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Die Sorgfaltspflicht und -haftung eines ordentlichen Geschäftsmannes (§§ 43, 64 GmbHG, § 93 AktG)

Title: Die Sorgfaltspflicht und -haftung eines ordentlichen Geschäftsmannes (§§ 43, 64 GmbHG, § 93 AktG)

Seminar Paper , 2015 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Maximilian Knoll (Author)

Law - Civil / Private, Trade, Anti Trust Law, Business Law

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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Seminararbeit beschäftigt sich mit dem Thema der Sorgfaltspflicht eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsmannes. Sprich, wann handelt ein Geschäftsmann sorgfältig und gewissenhaft im Rahmen seines unternehmerischen Ermessens und wann haftet dieser für eine Sorgfaltspflichtverletzung. Das Gesellschaftsrecht bildet die Gesetzesgrundlage mit den §§ 43, 64 GmbHG und § 93 AktG.

Diverse Urteile der letzten Jahre unterstreichen die Relevanz sich mit dem Thema der Sorgfaltspflicht und Managerhaftung zu befassen. Beispielhaft sind an dieser Stelle der Schmiergeldprozess gegen Siemens zu nennen, der „Kirch-Prozess“ mit Rolf Breuer, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, sowie auch der Fall von Thomas Middelhoff, welcher aufgrund Sorgfaltspflichtverletzungen eine Haftstrafe antreten musste.

Ziel dieser Arbeit ist es den Gesamtkontext der Geschäftsleiterhaftung und der Sorgfaltspflichten aus unternehmerischer Sicht zu erfassen und im Kontext der unternehmerischen Kommunikation darzustellen.

Aufgrund des umfangreichen Themenkomplexes bedarf es einer Eingrenzung. Die vorliegende Arbeit beschränkt sich auf die Sorgfalt und Haftung eines Geschäftsleiters, sprich Geschäftsführer einer GmbH und Vorstandsmitglieder einer AG. Die entsprechenden Pflichten des Aufsichtsrates finden trotz deren Wichtigkeit keine Betrachtung in dieser Arbeit.

Das GmbHG spricht in den erwähnten Paragraphen von der Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes. Das AktG von der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters. Auf den folgenden Seiten sind diese beiden Begrifflichkeiten unter der Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsleiters zusammengefasst. Der Begriff des Geschäftsleiters gilt in diesem Sinne auch als Zusammenfassung des Geschäftsführers der GmbH und des Vorstandsmitgliedes der AG.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

1. Anlass und Ziel

2. Gang der Untersuchung

II. Rechtliche Betrachtung der Sorgfaltspflicht und Haftung

1. Haftung von Geschäftsleitern

a. Innenhaftung

b. Außenhaftung

c. D&O-Versicherung

2. Sorgfaltspflicht eines ordentlichen Geschäftsleiters

a. Sorgfaltsmaßstab

b. Business Judgment Rule

c. Treuepflicht

d. Verschwiegenheitspflicht

e. Überwachungsinstrumente

f. Zusätzliche Pflichten bei Insolvenz oder Überschuldung

3. Kritische Zwischenbetrachtung

III. Haftungsfälle bei Sorgfaltspflichtverletzung

1. Allgemeines

2. Ordnungsgemäße Buchführung

3. Verstoß gegen das Zahlungsverbot

4. Fehlerhafte Kapitalmarktinformationen

IV. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, den Gesamtkontext der Geschäftsleiterhaftung sowie die damit verbundenen Sorgfaltspflichten aus unternehmerischer Sicht zu analysieren und in den Kontext der unternehmerischen Kommunikation zu stellen, um Haftungsrisiken für Geschäftsführer von GmbHs und Vorstandsmitglieder von AGs aufzuzeigen.

  • Rechtliche Grundlagen der Geschäftsleiterhaftung (Innen- und Außenhaftung).
  • Detaillierte Erläuterung der Sorgfaltspflichten und der Business Judgment Rule.
  • Analyse spezifischer Haftungsfälle, insbesondere bei Buchführungspflichten und Kapitalmarktinformationen.
  • Bedeutung von Überwachungsinstrumenten und Risikomanagement in Krisensituationen.
  • Interdisziplinäre Betrachtung der Sorgfaltspflicht zwischen juristischen Anforderungen und unternehmerischer Freiheit.

Auszug aus dem Buch

b. Business Judgment Rule

Eine Ausnahme einer Pflichtverletzung begründet die sogenannte Business Judgment Rule und steht für das unternehmerische Ermessen, welches dem Geschäftsleiter zugesprochen wird. Diese hat ihre Ursprünge in den Vereinigten Staaten von Amerika, wurde in Deutschland im Zuge des Gesetzes zur Unternehmensintegrität und Modernisierung des Anfechtungsrecht (UMAG) unter § 93 Abs. 1 Satz 2 AktG zum Gesetz erhoben und ist somit ausdrücklich auf die AG anzuwenden. Die Business Judgment Rule findet auch entsprechende Anwendung für die GmbH, obwohl diese nicht im GmbHG niedergeschrieben ist.

Eine Pflichtverletzung liegt somit nach § 93 Abs. 1 Satz 2 AktG nicht vor, wenn die Geschäftsführung bzw. ein Vorstandsmitglied bei einer unternehmerischen Entscheidung vernünftigerweise annehmen durfte, auf einer Grundlage angemessener Information zum Wohle der Gesellschaft zu handeln. Des Weiteren muss die betreffende Entscheidung im freien Ermessen gewesen sein, sorgfältig vorbereitet, durch keinen Interessenskonflikt berührt und keine übergroßen Risiken enthalten haben. Bei einer unzureichenden Tatsachengrundlage kann von einer Pflichtverletzung im Sinne des § 93 Abs. 1 AktG ausgegangen werden. Dies führt dazu, dass der Geschäftsleiter nicht bei leichten Sorgfaltsverstößen zur Haftung herangezogen wird, sondern erst bei Überschreiten der Grenze zur Fahrlässigkeit und zum Vorsatz.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Managerhaftung ein und skizziert das Ziel sowie den Aufbau der Arbeit zur Haftung von GmbH-Geschäftsführern und AG-Vorständen.

II. Rechtliche Betrachtung der Sorgfaltspflicht und Haftung: In diesem Kapitel werden die Innen- und Außenhaftung, die verschiedenen Sorgfaltspflichten, die D&O-Versicherung sowie spezifische Pflichten in der Krise detailliert erläutert.

III. Haftungsfälle bei Sorgfaltspflichtverletzung: Hier werden konkrete Szenarien beleuchtet, in denen Geschäftsleiter aufgrund von Fehlern in der Buchführung, Verstößen gegen das Zahlungsverbot oder fehlerhaften Kapitalmarktinformationen haftbar gemacht werden können.

IV. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit eines risikobewussten Handelns sowie die Schwierigkeit, einen allgemeingültigen Pflichtenkatalog zu definieren.

Schlüsselwörter

Geschäftsleiterhaftung, Sorgfaltspflicht, Business Judgment Rule, Innenhaftung, Außenhaftung, D&O-Versicherung, Unternehmenskrise, Risikomanagement, Kapitalmarktinformationen, Unternehmenskommunikation, Treuepflicht, Verschwiegenheitspflicht, Insolvenzrecht, Buchführungspflicht, Managerhaftung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Haftung von Geschäftsleitern (Geschäftsführer von GmbHs und Vorstandsmitglieder von AGs) in Bezug auf ihre Sorgfaltspflichten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Innen- und Außenhaftung, die Business Judgment Rule, die Treue- und Verschwiegenheitspflicht sowie spezifische Haftungsrisiken bei Buchführung und Kapitalmarktpublizität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Gesamtkontext der Geschäftsleiterhaftung aus unternehmerischer Sicht zu erfassen und die Pflichten im Kontext der Kommunikation darzustellen, um Haftungsrisiken zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer juristischen Analyse einschlägiger Gesetzesgrundlagen (§§ 43, 64 GmbHG, § 93 AktG) sowie einer Auswertung aktueller Rechtsprechung und Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine rechtliche Betrachtung der Sorgfaltspflichten und eine Analyse konkreter Haftungsfälle bei Pflichtverletzungen, wie etwa in Insolvenzsituationen oder bei Kapitalmarktinformationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Geschäftsleiterhaftung, Sorgfaltspflicht, Business Judgment Rule, Risikomanagement und Innen- bzw. Außenhaftung.

Wie unterscheidet sich die Innenhaftung von der Außenhaftung für Geschäftsleiter?

Die Innenhaftung beschreibt die Schadensersatzpflicht des Geschäftsleiters gegenüber der eigenen Gesellschaft, während die Außenhaftung die Haftung gegenüber Dritten, beispielsweise Gläubigern, auf Basis deliktrechtlicher Vorschriften regelt.

Welche Rolle spielt die D&O-Versicherung für den Geschäftsleiter?

Die D&O-Versicherung dient der Absicherung gegen Haftungsrisiken bei der Ausübung von Geschäftsleitungstätigkeiten, wobei ein gesetzlicher Selbstbehalt bei der Innenhaftung die persönliche Verantwortlichkeit stärken soll.

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Details

Title
Die Sorgfaltspflicht und -haftung eines ordentlichen Geschäftsmannes (§§ 43, 64 GmbHG, § 93 AktG)
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt  (Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, deutsches und internationales Handels- und Wirtschaftsrecht)
Course
Masterseminar
Grade
1,0
Author
Maximilian Knoll (Author)
Publication Year
2015
Pages
23
Catalog Number
V335173
ISBN (eBook)
9783668251014
ISBN (Book)
9783668251021
Language
German
Tags
Gesellschaftsrecht Geschäftsführerhaftung Haftung Sorgfaltspflicht Wirtschaftsrecht ordentlicher Geschäftsmann Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maximilian Knoll (Author), 2015, Die Sorgfaltspflicht und -haftung eines ordentlichen Geschäftsmannes (§§ 43, 64 GmbHG, § 93 AktG), Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/335173
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