigenschaft ist die Exklusivität, was bedeutet, dass sich das Element eigenständig und unabhängig von den anderen Elementen definieren und messen lässt.
Im Folgenden wird die Bedeutung der einzelnen Elemente näher erläutert (Seligman, 2012, S. 34). Zunächst wären hier die positiven Gefühle zu nennen. Diese sind Gefühle, wie zum Beispiel Freude, Wärme, Geborgenheit und Behaglichkeit. Um diese positiven Gefühle zu erzielen, wählen wir Dinge, von denen wir wissen, dass sie positive Gefühle in uns hervorrufen. Zum Beispiel besucht man ein Fitnesscenter deshalb, weil man sich mit einem intensiven Workout ein positives Gefühl verschaffen möchte. Positive Gefühle werden subjektiv empfunden und lassen sich beispielsweise mittels Befragung feststellen. Ein ebenfalls subjektives Element ist Engagement.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik psychischer Erkrankungen ein und erläutert, wie die Positive Psychologie mit den Konzepten Wohlbefinden und Achtsamkeit entgegenwirken kann.
2. Positive Psychologie: Das Kapitel definiert die Positive Psychologie als wissenschaftliche Disziplin, die sich der Erforschung und Kultivierung menschlicher Stärken und positiver Aspekte des Erlebens widmet.
3. Die Theorie des Wohlbefindens nach Martin Seligmann: Hier wird das Konzept des Wohlbefindens als Kombination aus fünf messbaren Elementen – positive Gefühle, Engagement, Sinn, positive Beziehungen und Erfolg – vorgestellt.
4. Achtsamkeit: Das Kapitel erläutert das Prinzip der Achtsamkeit, das MBSR-Programm als Methode zur Stressbewältigung und die praktische Anwendung bei Kindern.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt, dass die Positive Psychologie durch die Stärkung vorhandener Potenziale wesentlich zur Lebensqualität beitragen kann.
Schlüsselwörter
Positive Psychologie, Wohlbefinden, Achtsamkeit, Martin Seligman, Jon Kabat-Zinn, Mindfulness-based Stress Reduction, MBSR, Flourishing, Aufwärtsspiralen, Flow-Erleben, Psychische Gesundheit, Soziale Arbeit, Prävention, Intervention, Ressourcenorientierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Positiven Psychologie als wissenschaftlichem Ansatz, der sich gezielt auf die Förderung menschlicher Stärken und Ressourcen konzentriert.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder sind die Definition der Positiven Psychologie, die Theorie des Wohlbefindens nach Martin Seligman und das Konzept der Achtsamkeit (MBSR).
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Wohlbefinden und Achtsamkeit theoretisch fundiert sind und praktisch, etwa in der Sozialen Arbeit, zur Förderung der psychischen Gesundheit eingesetzt werden können.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie eine Veranschaulichung anhand von Praxisbeispielen aus der Sozialen Arbeit.
Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Positiven Psychologie, die Theorie des Wohlbefindens, die Methodik des MBSR-Programms sowie eine kritische Reflexion dieser Ansätze.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?
Die zentralen Begriffe sind Positive Psychologie, Wohlbefinden, Achtsamkeit, MBSR, Flourishing und Ressourcenstärkung.
Wie unterscheidet sich die Positive Psychologie von der klassischen Psychologie?
Während die klassische Psychologie oft defizitorientiert auf die Heilung von Krankheiten blickt, fokussiert die Positive Psychologie auf die Kultivierung positiver Aspekte und die Entwicklung menschlicher Potenziale.
Warum ist das Beispiel der Sozialen Arbeit für diese Arbeit so relevant?
Es veranschaulicht, dass Achtsamkeits- und Wohlbefindensübungen nicht nur in klinischen Settings, sondern auch einfach und kostengünstig in der freizeitpädagogischen Arbeit mit Kindern anwendbar sind.
- Arbeit zitieren
- Yvonne Schönfelder (Autor:in), 2014, Positive Psychologie. Grundlagen und Anwendungsbereiche, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/338690