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Machiavelli und die Mechanik der Macht

Title: Machiavelli und die Mechanik der Macht

Elaboration , 2015 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Hejar Atalan (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal

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Summary Excerpt Details

Die die gesamte Arbeit durchziehende Frage ist, ob Machiavelli wirklich als Begründer des negative Konnotationen hervorrufenden "Machiavellismus" angesehen werden darf. Durch Darlegung der "Mechanik der Macht" in Machiavellis politischen Theorien soll diese Frage schließlich eine klare Antwort erhalten. Im Weiteren soll erörtert werden, wer oder was Machiavelli besonders prägte und was schlussendlich seine eigentlichen Ziele und Motivationen waren. Dabei werden wir uns lediglich in Anbetracht der ihnen immanenten politischen Brisanz und Polarisierung auf die staatspolitischen Überlegungen des Schriftstellers beschränken und seine militärpolitischen Vorschläge sowie die Rolle der Religion nahezu gänzlich umgehen.

„An Machiavelli schieden sich die Geister, an ihm polarisierten sich die Auffassungen.“ So beschreibt Herfried Münkler den faszinierenden Mythos um jenen italienischen Schriftsteller und Staatsphilosophen, der scharfsinnig aufzuzeigen vermochte, die Politik von moralischen Bedenken trennen zu müssen. Und auch wenn Machiavelli seit nunmehr über 450 Jahren tot ist, bleibt sein Name weiterhin der Inbegriff für unabdingbare Machtbesessenheit, Skrupellosigkeit und List. Allen voran seiner schmalen Abhandlung „Il Principe“ verdankt Machiavelli seinen Nachruhm, seine Bewunderung, aber auch seine Verfemung.

Die zum klassischen Handbuch tyrannischer Machtpolitik hochstilisierte Abhandlung, in welcher sich die Erfahrung aus seinen jahrelangen Staatsdiensten konzentriert, enthält viele der zentralen Ansichten Machiavellis zur Politik, jedoch auch jene Passagen, die ihm in England den Beinamen des leibhaftigen Teufels „Old Nick“ eintrugen: Machiavelli habe mit diesem Werk die übelsten Verbrechen als Mittel der Politik gerechtfertigt. Auf Basis dieser die geistreichen Theorien des florentinischen Philosophen nicht vollständig widerspiegelnden Ansichten entwickelte sich in den letzten Jahrhunderten der Terminus „Machiavellismus“, der die politische Konzeption Machiavellis darstellen sollte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Florenz - Machiavellis Heimatstadt

2.1 Medici-Herrschaft und Blütezeit

2.2 Kriege und Krisen

3. Machiavellis Leben

3.1 Herkunft und Ausbildung

3.2 Im Dienste des Staates: Politische Laufbahn

3.3 Verbannung und literarisches Schaffen

3.4 Die gescheiterte Rückkehr

4. Menschen- und Geschichtsbild

4.1 Anthropologischer Pessimismus

4.2 Zyklische Gesetzmäßigkeit des Geschichtsablaufs

5. Politische Handlungslehre

5.1 Grundbegriffe

5.1.1 Virtù

5.1.2 Fortuna

5.1.3 Necessità

5.1.4 Occasione

5.1.5 Grundformel politischen Erfolgs

5.2 Politische Handlungsanweisungen an den Fürsten

5.3 Das Ziel: Die Republik

6. Machiavelli: Ein Machiavellist?

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die politische Theorie Niccolò Machiavellis vor dem Hintergrund seiner Biografie sowie der historischen Krisensituation im Florenz des 16. Jahrhunderts, um zu klären, ob er tatsächlich als Begründer des negativ konnotierten „Machiavellismus“ bezeichnet werden kann.

  • Historische und biografische Prägung Machiavellis
  • Anthropologischer Pessimismus und zyklisches Geschichtsverständnis
  • Die zentralen Handlungsbegriffe: Virtù, Fortuna, Necessità und Occasione
  • Die moralische Legitimation staatspolitischen Handelns
  • Machiavellis republikanisches Ideal im Kontext seiner Schriften

Auszug aus dem Buch

4.1 Anthropologischer Pessimismus

Für Machiavelli ist die menschliche Natur aufgrund veranlagter Triebe und Bedürfnisse durch unersättliche Begehrlichkeit charakterisiert. Selbst Tiere würden aufgrund ihrer Maßhaltung ein glücklicheres Leben führen als Menschen, die ihren egoistischen Interessen folgen und alles begehren, aber in einer Welt mit limitierten Möglichkeiten nie alles bekommen können. Hieraus ergibt sich für Machiavelli die Aufgabe des modernen Staates bzw. Fürsten: der Neigung der menschlichen Natur zur Dekadenz und Verderblichkeit, wenn auch mit despotisch anmutenden Handlungen, einen Riegel vorzuschieben.

Dem düster gestimmten und pessimistischen Menschenbild Machiavellis liegt die Vorstellung von einer „permanenten menschlichen Korruptibilität“ zugrunde. So schreibt er im „Principe“: „(...) man kann im allgemeinen von den Menschen sagen, daß sie undankbar, wankelmütig, heuchlerisch, feig in der Gefahr, begierig auf Gewinn sind: (...).“ In den Discorsi wird die Quintessenz seines Menschenbildes abermals deutlich: „Alle Schriftsteller, die sich mit politischen Dingen beschäftigt haben, stimmen darin überein, (…), daß, wer einer Republik Verfassung und Gesetze gibt, alle Menschen als böse voraussetzen und unterstellen muß, daß sie so oft ihre üblen Neigungen zeigen werden, wie ihnen Gelegenheit dazu geboten wird.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das polarisierende Bild Machiavellis ein und stellt die Forschungsfrage, ob der Begriff des „Machiavellismus“ eine korrekte Bezeichnung für sein Werk darstellt.

2. Florenz - Machiavellis Heimatstadt: Dieses Kapitel skizziert die politische Situation in Florenz, geprägt von der Medici-Herrschaft und den späteren krisenhaften Umbrüchen durch ausländische Invasionen.

3. Machiavellis Leben: Es werden die biografischen Stationen Machiavellis beleuchtet, von seiner Ausbildung über seine Tätigkeit als Staatsmann bis hin zur Verbannung und seinem literarischen Schaffen.

4. Menschen- und Geschichtsbild: Dieses Kapitel erläutert Machiavellis pessimistische Sicht auf die menschliche Natur und sein Verständnis von Geschichte als zyklischen Kreislauf.

5. Politische Handlungslehre: Hier werden die zentralen Begriffe Virtù, Fortuna, Necessità und Occasione definiert und in Bezug auf die Handlungsanweisungen an einen Herrscher sowie das republikanische Staatsideal analysiert.

6. Machiavelli: Ein Machiavellist?: Das Kapitel führt die Analysen zusammen, um die abschließende Beurteilung zu treffen, ob Machiavelli als Verfechter amoralischer Machtpolitik einzustufen ist.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Machiavelli seine Theorie aus den Erfahrungen seiner Zeit entwickelte und kein reiner Vertreter amoralischer Willkürpolitik war.

Schlüsselwörter

Niccolò Machiavelli, Il Principe, Discorsi, Machiavellismus, Politische Theorie, Florenz, Medici, Virtù, Fortuna, Necessità, Republik, Menschenbild, Geschichtsablauf, Politische Stabilität, Herrschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das politische Denken von Niccolò Machiavelli unter Berücksichtigung seiner Biografie und der zeitgeschichtlichen Krisen in Florenz, um den Mythos des „Machiavellismus“ kritisch zu hinterfragen.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Untersuchung?

Im Fokus stehen das Menschenbild Machiavellis, seine Theorie des Geschichtsablaufs sowie die vier zentralen Begriffe Virtù, Fortuna, Necessità und Occasione, die sein Verständnis von politischer Macht und Staatsführung prägen.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Frage ist, ob Machiavelli berechtigterweise als Begründer und Verfechter des negativ besetzten Begriffs „Machiavellismus“ angesehen werden darf.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erkenntnisgewinnung genutzt?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die primär auf der Auswertung von Machiavellis Hauptwerken („Il Principe“, „Discorsi“) sowie renommierter Forschungsliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der historischen Kontextualisierung, der Darstellung des Menschen- und Geschichtsbildes sowie der detaillierten Ausarbeitung der politischen Handlungslehre und der Rolle des Fürsten bzw. der Republik.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die Arbeit ist maßgeblich durch die Auseinandersetzung mit Virtù und Fortuna als Determinanten des politischen Erfolgs sowie durch die Unterscheidung zwischen dem Bild des „Fürsten“ und dem republikanischen Ideal geprägt.

Wie bewertet der Autor Machiavellis moralische Einstellung?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Machiavelli kein leidenschaftlicher Verfechter von amoralischen Handlungen war, sondern als pragmatischer Philosoph handelte, der die Spannungen zwischen politischer Notwendigkeit und Moral aufdeckte.

Warum spielt die Republik in Machiavellis Theorie eine so wichtige Rolle?

Machiavelli sah in der Republik die ideale Staatsform, um politische Freiheit und Stabilität dauerhaft zu sichern, da sie im Gegensatz zur Alleinherrschaft auf Gesetzen und Institutionen basiert.

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Details

Title
Machiavelli und die Mechanik der Macht
Grade
1,0
Author
Hejar Atalan (Author)
Publication Year
2015
Pages
20
Catalog Number
V338420
ISBN (eBook)
9783668279377
ISBN (Book)
9783668279384
Language
German
Tags
Niccolo Machiavelli Machiavelli Politik Politologie Politische Theorie Ideengeschichte Renaissance Machiavellismus Florenz Medici Republik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hejar Atalan (Author), 2015, Machiavelli und die Mechanik der Macht, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/338420
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