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Americana in den Filmen von David Lynch

Eine Analyse mit der Autorentheorie

Titel: Americana in den Filmen von David Lynch

Hausarbeit , 2010 , 13 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Daniel Macher (Autor:in)

Amerikanistik - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit soll es sein, im Kontext der Autorentheorie, eine mögliche Handschrift David Lynchs zu erkennen, herauszuarbeiten und zu analysieren. Um der Theorie des Auteurs gerecht zu werden, werden hierfür insgesamt drei Szenen aus drei verschiedenen Filmen Lynchs behandelt.

Der Vollständigkeit halber und um eine allgemeine Basis zu schaffen, wird jedoch zuvor auf die Entstehung und die grundlegenden Aussagen der Autorentheorie eingegangen. Gegenstand der Analyse sind in erster Linie sogenannte Americana, deren Definition in dieser Arbeit ebenfalls Platz finden wird. Obwohl wahrscheinlich jeder seiner Filme für diese Arbeit nützlich gewesen wäre, waren es insbesondere "Blue Velvet", "Wild at Heart" und "The Straight Story", die auch aufgrund des zu analysierenden Gegenstands, am ehesten für diese Arbeit geeignet erschienen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. ZUR AUTORENTHEORIE

3. AMERICANA

4. AMERICANA IN DEN FILMEN VON DAVID LYNCH

4.1. BLUE VELVET - EINE WELT DES „SCHÖNEN SCHEINS“ (00:01:42 - 00:03:44)

4.2. WILD AT HEART - EIN ROAD-TRIP ZWISCHEN GESTERN UND HEUTE (00:47:25 - 00:50:19)

4.3. THE STRAIGHT STORY - DIE IRONISIERUNG EINES MYTHOS (00:25:04 - 00:29:23)

5. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die filmische Handschrift von David Lynch unter Anwendung der Autorentheorie, um zu analysieren, wie er durch die Verwendung von Americana Mythen der US-amerikanischen Gesellschaft dekonstruiert und als Illusion entlarvt.

  • Grundlagen und historische Entwicklung der Autorentheorie
  • Definition und Bedeutung von Americana im filmischen Kontext
  • Analyse der visuellen Symbolik in Blue Velvet, Wild at Heart und The Straight Story
  • Dekonstruktion des American Dream durch filmische Künstlichkeit
  • Untersuchung von Lynch als Auteur im modernen Hollywood-Kino

Auszug aus dem Buch

4.1. Blue Velvet - Eine Welt des „schönen Scheins“ (00:01:42 - 00:03:44)

Die erste Szene, die hier genauer untersucht werden sollte ist die Anfangsszene des 1986 erschienenen Spielfilms Blue Velvet. Die erste Einstellung zeigt einen strahlend blauen, fast wolkenlosen Himmel. Zu den klängen von Blue Velvet, eine Schmonzette aus den 50er-Jahren, schwenkt die Kamera langsam von oben nach unten, bis ein weißer Gartenzaun erkennbar ist. Im Vordergrund prachtvolle rote Rosen. Die drei sehr stark eingesetzten Farben erinnern an die Farben der amerikanischen Nationalflagge. Gartenzaun und Rosen wirken, durch die aus der Froschperspektive gefilmte Nahaufnahme, überdimensional groß. Ohne zu wissen wo man sich befindet, wird beim Zuschauer die Assoziation mit einer amerikanischen Kleinstadt geweckt, wie man sie im ganzen Land findet. Die ausgewählte Musik unterstreicht diesen Verdacht und schnell verbreitet sich ein Gefühl des Wohlseins und von Nostalgie. Lynch spielt hier mit der Symbolik einer klassischen amerikanischen Kleinstadtidylle.

Die nächste Einstellung zeigt eine Straße mit aneinandergereihten Einfamilienhäuschen und Vorgärten. Jedes einzelne umzäunt mit einem weißen Gartenzaun. Heranfahrend ein knallrotes, blitzblank geputztes Feuerwehrauto. Der darauf stehende Feuerwehrmann, neben sich einen Hund, winkt in Richtung Kamera. Das sonnige Wetter und die verwendete Zeitlupe lassen diese Einstellung umso friedlicher und harmonischer wirken. Die Bilder erinnern an das mittlere Amerika der Nachkriegszeit, in der der sogenannte American Dream proklamiert wurde. Glück und Wohlstand für jeden, hieß es damals. Das eigene Häuschen, das eigene Auto mit Frau und Kind, abgegrenzt durch einen weißen Gartenzaun. Und mit harter Arbeit war dieser kleinbürgerliche Traum in den Vereinigten Staaten von Amerika ohne Zweifel möglich. Zum einen war es der wirtschaftliche Aufschwung, den die USA nach dem 2.Weltkrieg erlebte, der es möglich machte das Bild des allgemeinen Wohlstands zu verbreiten, zum anderen war es jedoch ein konstruiertes Bild einer Nation, das sich im Zuge des kalten Krieges von der ehemaligen Sowjetunion unterscheiden wollte. Es ging um den Kampf zwischen Kommunismus und Kapitalismus, und um seine Zelebrierung. Seit dieser Zeit stehen die amerikanischen Kleinstädte mit ihren beschaulichen Häusern und Vorgärten wie nichts anderes für das private Glück Nordamerikas.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Forschungsfrage zur Autorenschaft von David Lynch und Einbettung in den theoretischen Kontext der Autorentheorie.

2. ZUR AUTORENTHEORIE: Erläuterung der historischen Wurzeln der Politique des auteurs und deren Übertragung auf den US-amerikanischen Kontext durch Andrew Sarris.

3. AMERICANA: Definition des Begriffs Americana als kulturelles Sammelphänomen und dessen symbolische Bedeutung für die US-Identität.

4. AMERICANA IN DEN FILMEN VON DAVID LYNCH: Exemplarische Analyse von drei Filmen, die zeigen, wie Lynch Americana nutzt, um Mythen zu inszenieren und zu unterwandern.

5. FAZIT: Zusammenfassung der Analyseergebnisse, die Lynch als Auteur bestätigen, der durch Symbolik und Bildsprache den American Dream kritisch hinterfragt.

Schlüsselwörter

David Lynch, Autorentheorie, Auteur, Americana, American Dream, Filmwissenschaft, Road-Movie, Blue Velvet, Wild at Heart, The Straight Story, US-amerikanische Kultur, Symbolik, Identität, Konstruktion, Filmkritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das filmische Gesamtwerk von David Lynch und prüft, inwiefern er als „Auteur“ bezeichnet werden kann, indem sie seine filmische Handschrift durch die Analyse ausgewählter Szenen herausarbeitet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die Autorentheorie als theoretisches Fundament, der Begriff der „Americana“ als kulturelles Konstrukt und deren subversive Verwendung in Lynchs Filmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das Ziel ist es, eine mögliche „Handschrift“ Lynchs zu identifizieren und zu analysieren, ob und wie er den Mythos Amerikas durch eine übersteigerte Inszenierung von Americana als bloße Illusion entlarvt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine exemplarische Filmanalyse ausgewählter Szenen aus drei verschiedenen Werken (Blue Velvet, Wild at Heart, The Straight Story) im Kontext der Autorentheorie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in die Autorentheorie, die Definition von Americana sowie eine detaillierte filmische Analyse der drei genannten Werke auf ihre symbolische Bedeutung hin.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Auteur, Americana, American Dream, die Politique des auteurs und die filmische Dekonstruktion von Realität und Traum.

Wie unterscheidet sich die Darstellung des Mythos in Wild at Heart im Vergleich zu The Straight Story?

Während Wild at Heart Amerika als einen gewalttätigen und düsteren Ort darstellt, der den American Dream als Illusion bloßstellt, fungiert The Straight Story als eine melancholischere, fast ironische Reise zurück zu den mythischen Wurzeln der Nation.

Welche Funktion hat die „Americana“ in den untersuchten Filmen konkret?

Americana dienen Lynch als visuelle Chiffren oder „kulturelles Dekor“, das durch die Übertretung oder gezielte Störung ins Künstliche gekippt wird, um die Fassade des scheinbaren Wohlstands oder Glücks zu durchbrechen.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Americana in den Filmen von David Lynch
Untertitel
Eine Analyse mit der Autorentheorie
Hochschule
Universität Hamburg  (Institut für Anglistik und Amerikanistik)
Veranstaltung
Einführung in die Filmanalyse
Note
2,0
Autor
Daniel Macher (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
13
Katalognummer
V337709
ISBN (eBook)
9783668270206
ISBN (Buch)
9783668270213
Sprache
Deutsch
Schlagworte
americana filmen david lynch eine analyse autorentheorie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Macher (Autor:in), 2010, Americana in den Filmen von David Lynch, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/337709
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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