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Die "Siebte Epode" von Horaz. Analyse der politischen und gattungshistorischen Aspekte des Gedichtes

Titel: Die "Siebte Epode" von Horaz. Analyse der politischen und gattungshistorischen Aspekte des Gedichtes

Hausarbeit , 2015 , 16 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Laurenz Möller (Autor:in)

Weltgeschichte - Altertum

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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit wird die "siebte Epode" von Horaz unter inhaltlichen, zeitgeschichtlichen, biographischen sowie gattungs- und literarhistorischen Aspekten betrachtet.

Was wir über den Dichter Horaz wissen, erschließt sich uns zum größten Teil aus seinen Werken selbst. Daher könnte man annehmen, dass auch seine politische Position darin ersichtlich wird. Um eine solche Position zu finden, ist es sinnvoll, Frühwerke, die vor dem „Augusteischen Frieden“ entstanden sind, zu betrachten. Dies ist deshalb sinnvoll, da zu dieser Zeit weit mehr politische Turbulenzen bestanden und Horaz in weniger engem Kontakt zu seinem späteren Förderer Maecenas und vermutlich gar keinem Kontakt zu Augustus stand, denen dann spätere Werke oft gewidmet waren.

Möglicherweise liegt ein solches Gedicht mit politischen Tendenzen bei der siebten Epode vor. Jedoch ist es fraglich, ob die Aussagen im Gedicht tatsächlich als politisch gewertet werden können und es ist daher ebenso fraglich, ob Horaz zur damaligen Zeit seine Meinung in Gedichten veröffentlicht hätte.

Ziel dieser Arbeit ist es daher unter literarhistorischen Gesichtspunkten zunächst zu untersuchen, ob der Inhalt als politisch oder vielleicht auch nur gesellschafts- oder zeitkritisch bewertet werden kann. In einem nächsten Schritt soll das Gedicht dann in die Biographie des Horaz‘ eingeordnet werden, um zu klären, in wie weit sich der Inhalt des Gedichts überhaupt vom Sprecher auf den Autor übertragen lässt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehung und Thematik der Quelle

2.1 Äußere Aspekte der Quelle

2.2 Inhaltliche Aspekte

3. Die Kernaussage der Epode vor dem Hintergrund der Biographie

4. Künstlerische Hintergründe der Epodendichtung

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die siebte Epode des Dichters Horaz unter Berücksichtigung literarhistorischer, biographischer und gattungsspezifischer Aspekte. Ziel ist es zu klären, ob das Gedicht als politisches Manifest zu verstehen ist oder primär künstlerischen Ambitionen und der Auseinandersetzung mit literarischen Vorbildern folgt.

  • Historische Einordnung der siebten Epode in die Zeit der römischen Bürgerkriege.
  • Analyse der inhaltlichen Aussagen im Kontext der Biographie des Horaz.
  • Untersuchung der gattungshistorischen Herkunft der Epodendichtung.
  • Bewertung des Einflusses griechischer Vorbilder wie Archilochos und Alkaios.
  • Abgrenzung zwischen persönlicher politischer Überzeugung und dichterischem Selbstverständnis.

Auszug aus dem Buch

2.2 Inhaltliche Aspekte

Zur inhaltlichen Analyse sei vorweg gesagt, dass sie sich in erster Linie auf die Übersetzung von Bernhard Kytzler stützt und keineswegs vollständig sein wird, sondern nur in dem Maße erfolgt, wie sie für diese Arbeit notwendig ist.

In der ersten Strophe spricht der Sprecher des Gedichts mit der Wortwiederholung Quo, quo am Anfang den Adressat zunächst in betonter, appellierender Weise an und er sucht dessen Aufmerksamkeit. Man kann sagen, dass das Gedicht insgesamt in einem dementsprechend erregten Ton verfasst ist. Dies sieht man auch an der Aufhäufung von Fragen in den ersten vier Versen und dann wieder in Vers 13 und 14 zu einer rhetorischen Gesamtfrage, die er in den letzten Versen beantwortet.

Als Adressat wird dann scelesti (Verruchte) angesprochen, womit er ohne konkrete Stellungnahme zu einer Partei, zunächst die Bürger insgesamt ansprechen könnte. Aber er stellt dann die Frage, wieso schon wieder zum Schwert gegriffen wird und somit ließe sich der Adressatenkreis auf diejenigen scelesti einschränken, die jetzt wieder zum Schwert greifen, also als Angreifer agieren. Weiter fragt er, ob nicht schon genug römisches Blut vergossen wurde und antwortet darauf, dass dies weder dem Kampf gegen die Karthager oder Briten, sondern nur der Erfüllung des Wunsches der Parther dienen könne. Nämlich, dass Rom sich selbst zerstöre.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Fragestellung, ob Horaz’ siebte Epode als politisches Werk zu interpretieren ist und welche methodische Vorgehensweise gewählt wurde.

2. Entstehung und Thematik der Quelle: Dieses Kapitel widmet sich der zeitlichen Einordnung der Epode um 38 v. Chr. und analysiert die Struktur sowie die wesentlichen inhaltlichen Motive des Textes.

3. Die Kernaussage der Epode vor dem Hintergrund der Biographie: Hier wird der Lebenslauf des Dichters kurz skizziert, um zu prüfen, ob sich aus seinen persönlichen Erfahrungen eine politische Intention des Gedichts ableiten lässt.

4. Künstlerische Hintergründe der Epodendichtung: Der Abschnitt befasst sich mit der Tradition der Jambendichtung und dem Einfluss griechischer Dichter auf das Werk des Horaz.

5. Zusammenfassung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass künstlerische Motive bei Horaz vermutlich schwerer wogen als dezidiert politische Absichten.

Schlüsselwörter

Horaz, siebte Epode, Epodendichtung, Römische Bürgerkriege, Augustus, Maecenas, Jambendichtung, Archilochos, Alkaios, politische Lyrik, historische Einordnung, Gattungsgeschichte, Septima Epoda, Antike Literatur, Romulus und Remus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die siebte Epode von Horaz hinsichtlich ihrer politischen Relevanz und ihrer gattungsgeschichtlichen Herkunft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Kontextualisierung, der biographischen Einordnung des Autors und der Analyse literarischer Vorbilder der Epodendichtung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Die Arbeit soll klären, ob der Inhalt der Epode als politische Stellungnahme oder als gesellschaftskritische Kunstform zu verstehen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturhistorische und inhaltliche Analyse, die durch historische Quellenbiographien sowie Kommentare zu den Werken des Horaz gestützt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Interpretation der Epode, eine biographische Untersuchung des Autors sowie die kunsthistorische Verortung der Jambendichtung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Horaz, Epodendichtung, römische Bürgerkriege, politische Lyrik und die griechischen Vorbilder Archilochos und Alkaios.

Welche Bedeutung hat der Vertrag von Misenum für die Argumentation?

Der Vertrag dient als historischer Ankerpunkt, um die Stimmung der Bevölkerung und die politische Instabilität zur Zeit der Entstehung der Epode zu verdeutlichen.

Warum spielt die Person Romulus im Gedicht eine Rolle?

Horaz nutzt das negative Bild des Romulus als Begründer des Brudermordes, um das Schicksal der römischen Bürgerkriege als historisches Verhängnis zu deuten.

Ist Horaz laut der Arbeit als politischer Akteur zu sehen?

Die Arbeit tendiert dazu, Horaz eher als einen Dichter zu sehen, der politische Themen für seine künstlerischen Ambitionen nutzte, anstatt eine eigene, explizite politische Agenda zu verfolgen.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die "Siebte Epode" von Horaz. Analyse der politischen und gattungshistorischen Aspekte des Gedichtes
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Note
2,0
Autor
Laurenz Möller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
16
Katalognummer
V335546
ISBN (eBook)
9783668256910
ISBN (Buch)
9783668256927
Sprache
Deutsch
Schlagworte
siebte epode horaz analyse aspekte gedichtes
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Laurenz Möller (Autor:in), 2015, Die "Siebte Epode" von Horaz. Analyse der politischen und gattungshistorischen Aspekte des Gedichtes, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/335546
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Leseprobe aus  16  Seiten
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