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Korruption in der deutschen Polizei. Phänomen, Motivation, Präventionsansätze

Titel: Korruption in der deutschen Polizei. Phänomen, Motivation, Präventionsansätze

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2015 , 26 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Dr. Andreas Blume (Autor:in)

Jura - Strafprozessrecht, Kriminologie, Strafvollzug

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Auch wenn es gerade die Polizei ist, die sich korruptes Verhalten in den eigenen Reihen nicht "leisten" kann, kommt Polizeikorruption auch in Deutschland vor. Und sie hat mannigfaltige Gesichter und in vielen Fällen signifikante Konsequenzen.

Diese Studie analysiert, welche Formen korruptiver Praktiken zu identifizieren sind, welch große Bandbreite an verschiedenen Motivationen zugrunde liegt und wie effektive Präventionskonzepte gestaltet werden können.

Als analytisches Gerüst dient das sogenannte Betrugsdreieck von D. Cressey, das besagt, dass dolose Handlungen immer dann wahrscheinlich werden, wenn die drei Faktoren Anreiz, Gelegenheit und Rechtfertigung zusammen kommen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Phänomen Polizeikorruption

2.1. Definition Polizeikorruption

2.2. Quantitative Dimension

2.3. Korruptionstypen

2.3.1. Situative Korruption

2.3.2. Opportunistische Korruption

2.3.3. Systematische Korruption

3. Anreiz, Gelegenheit und Rechtfertigung

3.1. Der theoretische Bezugsrahmen

3.2. Täterprofile

3.3. Anreize und Motive

3.4. Gelegenheiten

3.4.1. Besonders kritische Funktionen

3.4.2. Institutionelle Schwächen

3.5. Rechtfertigung

4. Ansätze zur Prävention und Bekämpfung von Polizeikorruption

4.1. Das Präventions- und Bekämpfungskonzept der Innenministerkonferenz

4.2. Das Dreieck durchbrechen

4.2.1. Anreize reduzieren

4.2.2. Gelegenheiten verhindern

4.2.3. Rechtfertigung erschweren

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

6.1. Quellen mit Autorenangabe

6.2. Quellen ohne Autorenangabe

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Polizeikorruption in Deutschland mit dem Ziel, die Faktoren zu identifizieren, die zur Entstehung korrupten Verhaltens innerhalb der Polizeibehörden beitragen. Dabei wird analysiert, wie persönliche, situative und umfeldorientierte Konstellationen die Wahrscheinlichkeit für dolose Handlungen erhöhen und welche präventiven Gegenmaßnahmen ergriffen werden können.

  • Phänomenologische Darstellung und Typisierung der Polizeikorruption
  • Analyse der Motivationslage von Polizisten anhand des "Fraud Triangle"
  • Identifikation von Korruptionsrisiken durch kritische Funktionen und institutionelle Schwächen
  • Diskussion von Präventions- und Bekämpfungsstrategien
  • Bedeutung der Führungskompetenz und Unternehmenskultur bei der Korruptionsprävention

Auszug aus dem Buch

3.3. Anreize und Motive

Wie oben erwähnt, geht es bei Korruption in über zwei Drittel der Fälle um Sachzuwendungen und Geld. Habgier scheint vordergründig eine besondere Rolle zu spielen. Cleff et al gehen jedoch davon aus, dass die Motivstruktur wesentlich komplexer sei und dass Geld bei allen Tätertypen lediglich ein Quasibedürfnis sei, hinter dem tiefer liegende Motive stecken. Die Motive der Täter seien nicht materieller Natur, sondern häufig sozial motiviert. Es geht um die Suche nach Anerkennung, Ansehen und Respekt, um Aufwertung der eigenen Person, um das Gefühl, dazuzugehören, um Frustkompensation oder um die Sicherstellung emotionaler Bindungen durch die Erfüllung von Ansprüchen Dritter, z.B. des Lebenspartners.

Angelehnt an die Ergebnisse der BKA-Studie spielen auf der Ebene des Individuums folgende Motive für Korruption eine wesentliche Rolle: Persönliche Probleme, die in finanziellen Schwierigkeiten münden (Spiel- oder Alkohol- und Drogensucht, Überschuldung, problematische Partnerschaften oder Scheidung), berufliche Frustration, Unzufriedenheit mit dem Dienstherren, eine unangemessene Identifikation mit der Behörde (reines „Jobdenken“ oder Überidentifikation), dienstliche Überforderung, subjektiv befundene Unterbezahlung, übersteigertes Geltungsbedürfnis, Prestigedenken und Ehrgeiz, „falsch verstandene“ Loyalitäten sowie Rollenkonflikte der Polizisten, d.h. Selbstanspruch an die eigene Arbeit und die Konfrontation mit den Realitäten des beruflichen Alltags.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet aktuelle Fälle von Polizeikorruption und begründet die Notwendigkeit, sich wissenschaftlich mit dem Phänomen auseinanderzusetzen, da Korruption den Rechtsstaat gefährdet.

2. Das Phänomen Polizeikorruption: Dieses Kapitel definiert den Begriff Polizeikorruption im deutschen Kontext, untersucht die quantitative Datenlage und typisiert verschiedene Erscheinungsformen wie situative, opportunistische und systematische Korruption.

3. Anreiz, Gelegenheit und Rechtfertigung: Unter Anwendung des "Fraud Triangle" von Cressey wird untersucht, welche individuellen und institutionellen Faktoren sowie Persönlichkeitsstrukturen zu korruptem Verhalten in Polizeibehörden führen.

4. Ansätze zur Prävention und Bekämpfung von Polizeikorruption: Das Kapitel analysiert bestehende Konzepte der Innenministerkonferenz und erarbeitet konkrete Strategien, um Anreize zu reduzieren, Gelegenheiten zu verhindern und Tatrechtfertigungen zu erschweren.

5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Thesen zusammen und betont die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Ansatzes, der stärker bei den Ursachen ansetzt und besonders die Rolle der Führungskräfte hervorhebt.

6. Literaturverzeichnis: Hier werden sämtliche verwendeten Quellen, unterteilt in solche mit und ohne Autorenangabe, detailliert aufgelistet.

Schlüsselwörter

Polizeikorruption, Fraud Triangle, Korruptionsprävention, Innere Sicherheit, Dienstgeheimnis, Polizeikultur, Motivationslage, Anreizstrukturen, Integritätstests, Systematische Korruption, Amtsmissbrauch, Fehlverhalten, Dienstaufsicht, Arbeitszufriedenheit, Korruptionsbekämpfung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit dem Phänomen der Korruption innerhalb der deutschen Polizei, analysiert deren Erscheinungsformen und beleuchtet die Beweggründe korrupter Beamter.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Felder sind die Definition und Typisierung von Korruption, die Analyse von Täterprofilen und Motiven sowie die kritische Auseinandersetzung mit präventiven Gegenmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie persönliche und strukturelle Faktoren das Risiko für Korruption in der Polizei erhöhen, und Lösungsansätze für Behörden aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit ist methodisch induktiv aufgebaut und nutzt das theoretische Modell des "Fraud Triangle" (Betrugsdreieck) nach Donald R. Cressey, um korruptives Handeln zu erklären.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die phänomenologische Beschreibung, die theoretische Analyse der Motive und Anreize sowie die Diskussion von Präventionsstrategien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Begriffe wie Polizeikorruption, Fraud Triangle, Korruptionsprävention und Polizeikultur fassen den Kern der Untersuchung prägnant zusammen.

Was besagt die "Schwarze-Schafe-Theorie" in diesem Kontext?

Die Theorie führt Korruption lediglich auf individuelle Fehltritte einzelner Beamter aus Habgier zurück, was laut der Arbeit für das tatsächliche Ausmaß in Deutschland nicht ausreicht.

Wie trägt der Vorgesetzte zur Prävention von Korruption bei?

Laut Autor spielt der Vorgesetzte eine Schlüsselrolle durch seine Vorbildfunktion, die offene Ansprache ethischer Dilemmata und die Gestaltung eines fairen Arbeitsumfeldes.

Warum ist das "Fraud Triangle" für diese Untersuchung wichtig?

Es dient als integratives Modell, um zu verstehen, dass Korruption nur dann auftritt, wenn ein Motiv, eine Gelegenheit und eine Rechtfertigung gleichzeitig vorliegen.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Korruption in der deutschen Polizei. Phänomen, Motivation, Präventionsansätze
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Juristische Fakultät)
Veranstaltung
Angewandte Polizeiwissenschaft
Note
1,7
Autor
Dr. Andreas Blume (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
26
Katalognummer
V337934
ISBN (eBook)
9783668273504
ISBN (Buch)
9783668273511
Sprache
Deutsch
Schlagworte
korruption polizei phänomen motivation präventionsansätze cops Topic_Polizei
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr. Andreas Blume (Autor:in), 2015, Korruption in der deutschen Polizei. Phänomen, Motivation, Präventionsansätze, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/337934
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Leseprobe aus  26  Seiten
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