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"Karneval und Lachkultur". Michail Bachtins Grotesker Leib

Eine Rezension

Titel: "Karneval und Lachkultur". Michail Bachtins Grotesker Leib

Rezension / Literaturbericht , 2016 , 4 Seiten , Note: 14

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Kunst - Allgemeines, Kunsttheorie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In seinem Werk „Literatur und Karneval. Zur Romantheorie und Lachkultur“ widmet sich Michail Bachtin den Eigenarten der Groteske, indem er am Beispiel der mittelalterlichen Volkskultur und exzessiven Tradition des Karnevals den groteken Leib anschaulich seziert.

Orchestriert von hallendem Gelächter erschließt sich dem Leser auf rund 152 Seiten die Theorie des Grotesken, die sich als eine Art Weltempfinden an der Schnittstelle von Sein und Nichtsein erhebt.

Mittelalter hin oder her. Übersetzen wir Bachtins „Karneval und Lachkultur“ in unsere Zeit, so wird eins klar: Das einzige, was uns bleibt sind nicht die Masken der Verleumdnung sondern nur das Lachen!

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Lachen, bevor der Kopf (vor Sorge) platzt

2. Lachen ist gesund!

3. Das karnevaleske, groteske Lachen des Mittelalters

4. Der groteske Kern der Volkskultur

5. Der groteske Leib

6. Mittelalterliche Lebensumstände und das Weltempfinden

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen der Groteske sowie die soziokulturelle Bedeutung der Lachkultur im Mittelalter basierend auf Michail Bachtins Werk „Literatur und Karneval“. Dabei wird analysiert, wie das karnevaleske Lachen als Ventil für existenzielle Ängste diente und welche kathartische Funktion der groteske Leib in einer von Unterdrückung geprägten Zeit einnahm.

  • Analyse der Theorie des Grotesken als Weltempfinden.
  • Untersuchung des Karnevals als befreiender Ausnahmezustand.
  • Dekonstruktion des mittelalterlichen Körperverständnisses.
  • Reflexion über die kathartische und kämpferische Funktion des Lachens.
  • Übertragung der Bachtinschen Erkenntnisse auf moderne Lebenskontexte.

Auszug aus dem Buch

Der groteske Leib

Im Karneval überwand der Körper seine leibeigene Begrenztheit und erhob sich in seiner Loslösung von Kontur und Scham zu neuem schöpferischen Potenzial. Vollzogen wird und wurde der Vorgang der Entgrenzung durch den kontinuierlichen äußeren und inneren Austausch an Körperstellen, die den Akt des Körperdramas vollziehen. Essen, Trinken, Ausscheidungen, Sex, Schwangerschaft, Geburt, Körperwuchs, Krankheiten, Altern, Zerfetzung, Zerteilung, Tod, Zerfall gehören zu den Tragödien des Alltags und des Lebens. Zu keinem Zeitpunkt ist der Leib ein abgeschlossener Organismus, sondern ein permanent werdender. Der Leib schlingt sozusagen die Welt in sich hinein und wird von ihr verschlungen. In diesem Sinne kann und ist der groteske Leib kein individueller, sondern kollektiver. Während unser Körperverständnis auf der Idee eines individuellen, abgeschlossenen Leibs in einer fertigen Welt basiert - schutzatmosphärisch verpackt - ist der groteske Leib nie allein und immer in Aktion. Unausweichlich miteinander verknüpft sind Lebensanfang und Lebensende, sprich Geburt und Tod, Selbstverlust und Selbstfindung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Lachen, bevor der Kopf (vor Sorge) platzt: Einführung in Michail Bachtins Theorie des Grotesken und die zentrale Bedeutung der Lachkultur im Kontext der mittelalterlichen Volkskultur.

2. Lachen ist gesund!: Erläuterung der kathartischen Funktion des Lachens als Ventil für angestaute Energien und als Mittel zur psychischen Entlastung.

3. Das karnevaleske, groteske Lachen des Mittelalters: Analyse des Karnevals als „Schutzform“, die soziale Verbundenheit fördert und als freie Waffe gegen Unterdrückung fungiert.

4. Der groteske Kern der Volkskultur: Darstellung des Karnevals als antihierarchische und antiindividuelle Utopie, die bestehende gesellschaftliche Ordnungen temporär aushebelt.

5. Der groteske Leib: Untersuchung des mittelalterlichen Körperverständnisses, in dem der Leib als ein kollektiver, permanent werdender und unvollendeter Organismus begriffen wird.

6. Mittelalterliche Lebensumstände und das Weltempfinden: Reflexion über die rauen Realitäten des Mittelalters und die anhaltende Relevanz des Lachens als menschliches Grundbedürfnis in einer unvollkommenen Welt.

Schlüsselwörter

Michail Bachtin, Literatur und Karneval, Groteske, Lachkultur, Mittelalter, Volkskultur, Katharsis, Körperbild, Karnevalesker Leib, Weltempfinden, Sozialgeschichte, Anthropologie, Widerstand, Identität, Körperdrama.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Michail Bachtins Werk „Literatur und Karneval“ und untersucht, wie das Lachen und die Groteske als kulturelle Ausdrucksformen im Mittelalter fungierten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die mittelalterliche Lachkultur, das Konzept des grotesken Leibes, die soziokulturelle Funktion des Karnevals und die Transformation menschlicher Existenz durch das Lachen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Bedeutung des karnevalesken Lachens als notwendigen Ausnahmezustand und Ventil für die damaligen Lebensumstände zu verdeutlichen und auf seine philosophische Tiefe hin zu untersuchen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literatur- und kulturwissenschaftliche Analyse, die primär auf der Auseinandersetzung mit Bachtins Romantheorie und der historischen Einbettung mittelalterlicher Traditionen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Theorie des Grotesken, die körperliche Entgrenzung im Karneval, die Abgrenzung von offizieller Kultur und Lachkultur sowie die ständige Dynamik zwischen Geburt, Tod und Selbsterneuerung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die Groteske, der groteske Leib, die kathartische Wirkung des Lachens, der Karneval als Utopie und das kollektive Körperverständnis.

Wie definiert die Arbeit den „grotesken Leib“?

Der groteske Leib wird als ein nicht abgeschlossener, kollektiver Organismus verstanden, der sich ständig in einem Prozess des Werdens, des Austauschs mit der Welt und der Überwindung individueller Grenzen befindet.

In welchem Verhältnis steht der Karneval zur mittelalterlichen Realität?

Der Karneval wird als ein tolerierter Ausnahmezustand beschrieben, der als „Schutzform“ diente, um die erdrückenden Lebensumstände der damaligen Zeit durch eine illusorische, aber befreiende Weltordnung erträglich zu machen.

Ende der Leseprobe aus 4 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Karneval und Lachkultur". Michail Bachtins Grotesker Leib
Untertitel
Eine Rezension
Note
14
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
4
Katalognummer
V338095
ISBN (eBook)
9783668277205
ISBN (Buch)
9783668277212
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Michail Bachtin Lachkultur Lachen Karneval Mittelalter Groteske Grotesker Leib Leib
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2016, "Karneval und Lachkultur". Michail Bachtins Grotesker Leib, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/338095
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Leseprobe aus  4  Seiten
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