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Bilingualer Erstspracherwerb und Identität. Das Paradox der bikulturellen Identität

Titel: Bilingualer Erstspracherwerb und Identität. Das Paradox der bikulturellen Identität

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2016 , 29 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Fabio Telesca (Autor:in)

Kulturwissenschaften - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es, zu betrachten, wie zweisprachige Kinder, die in Europa aufwachsen, mit ihrer Identität zurechtkommen. Dazu wird zunächst versucht, den Begriff der Identität auf den aktuellen Stand zu bringen.

Das dritte Kapitel setzt sich mit der Zweisprachigkeit auseinander: notwendigerweise werden verschiedene Ansätze und Definitionen erachtet ,allerdings wird in der vorliegenden Arbeit die Auffassung von Grosjean in den Vordergrund gestellt. Darauf bauend wird im vierten Kapitel das belangvolle Konzept der Bikulturalität herausgestellt: aus der Grundannahme, eine gelingende Identität benötige soziale Anerkennung, wird weiterhin das Paradox der Identitätsarbeit bei bikulturellen Menschen veranschaulicht. Abschließend wird die These gestützt, eine bikulturelle Identität ist unabdingbar, um die Identität von zweisprachigen bikulturellen Kindern vollends betrachten und begreifen zu können. Die Ergebnisse werden in dem Fazit noch einmal kurz zusammengefasst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Wege zur Identität

2.1 Theoretischer Überblick

2.1.1 Der Pragmatismus: G. H. Mead

2.1.2 Erikson und die Psychoanalyse

2.1.3 Symbolischer Interaktionismus

2.2 Kollektive Identitäten

3 Zweisprachigkeit in Europa

3.1 Definition und Einschränkung

3.2 Vergleich von Einsprachigkeit mit Zweisprachigkeit: kognitive Aspekte

3.3 Identitätsbildung und frühkindliche Zweisprachigkeit

4 Bikulturalität und Identifikationsprozess

4.1 Zweisprachigkeit und Bikulturalität

4.2 Bikulturalität und Identitätsbedrohung

4.3 Erworbene Bikulturalität: die Integration im Akkulturationsprozess

4.4 Bikulturelle Identität

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die komplexen Identitätsbildungsprozesse von zweisprachig aufwachsenden Kindern in Europa vor dem Hintergrund monokultureller Erwartungshaltungen. Dabei wird insbesondere der Zusammenhang zwischen Zweisprachigkeit, bikultureller Erfahrung und der Suche nach sozialer Anerkennung erforscht.

  • Identitätskonzepte in der modernen Sozialpsychologie
  • Herausforderungen der Zweisprachigkeit im europäischen Kontext
  • Abgrenzung von Bikulturalität gegenüber rein sprachlicher Mehrsprachigkeit
  • Die Rolle der sozialen Anerkennung bei der Identitätsfindung
  • Das Paradoxon der bikulturellen Identität in monokulturellen Gesellschaften

Auszug aus dem Buch

Identitätsbildung und frühkindliche Zweisprachigkeit

Eltern, deren Kinder mit zwei Sprachen aufwachsen, stellen sich oft die Frage, welche die sprachliche, kulturelle oder kollektive Identität der Kinder wird. So wird angenommen, dass Identität notwendigerweise angestrebt werden muss, dass der Prozess der Identitätsbildung zwingend zum Leben gehört. Annie Vivanti (1915) bezweifelt in Ihrem Gedicht „Ego“ diese Annahme, indem sie sich eine globale Identität aneignet:

„Il mondo ha spalancato i suoi mille occhi E ‚chi sei tu?‘ mi grida; e ‚cosa fai‘ Dimmi la fede tua, l’età, la patria, Che cerchi, donde vieni e dove vai! - Del mio paese chiedi? Io ti rispondo: Non ho paese: è mia tutta la terra! La patria mia qual è? Mamma è tedesca, Babbo italiano, io nacqui in Inghilterra. - E quale la mia fede? Io vado a messa; La musica mi edifica e mi ricrea: Ma sono battezzata protestante, Di nome e di profilo sono ebrea. - Chiedi dell’età mia? Quasi vent’anni. E quale la mia meta? Ancor l’ignoro. Che cerco? Nulla. Attendo il mio destino, E rido e canto e piango e m’innamoro.”

Die Schriftstellerin stellt also diese Zwangsidentifizierung als eine äußere Forderung dar, ein gesellschaftliches Bedürfnis. Es wird von den Anderen erwartet, dass man sich identifiziert, also eine Position einnimmt. Mit anderen Worten, es wird Kohärenz erwartet, die durch Kontinuität und Gleichheit in der Zeit stattfindet, und die das Subjekt in die Lage versetzt, „einen festen Platz in der Gemeinschaft einzunehmen“ (De Levita 1971, S. 163). Diese Anschauung ist besonders in der Identität eines zweisprachigen Kindes von Belang: dieses wird in seinem Leben stets gefragt, zu welcher Sprache bzw. sprachliche Gemeinschaft es sich zugehörig fühle. Indem das Kind antwortet, ungeachtet davon, welche seine Antwort ist, akzeptiert es, sich zu identifizieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die globale Verbreitung von Mehrsprachigkeit und problematisiert den europäischen Skeptizismus gegenüber bikulturellen Identitätsentwürfen.

2 Wege zur Identität: Dieses Kapitel erörtert theoretische Meilensteine der Identitätsforschung, darunter den Pragmatismus, Erikson’sche Entwicklungsstufen und den symbolischen Interaktionismus.

3 Zweisprachigkeit in Europa: Hier werden Definitionen von Zweisprachigkeit diskutiert und der Wandel der Forschung von einer defizitorientierten hin zu einer positiven Betrachtung kognitiver Aspekte nachgezeichnet.

4 Bikulturalität und Identifikationsprozess: Der Hauptteil analysiert, wie soziale Anerkennung und das monokulturelle Umfeld zu Identitätskonflikten bei bikulturellen Kindern führen können.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Bikulturalität eine einzigartige Ressource darstellt und die Gesellschaft zur Anerkennung dieser "Brückenidentitäten" aufgefordert ist.

Schlüsselwörter

Zweisprachigkeit, Bilingualismus, Identität, Bikulturalität, Identifikationsprozess, Soziale Anerkennung, Identitätsdiffusion, Monokulturalität, Akkulturation, Kollektive Identität, Europäische Identität, Sprachwissenschaft, Sozialpsychologie, Migration, Identitätskonstruktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Chancen der Identitätsbildung von Kindern, die in Europa mit zwei Sprachen aufwachsen und somit bikulturelle Erfahrungen sammeln.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Zentrale Themen sind die psychologischen Grundlagen der Identität, der wissenschaftliche Diskurs über Zweisprachigkeit, das Konzept der Bikulturalität sowie die Auswirkungen sozialer Anerkennung auf das Selbstbild.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit geht der Frage nach, wie zweisprachige Kinder in einem oftmals monokulturell geprägten europäischen Umfeld ihre Identität entwickeln und mit dem Spannungsfeld zwischen zwei Sprachen und Kulturen umgehen.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewandt?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse basiert und etablierte sozialwissenschaftliche Theorien zur Identität mit aktuellen Ansätzen der Bilingualismusforschung verknüpft.

Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Identitätsbegriffe, die Erörterung der kognitiven Aspekte von Zweisprachigkeit und eine tiefgehende Analyse des Identifikationsprozesses bei bikulturellen Individuen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Besonders prägend sind die Begriffe Identitätsdiffusion, Bikulturalität, soziale Anerkennung und die "wholistic view" nach François Grosjean.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Zweisprachigkeit und Bikulturalität?

Die Arbeit betont, dass Zweisprachigkeit eine rein sprachliche Kompetenz bezeichnet, während Bikulturalität die gleichzeitige Zugehörigkeit zu zwei kulturellen Konventionen impliziert, was weitaus komplexere Identitätsanforderungen stellt.

Welche Rolle spielt die "europäische Identität" im Fazit?

Der Autor diskutiert die europäische Identität als eine mögliche, politisch gestützte Rekategorisierung, die zweisprachigen Kindern helfen könnte, das Spannungsfeld nationaler Monokulturen zu überwinden.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bilingualer Erstspracherwerb und Identität. Das Paradox der bikulturellen Identität
Hochschule
Universität Regensburg  (Forschungstelle Kultur- und Kollektivwissenschaft)
Note
1,3
Autor
Fabio Telesca (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
29
Katalognummer
V335087
ISBN (eBook)
9783668249820
ISBN (Buch)
9783668249837
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Identität bikulturelle Identität Bikulturalität Grosjean kulturelle Identität Bilingualismus Bilingualität Zweisprachigkeit Mehrsprachigkeit bilingual doppelte Identität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fabio Telesca (Autor:in), 2016, Bilingualer Erstspracherwerb und Identität. Das Paradox der bikulturellen Identität, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/335087
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  29  Seiten
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