Die folgende Arbeit befasst sich mit der Frage, wie viel explizite Grammatik der Mensch braucht und den damit zusammenhängenden Aspekten.
Ziel der Arbeit ist die Annäherung und Auseinandersetzung an und mit dieser Frage. Die Arbeit beginnt mit der Deskription für die Arbeit relevanter Termini. Im weiteren Verlauf werden Teile des Lehrwerks „Magnet A2-Deutsch“ beschrieben. Danach wird die implizite und explizite Grammatik-so wie sie im Lehrwerk dargeboten wird-dargestellt. Es folgen die Begründung der Grammatikvermittlung durch die Aspekte aus dem Erfahrungswissen des Lehrenden und die Kommentierung des Bezugs auf die Grammatikvermittlung und Förderung des deklarativen und prozeduralen Wissens im Lehrwerk.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Sprachbezogene Kognitivierung, Grammatikvermittlung, deklaratives und prozedurales Wissen
3. Grammatikvermittlung und erzieltes Wissen im Lehrwerk Magnet A2-Deutsch
2.1. Beschreibung des Lehrwerks Magnet A2-Deutsch
2.2. Explizite und implizite Grammatik im Lehrwerk
2.3. Begründung der Grammatikvermittlung durch die Aspekte aus dem Erfahrungswissen des Lehrenden
2.4. Bezug auf die Grammatikvermittlung und Förderung des deklarativen und prozeduralen Wissens im Lehrwerk
4. Schlussfolgerung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der grundlegenden Frage auseinander, in welchem Umfang explizite Grammatikvermittlung im Fremdsprachenunterricht notwendig ist, und untersucht dies anhand des Lehrwerks „Magnet A2-Deutsch“.
- Verhältnis zwischen implizitem und explizitem Lernen
- Kognitivierung im Grammatikunterricht
- Förderung deklarativen und prozeduralen Wissens
- Lehrwerkanalyse hinsichtlich der grammatischen Progression
- Didaktische Begründung der Grammatikvermittlung
Auszug aus dem Buch
2. Sprachbezogene Kognitivierung, Grammatikvermittlung, deklaratives und prozedurales Wissen
„Unter ‚Kognitivierung‘ soll hier der Einsatz von auf Bewußtmachung zielenden unterrichtsmethodischen Verfahren (Lehrverfahren) verstanden werden. Dies umfaßt diejenigen unterrichtlichen Handlungsschritte des Lehrenden, die mit der Intention durchgeführt werden, bei den Lernern kognitives Lernen gezielt zu fördern.“ (Tönshoff in Gnutzmann/Königs 1995:226)
Die verschiedenen Bereiche fremdsprachlicher Regularitäten sind Gegenstand der Sprachbezogenen Kognitivierung. (Ebd.)
Ergo: Die sprachliche Kognitivierung kann in Zusammenhang mit dem Grammatikunterricht, als Bewusstmachung komplexer grammatischer Regelhaftigkeiten die eine Verständnishilfe darstellen soll, bezeichnet werden.
Unter Grammatikvermittlung kann laut Raabe (2001:72) das Erklären von Grammatik bezeichnet werden. Er ist der Ansicht, dass dieser Begriff zwar eindeutig erscheint, es allerdings nicht ist. (Ebd.) Der Terminus der Grammatik erfasst ein großes Spektrum sprachlicher Phänomene (z.B. Morphologie, Syntax etc.). Der Begriff der Vermittlung verweist auf ein ganzes Spektrum unterschiedlich stark verdeutlichender Lehrmaßnahmen. „Sie reichen von versteckt und eingeschlossen (also implizit) bis offen und deutlich (also explizit).“ (Ebd.:75)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Begriff der Grammatik und leitet die zentrale Fragestellung der Arbeit sowie das methodische Vorgehen bei der Analyse des Lehrwerks ein.
2. Sprachbezogene Kognitivierung, Grammatikvermittlung, deklaratives und prozedurales Wissen: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen der Kognitivierung sowie die Unterscheidung zwischen implizitem und explizitem Lernen und Wissen erarbeitet.
3. Grammatikvermittlung und erzieltes Wissen im Lehrwerk Magnet A2-Deutsch: Das Hauptkapitel beschreibt das Lehrwerk und untersucht anhand konkreter Beispiele aus dem Bereich der Perfektbildung die Anwendung von Vermittlungsstrategien und deren theoretische Begründung.
4. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und reflektiert den Prozess der Auseinandersetzung mit der gestellten Forschungsfrage.
Schlüsselwörter
Grammatikvermittlung, Kognitivierung, deklaratives Wissen, prozedurales Wissen, Fremdsprachenunterricht, Magnet A2-Deutsch, explizites Lernen, implizites Lernen, Perfekt, Sprachlehre, DaF, Lehrwerkanalyse, Unterrichtsmethodik, Regelhaftigkeit, Lernprozesse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?
Die Arbeit untersucht die theoretische und praktische Relevanz von expliziter versus impliziter Grammatikvermittlung im Unterricht Deutsch als Fremdsprache (DaF).
Welches Lehrwerk dient als Untersuchungsobjekt?
Das Lehrwerk „Magnet A2-Deutsch für junge Lerner“ des Klett-Verlags steht im Fokus der praktischen Analyse.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Frage „Wie viel explizite Grammatik braucht der Mensch?“ unter Berücksichtigung von Lehrwerkstrukturen und lerntheoretischen Ansätzen zu beantworten.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche zu den Themen Kognitivierung und Grammatikvermittlung sowie einer anschließenden deskriptiven Analyse von Aufgabenstellungen im Lehrwerk.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Beschreibung des Lehrwerks, die Analyse von Übungsformen zum Perfekt sowie eine Begründung der gewählten Vermittlungsart durch das Erfahrungswissen von Lehrenden nach Raabe.
Welche Konzepte stehen bei der Wissensvermittlung im Vordergrund?
Besonders die Unterscheidung und der Übergang von deklarativem Wissen (Fakten/Regeln) zu prozeduralem Wissen (Anwendung in Routinen) werden detailliert beleuchtet.
Wie wird das Perfekt im analysierten Lehrwerk vermittelt?
Die Vermittlung erfolgt stufenweise: Zunächst implizit durch Zuordnungsübungen und in einem weiteren Schritt explizit durch die Besprechung vorformulierter Regeln.
Warum wird in dem analysierten Kontext explizite Grammatik bevorzugt?
Die Arbeit argumentiert, dass insbesondere in Griechenland aufgrund der Lernkultur und des Ziels, Zertifikate zu erwerben, eine explizite Kognitivierung und logische Strukturierung der Grammatik von den Lernenden bevorzugt wird.
- Arbeit zitieren
- Eleni Vlachou (Autor:in), 2014, Wie viel explizite Grammatik braucht der Mensch?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/337523