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Die Risiken und Chancen einer einheitlichen europäischen Geldpolitik auf Stufe 3 unter Berücksichtigung der institutionellen Ausgestalltung durch den EU-Vertrag

Title: Die Risiken und Chancen einer einheitlichen europäischen Geldpolitik auf Stufe 3 unter Berücksichtigung der institutionellen Ausgestalltung durch den EU-Vertrag

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 28 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Alexander Frehse (Author)

Economics - Monetary theory and policy

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Summary Excerpt Details

Im Zuge eines immer stärker zunehmenden Glaobalisierungsdruckes, sich immer weiter ausbreitender und diversifizierender internationaler Finanzmärkte und stetig steigender internationaler Wirtschaftsbeziehungen verlieren nach und nach nationale Wirtschaftspolitiken an Einflussmöglichkeiten auf die Entwicklungen an den Finanz- und Wirtschaftsmärkten. Daraus resultiert, wenn man ein Schreckensszenario entwickeln und auf die Spitze treiben will, schlußendlich ein Verlust der Einflussnahme auch in anderen Bereichen wie zum Beispiel der Beschäftigungspolitik und anderen.

Daher, aber auch aus Gründen des weltwirtschaftlich steigenden Konkurrenz- und Effizienzgedankens, ist die Politik Europas seit nunmehr 45 Jahren bestrebt, einen einheitlichen europäischen Wirtschaftsraum zu schaffen, um zum Wohle Aller die Wirtschaft Europas weltmarktfähig zu halten und zu fördern. Ein Meilenstein auf diesem Weg ist die 1991 auf der EG-Konferenz in Maastricht von den europäischen Staats- und Regierungschefs beschlossene Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU), die in drei Stufen zu einer gemeinschaftlichen Währung, dem ECU (der später dann in Euro umbenannt wurde) führen sollte und zum 01.01.1999 geführt hat. Neben anderem beinhaltet dieser Vertrag die Bildung eines europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB), welches mit Vollendung der Währungsunion die Geldpolitik für den gesamten Währungsraum festlegt und unter Führung der neu zu bildenden Europäischen Zentralbank (EZB) die dazu ihrer Ansicht nach erforderlichen geldpolitischen Operationen durchführt. Bis hierher ist bereits erkennbar, welch wichtige Stellung der Geldpolitik in einem einheitlichen europäischen Währungsraum zukommen soll, und so stellt sich die Frage, wie das ESZB diese Aufgabe erledigen soll, vor allem aber, welche Chancen und Risiken mit dieser einheitlichen Geldpolitik verbunden sind.

Im Rahmen dieser Hausarbeit soll daher erst kurz auf die organisatorische Ausgestaltung des ESZB eingegangen und kurz die dem ESZB zur Verfügung stehenden Instrumente dargestellt werden, um anhand dessen die Chancen und Risiken der europäischen Geldpolitik aus verschiedenen Blickwinkeln zu erläutern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I Einleitung

II Organisation des Eurosystems

III Das Instrumentarium

IV Ziele des Instrumenteneinsatzes

V Die geldpolitische Strategie des Eurosystems

VI Chancen und Risiken aus der Organisationsstruktur

VII Die Autonomie des Eurosystems

VIII Transmissionsprozess und €-spezifische Risiken

IX statistische Problemfelder und Folgeentwicklungen

X Abseits einer monoideiden Betrachtung

XI Die Verfassungsbeschwerden gegen den EUV/EGV

XI.1 Feststellung der Zuständigkeit

XI.2 Das Urteil des BVerfG

XI.3 Kritik am Urteil

XI.4 Die Zweite Verfassungsbeschwerdewelle

XII Schlußbemerkung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Chancen und Risiken einer einheitlichen europäischen Geldpolitik in der dritten Stufe der Wirtschafts- und Währungsunion. Dabei wird insbesondere die institutionelle Ausgestaltung durch den EU-Vertrag analysiert und kritisch hinterfragt, wie das Eurosystem unter Berücksichtigung nationaler Unterschiede und verfassungsrechtlicher Herausforderungen agiert.

  • Organisatorische Struktur und Funktionsweise des Eurosystems
  • Geldpolitische Instrumente und deren Zielsetzung
  • Autonomie der Europäischen Zentralbank
  • Kritische Analyse der Chancen und Risiken innerhalb der Währungsunion
  • Verfassungsrechtliche Aspekte der Integration (Maastricht-Urteile)

Auszug aus dem Buch

VI Chancen und Risiken aus der Organisationsstruktur

Verschiedentlich wird das ESZB mit anderen Nationalbanken bezüglich der Organisationsstruktur verglichen und dabei häufig kritisiert, dass das Eurosystem in seiner Entscheidungsfindung zu „behäbig“ oder einfach „zu langsam“ sei, was selbst Befürworter der Währungsunion bemängeln. Es obliegt im Eurosystem grundsätzlich dem EZB-Rat, über den Einsatz geldpolitischer Maßnahmen zu entschieden, während das Direktorium quasi als Exekutive hiernach im Einzelfall den Auftrag zur Durchführung dieser Maßnahmen an die NZBen des Eurosystems erteilt.

Aus dieser Konstellation heraus ergibt sich ein „inside lag“. Ein solches „inside lag“ ist gekennzeichnet als eine aus der Organisation einer Zentralbank heraus entstehende Wirkungsverzögerung. Hierbei wird unterschieden zwischen einem „recognition lag“, welches eine zeitliche Verzögerung bei der Erkennung von wirtschaftlichen Fehlentwicklungen beschreibt, einem „decision lag“, welches die Verzögerung bis zur Entscheidung über den Einsatz von geldpolitischen Maßnahmen ist und schlussendlich einem „administration lag“, was den zeitlichen Abstand von der Entscheidung bis zur Durchführung der jeweiligen geldpolitischen Maßnahme beschreibt.

Zusammengenommen ist dieses „inside lag“ manchen Kritikern zufolge zu lang und beeinträchtigt damit entscheidend den Erfolg der europäischen Geldpolitik, andere wiederum sehen gerade in dieser „Langsamkeit“ der Entscheidungsprozesse einen nicht unwesentlicher Vorteil, verhindert diese doch kurzfristige und daher teilweise übertriebene Reaktionen auf unerwartete Liquiditäts- und Zinsschwankungen. Und dieses ist eine der vom Eurosystem präferierten Kennzeichen der europäischen Geldpolitik: Die Mittelfristigkeit der Geldpolitik.

Zusammenfassung der Kapitel

I Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Globalisierungsdruck und die Notwendigkeit einer europäischen Wirtschafts- und Währungsunion zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.

II Organisation des Eurosystems: Dieses Kapitel erläutert den Aufbau des ESZB, bestehend aus der EZB und den nationalen Zentralbanken sowie deren Kernaufgaben.

III Das Instrumentarium: Es werden die geldpolitischen Instrumente wie ständige Fazilitäten, Offenmarktgeschäfte und die Mindestreserve zur Beeinflussung der Geldmenge und Zinssätze vorgestellt.

IV Ziele des Instrumenteneinsatzes: Die Steuerung der Geldmenge M3 und die Signalwirkung auf die Finanzmärkte stehen hier im Fokus.

V Die geldpolitische Strategie des Eurosystems: Das Zwei-Säulen-Modell der EZB zur Gewährleistung der Preisstabilität wird detailliert erläutert.

VI Chancen und Risiken aus der Organisationsstruktur: Analyse der Entscheidungsgeschwindigkeit ("lags") und der Auswirkungen der dezentralen Struktur auf die Geldpolitik.

VII Die Autonomie des Eurosystems: Betrachtung der institutionellen, operativen und personellen Unabhängigkeit der EZB.

VIII Transmissionsprozess und €-spezifische Risiken: Diskussion über die zeitliche Verzögerung der Wirkung geldpolitischer Instrumente und Unsicherheiten bei der Datenbasis.

IX statistische Problemfelder und Folgeentwicklungen: Kritische Beleuchtung des HVPI als Basis für geldpolitische Entscheidungen.

X Abseits einer monoideiden Betrachtung: Untersuchung der Interdependenz zwischen Geldpolitik, Fiskalpolitik und dem Stabilitäts- und Wachstumspakt.

XI Die Verfassungsbeschwerden gegen den EUV/EGV: Historischer Rückblick auf die rechtliche Kritik und die Urteile des Bundesverfassungsgerichts zum Maastricht-Vertrag.

XII Schlußbemerkung: Fazit zur Notwendigkeit der gemeinsamen Anstrengung aller Akteure zur Sicherung der Preisstabilität.

Schlüsselwörter

Europäische Zentralbank, ESZB, Geldpolitik, Währungsunion, Preisstabilität, Maastricht-Vertrag, Euro, EZB-Rat, Zwei-Säulen-Modell, Offenmarktgeschäfte, Unabhängigkeit, Fiskalpolitik, Stabilitäts- und Wachstumspakt, Transmission, Bundesverfassungsgericht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der einheitlichen Geldpolitik im Euro-Währungsraum und diskutiert die damit verbundenen Chancen und Risiken unter Berücksichtigung der EU-Vertragslage.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Organisationsstruktur des Eurosystems, die geldpolitische Strategie, die Unabhängigkeit der Zentralbank sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen und Verfassungsbeschwerden.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Untersuchung, wie das ESZB seine geldpolitische Aufgabe erfüllt und welche Herausforderungen (Risiken) sowie Möglichkeiten (Chancen) sich durch die institutionelle Ausgestaltung ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche und ökonomische Analyse unter Auswertung von Fachliteratur, offiziellen Berichten der EZB und relevanter Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Instrumentarium, die geldpolitische Strategie (Zwei-Säulen-Modell), die Auswirkungen der Organisationsstruktur auf Entscheidungsprozesse und die Interdependenz zur Fiskalpolitik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Eurosystem, Preisstabilität, Unabhängigkeit, Geldpolitik, Währungsunion und Stabilitäts- und Wachstumspakt.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Bundesverfassungsgerichts?

Der Autor ordnet das BVerfG als entscheidende Instanz ein, die durch ihre Urteile zum Maastricht-Vertrag die rechtliche Grundlage für die Währungsunion aus deutscher Sicht bestätigte, dabei aber selbst Gegenstand wissenschaftlicher Kritik wurde.

Welche Herausforderung sieht der Autor in Bezug auf die "Mentalität" der Mitgliedsstaaten?

Der Autor hinterfragt skeptisch, ob eine supranationale Zentralbank allein durch Zinspolitik nationale wirtschaftliche Verhaltensmuster ändern kann, und betont, dass die Stabilität vor allem von der gemeinsamen Einhaltung des Stabilitäts- und Wachstumspakts durch alle Staaten abhängt.

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Details

Title
Die Risiken und Chancen einer einheitlichen europäischen Geldpolitik auf Stufe 3 unter Berücksichtigung der institutionellen Ausgestalltung durch den EU-Vertrag
College
Berlin School of Economics
Course
Internationalisierung von Wirtschaftsprozessen
Grade
1,0
Author
Alexander Frehse (Author)
Publication Year
2002
Pages
28
Catalog Number
V33498
ISBN (eBook)
9783638339506
Language
German
Tags
Risiken Chancen Geldpolitik Stufe Berücksichtigung Ausgestalltung EU-Vertrag Internationalisierung Wirtschaftsprozessen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Frehse (Author), 2002, Die Risiken und Chancen einer einheitlichen europäischen Geldpolitik auf Stufe 3 unter Berücksichtigung der institutionellen Ausgestalltung durch den EU-Vertrag, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/33498
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