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Psychopathie und moralisches Bewusstsein. Sind Psychopathen für ihr Verhalten verantwortlich?

Titel: Psychopathie und moralisches Bewusstsein. Sind Psychopathen für ihr Verhalten verantwortlich?

Essay , 2015 , 12 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Alexandro Roggio (Autor:in)

Psychologie - Biologische Psychologie

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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Wissenschaft stellt sich schon länger die Frage, ob Psychopathie erlernt, angeboren oder sogar beides ist. Neuere Studien zeigen, dass sich bestimmte Vorgänge im Gehirn bei Psychopathen von denen von Menschen ohne psychopathischen Tendenzen voneinander unterscheiden und dies vor allem beim Betrachten von Situationen, in denen moralisches Denken gefordert ist. Generell stellte man fest, dass Menschen, die in der Vergangenheit psychopathisches Verhalten zeigten, durchaus wissen, welches Verhalten von der Allgemeinheit als moralisch richtig oder falsch angesehen wird, sie jedoch wider besseren Wissens handeln. Was ist der Grund für diese Diskrepanz zwischen dem moralischen Bewusstsein der Psychopathen und ihrem tatsächlichen Handeln?

Bildgebende Verfahren fanden, wie bereits erwähnt, abnorme Aktivitäten im Vergleich von Psychopathen und Nicht-Psychopathen. Kann daraus geschlossen werden, dass bestimmte Neuronen im Gehirn dafür verantwortlich sind, ob man moralisch handelt oder nicht? Und ist dies sogar möglich, obwohl wir uns des moralischen Vergehens bewusst sind? Handelt unser Gehirn also manchmal entgegen unserer moralischen Erziehung?

Um sich mit diesen Fragen zu beschäftigen, müssen wir uns zunächst fragen, was Psychopathie ist. Psychopathie wird beschrieben als antisoziales Verhalten. Die Betroffenen haben Persönlichkeitsmerkmale, wie Impulsivität, Grandiosität, Gefühllosigkeit und Mangel an Empathie. Außerdem ist charakteristisch, dass sie, nach einem Vergehen, keine Anzeichen von Reue zeigen.

Um nun genauer durchleuchten zu können, ob das Gehirn von Menschen mit dieser Erkrankung Schuld an ihren Missetaten ist, werden zunächst zwei Studien vorgestellt, die sich mit dem Thema beschäftigen, inwiefern sich neuronale Aktivitäten in bestimmten Gehirnarealen von Psychopathen und Menschen ohne Psychopathie voneinander unterscheiden, wenn es um die Beurteilung von moralischen Situation geht. Außerdem wurde untersucht, ob diese beiden Gruppen die besagten moralischen Situationen als moralisch falsch oder richtig bewerten, um zu sehen, ob es Unterschiede im moralischen Bewusstsein gibt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Socioemotional Processing of Morally-Laden Behavior and Their Consequences on Others in Forensic Psychopaths – Decety, Chen, Harenski und Kiehl (2015)

Aberrant Neural Processing of Moral Violations in Criminal Psychopaths - Harenski, Harenski, Shane und Kiehl (2010)

Kritische Auseinandersetzung

Methodische Kritik

Kritik am vorherrschenden Konzept der Psychopathie

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die neuronalen Grundlagen moralischen Verhaltens bei Psychopathen, um die Diskrepanz zwischen ihrem moralischen Wissen und ihrem tatsächlichen antisozialen Handeln zu ergründen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob spezifische Hirnaktivitätsmuster bei Psychopathen erklären können, warum sie moralische Regeln zwar kognitiv verstehen, jedoch nicht nach diesen handeln.

  • Neurobiologische Analyse von moralischem Denken bei Psychopathen
  • Vergleich der neuronalen Aktivität bei moralischen vs. nicht-moralischen Situationen
  • Evaluation der kognitiven vs. emotionalen Empathiefähigkeit
  • Diskussion über die Relevanz der PCL-R-Skala für die Probandenauswahl
  • Kritische Reflexion der Generalisierbarkeit von Laborexperimenten

Auszug aus dem Buch

Socioemotional Processing of Morally-Laden Behavior and Their Consequences on Others in Forensic Psychopaths – Decety, Chen, Harenski und Kiehl (2015)

Die Studie von Decety, Chen, Harenski und Kiehl (2015) wurde durchgeführt, um die abweichende emotionale Verarbeitung bei Psychopathen besser zu verstehen und um sowohl die neuronale Aktivität bei der Wahrnehmung moralisch behafteter Verhaltensweisen als auch bei der Bewertung moralischer Verhaltensweisen genau zu erfassen.

An der Studie nahmen insgesamt 155 männliche Kriminelle im Alter von 19 bis 54 Jahren teil. Die Versuchspersonen wurden mit dem PCL-R hinsichtlich der Intensität der Ausprägung der Psychopathie getestet. Mit dem Test werden psychopathische Eigenschaften wie unter anderem antisoziales Verhalten, Impulsivität, Gefühllosigkeit und fehlende moralische Emotion erhoben. Auf Basis der Testergebnisse teilte man die Versuchspersonen in drei Gruppen ein: Psychopathen mit hohen Werten, mit mittleren und mit niedrigen Werten im PCL-R. Die Hirnaktivität der Versuchspersonen wurde mit Hilfe der Magnetresonanztomographie (MRT) gemessen, während sich diese bestimmte Videoclips ansahen und daraufhin den emotionalen Zustand des Protagonisten bewerten sollten.

Zusammenfassung der Kapitel

Socioemotional Processing of Morally-Laden Behavior and Their Consequences on Others in Forensic Psychopaths – Decety, Chen, Harenski und Kiehl (2015): Dieses Kapitel analysiert eine Studie, die die neuronale Reaktion von inhaftierten Psychopathen auf visuelle Szenarien von interpersoneller Gewalt oder Hilfeverhalten untersucht.

Aberrant Neural Processing of Moral Violations in Criminal Psychopaths - Harenski, Harenski, Shane und Kiehl (2010): Hier wird eine Untersuchung vorgestellt, bei der mittels fMRI die Hirnaktivität von Probanden bei der Bewertung moralischer versus nicht-moralischer Bildinhalte analysiert wird.

Kritische Auseinandersetzung: In diesem Abschnitt werden die Operationalisierung der Studienvariablen, die Auswahl der Stichproben sowie das deterministische Konzept der Psychopathie hinterfragt.

Schlüsselwörter

Psychopathie, antisoziales Gehirn, moralisches Urteilen, PCL-R, neuronale Aktivität, MRT, Empathie, kognitives Defizit, moralische Valenz, Gehirnareale, amydgala, präfrontaler Kortex, interpersonelle Gewalt, moralisches Bewusstsein, freier Wille

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die biologischen und neuronalen Grundlagen der Psychopathie und versucht zu klären, warum psychopatische Individuen trotz ihres Wissens über moralische Normen häufig antisozial handeln.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die neurobiologische Erforschung von Empathie, die moralische Entscheidungsfindung im Gehirn sowie die Validität psychologischer Testverfahren zur Psychopathie-Bestimmung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen dem moralischen Bewusstsein von Psychopathen und ihrem tatsächlichen Handeln durch die Auswertung aktueller bildgebender Studien zu erklären.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse basierend auf neurowissenschaftlichen Studien, die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) und psychologische Skalierungen wie die PCL-R einsetzen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil präsentiert zwei zentrale Studien, die neuronale Aktivitäten bei der Bewertung von moralisch behafteten Videoclips und Bildern bei Psychopathen und Kontrollgruppen vergleichen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Psychopathie, neuronale Korrelate, moralische Kognition und antisoziales Verhalten beschreiben.

Welche Bedeutung hat die PCL-R Skala für die Ergebnisse?

Der PCL-R ist das zentrale Instrument, um Probanden in Psychopathie-Gruppen zu unterteilen, wobei die Arbeit kritisch anmerkt, dass diese Auswahlmethodik die Validität der Ergebnisse beeinflussen könnte.

Wie interpretieren die Autoren die Ergebnisse bezüglich des freien Willens?

Die Arbeit diskutiert, dass neuronale Abnormitäten bei Psychopathen den freien Willen stärker einschränken könnten als bei neurotypischen Menschen, wobei ein Mittelweg zwischen biologischem Determinismus und kognitiver Erziehung als Lösung vorgeschlagen wird.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Psychopathie und moralisches Bewusstsein. Sind Psychopathen für ihr Verhalten verantwortlich?
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Note
1,3
Autor
Alexandro Roggio (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
12
Katalognummer
V337513
ISBN (eBook)
9783668267893
ISBN (Buch)
9783668267909
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Psychopathie Psychopath Psychologie Moral freier Wille antisoziales Verhalten Gehirn biologische Psychologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexandro Roggio (Autor:in), 2015, Psychopathie und moralisches Bewusstsein. Sind Psychopathen für ihr Verhalten verantwortlich?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/337513
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  12  Seiten
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