Die vorliegende Forschungsarbeit befasst sich mit dem Tempusgebrauch in den wissenschaftlichen Arbeiten. Die Aufmerksamkeit der Untersuchung richtet sich auf eine ausführliche Betrachtung vom Tempusgebrauch in den Masterarbeiten, die von ausgewählten Probanden angefertigt wurden. Der empirischen Analyse zum Tempusgebrauch in den Masterarbeiten gehen theoretische Erläuterungen zu diesem Thema voraus. Die Ergebnisse sollen einen Beitrag zur Förderung von wissenschaftlichem Schreiben bei den Studierenden leisten.
Inhaltsverzeichnis
1. Zu den Tempora
1.1 Das Präsens
1.2 Das Präteritum
1.3 Das Perfekt
1.4 Das Plusquamperfekt
1.5 Das Futur
2. Zum Tempusgebrauch in wissenschaftlichen Arbeiten
3. Analyse von Abschlussarbeiten
3.1 Ziel der Untersuchung
3.2 Korpusbeschreibung
3.3 Häufigkeit der Anwendung der Tempora in der Einleitung
3.4 Häufigkeit der Anwendung der Tempora im Hauptteil
3.5 Häufigkeit der Anwendung der Tempora im Schluss
Zielsetzung und Themenbereiche
Die vorliegende Arbeit untersucht den korrekten Tempusgebrauch in wissenschaftlichen Masterarbeiten, um Kompetenzen und mögliche Defizite von Studierenden bei der Verwendung zeitlicher Ausdrucksformen aufzuzeigen und somit das wissenschaftliche Schreiben zu fördern.
- Theoretische Fundierung der verschiedenen deutschen Tempora (Präsens, Präteritum, Perfekt, Plusquamperfekt, Futur).
- Regeln und Konventionen für den Tempuseinsatz in unterschiedlichen Textabschnitten wissenschaftlicher Arbeiten.
- Empirische Analyse von sechs Masterarbeiten zur Ermittlung der tatsächlichen Tempus-Verwendungshäufigkeit.
- Vergleichende Betrachtung der Zeitformen-Nutzung in Einleitung, Hauptteil und Schluss.
Auszug aus dem Buch
Zum Tempusgebrauch in wissenschaftlichen Arbeiten
Um Forschungspositionen, die bis drei Zeilen erstrecken, wiederzugeben wäre laut ESSELBORN-KRUMBIEGEL, H. (2008, 91) der Einsatz vom Konjunktiv angemessen. Allerdings wäre der Indikativ angebrachter, wenn man längere Zitate einfügt.
Nach ESSELBORN-KRUMBIEGEL, H. (2010, 117) erfolgt die Wiedergabe von Gedanken anderer Autoren in der Regel im Konjunktiv. Die Einleitung solcher Aussagen erfolgt nämlich im Indikativ. Forschungspositionen in den Bereichen, Geistes-, Gesellschaft-, und Wirtschaftswissenschaft können auch im Präsens referiert werden. Das Präteritum wird benutzt, wenn man einen Überblick über die Forschungsgeschichte einführen will.
Bei BEINKE, u.a. (2008, 148) finden sich folgende Ausführungen:
„Für die Einschätzung des Lesers, welche Gedanken, Erkenntnisse oder Ergebnisse vom Verfasser der Seminararbeit stammen und welche er als fremde Rede wiedergibt, ist es von Bedeutung, ob der Anschlusssatz im Indikativ steht (der Gedanke stammt vom Verfasser der Seminararbeit) oder im Konjunktiv I (der Gedanke stammt von einem anderen Autor) “
Zusammenfassung der Kapitel
Zu den Tempora: Dieses Kapitel erläutert die grammatikalischen Definitionen und Einsatzgebiete von Präsens, Präteritum, Perfekt, Plusquamperfekt und Futur im Kontext wissenschaftlicher Texte.
Zum Tempusgebrauch in wissenschaftlichen Arbeiten: Hier werden fachwissenschaftliche Empfehlungen zur Verwendung von Indikativ, Konjunktiv und verschiedenen Tempora bei der Wiedergabe von Forschungspositionen und der Darstellung eigener Ergebnisse diskutiert.
Analyse von Abschlussarbeiten: In diesem empirischen Teil wird der Tempusgebrauch in sechs Masterarbeiten untersucht, wobei die Häufigkeit der Zeitformen in Einleitung, Hauptteil und Schluss quantitativ ausgewertet und verglichen wird.
Schlüsselwörter
Wissenschaftliches Schreiben, Tempusgebrauch, Masterarbeiten, Präsens, Präteritum, Perfekt, Zeitformen, Indikativ, Konjunktiv, Forschungspositionen, Abschlussarbeiten, Sprachwissenschaft, Ergebnisdiskussion, Tempuswahl, Textanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der korrekten Verwendung von Zeitformen (Tempora) beim Schreiben wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die theoretischen Grundlagen der deutschen Tempora sowie deren gezielte Anwendung in verschiedenen Abschnitten einer wissenschaftlichen Arbeit.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den Tempusgebrauch in Masterarbeiten zu analysieren, um Stärken und Schwächen der Studierenden aufzudecken und Empfehlungen für eine präzisere Ausdrucksweise zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine empirische Analyse von sechs anonymisierten Masterarbeiten durchgeführt, deren Inhalt hinsichtlich der Häufigkeit verschiedener Tempora ausgezählt wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über Zeitformen und einen empirischen Teil, der die tatsächliche Verwendung der Tempora in Einleitung, Hauptteil und Schluss der untersuchten Arbeiten tabellarisch darstellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind wissenschaftliches Schreiben, Tempusgebrauch, Masterarbeiten, Zeitformen und empirische Textanalyse.
Welche Zeitform wird laut der Studie am häufigsten verwendet?
Über alle Abschnitte der untersuchten Masterarbeiten hinweg dominiert das Präsens deutlich.
Warum spielt der Wechsel der Zeitformen eine Rolle?
Die Arbeit verdeutlicht, dass ein zu häufiger oder unbegründeter Wechsel der Zeitformen den Lesefluss stören kann und daher vermieden werden sollte.
Welche Rolle spielen Präteritum und Perfekt in den analysierten Arbeiten?
Während das Perfekt vereinzelt vorkommt, wurden das Präteritum und das Plusquamperfekt in den untersuchten Arbeiten der Probanden nur sehr selten oder gar nicht verwendet.
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- Mohamed Chaabani (Author), 2016, Der Tempusgebrauch in den wissenschaftlichen Arbeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/336958