Die Anforderung dieser Arbeit besteht darin die Zusammenarbeit von Internet-Memes und Transmedia Storytelling am Beispiel von Grumpy Cat angemessen darzustellen, eine Übersicht zu den theoretischen Grundlagen von Memes und Transmedia Storytelling zu schaffen und eine medienwissenschaftliche Analyse aufzuführen, die beide Lehren in sinnvoller Verbindung mit Grumpy Cat setzt.
In wie weit kennzeichnet sich Grumpy Cat als Meme? Wie lassen sich die schnelle Verbreitung und der Erfolg des Memes erklären? Wird Grumpy Cat dem Prozess des Transmedia Storytelling gerecht? Identifiziert sich Grumpy Cat transmedialer Ansatz als Motivation für das Publikum oder einfache Marketingstrategie? Und schließlich: Wie und ab wann kooperieren Memes und Transmedia Storytelling?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das Internet-Meme
2.1 Abgrenzung von Meme und Internet-Meme
2.2 Verbreitung, Remix, Nachahmung und Selektion
2.3 Das erfolgreiche Meme
3. Transmedia Storytelling
4. Forschungsstand und methodisches Vorgehen
5. Analyse am Fallbeispiel Grumpy Cat
5.1 Der memetische Erfolg Grumpy Cats
5.2 Der transmediale Ansatz anhand von Grumpy Cat
5.3 Zusammenfassung und Auswertung
6. Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Interaktion zwischen Internet-Memes und Transmedia Storytelling, um zu klären, wie diese beiden Konzepte am Beispiel von "Grumpy Cat" erfolgreich kooperieren und zur Markenbildung beitragen. Dabei wird analysiert, inwiefern der Erfolg von "Grumpy Cat" auf spezifischen memetischen Mechanismen und transmedialen Vermarktungsstrategien basiert.
- Theoretische Grundlagen von Internet-Memes und deren Verbreitungsmechanismen
- Konzept des Transmedia Storytelling und dessen Relevanz in der Medienpraxis
- Empirische Analyse des memetischen Erfolgs von "Grumpy Cat"
- Untersuchung der transmedialen Ausweitung der Marke "Grumpy Cat" auf verschiedene Medienkanäle
- Kritische Reflexion über die Verbindung von künstlerischem Anspruch und Franchise-Marketing
Auszug aus dem Buch
5.2 Der transmediale Ansatz anhand von Grumpy Cat
Längst ist Grumpy Cat auch außerhalb des Internets etabliert. Neben der eigenen Website und Präsenzen auf Facebook, Twitter, Instagram und Youtube werden auch Bücher über die grimmige Katze publiziert. Das erste Buch „Grumpy Cat: A Grumpy Book“ erschien 2013, ein Jahr später wurde „Grumpy Cat: No-It-All: Everything You Need to No“ veröffentlicht und 2015 „The Grumpy Guide to Life: Observations from Grumpy Cat“ (http://www.grumpycats.com/grumpy-cat-merchandise/grumpy-cat-a-grumpy-book/). Alle Bücher beinhalten die negative Lebensweise, die den Leser unterrichtet genauso mürrisch zu werden wie Grumpy Cat selbst. Um dem Publikum gerecht zu werden, wurden Bücher dieser Art platziert. Der neue Inhalt rund um Grumpy Cat verschaffte der Marke einerseits neue Aufmerksamkeit, andererseits bleiben die bereits bestehenden Rezipienten durch neue Informationen am Ball. Als Reaktion auf das große Interesse wurden die Bücher auch in andere Sprachen, unter anderem auch ins Deutsche, übersetzt.
Im November 2014 wurde ein Film zum Internetphänomen veröffentlicht, in dem der fiktive Inhalt von dem Weihnachtsfest mit der sprechenden Grumpy Cat handelt (vgl. Richards 2014).
Neben Merchandise-Produkten wie Stiften, Sticker, Kuscheltieren, Kalendern und einer vollständigen Bekleidungskollektion (http://www.grumpycats.com/grumpy-cat-merchandise) wird bald auch ein Eiskaffee namens Grumppuccino angeboten (http://drinkgrumpycat.com).
Des weiteren gibt es Smartphone-Apps von Grumpy Cat, die das Wetter anzeigen, Grumpy-Cat-Emojis beinhalten oder Bilder mit Hilfe einer Photobomb-Funktion bearbeiten (http://www.grumpycats.com/apps). Online-Spiele, die auf den Charakter von Grumpy Cat basieren, sind besonders auf die Zielgruppe junger Mädchen ausgerichtet (http://www.girlsgogames.de/spiel/grumpy-cat-zahnpflege /http://www.Girlsgogames.com/game/grumpy_kitty). Schließlich gibt es auch ein Comic, welcher seit Oktober 2015 regelmäßig erscheint, indem ebenfalls Grumpy Cat den Helden der Geschichte skizziert (vgl. McCool/McGraw/Serrano/Fisher 2015).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in das Phänomen "Grumpy Cat" und Formulierung der Forschungsfragen zur memetischen und transmedialen Natur der Marke.
2. Das Internet-Meme: Theoretische Herleitung des Meme-Begriffs und Definition von Internet-Memes sowie deren Verbreitungs- und Erfolgsfaktoren.
3. Transmedia Storytelling: Erläuterung des Konzepts nach Henry Jenkins, inklusive der Bedeutung von Multimodalität und verschiedenen Erzählmethoden.
4. Forschungsstand und methodisches Vorgehen: Begründung des methodischen Vorgehens für die Analyse und Einordnung des Forschungsfeldes.
5. Analyse am Fallbeispiel Grumpy Cat: Detaillierte Untersuchung des memetischen Ursprungs und der transmedialen Ausgestaltung von "Grumpy Cat".
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Symbiose zwischen Memes und Transmedia Storytelling am Beispiel der Fallstudie.
Schlüsselwörter
Internet-Meme, Transmedia Storytelling, Grumpy Cat, Medienanalyse, viraler Erfolg, Partizipationskultur, Markenbildung, Web 2.0, Imitation, Remix, Franchise-Marketing, mediale Kommunikation, Sarkasmus, Content-Strategie, digitale Medien
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die medienwissenschaftliche Verbindung von Internet-Memes und Transmedia Storytelling am konkreten Beispiel des Internetphänomens "Grumpy Cat".
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Evolution und Verbreitung von Memes im Web 2.0 sowie die strategische Ausweitung von Inhalten über verschiedene Medienplattformen hinweg.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein durch Zufall entstandenes Internet-Meme durch transmediale Ansätze zu einer profitablen Marke entwickelt wurde und welche Rolle das Publikum dabei spielt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoriegestützte Analyse, die etablierte medienwissenschaftliche Theorien auf das Fallbeispiel "Grumpy Cat" anwendet und gegenüberstellt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition von Memes und Transmedia Storytelling sowie eine umfassende Analyse der Vermarktung und Rezeption von "Grumpy Cat" über diverse Kanäle.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Internet-Meme, Transmedia Storytelling, Partizipationskultur, viraler Erfolg und Markenbildung.
Warum war der Manager von "Grumpy Cat" für den transmedialen Erfolg so wichtig?
Der Manager erkannte das Potenzial des Memes und übertrug die Inhalte systematisch auf neue Kanäle wie Bücher, Filme und Merchandise, um das zuvor ungeplante Phänomen gewinnbringend zu vermarkten.
Inwiefern spielt das Publikum eine Rolle bei der Entwicklung der Marke?
Das Publikum ist durch Interaktion, das Erstellen eigener Memes und die Partizipation an der Verbreitung maßgeblich am Erfolg beteiligt und bildet die notwendige Basis für die transmediale Strategie.
- Arbeit zitieren
- Verena Schulz (Autor:in), 2016, Internet-Memes und Transmedia Storytelling Hand in Hand. Fallbeispiel ‘Grumpy Cat‘, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/334945