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Die Lex Irnitana als Beispiel für das flavische Municipalrecht

Titel: Die Lex Irnitana als Beispiel für das flavische Municipalrecht

Hausarbeit , 2012 , 12 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Annalena Schäfer (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Lex Irnitana gehört, mit der Lex Malacitana und der Lex Salpensana, zum Domitianischen Gesetz und gibt Aufschluss über die Struktur und Organisation von latinischen Provinzen.

Im Folgenden soll das Municipialrecht vorgestellt und einzelne Rubriken exemplarisch analysiert werden. Ziel dieser Arbeit soll es sein den Aufbau einer provinziellen Gesetzgebung nachzuzeichnen und wenn möglich ihren Wert für den Erhalt des römischen Großreiches herauszustellen.

Die Lex Irnitana wurde 1981 in Spanien entdeckt und stellt die bis dahin vollständigste Überlieferung eines kommunalen Gesetzestextes da.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Lex Irnitana

2.1. Die Gerichtsbarkeit

2.2. Die Staatspacht

2.3. Der Erwerb des römischen Bürgerrechts

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Lex Irnitana als zentrales Dokument des flavischen Municipalrechts, um den Aufbau provinzieller Gesetzgebung im römischen Reich zu beleuchten und ihre Bedeutung für die Romanisierung der iberischen Bevölkerung zu analysieren.

  • Struktur und Organisation latinischer Provinzen
  • Analyse der städtischen Zivilgerichtsbarkeit
  • Mechanismen der Wirtschaftsverwaltung und Staatspacht
  • Voraussetzungen für den Erwerb des römischen Bürgerrechts
  • Methoden der römischen Kontrolle über kommunale Belange

Auszug aus dem Buch

2.1. Die Gerichtsbarkeit:

Die eigene Gerichtsbarkeit ist, so Wolf, Zeichen und Grundlage der städtischen Autonomie. Demnach ist es auch nicht verwunderlich, dass die Gerichtsbarkeit in gleich neun Rubriken der Lex Irnitana erwähnt wird und damit einen Großteil des Gesetzes ausmacht. Es handelt sich hierbei hauptsächlich um die Zivilgerichtsbarkeit, die von den Duumviri ausgeführt werden konnte. Daher leitet sich auch ihre lateinische Bezeichnung ab: „duumviri qui iuri dicundo praesunt“. Die Strafgerichtsbarkeit blieb allerdings Aufgabe des Statthalters und somit ein rein römischer Einflussbereich, da die Statthalter oft stadtrömische Beamte waren, die in das jeweilige Municipium entsandt worden waren.

Die unterschiedlich hohen Streitwertgrenzen der städtischen Gerichtsbarkeit richteten sich, laut Wolf, nach der Größe und Bedeutung der jeweiligen Stadt. Demnach war Irni wohl eher eine unbedeutende Kleinstadt. Wolf vermutet, dass es etwa Eintausend, evtl. auch mehr Einwohner hatte, da im Stadtparlament immerhin 63 Decuriones saßen.

Die Gerichtsbarkeit der Duumviri war zwar in der Vielfalt der Anklagegründe umfassend, doch war die Begrenzung des Klagewerts mit 1000 Sesterzen so gering, dass viele Klagen abgewiesen werden mussten. Klagen die den erwähnten Streitwert überstiegen wurden grundsätzlich vor dem Statthalter und nicht den Duumviri ausgefochten. Demnach erschließt sich an dieser Stelle, meines Erachtens nach, ein weiterer Punkt der Ausübung römischen Kontrolle über die Belange der Stadtbürger.

Das Kapitel legt die Grenze der Gerichtsbarkeit des Magistrates auf 1000 Sesterzen fest. Um festzustellen ob der Streitwert tatsächlich 1000 Sesterzen betrug oder weniger wurde ein vorgefasstes Urteil, ein Präjudiz gefällt. Dies konnte durch den Magistrat geschehen, wenn beide Parteien einverstanden waren. Sollte der Streitwert aber mehr als 1000 Sesterzen betragen ging die Verantwortung für den Fall, wie bereits erwähnt, auf den Statthalter über.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung der Lex Irnitana als Domitianisches Gesetz ein und definiert das Ziel der Arbeit, den Aufbau provinzieller Gesetzgebung zu untersuchen.

2. Die Lex Irnitana: Dieses Kapitel beschreibt die Entdeckung und physische Beschaffenheit der Bronzetafeln sowie die hierarchische Unterteilung des Gesetzestextes in thematische Rubriken.

2.1. Die Gerichtsbarkeit: Hier wird die Bedeutung der Zivilgerichtsbarkeit als Zeichen städtischer Autonomie analysiert und die Rolle der Duumviri sowie Streitwertgrenzen kritisch betrachtet.

2.2. Die Staatspacht: Dieser Abschnitt erläutert das Pachtsystem als Instrument der antiken Wirtschaftsverwaltung und zeigt auf, wie das römische Gesetz durch Verbote von Pachtgeschäften an Beamte Amtsmissbrauch verhinderte.

2.3. Der Erwerb des römischen Bürgerrechts: Das Kapitel befasst sich mit den Bestimmungen für ehemalige Beamte und der Rolle des Bürgerrechts als Mittel zur Romanisierung der Provinzbevölkerung.

3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Lex Irnitana dazu diente, römische Rechtsabläufe in den Provinzen zu etablieren, um eine effiziente Verwaltung und Eingliederung ins römische Reich zu ermöglichen.

Schlüsselwörter

Lex Irnitana, Municipium, römisches Recht, Provinzverwaltung, Gerichtsbarkeit, Zivilrecht, Staatspacht, Romanisierung, flavische Zeit, Duumviri, Bürgerrecht, Gesetzestext, Domitianisches Gesetz, iberischer Raum, Stadtparlament

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Lex Irnitana als ein Beispiel für das flavische Municipalrecht in Spanien und untersucht deren Bedeutung für die Struktur römischer Provinzen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt das Dokument?

Die Schwerpunkte liegen auf der städtischen Gerichtsbarkeit, den Mechanismen der staatlichen Pachtverwaltung und den Voraussetzungen für den Erwerb des römischen Bürgerrechts.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Aufbau provinzieller Gesetzgebung nachzuzeichnen und den Wert dieser rechtlichen Rahmenbedingungen für den Erhalt und die Integration des römischen Großreiches zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine epigraphische und rechtshistorische Analyse der erhaltenen Rubriken der Lex Irnitana unter Einbeziehung relevanter wissenschaftlicher Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung der Gerichtsbarkeit, der Staatspacht und der Regelungen zum Bürgerrecht, jeweils mit Bezug auf den originalen Gesetzestext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind Lex Irnitana, Romanisierung, Municipium, Gerichtsbarkeit, Bürgerrecht und flavisches Stadtrecht.

Warum war die Beschränkung der Gerichtsbarkeit auf 1000 Sesterzen von Bedeutung?

Diese Begrenzung diente der Kontrolle durch das Römische Reich, da wichtigere Rechtsfälle zwingend vor den römischen Statthalter gebracht werden mussten.

Welchen Zweck verfolgte das Verbot der Staatspacht für Beamte?

Durch dieses Verbot sollte die Gefahr von Amtsmissbrauch und Korruption unterbunden werden, indem Beamten die wirtschaftliche Ausbeutung ihres Amtes verwehrt wurde.

Inwiefern förderte die Lex Irnitana die Romanisierung?

Sie zwang die lokale Bevölkerung in den Rahmen römischer Lebensführung und Rechtsnormen, was die Integration in die Strukturen des römischen Reiches nachhaltig stärkte.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Lex Irnitana als Beispiel für das flavische Municipalrecht
Hochschule
Universität Siegen  (Alte Geschichte)
Veranstaltung
Recht und Gesellschaft in der römischen Antike
Note
2,7
Autor
Annalena Schäfer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
12
Katalognummer
V335383
ISBN (eBook)
9783668252745
ISBN (Buch)
9783668252752
Sprache
Deutsch
Schlagworte
irnitana beispiel municipalrecht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annalena Schäfer (Autor:in), 2012, Die Lex Irnitana als Beispiel für das flavische Municipalrecht, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/335383
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Leseprobe aus  12  Seiten
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