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Charlotte Roches "Feuchtgebiete". Medial inszenierter Skandal oder Plädoyer gegen Schönheitsdiktat und Sauberkeitswahn?

Titel: Charlotte Roches "Feuchtgebiete". Medial inszenierter Skandal oder Plädoyer gegen Schönheitsdiktat und Sauberkeitswahn?

Hausarbeit , 2015 , 28 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Tanja Kühnle (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Buch „Feuchtgebiete“ von Charlotte Roche ist ein Phänomen und bewegt sich zwischen zahlreichen Diskursen. Das Erstlingswerk der ehemaligen TV Moderatorin setzt sich monatelang an der Spitze der Bestsellerlisten fest und ist sowohl in den Printmedien als auch im Fernsehen nahezu omnipräsent. Die Frage woher der Erfolg des Romans kommt, reiht sich hinter verschiedenen interpretatorischen Auslegungen um einen feministischen Befreiungsschlag oder um die kalkulierte Provokation der aufmerksamkeitsheischenden Ex Moderatorin ein, wobei auch die autobiografische Lesart des Romans in zahlreichen Rezeptionen aufgetaucht. Fakt ist, dass „Feuchtgebiete“ eine öffentliche Debatte in Gang gebracht hat.

In dieser Arbeit wird darauf eingegangen, ob es sich dabei um einen Skandal handelt, der durch das mediale Inszenieren der Autorin forciert worden ist oder ob durch die Intention der Autorin ein Plädoyer gegen Schönheitsdiktat und Sauberkeitswahn zu verfassen, dass an Explizität nichts zu wünschen übrig lässt letzte Tabus der Neuzeit hinsichtlich Sexualität und Hygiene gebrochen werden.

Vorangestellt an diese Untersuchung sind Definitionen zu Tabu und Skandal, die eine begriffliche Basis bieten sollen. Eine Annäherung an die (vermeintlichen) Tabus in „Feuchtgebiete“ soll durch die Erläuterung der Grundstruktur des Romans erfolgen, mit der Intention die Funktionsweise des Romans zu erklären. Des Weiteren sollen mögliche Tabus identifiziert werden. „Vermeintlich“ ist vorangestellt, da die Tabus in Charlotte Roches Erstlingswerk nicht ohne den Kontext funktionieren bzw. nicht ohne ihre mediale Reaktion. Deshalb folgt ein Kapitel in dem ein Überblick über die heterogenen Rezeptionen gegeben wird. Abgesehen von den Rezeptionen wird untersucht wie die Autorin selbst in diesem medialen Spektakel operiert und dieses aktiv beeinflusst. Als Exkurs kann das Kapitel zum neuen Feminismus gelesen werden, da es sich an dieser Stelle um einen Spezialdiskurs handelt in dem die Autorin Roche agiert und in welchen das Buch „Feuchtgebiete“ oftmals eingebracht wird. An letzter Stelle erfolgt ein Fazit, in welchem unter Berücksichtigung der vorangegangen Erkenntnisse die zentrale Fragestellung: „Tabubruch oder Skandalroman?“ beantwortet werden soll.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Begriff des Tabus – eine Annäherung

2.1. Tabus – Der Umgang mit Sex, Körperlichkeit und Exkrementen

2.2. Skandal – eine Abgrenzung

3. Die (vermeintlichen) Tabus in „Feuchtgebiete“ – Das Ansprechen von Sex, Körperlichkeit und Exkrementen

3.1. Grundstruktur

3.2. Das große Hygienetabu

4. Pamphlet gegen das Hygienediktat oder Familienroman über ein Scheidungskind – „Feuchtgebiete“ und seine Rezeptionsgeschichte

5. Die vielen Gesichter der Charlotte Roche

6. Der neufeministische Diskus

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die wissenschaftliche Arbeit untersucht den Bestseller „Feuchtgebiete“ von Charlotte Roche mit dem Ziel zu klären, ob es sich bei dem Werk primär um einen kalkulierten Skandalroman oder um einen genuinen Tabubruch handelt. Dabei wird insbesondere analysiert, inwieweit die mediale Inszenierung durch die Autorin den Erfolg des Romans forciert hat und ob die explizite Thematisierung von Hygiene und Sexualität gesellschaftliche Normalitätsgrenzen tatsächlich verschiebt.

  • Definition und soziologische Verortung von Tabubruch und Skandal
  • Analyse der strukturellen und inhaltlichen Tabu-Darstellungen im Roman
  • Untersuchung der Rezeptionsgeschichte in den Print- und Fernsehedien
  • Die Rolle der Autorin als Kunstfigur und Inszenierung des eigenen Werks
  • Einordnung des Romans in den Diskurs des neuen Feminismus

Auszug aus dem Buch

3.1.Grundstruktur

Die Grundstruktur des Romans ist relativ simpel und wenig komplex. Die Geschichte der achtzehnjährigen Helen Memel, die durch einen Rasierunfall verursachte Analfissur ins Krankenhaus eingeliefert wird, knüpft zunächst an elementare in der Gesellschaft als „normal“ konnotierte Vorstellungen an. Diese werden von der Protagonistin in das Gegenteil umgedreht und teilweise auch unterlaufen.

Mit einer deutlichen Tendenz überwiegt im Roman die Vermischung aus medizinischen Begriffen mit zahlreichen Elementen aus dem Bereich der Sexualität. Hinzu kommt Helens subjektive Einstellung zum Thema Hygiene. Die entscheidende Dynamik wird dabei durch die Äußerungen der Protagonistin Helen in Bezug auf das Konzept der Normalität in Gang gebracht.

Betrachtet man den gesamten Romantext, wäre es vermessen zu behaupten, die eben exemplarisch gezeigte Struktur wäre durchgehend und ohne Ausnahme in dieser Form nachweisbar. Selbst solche Kritiker, die Charlotte Roche jeglichen Stil absprechen, wie zuletzt Marcel Reich – Ranicki in seinem TV – Verriss, würden eingestehen müssen, dass ihr Roman etwas mehr Komplexität aufweist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, ob das Buch ein Tabubruch oder ein medial inszenierter Skandalroman ist.

2. Der Begriff des Tabus – eine Annäherung: Dieses Kapitel liefert die theoretische Basis durch Definitionen und eine Abgrenzung der Begriffe Tabu und Skandal.

3. Die (vermeintlichen) Tabus in „Feuchtgebiete“ – Das Ansprechen von Sex, Körperlichkeit und Exkrementen: Die Autorin untersucht die spezifischen Tabubereiche des Romans, insbesondere das Hygienetabu und die medizinisierte Sprache.

4. Pamphlet gegen das Hygienediktat oder Familienroman über ein Scheidungskind – „Feuchtgebiete“ und seine Rezeptionsgeschichte: Hier wird die heterogene und kontroverse Berichterstattung in den Medien analysiert.

5. Die vielen Gesichter der Charlotte Roche: Das Kapitel beleuchtet die Rolle der Autorin als geschickte Inszenatorin ihrer eigenen Person und der Vermarktung ihres Werks.

6. Der neufeministische Diskus: Die Untersuchung befasst sich mit dem Anspruch Roches, eine Sprache für weibliche Körperlichkeit zu finden, und ordnet dies in feministische Diskurse ein.

7. Fazit: Das Fazit beantwortet die zentrale Fragestellung und ordnet den Erfolg des Romans als Resultat einer geschickten medialen Strategie ein.

Schlüsselwörter

Charlotte Roche, Feuchtgebiete, Tabubruch, Skandalroman, Hygiene, Sexualität, Medieninszenierung, Feminismus, Literaturkritik, Körperlichkeit, Diskurs, Rezeptionsgeschichte, Normalitätsgrenzen, Exkremente, Bestseller.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das literarische Debüt „Feuchtgebiete“ von Charlotte Roche unter dem Aspekt, ob die Provokation im Roman als tatsächlicher Tabubruch oder als bewusste Inszenierung für mediale Aufmerksamkeit zu werten ist.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, auf Basis soziologischer Definitionen von Tabu und Skandal zu bewerten, wie der Erfolg des Romans zustande kam und ob das Buch gesellschaftliche Debatten über Hygiene und Sexualität nachhaltig beeinflusst hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Thematisierung von Sexualität, Körperausscheidungen, die Kritik am Hygienediktat sowie die mediale Wirkungsmacht der Autorin.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die Sekundärliteratur zu Tabu-Diskursen mit der Rezeptionsgeschichte des Werks in den Medien kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsarbeit, die Analyse der Romanstruktur, einen Überblick über die Medienberichterstattung sowie eine kritische Betrachtung der Rolle der Autorin und ihrer Einordnung in den neuen Feminismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Tabubruch, Skandalroman, Medieninszenierung, Hygienetabu und die Figur Charlotte Roche.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen Skandal und Tabubruch?

Ein Tabubruch wird als überzeitlich und tief im Unterbewusstsein verankert definiert, während ein Skandal ein mediales Ereignis ist, das den Normverstoß einer Person dramatisiert und so Aufmerksamkeit generiert.

Welche Rolle spielt die Inszenierung der Autorin für den Erfolg?

Die Arbeit legt dar, dass Charlotte Roche sich als Kunstfigur inszeniert, die widersprüchliche Rollen einnimmt, um das Interesse der Öffentlichkeit wachzuhalten und das Buch trotz ambivalenter Kritiken zum Bestseller zu machen.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Charlotte Roches "Feuchtgebiete". Medial inszenierter Skandal oder Plädoyer gegen Schönheitsdiktat und Sauberkeitswahn?
Hochschule
Universität Stuttgart
Note
1,0
Autor
Tanja Kühnle (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
28
Katalognummer
V336560
ISBN (eBook)
9783668263116
ISBN (Buch)
9783668263123
Sprache
Deutsch
Schlagworte
charlotte roches feuchtgebiete medial skandal plädoyer schönheitsdiktat sauberkeitswahn
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tanja Kühnle (Autor:in), 2015, Charlotte Roches "Feuchtgebiete". Medial inszenierter Skandal oder Plädoyer gegen Schönheitsdiktat und Sauberkeitswahn?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/336560
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Leseprobe aus  28  Seiten
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